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Unterwertige Beschäftigung

Subtitle: Eine empirische Untersuchung für akademische und nichtakademische Fachkräfte auf Basis des sozio-oekonomischen Panels.

Diploma Thesis, 2007, 119 Pages
Author: Christine Schomaker
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation

Details

Institution/College: Bielefeld University
Tags: Unterwertige, Beschäftigung
Category: Diploma Thesis
Year: 2007
Pages: 119
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 208  Entries
Language: German
Archive No.: V88610
ISBN (E-book): 978-3-638-02964-3
ISBN (Book): 978-3-638-92771-0
File size: 764 KB

Abstract

Mit dem Phänomen der unterwertigen Erwerbstätigkeit wird in dieser Diplomarbeit eine Problemstellung aus dem Bereich der soziologischen Arbeitsmarkt- und Berufsforschung analysiert. Bei dem auch als Ausbildungsinadäquanz bezeichneten Beschäftigungszustand liegt das Qualifikationsniveau einer Person über dem für die Tätigkeit erforderlichen. Klischeehaft wird dafür in der öffentlichen Diskussion immer wieder die Vorstellung des taxifahrenden Philosophen, Soziologen, etc. bemüht. Mit Hilfe der Daten des Sozio-oekonomischen Panels vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung von 2004 erfolgt eine aktuelle Analyse des Phänomens der Ausbildungsinadäquanz. Neben der Frage, auf welche Ursachen unterwertige Beschäftigung zurückgeführt werden kann, widmet sich diese Arbeit schwerpunktmäßig verschiedenen Qualifikationsgruppen und Risikogruppen. Angesichts großer Veränderungen in der Bildungs- und Ausbildungsstruktur in den letzten Jahren sowie den gravierenden Folgen der Bildungsexpansion wie zum Beispiel der Höherqualifizierung der Bevölkerung stellt sich die Frage nach den Beschäftigungsaussichten von Akademikern und Nichtakademikern bezogen auf unterwertige Erwerbstätigkeit. Sind Unterschiede zwischen akademischen und nichtakademischen Fachkräften in Bezug auf ausbildungsinadäquate Beschäftigung vorhanden und in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen kommen diese zum Tragen? Welche Risikogruppen sind in höherem Maße unterwertig beschäftigt und welche Gründe lassen sich dafür anführen? Als besonders sensibel im Hinblick auf Abstimmungsprobleme und damit auch auf Fehlqualifikationen gilt die Berufseinstiegsphase. Des Weiteren werden die Frauen als Risikogruppe auf dem Arbeitsmarkt in den Blick genommen. Lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf unterwertige Erwerbstätigkeit feststellen und welche Ursachen können als Erklärung dienen? Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen des Phänomens der inadäquaten Beschäftigung unter Berücksichtigung der Humankapitaltheorie, des Job-Competition-Modells, der Job-Matching-Theorie und der Karrieremobilitätstheorie. Aufbauend auf einer deskriptiven Analyse erfolgt eine multivariate Analyse mit Hilfe des Verfahrens der logistischen Regression. Der dritte Teil stellt schließlich die zentralen empirischen Ergebnisse der Arbeit vor. Das vierte Kapitel beinhaltet eine kurze Zusammenfassung und zieht forschungsrelevante sowie bildungspolitische Schlussfolgerungen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Bielefeld
Fakultät für Soziologie

Unterwertige Beschäftigung

Eine empirische Untersuchung für akademische und nichtakademische Fachkräfte
auf Basis des sozio-oekonomischen Panels

Diplomarbeit

Christine Schomaker
Fakultät für Soziologie

Bearbeitungszeitraum: 15.1. - 15.7.2007

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 1

1. Theoretische Grundlagen ... 4

1.1 Definition und zentrale Begriffsbestimmungen ... 4

1.2 Die Bedeutung von unterwertiger Beschäftigung ... 6

1.3 Wandlungsprozesse der Qualifikations- und Berufsstruktur als Ursache unterwertiger Beschäftigung ... 8

1.4 Erklärungsansätze zur Existenz von unterwertiger Beschäftigung ... 13
1.4.1 Humankapitaltheorie ... 14
1.4.2 Job-Matching-Theorie ... 16
1.4.3 Karrieremobilitätstheorie ... 17
1.4.4 Job-Competition-Modell ... 19

