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Konzepte von Soft Power

Scholary Paper (Seminar), 2000, 18 Pages
Author: Klas Roggenkamp
Subject: Politics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 18
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V886
ISBN (E-book): 978-3-638-10566-8
ISBN (Book): 978-3-640-20241-6
File size: 70 KB
Notes :
Soft Power funktioniert nicht wie die traditionelle Hard Power über Zwang und Gewalt sondern mittels Transmission von Informationen, von Ideen, von Werten und Normen. Das Konzept der Soft Power soll den sich verändernden Strukturen Rechnung tragen; es ist auf diese ausgerichtet.


Abstract

Machtentwicklungen Macht im hier betrachteten Verständnis ist primär ausgerichtet auf zwischenstaatliche Beziehungen. Dabei sind im Prinzip nur wenige Staaten wirklich in der Lage, international Einfluss zu erlangen. Dieser Einfluss basiert auf Möglichkeiten, anderen zu drohen oder diese mit militärischen Mitteln zu kontrollieren. Internationale Politik aus diesem Blickwinkel lässt nur Staaten als Akteure zu, da allein diese über militärisches Potenzial verfügen, also in der Lage sind, notfalls ihre Ziele oder Ideale zu verteidigen bzw. durchzusetzen.


Excerpt (computer-generated)

Klas Roggenkamp

Freie Universität Berlin
Otto - Suhr - Institut für Politikwissenschaft
Sommersemester 2000
Proseminar 15 120 Militär- und Sicherheitspolitik im technologischen Wandel.
Vom Territorialkrieg zum Informationskrieg?
Dozent: Dipl. Pol. Ralf Bendrath
Internationale Auswirkungen
Informationsschirm, virtuelle Abschreckung und Cyber-Kriegsvölkerrecht?

Konzepte von Soft Power

Klas Roggenkamp

1 MACHTENTWICKLUNGEN 1
1.1 TRADITIONELLE AUSRICHTUNG VON MACHT 1
1.2 TRADITIONELLE MACHTRESSOURCEN 1
1.3 VERÄNDERUNG VON MACHT 3

2 SOFT POWER 4

2.1 INFORMATION 5
GLAUBWÜRDIGKEIT 5
FREI UND ÖFFENTLICH 6
2.2 VORANNAHMEN 7
KOMPATIBILITÄT 7
AUSRICHTUNG 8
ATTRAKTIVES NETZWERK 9

3 PROBLEME UND SCHWACHSTELLEN VON SOFT POWER 10

3.1 MOMENTE VON SOFT POWER 11
SOFT POWER ALS GRUNDLAGE VON HARD POWER 11
SOFT POWER ALS META - EBENE VON HARD POWER 12
3.2 FAZIT 13
KRITIKPUNKTE 14

 

1 Machtentwicklungen

Macht im hier betrachteten Verständnis ist primär ausgerichtet auf zwischenstaatliche Beziehungen. Dabei sind im Prinzip nur wenige Staaten wirklich in der Lage, international Einfluss zu erlangen. Dieser Einfluss basiert auf Möglichkeiten, anderen zu drohen oder diese mit militärischen Mitteln zu kontrollieren. Internationale Politik aus diesem Blickwinkel lässt nur Staaten als Akteure zu, da allein diese über militärisches Potenzial verfügen, also in der Lage sind, notfalls ihre Ziele oder Ideale zu verteidigen bzw. durchzusetzen.

1.1 Traditionelle Ausrichtung von Macht

Diese Hard Power verfolgt im Zuge des nationalen Interesses vorrangig Sicherheitspolitische Ziele, das heißt ganz im Sinne der Staatsräson Erhaltung und Ausbau der eigenen Machtposition, um sich gegenüber anderen Nationen halten und durch Kontrolle und Einfluss über andere die eigene Position noch verbessern zu können. Weiterhin sollen eigene Interessen anderen aufgezwungen werden.

1.2 Traditionelle Machtressourcen

Die Mittel der Macht unterliegen subjektiven Kriterien und Sicherheitsansprüchen. So gilt für manche noch heute die Bevölkerungsstärke als ein wichtiges Mittel, um im internationalen Vergleich als mächtig dazustehen. Durch ihre Steuern und als potenzielle Soldaten bildet die Bevölkerung das Fundament für militärische Macht, Schlagkraft und dementsprechend auch Herrschaft z.B. über Nachbarstaaten. Andernorts ist Macht eine geo-strategische Frage - wie viel Einfluss hat ,,mein" Land und wo stehen die Anderen.
Oder Macht ist abhängig vom Zugang zu Ressourcen, damit eine Nation auch lang anhaltende Auseinandersetzungen durchstehen kann. All dies lässt sich theoretisch in Mittel zur Kriegsführung, also zur gewaltsamen Durchsetzung eigener Interessen umwandeln. Allein die Möglichkeit, dass eine Nation seine Machtressourcen in einem Konflikt gegen eine andere Nation einsetzen könnte ist weithin ein Drohpotenzial, mit dem sich als schwächer empfundene Opponenten schnell zum einlenken bewegen lassen.

,,Power in this sense means holding the high cards in the international poker game (...) if your opponent is showing cards that can beat anything you hold, fold your hand. If you know you will lose a war, don′t start it." (Nye 1990, S. 26)

Die Relevanz von bestimmten Ressourcen für die Bestimmung der Machtposition eines Akteurs ist jedoch nicht immer eindeutig, sie ist größtenteils subjektiver Natur und lässt sich eigentlich nur in einer tatsächlichen militärischen Auseinandersetzung bestimmen. Die eigentliche Kraft einer Ressource entsteht erst in der Umsetzung in ein Mittel, um seine Macht durchzusetzen bzw. zu erkämpfen. Denn neben dem Vorhandensein bestimmter, als Machtmittel empfundener Ressourcen ist auch das Potenzial diese Mittel sinnvoll und effizient einzusetzen ein Zeichen für Stärke. Beispielsweise während des Zweiten Weltkrieges waren die USA zu Beginn militärisch eher ihren Gegnern (besonders Japan) unterlegen, da sie vorhandene Ressourcen nicht voll umgesetzt haben. Die Macht, die heute den USA (auch im Rückblick) zugestanden wird, entstand erst in der Mobilisierung und Verbesserung der eigenen Kräfte zur Umsetzung des eigenen Potenzials in Machtmittel wie Waffen, Schiffe, Flugzeuge oder Soldaten.

Durch diese unterschiedlichen Auffassungen, wodurch sich Macht bestimmen lässt, entsteht im Sinne von Nye′s Pokerspiel viel Spielraum für Bluffs, aber auch für Missverständnisse, die im Falle einer tatsächlichen kriegerischen Auseinandersetzung für den Unterschätzenden sehr kostspielig im Sinne von Ressourcen und letztendlich auch Menschenleben sein kann. ,,However, (...) proof of power lies not in the resources but in the changed behavior of nations." (Nye 1990, S. 174)
In Zukunft scheint aber die Kontrolle des politischen Umfeldes schwieriger zu werden. Durch die Ausbreitung an nicht-staatlichen, internationalen Akteuren, die sich dem direkten Einfluss von Einzelstaaten zunehmend entziehen, gleichzeitig aber durch ihre Forderungen und eigenen Machtpositionen auf Staaten wirken können, kommt es zu einer Diffusion der Macht.

[...]


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