Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Kindlicher Spracherwerb: Der Mensch lernt sprechen close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Kindlicher Spracherwerb: Der Mensch lernt sprechen

Termpaper, 2004, 17 Pages
Author: Julia Smaxwil
Subject: German Studies - Linguistics

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V88447
ISBN (E-book): 978-3-638-02464-8
ISBN (Book): 978-3-638-92430-6
File size: 108 KB

Abstract

Was ist der Spracherwerb und welche Grundlagen er hat? Die Sprache selbst fungiert als Vermittler zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Um die Sprache zu erwerben, muss sich der Mensch in dieser Umwelt befinden, da nur die Umwelt ihm die Sprache vermitteln kann. Die Interpretation der Umwelt hängt also wesentlich von der sprachlichen Konvektion ab. Es sollen die Grundstrukturen des Verlaufs der Sprachentwicklung skizziert werden. Zuerst wird auf diverse Bedingungen eingegangen, die vorhanden sein müssen, damit ein Kind überhaupt Sprache entwickeln kann. Im zweiten Teil geht es um den Erwerb der Phonologie, die vorsprachlichen Phasen, Ammensprache, Lautproduktion und Protowörter. Im Anschluss daran geht es um den Erwerb der Semantik:Bedeutung der Wörter, Prinzipien der Affektkonstanz und der Dingkonstanz, Voraussetzungen der Entwicklung von semantischen Strukturen, Bedeutungsverengungen und Bedeutungserweiterungen.


Excerpt (computer-generated)

Thema: Der Mensch lernt sprechen

Autorin: Julia Smaxwil

Universität Duisburg ­ Essen

Verfasserin: Julia Smaxwil

Thema:

Der Mensch lernt sprechen

1


Thema: Der Mensch lernt sprechen

Autorin: Julia Smaxwil

Inhaltsverzeichnis

1

EINLEITUNG 3

1.1

BEDINGUNGEN FÜR DIE SPRACHENTWICKLUNG 5

2

ERWERB DER PHONOLOGIE (LAUTVERSTÄNDNIS UND LAUTPRODUKTION) 6

2.1

DIE VORSPRACHLICHEN PHASEN 6

2.2

DIE AMMENSPRACHE 7

2.3

PHASEN DER LAUTPRODUKTION 7

2.4

DIE LALLPHASE 8

2.5

ERSTE LAUTBILDUNG 9

2.6

DIE PROTOWÖRTER 9

3

ERWERB DER SEMANTIK 11

3.1

DIE BEDEUTUNG EINES WORTES 11

3.2

DIE PRINZIPIEN DER AFFEKTKONSTANZ UND DER DINGKONSTANZ 11

3.3

VORAUSSETZUNGEN DER ENTWICKLUNG VON SEMANTISCHEN STRUKTUREN 12

3.4

BEDEUTUNGSVERENGUNGEN UND BEDEUTUNGSERWEITERUNGEN 13

3.5

ZWEI EBENEN 13

3.6

SEMANTIK UND SYNTAX 14

4

SCHLUSS 15

5

LITERATURVERZEICHNIS 16

2


Thema: Der Mensch lernt sprechen

Autorin: Julia Smaxwil

1 Einleitung

Die moderne Linguistik beschreibt den Spracherwerb nicht als ganzheitlichen

Prozess, sondern fasst diesen Prozess als modular auf. Kindlicher Spracherwerb

vollzieht sich auf folgenden Ebenen:

N Syntax

N Semiotik

N Phonologie

N Lexikon

Diese Ebenen besitzen einzelnen Module, die laut linguistischer Wissenschaft

keinen oder nur wenig Einfluss aufeinander haben.

Der Spracherwerb ist autonom, d.h. Spracherwerb vollzieht sich fast unabhängig von

anderen (kognitiven) Funktionen. Bei niedriger kognitiver Leistungsfähigkeit verläuft

der Spracherwerb fast normal. Beim Down-Syndrom ist zum Beispiel die sprachliche

Entwicklung weiter als die kognitive Entwicklung. Ein weiteres Indiz für die

Autonomiehypothese ist das Phänomen des Hyperlinguismus. Hyperlinguisten sind

besonders sprachbegabte Kinder und Erwachsene. Es zeigt sich nämlich, dass

Hyperlinguismus auch bei unterbegabten Menschen auftritt.