1.5 Unterwertige Beschäftigung im Kontext des deutschen Bildungs- und Ausbildungssystems – die Erklärung von Unterschieden zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen und
Risikogruppen auf dem Arbeitsmarkt ... 21
1.5.1 Chancen- und Risikomuster verschiedener Qualifikationsgruppen in der theoretischen Betrachtung ... 22
1.5.1.1 Grundstruktur der Berufsausbildung in Deutschland ... 22
1.5.1.2 Charakteristiken des deutschen Bildungs- und Ausbildungswesens ... 24
1.5.1.3 Ausbildungsinhalte und Verwertbarkeit der Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt ... 26
1.5.2 Risikogruppen auf dem Arbeitsmarkt in der theoretischen Betrachtung ... 32
1.5.2.1 Unterwertige Beschäftigung in der Berufseinstiegsphase ... 33
1.5.2.2 Unterwertige Beschäftigung und geschlechtsspezifische Unterschiede ... 39

2. Untersuchungskonzept ... 45

2.1 Datenbasis ... 45

2.2 Zur Messung von unterwertiger Beschäftigung ... 46
2.2.1 Objektive und subjektive Messkonzepte ... 47
2.2.2 Eigenes Messkonzept - Operationalisierung der abhängigen Variable Ausbildungsadäquanz ... 48
2.2.3 Operationalisierung der unabhängigen Variablen ... 50

2.3 Allgemeine Fallselektionen ... 54

2.4 Auswertungsschritte und statistische Verfahren ... 55

3. Empirische Ergebnisse ... 59

3.1 Unterwertige Erwerbstätigkeit im Jahre 2004 – Eine aktuelle Darstellung des Phänomens ... 59
3.1.1 Deskriptive Ergebnisse ... 59
3.1.2 Binäre logistische Regression - Determinanten einer unterwertigen Beschäftigung ... 61

3.2 Chancen- und Risikomuster verschiedener Qualifikationsgruppen ... 67
3.2.1 Akademische Fachkräfte ... 71
3.2.2 Nichtakademische Fachkräfte ... 73
3.2.3 Zusammenfassung ... 76

3.3 Risikogruppen auf dem Arbeitsmarkt ... 77
3.3.1 Unterwertige Beschäftigung in der Berufseinstiegsphase ... 77
3.3.2 Unterwertige Beschäftigung und geschlechtsspezifische Unterschiede ... 83

3.4 Mittelfristige Entwicklungstendenzen ... 89

4. Fazit ... 92

Literaturverzeichnis ... 97

 

Einleitung

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll mit dem Phänomen der unterwertigen Erwerbstätigkeit eine Problemstellung aus dem Bereich der soziologischen Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bearbeitet werden. Gemeint ist damit ein auch als Ausbildungsinadäquanz bezeichneter Beschäftigungszustand, in dem das Qualifikationsniveau einer Person über dem für die Tätigkeit erforderlichen liegt. Klischeehaft wird dafür in der öffentlichen Diskussion immer wieder die Vorstellung des taxifahrenden Philosophen, Soziologen, etc. bemüht (Albert 2000). Ebenso sind beispielsweise die Fähigkeiten einer ausgebildeten Krankenschwester, die als ungelernte Kraft tätig ist, zu einem großen Teil ungenutzt, und fallen damit unter das hier zu untersuchende Phänomen. Das Thema erfährt im Vergleich zur Arbeitslosigkeit sowohl in der öffentlichen als auch in der wissenschaftlichen Betrachtung wenig Aufmerksamkeit und auch in der Arbeitsmarktsoziologie bzw. -ökonomie kommt ihm ein verhältnismäßig geringer Stellenwert zu. Mit Hilfe der Daten des Sozio-oekonomischen Panels vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung von 2004 erfolgt im Rahmen dieser Arbeit eine aktuelle Analyse des Phänomens der Ausbildungsinadäquanz.

Neben der Frage, auf welche Ursachen unterwertige Beschäftigung zurückgeführt werden kann, die aus theoretischer Sicht zu klären ist, widmet sich diese Arbeit sowohl theoretisch als auch empirisch schwerpunktmäßig verschiedenen Qualifikationsgruppen und Risikogruppen. Dabei möchte ich in besonderem Maße auf die Frage fokussieren, ob Unterschiede zwischen akademischen und nichtakademischen Fachkräften in Bezug auf ausbildungsinadäquate Beschäftigung vorhanden sind, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen diese zum Tragen kommen, und in welchem Zusammenhang diese Differenzen mit dem deutschen Berufsausbildungssystem stehen. Angesichts großer Veränderungen in der Bildungs- und Ausbildungsstruktur in den letzten Jahren sowie den gravierenden Folgen der Bildungsexpansion wie zum Beispiel der Höherqualifizierung der Bevölkerung stellt sich die Frage nach den Beschäftigungsaussichten von Akademikern und Nichtakademikern1 bezogen auf unterwertige Erwerbstätigkeit.

