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Termpaper, 2007, 29 Pages
Authors: Dipl.-Betriebswirt (FH) Frank Eckhoff, M.A. Nadine V. Kegen
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: University of Hamburg
Tags: Wirtschaftsförderung, Kreditanstalt, Wiederaufbau, Mittelstandsbank, Strukturpolitik, Wirtschaftsförderung, Standortbedingungen, Existenzgründungsforderung, Finanzierung, Öffentliche Finanzierungsmittel
Year: 2007
Pages: 29
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-03439-5
ISBN (Book): 978-3-638-93250-9
File size: 190 KB
Die kritische Analyse - etwa die Konkurrenz zu den Geschäftsbanken und die Verschiebung von Aufgaben des Staates auf die KfW zwecks Vermeidung von Haushaltslücken bzw. Defiziten des Staates - hätten etwas ausgeprägter sein können.Die kritische Analyse - etwa die Konkurrenz zu den Geschäftsbanken und die Verschiebung von Aufgaben des Staates auf die KfW zwecks Vermeidung von Haushaltslücken bzw. Defiziten des Staates - hätten etwas ausgeprägter sein können.
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Abstract
Seit dem Amtsantritt der Regierung „Kohl“ im Jahr 1982 verfolgt die Bundesrepublik Deutschland eine vorwiegend angebotsorientierte Wirtschaftspolitik. Vorrangiges Ziel dieser Politik ist die Schaffung von günstigen Voraussetzungen in den Unternehmen, damit diese in der Lage sind, durch Investitionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Vor allem sind es die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Sie beschäftigen rund 70% aller Arbeitnehmer, stellen 83% der Ausbildungsplätze zur Verfügung und erwirtschaften einen bedeutenden Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Aus dieser Perspektive stellen z.B. Finanzierungsprobleme im Mittelstand ernste Hindernisse für den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungspfad dar. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Staatsbank mit öffentlichem Auftrag. Die von der KfW Bankengruppe durchgeführten Fördermaßnahmen leisten ihren Beitrag zum Erreichen der wirtschaftspolitischen Wachstums-, Beschäftigungs- und Gleichgewichtsziele. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Historie, die Aufgaben sowie die organisatorischen und finanzwirtschaftlichen Strukturen der KfW Bankengruppe. Hieran anknüpfend folgt ein fokussierter Blick auf die von der KfW Mittelstandsbank eingesetzten Förderinstrumente. Abschließend werden Ergebnisse der Untersuchung einer kritischen Würdigung unterzogen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Department Wirtschaft und Politik
Masterstudiengang ,,Entrepreneurship"
Semester: WiSe 2006/2007
Kurs: Strukturpolitik, Wirtschaftsförderung, Standortbedingungen
Schriftliche Ausarbeitung
zur studentischen Präsentation vom 12.12.2006
Wirtschaftsförderung durch die Kreditanstalt für
Wiederaufbau unter besonderer Fokussierung
auf die KfW Mittelstandsbank
Nadine
Kegen
Frank
Eckhoff
Abgabetermin: 09.01.2007
Inhaltsverzeichnis
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 2
1.
EINLEITUNG 3
2.
KFW BANKENGRUPPE 3
2.1 Historie und öffentlicher Förderauftrag 3
2.2 Die Gremien und die fünf eigenständigen Marken der
KfW
Bankengruppe 6
2.3 Kennzahlen der KfW Bankengruppe 7
3.
KFW MITTELSTANDSBANK 8
3.1 Definition kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) 8
3.2 Förderinstrumente der KfW Mittelstandsbank 9
3.2.1
Investitionsförderung von Gründern und KMU 9
3.2.2
Förderung von Unternehmensgründungen 10
3.2.3
Mezzanin- und Risikokapitalfinanzierungen 10
3.2.4
Beratung und Information 12
4.
KRITISCHE WÜRDIGUNG 12
4.1 Erfolge der Fördermaßnahmen der KfW Mittelstandsbank 12
4.2 Ausblick auf zukünftige Entwicklungen 13
5.
