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Termpaper, 2004, 17 Pages
Author: Julia Smaxwil
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Tags: Kindlicher, Spracherwerb, Mensch
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02464-8
ISBN (Book): 978-3-638-92430-6
File size: 108 KB
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Abstract
Was ist der Spracherwerb und welche Grundlagen er hat? Die Sprache selbst fungiert als Vermittler zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Um die Sprache zu erwerben, muss sich der Mensch in dieser Umwelt befinden, da nur die Umwelt ihm die Sprache vermitteln kann. Die Interpretation der Umwelt hängt also wesentlich von der sprachlichen Konvektion ab. Es sollen die Grundstrukturen des Verlaufs der Sprachentwicklung skizziert werden. Zuerst wird auf diverse Bedingungen eingegangen, die vorhanden sein müssen, damit ein Kind überhaupt Sprache entwickeln kann. Im zweiten Teil geht es um den Erwerb der Phonologie, die vorsprachlichen Phasen, Ammensprache, Lautproduktion und Protowörter. Im Anschluss daran geht es um den Erwerb der Semantik:Bedeutung der Wörter, Prinzipien der Affektkonstanz und der Dingkonstanz, Voraussetzungen der Entwicklung von semantischen Strukturen, Bedeutungsverengungen und Bedeutungserweiterungen.
Excerpt (computer-generated)
Thema: Der Mensch lernt sprechen
Autorin: Julia Smaxwil
Universität Duisburg Essen
Verfasserin: Julia Smaxwil
Thema:
Der Mensch lernt sprechen
1
Thema: Der Mensch lernt sprechen
Autorin: Julia Smaxwil
Inhaltsverzeichnis
1
EINLEITUNG 3
1.1
BEDINGUNGEN FÜR DIE SPRACHENTWICKLUNG 5
2
ERWERB DER PHONOLOGIE (LAUTVERSTÄNDNIS UND LAUTPRODUKTION) 6
2.1
DIE VORSPRACHLICHEN PHASEN 6
2.2
DIE AMMENSPRACHE 7
2.3
PHASEN DER LAUTPRODUKTION 7
2.4
DIE LALLPHASE 8
2.5
ERSTE LAUTBILDUNG 9
2.6
DIE PROTOWÖRTER 9
3
ERWERB DER SEMANTIK 11
3.1
DIE BEDEUTUNG EINES WORTES 11
3.2
DIE PRINZIPIEN DER AFFEKTKONSTANZ UND DER DINGKONSTANZ 11
3.3
VORAUSSETZUNGEN DER ENTWICKLUNG VON SEMANTISCHEN STRUKTUREN 12
3.4
BEDEUTUNGSVERENGUNGEN UND BEDEUTUNGSERWEITERUNGEN 13
3.5
ZWEI EBENEN 13
3.6
SEMANTIK UND SYNTAX 14
4
SCHLUSS 15
5
LITERATURVERZEICHNIS 16
2
Thema: Der Mensch lernt sprechen
Autorin: Julia Smaxwil
1 Einleitung
Die moderne Linguistik beschreibt den Spracherwerb nicht als ganzheitlichen
Prozess, sondern fasst diesen Prozess als modular auf. Kindlicher Spracherwerb
vollzieht sich auf folgenden Ebenen:
N Syntax
N Semiotik
N Phonologie
N Lexikon
Diese Ebenen besitzen einzelnen Module, die laut linguistischer Wissenschaft
keinen oder nur wenig Einfluss aufeinander haben.
Der Spracherwerb ist autonom, d.h. Spracherwerb vollzieht sich fast unabhängig von
anderen (kognitiven) Funktionen. Bei niedriger kognitiver Leistungsfähigkeit verläuft
der Spracherwerb fast normal. Beim Down-Syndrom ist zum Beispiel die sprachliche
Entwicklung weiter als die kognitive Entwicklung. Ein weiteres Indiz für die
Autonomiehypothese ist das Phänomen des Hyperlinguismus. Hyperlinguisten sind
besonders sprachbegabte Kinder und Erwachsene. Es zeigt sich nämlich, dass
Hyperlinguismus auch bei unterbegabten Menschen auftritt.