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Analyse verschiedener Gruppen, die auf dem Arbeitsmarkt als mit einem besonderen Risiko behaftet gelten. Welche Risikogruppen sind in höherem Maße unterwertig beschäftigt und welche Gründe lassen sich dafür anführen? Diesbezüglich fokussiert diese Arbeit besonders stark auf die Berufseinstiegsphase, die als besonders sensibel im Hinblick auf Abstimmungsprobleme und damit auch auf Fehlqualifikationen gilt. Inwiefern existieren speziell für diese Karrierephase Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen und worauf lassen sich diese zurückführen? Des Weiteren nehme ich in meiner Untersuchung die Frauen als Risikogruppe auf dem Arbeitsmarkt in den Blick. Lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf unterwertige Erwerbstätigkeit feststellen und welche Ursachen können als Erklärung dienen?

Zur Bearbeitung der geschilderten Problemstellungen ist diese Arbeit wie folgt strukturiert.

Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen des Phänomens der inadäquaten Beschäftigung. Zu Beginn des theoretischen Teils werden zentrale Begriffe als Grundlage für die folgenden Ausführungen erläutert, bevor ich mich der Frage widme, warum eine Beschäftigung mit diesem Thema überhaupt sinnvoll bzw. erforderlich ist. In der Bundesrepublik Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten erhebliche Veränderungen hinsichtlich der Qualifikations- und Berufsstruktur ergeben. Kapitel 1.3 stellt diesbezüglich relevante Fakten zusammen und bringt die Folgen der beschriebenen Entwicklung in Zusammenhang mit ausbildungsinadäquater Beschäftigung. Als theoretische Basis zur generellen Erklärung des Phänomens dienen die in Kapitel 1.4 dargestellten Ansätze: die Humankapitaltheorie, das Job-Competition-Modell, die Job-Matching-Theorie und die Karrieremobilitätstheorie. Kapitel 1.5 stellt die beschriebene Problemstellung in den Kontext des deutschen Bildungs- und Ausbildungssystems. Aus diesem Teil der Arbeit werden nach der theoretischen Betrachtung Annahmen abgeleitet, die einer empirischen Analyse unterzogen werden. Unterschiede im Ausmaß unterwertiger Beschäftigung zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen (Kapitel 1.5.1) sowie zwischen verschiedenen Risikogruppen (Kapitel 1.5.2) werden hier zunächst aus der theoretischen Perspektive beleuchtet.

Zur Spezifizierung der Risikostruktur verschiedener Qualifikationsgruppen in Kapitel 1.5.1 bietet sich zunächst ein Blick auf die institutionelle Gestaltung des deutschen Berufsausbildungssystems an, bevor dessen Charakterisierung erfolgt. Die Hauptannahmen zu den (vermuteten) Unterschieden zwischen unterschiedlich Qualifizierten bezüglich des Risikos unterwertiger Beschäftigung und den dafür verantwortlichen Ursachen werden in einem weiteren Kapitel umfassend dargestellt.

Das den Risikogruppen gewidmete Kapitel 1.5.2 ist folgendermaßen strukturiert: Zunächst wird der Berufseinstieg im Hinblick auf das hier zu untersuchende Phänomen Ausbildungsadäquanz analysiert. Für die akademische und nichtakademische Fachausbildung werden Hypothesen darüber aufgestellt, wie sich diese hinsichtlich der ersten Karrierephase bewähren. Schließlich widme ich mich den Unterschieden zwischen Männern und Frauen. Neben der Frage, für welches Geschlecht eine höhere Betroffenheit angenommen werden kann und welche Gründe für eine derartige Annahme ausschlaggebend sind, geht es dabei um unterschiedliche Erwerbsverläufe und den Zusammenhang zu unterwertiger Erwerbstätigkeit.