Beim Spracherwerb der ersten Sprache weiß weder das Kind, noch die Umgebung

von den sprachlichen Regeln, die im Spracherwerb zur Anwendung gebracht

werden. Der Prozess des Spracherwerbs geht also unbewusst vor sich.

Allgemein kann man sagen, dass der Spracherwerb ein Prozess ist, der in der

menschlichen Entwicklung sehr früh einsetzt und sich schnell vollzieht. Die Struktur

der Sprache wird mit dem 3. Lebensjahr erworben (später differenziert sich nur noch

die Komplexität der Syntax).

Um eine Sprache erwerben zu können, benötigt der Mensch sprachlichen Input.

Ansonsten wird Sprache nicht erworben, oder es kommt nur zu einer Art

,,Lautnachahmung". Man kann festhalten, das dieser Input bis zum ca. 14.

Lebensjahr erfolgen sollte, sonst ist der Erwerb der ersten Sprache nicht mehr

möglich.

3


Thema: Der Mensch lernt sprechen

Autorin: Julia Smaxwil

Was ist der Spracherwerb und welche Grundlagen er hat? Laut dem

Universalwörterbuch Duden wird der Begriff Spracherwerb folgenderweise definiert:

Spracherwerb: Das Erlernen der Muttersprache.1

Der Begriff Spracherwerb umfasst viele Arten des Erwerbes. Zum Beispiel den

Erwerb der Muttersprache, den Erwerb einer Zweitsprache, sowie den Erwerb der

Gebärdensprache. Je jünger der Mensch, umso leichter erlernt er eine Sprache.2

Dazu sollte gesagt werden, dass der Spracherwerb von Kind zu Kind verschieden ist,

bzw. der Beginn und die Dauer variieren. Der Spracherwerb ist ein lebenslanger

Prozess ist, da selbst Erwachsene ihr sprachliches System immerwährend erweitern.

Wie lernt eigentlich das Kind sprechen? Als Antwort bekommt man meist die

sogenannte

Imitationstheorie

des Spracherwerbs. Kinder imitieren Wörter, die sie

bereits verstehen. Imitiert wird nicht um Neues zu lernen, sondern um gerade

Gelerntes aktiv zu üben.

Die Sprache selbst fungiert als Vermittler zwischen dem Menschen und seiner

Umwelt. Um die Sprache zu erwerben, muss sich der Mensch in dieser Umwelt

befinden, da nur die Umwelt ihm die Sprache vermitteln kann.

Die Interpretation der Umwelt hängt also wesentlich von der sprachlichen Konvektion

ab.3

Es sollen die Grundstrukturen des Verlaufs der Sprachentwicklung skizziert werden.

Ich werde zuerst kurz auf diverse Bedingungen eingehen, die gegeben sein müssen,

damit ein Kind überhaupt Sprache entwickeln kann. Im zweiten Teil geht es um den

Erwerb der Phonologie, die vorsprachlichen Phasen, Ammensprache, Lautproduktion

und Protowörter.

Dann gehe ich über zum Erwerb der Semantik, also zur Bedeutung der Wörter, zu

den Prinzipien der Affektkonstanz und der Dingkonstanz, zu Voraussetzungen der

Entwicklung von semantischen Strukturen, zu Bedeutungsverengungen und

Bedeutungserweiterungen.

1 Drozdowski, G. (Hrsg.): Deutsches Universalwörterbuch, S. 1439

2 Vgl. Rothweiler, M.: Spracherwerb. In: Meibauer, J. (u.a.): Einführung in die germanistische

Linguistik. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2002. S. 251-293

3 Vgl. Francescato, G.: Spracherwerb und Sprachstruktur beim Kinde. Stuttgart: Klett, 1973, S. 7

4



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Der erste Punische Krieg

Author: David Venetz
History - Early and Ancient History, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/88447/kindlicher-spracherwerb-der-mensch-lernt-sprechen
please wait Please wait