FAZIT 14
LITERATURVERZEICHNIS 16
ANHANG 19
1
Abkürzungsverzeichnis
ABS
Asset Backed Securities
BIP Bruttoinlandsprodukt
BRD Bundesrepublik
Deutschland
DDR
Deutsche Demokratische Republik
DEG
Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft
mbH
DtA Deutsche
Ausgleichsbank
DtA-VÜG Gesetz
zur
Übertragung des Vermögens der Deut-
schen Ausgleichsbank auf die Kreditanstalt für Wie-
deraufbau
ERP European
Recovery
Program
EU Europäische
Union
F.A.Z.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
KfW Kreditanstalt
für
Wiederaufbau
KMU
kleine und mittlere Unternehmen
KredAnstWiAG
Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau
Mio. Millionen
Mrd. Milliarden
p.a. per
anno
StabG Gesetz
zur
Förderung der Stabilität und des
Wachstums der Wirtschaft
2
1. Einleitung
Seit dem Amtsantritt der Regierung ,,Kohl" im Jahr 1982 verfolgt die Bundesre-
publik Deutschland eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik. Vorrangiges Ziel
dieser Politik ist die Schaffung von günstigen Voraussetzungen in den Unter-
nehmen, damit diese in der Lage sind, durch Investitionen neue Arbeitsplätze
zu schaffen. Vor allem sind es die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU),
die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Sie beschäftigen rund 70%
aller Arbeitnehmer, stellen 83% der Ausbildungsplätze zur Verfügung und
erwirtschaften einen bedeutenden Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP).1
Aus dieser Perspektive stellen z.B. Finanzierungsprobleme im Mittelstand
ernste Hindernisse für den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungspfad dar.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Staatsbank mit öffentlichem
Auftrag. Die von der KfW Bankengruppe durchgeführten Fördermaßnahmen
leisten ihren Beitrag zum Erreichen der wirtschaftspolitischen Wachstums-,
Beschäftigungs- und Gleichgewichtsziele2.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Historie, die Aufgaben sowie die or-
ganisatorischen und finanzwirtschaftlichen Strukturen der KfW Bankengruppe.
Hieran anknüpfend folgt ein fokussierter Blick auf die von der KfW Mittelstands-
bank eingesetzten Förderinstrumente. Abschließend werden Ergebnisse der
Untersuchung einer kritischen Würdigung unterzogen.
2. KfW Bankengruppe
2.1 Historie und öffentlicher Förderauftrag
Die KfW ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main.3
Sie wurde rund drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 18.11.1948
als Teil eines Konzeptes zum politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau der
1 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung zitiert nach Kubla, Roman, Mittelstandsfinanzierung vor
neuen Herausforderungen, in: Rumpf, Maria; Feyerabend, Friedrich-Karl, (Hrsg.), Finanzie-
rung im Mittelstand: Neue Herausforderungen und Chancen, Berichte aus Theorie und Praxis,
Verlag der Ferber`schen Universitäts-Buchhandlung, Gießen 2005, S. 3.
2 Vgl. § 1 Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabG).
3 Vgl. § 1 Abs. 1 Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KredAnstWiAG).
3
Bundesrepublik Deutschland (BRD) errichtet.4 Die Geschichte der KfW ist eng
mit der - vom damaligen amerikanischen Außenminister Marshall erdachten -
Wiederaufbauhilfe (sog. Marshallplan) verbunden. Die ersten nennenswerten
finanziellen Gegenwerte aus den Einfuhren von Lebensmitteln, Rohstoffen und
Sachgütern (,,äußerer" Marshallplan) standen im Jahr 1950 in Form eines Son-
dervermögens bereit. Diese Mittel wurden sodann für die Kreditprogramme der
KfW zur Investitionsfinanzierung (,,innerer" Marshallplan) eingesetzt.5 Der offi-
zielle Name des wirtschaftlichen Aufbauprogramms -
E
uropean
R
ecovery
P
rogram (ERP) - ist zum nachhaltigen Leitmotiv der KfW geworden.6
In der Zeit von 1948 bis 1960 hatte sich die KfW zu einem ,,Mehrzweckinstitut"
von Bund und Ländern entwickelt. Die Bilanzsumme weitete sich während
dieser Zeit von rund 250 Mio. EUR auf etwa 4 Mrd. EUR aus. Nachdem die
schwierigsten Wiederaufbauaufgaben im Mittelstand bewältigt waren, widmete
sich die KfW außerdem der Export- und Projektfinanzierung7 sowie der finan-
ziellen Zusammenarbeit mit dem Ausland.8
Im August 1961 wurde das KfW-Gesetz einer tiefgreifenden Reform unterzo-
gen: Das Grundkapital wurde auf 511 Mio. EUR9 aufgestockt und die Gewinn-
ausschüttung ausgeschlossen. Des Weiteren übertrug die Bundesregierung der
KfW die Durchführung von Hilfs- und Fördermaßnahmen für wirtschaftlich unter-
entwickelte Länder.10 In der Folge hatte die KfW sich in den Sechziger Jahren
zu sehr auf ihre neuen Auslandsaktivitäten, die Exportfinanzierung und die
Rohstoffkredite fokussiert. Die Politik mahnte daher eine Rückbesinnung auf die
innerdeutschen Aufgaben an.
