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Bedeutungswandel am Beispiel des Verfahrens der Metaphorisierung

Scholary Paper (Seminar), 2007, 13 Pages
Author: Christoph Dabiri
Subject: German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 13
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V88400
ISBN (E-book): 978-3-638-02450-1
ISBN (Book): 978-3-638-92471-9
File size: 105 KB

Abstract

Laut ist der Protest jeher, dass unsere Sprache zu verfallen droht. Schon antike Philosophen äußerten sich im Zuge der verbildlichten Sprechweise und taten ihren Unmut kund. In dieser Arbeit möchte ich mich jedoch nicht mit der Frage befassen, ob diese Vermutung falsch oder richtig sei, sondern den Fokus vielmehr auf die Fragestellung konzentrieren, warum diese Besorgnis seit jeher ein solch zeitloses Thema ist. Warum wandelt sich Sprache überhaupt und wie macht sich dies bemerkbar? Um sich mit dieser Frage auseinandersetzen zu können, soll zunächst der sprachliche Wandel im Allgemeinen mit seiner Herkunft definiert werden. Dazu werden verschiedene Interpretationen aus der Literatur von Keller und Kirschbaum, Löbner und Fritz miteinander verglichen und mit gegenwärtigen Beispielen zur Untermauerung der gelieferten Thesen aufgeführt. Im Folgenden sollen die gängigsten und alltäglichsten Formen der Bedeutungsveränderung und –verschiebung benannt und durch kurze Beispiele verdeutlicht werden, um sich anknüpfend daran mit erworbenem Vorwissen dem rhetorischen Mittel der Metapher und ihrer Metaphorisierung zuzuwenden, welches unter besonderem Augenmerk dieser Hausarbeit stehen soll. Unter aristotelischem Blickwinkel ist die philosophische Sichtweise der Metapher sehr kurz anzureißen, um sich mit historischem Hintergrundwissen dem Verfahren der Metaphorisierung in der Gegenwart zu nähern.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Darmstadt

Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft

Proseminar: Semantik

Semester: WS 2006/07

Bedeutungswandel am Beispiel
des Verfahrens der Metaphorisierung

Verfasser:

Christoph Dabiri

Studienfächer/-abschluss: BA Germanistik/Wirtschaftswissenschaften


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung - 3 -

2. Bedeutungswandel - 3 -

2.1 Wandel innerhalb einer Sprache

- 3 -

2.2 Entstehung semantischer Neuerungen - 4 -

2.3 Effizienz von Neuerungssituationen - 5 -

3. Verfahren des Bedeutungswandels - 6 -

3.1 Metonymisches Verfahren - 6 -

3.2 Differenziertes Verfahren - 6 -

3.3 Euphemistisches Verfahren - 7 -

3.4 Ironisches Verfahren - 7 -

4. Metaphorisierung - 8 -

4.1 Metaphertheorien - 8 -

4.2 Metaphorischer Wandel - 8 -

Fazit - 11 -

Literaturverzeichnis - 12 -

- 2 -


1. Einleitung

Laut ist der Protest jeher, dass unsere Sprache zu verfallen droht. Schon früheste Philosophen

äußerten sich im Zuge der verbildlichten Sprechweise und taten ihren Unmut kund.

In dieser Arbeit möchte ich mich jedoch nicht mit der Frage befassen, ob diese Vermutung

falsch oder richtig sei, sondern mich vielmehr auf die Fragestellung konzentrieren, warum

diese Besorgnis seit jeher ein solch zeitloses Thema ist.

Warum wandelt sich Sprache überhaupt und wie macht sich dies bemerkbar?

Um sich mit dieser Frage auseinandersetzen zu können, möchte ich einführend erst einmal

darauf eingehen, was sprachlicher Wandel eigentlich ist und wie dieser prinzipiell zustande

kommt. Dazu werde ich verschiedene Ansichten aus der Literatur von Keller und

Kirschbaum, Löbner und Fritz miteinander vergleichen und gegenwärtige Beispiele zur

Untermauerung der gelieferten Thesen aufführen.

Im Folgenden werde ich versuchen, die gängigsten und alltäglichsten Formen der

Bedeutungsveränderungen und ­verschiebungen aufzuführen und diese durch kurze Beispiele

zu verdeutlichen, um mich danach mit erworbenem Vorwissen dem rhetorischen Mittel der

Metapher und ihrer Metaphorisierung zuzuwenden, welches unter besonderem Augenmerk

dieser Hausarbeit stehen soll. Unter aristotelischem Blickwinkel werde ich die philosophische

Sichtweise der Metapher sehr kurz anreißen, um mich mit historischem Hintergrundwissen

dem Verfahren der Metaphorisierung in der Gegenwart zu nähern. Diese werde ich mit

zeitgemäßen Beispielen versuchen zu bekräftigen.

2. Bedeutungswandel

2.1 Wandel innerhalb einer Sprache

Sprachwandel findet immer statt, es gibt keine Zeit in der sich eine Sprache nicht

kontinuierlich verändert, sofern sie einem aktiven Gebrauch unterliegt. Betroffen sind davon

sämtliche kulturelle Aspekte einer Sprache, von der Lautung über die Struktur des Satzbaus

bis hin zum Wortschatz und der Bedeutung (vgl. Keller/Kirschbaum 2003, 8).

- 3 -



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