Beim Spracherwerb der ersten Sprache weiß weder das Kind, noch die Umgebung
von den sprachlichen Regeln, die im Spracherwerb zur Anwendung gebracht
werden. Der Prozess des Spracherwerbs geht also unbewusst vor sich.
Allgemein kann man sagen, dass der Spracherwerb ein Prozess ist, der in der
menschlichen Entwicklung sehr früh einsetzt und sich schnell vollzieht. Die Struktur
der Sprache wird mit dem 3. Lebensjahr erworben (später differenziert sich nur noch
die Komplexität der Syntax).
Um eine Sprache erwerben zu können, benötigt der Mensch sprachlichen Input.
Ansonsten wird Sprache nicht erworben, oder es kommt nur zu einer Art
,,Lautnachahmung". Man kann festhalten, das dieser Input bis zum ca. 14.
Lebensjahr erfolgen sollte, sonst ist der Erwerb der ersten Sprache nicht mehr
möglich.
3
Thema: Der Mensch lernt sprechen
Autorin: Julia Smaxwil
Was ist der Spracherwerb und welche Grundlagen er hat? Laut dem
Universalwörterbuch Duden wird der Begriff Spracherwerb folgenderweise definiert:
Spracherwerb: Das Erlernen der Muttersprache.1
Der Begriff Spracherwerb umfasst viele Arten des Erwerbes. Zum Beispiel den
Erwerb der Muttersprache, den Erwerb einer Zweitsprache, sowie den Erwerb der
Gebärdensprache. Je jünger der Mensch, umso leichter erlernt er eine Sprache.2
Dazu sollte gesagt werden, dass der Spracherwerb von Kind zu Kind verschieden ist,
bzw. der Beginn und die Dauer variieren. Der Spracherwerb ist ein lebenslanger
Prozess ist, da selbst Erwachsene ihr sprachliches System immerwährend erweitern.
Wie lernt eigentlich das Kind sprechen? Als Antwort bekommt man meist die
sogenannte
Imitationstheorie
des Spracherwerbs. Kinder imitieren Wörter, die sie
bereits verstehen. Imitiert wird nicht um Neues zu lernen, sondern um gerade
Gelerntes aktiv zu üben.
Die Sprache selbst fungiert als Vermittler zwischen dem Menschen und seiner
Umwelt. Um die Sprache zu erwerben, muss sich der Mensch in dieser Umwelt
befinden, da nur die Umwelt ihm die Sprache vermitteln kann.
Die Interpretation der Umwelt hängt also wesentlich von der sprachlichen Konvektion
ab.3
Es sollen die Grundstrukturen des Verlaufs der Sprachentwicklung skizziert werden.
Ich werde zuerst kurz auf diverse Bedingungen eingehen, die gegeben sein müssen,
damit ein Kind überhaupt Sprache entwickeln kann. Im zweiten Teil geht es um den
Erwerb der Phonologie, die vorsprachlichen Phasen, Ammensprache, Lautproduktion
und Protowörter.
Dann gehe ich über zum Erwerb der Semantik, also zur Bedeutung der Wörter, zu
den Prinzipien der Affektkonstanz und der Dingkonstanz, zu Voraussetzungen der
Entwicklung von semantischen Strukturen, zu Bedeutungsverengungen und
Bedeutungserweiterungen.
1 Drozdowski, G. (Hrsg.): Deutsches Universalwörterbuch, S. 1439
2 Vgl. Rothweiler, M.: Spracherwerb. In: Meibauer, J. (u.a.): Einführung in die germanistische
Linguistik. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2002. S. 251-293
3 Vgl. Francescato, G.: Spracherwerb und Sprachstruktur beim Kinde. Stuttgart: Klett, 1973, S. 7
4
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