Während der Jahre von 1971 bis 1989 widmete sich die KfW der Neuorientie-
rung und dem Ausbau ihrer inländischen Wirtschaftsförderung. Der westdeut-
sche Mittelstand wurde mit langfristigem Fremdkapital versorgt, weil ihm der
Zugang zum Kapitalmarkt und die Verhandlungsstärke von Großunternehmen
fehlten. Erstmals wurde daneben ein ERP-Beteiligungsprogramm ins Leben ge-
4 Vgl. Harries, Heinrich, Wiederaufbau, Welt und Wende: Die KfW - eine Bank mit öffentlichem
Auftrag, Verlag Fritz Knapp GmbH, Frankfurt am Main 1998, S. 1.
5 Vgl. Harries, a.a.O., S. 31f..
6 Vgl. Harries, a.a.O., S. 8.
7 Projektfinanzierung bedeutet, dass die Kredite allein aus dem Ertragspotential der zu finanzie-
renden Investitionen zurückgezahlt werden.
8 Vgl. Harries, a.a.O., S. 62.
9 Damals eine Milliarde Deutsche Mark.
10 Vgl. Harries, a.a.O., S. 66ff..
4
rufen. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld - vor allem in den Siebziger Jahren
- erforderte konjunkturpolitische Sonderprogramme, die mit Unterstützung von
Zinssubventionen aus Bundesmitteln realisiert wurden.11 Am Ende dieser
Periode hatte sich die KfW nach erneuter Kapitalaufstockung und kritischer
Prüfung durch Ratingagenturen ein weltweit anerkanntes Emissionsstanding
erworben.12
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung stellten sich der KfW13 neue Aufga-
ben. Für den Aufbau moderner Wirtschaftsstrukturen in den neuen Ländern
stellte die KfW überwiegend Kapitalmarktmittel zur Verfügung, die mit Zinszu-
schüssen aus dem Bundeshaushalt noch attraktiver gestaltet werden konnten.
Die Zahl der zu bewältigenden Kreditanträge wuchs exorbitant an.14 Am
01.10.1994 erfolgte die Fusion zwischen der Staatsbank Berlin (ehemalige
Staatsbank der DDR) und der KfW. Das übernommene Gebäude am Berliner
Gendarmenmarkt wurde zur ersten Zweigniederlassung der KfW. Die mit dem
Zusammenschluss einhergehende Eigenkapitalzufuhr nutzte der Vorstand
sogleich, um neue KfW-Kreditprogramme aufzulegen.15 Zur Förderung des ost-
deutschen Mittelstands hatte die KfW in den Jahren nach der Wende neben der
zugesagten Kreditvolumina (Quantität) vor allem mit besonders stark
verbilligten Festzinssätzen, Risikobeteiligungen und Liquiditätshilfen (Qualität)
unterstützt. Die KfW überzeugte in dieser Phase ihrer Geschichte mit
Sensibilität für volkswirtschaftliche und politische Aspekte.16
Zum 01.01.2003 wurde die KfW die Gesamtrechtsnachfolgerin der Deutschen
Ausgleichsbank (DtA).17 Die KfW Bankengruppe errichtete am Sitz der DtA in
Bonn eine zweite Zweigniederlassung. Eine noch leistungsfähigere staatliche
Förderbank war entstanden. Des Weiteren konnten die Überschneidungen in
den Förderprogrammen bereinigt werden. Das Grundkapital der KfW beträgt
heute 3,75 Mrd. EUR. Es wird zu 80% vom Bund und zu 20% von den Ländern
11 Vgl. Harries, a.a.O., S. 120ff.
12 Vgl. Harries, a.a.O., S. 162.
13 Das Wort ,,Wiederaufbau" im Namen der Kreditanstalt entsprach in den letzten Jahren vor der
deutschen Einheit nicht mehr dem Zeitgeist. Der Vorstand der KfW stellte bereits Überlegun-
gen zur Namensänderung an. Vgl. Harries, a.a.O., S. 167.
14 Vgl. Harries, a.a.O., S. 168f..
15 Vgl. Harries, a.a.O., S. 188ff..
16 Vgl. Harries, a.a.O., S. 174f..
17 Vgl. § 1 und § 9 des Gesetzes zur Übertragung des Vermögens der Deutschen Ausgleichs-
bank auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau (DtA-VÜG).
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