Der zweite Abschnitt dieser Arbeit zielt auf die ausführliche Darstellung des Untersuchungskonzepts dieser Arbeit ab. Neben der Datenbasis wird das Operationalisierungskonzept zu unterwertiger Beschäftigung sowie zu den Variablen, von denen ein vermuteter Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer unterwertigen Beschäftigung ausgeht, ausführlich vorgestellt. In Anlehnung an das Messkonzept zur Ausbildungsadäquanz von Büchel (1998) erfolgt die Analyse dieses Phänomens mit Hilfe von Angaben zum Job-Anforderungsniveau, zur formalen beruflichen Qualifikation und zur beruflichen Stellung. Weiterhin werden die Auswahl der Befragungspersonen dokumentiert sowie die deskriptiven und multivariaten Auswertungsschritte und statistischen Verfahren dargelegt.

Im dritten Teil werden schließlich die zentralen empirischen Ergebnisse meiner Arbeit vorgestellt. Zu Beginn erfolgen in Kapitel 3.1 allgemeine Analysen zu Ausmaß und Struktur des Phänomens. Von besonderem Interesse ist die Frage, welche Risikomerkmale aus deskriptiver sowie aus multivariater Sicht als relevant in Bezug auf unterwertige Beschäftigung gelten. Neben diesen allgemeinen Auswertungen konzentriert sich die empirische Analyse analog zum Theorieteil auf die Qualifikationsgruppen (Kapitel 3.2), die Gruppe der Berufseinsteiger (Kapitel 3.3.1), und auf geschlechtsspezifische Unterschiede (Kapitel 3.3.2). Zuletzt stelle ich in Kapitel 3.4 über einen Abgleich mit der Arbeit Büchels (1998) mittelfristige Entwicklungstendenzen zu unterwertiger Beschäftigung im Vergleich der Daten von 1991, 1995 und 2004 dar.

Das vierte und letzte Hauptkapitel beinhaltet eine kurze Zusammenfassung und zieht forschungsrelevante sowie bildungspolitische Schlussfolgerungen.

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Definition und zentrale Begriffsbestimmungen

Zu Beginn dieses ersten Teils der Arbeit, in dem es um die theoretischen Grundlagen des Phänomens geht, ist es zunächst erforderlich, den Begriff der unterwertigen Erwerbstätigkeit sowie andere zentrale Unterscheidungen genau zu bestimmen.

Unter einer ausbildungsinadäquaten Beschäftigung versteht man im Allgemeinen eine Tätigkeit, bei der das Bildungsniveau und die in der aktuellen Tätigkeit erforderliche Qualifikation nicht übereinstimmen. Die im Ausbildungssystem erworbenen beruflichen Kenntnisse bleiben damit zum Teil ungenutzt bzw. können nicht voll zur Anwendung gelangen. Abgesehen von dieser allgemeinen, weitestgehend etablierten Begriffsbestimmung existieren in der Fehlqualifikationsforschung eine Vielzahl von Forschungsschwerpunkten sowie eine dementsprechend große Bandbreite von unterschiedlichen Definitionen (vgl. z. B. Rumberger 1981).

Zunächst kann zwischen der horizontalen und der vertikalen Dimension von unterwertiger Erwerbstätigkeit unterschieden werden (Plicht et al. 1994).

In der horizontalen Dimension werden Fragen der inhaltlichen Übereinstimmung von Ausbildung und Beruf, also der Inhaltskongruenz, thematisiert. Misst man horizontale Ausbildungsadäquanz, so gilt als ausbildungsadäquat beschäftigt, „wer im erlernten Fachgebiet arbeitet und / oder im Studium erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten in hohem Maße im Beruf verwerten kann (‘fachliche Affinität’)“ (Plicht et al. 1994: 178). Die Effizienz der Allokation der beruflichen Qualifikationen im deutschen Arbeitsmarkt kann allerdings nur anhand des Ausmaßes der inhaltlichen Passung von Berufsausbildung und ausgeübtem Beruf nicht beurteilt werden. Vielmehr ist die mangelnde inhaltliche Passung im Zuge der Zuordnung von Arbeitskräften prinzipiell unvermeidbar und sinkt im Verlauf des Erwerbslebens durch berufliche Mobilität automatisch, sodass diese „nicht als Beleg für eine Effizienzschwäche des Berufsbildungssystems gelten“ kann (Büchel 1998, S.19).

Die vertikale Dimension der Ausbildungsadäquanz bezieht sich auf „das positionale Niveau der Beschäftigung (‘positionale Affinität’)“ (Plicht et al. 1994: 178), also auf Fragen der qualifikationsgerechten Platzierung bzw. der Statuskongruenz. Eine Stellung, die dem Niveau des Ausbildungsabschlusses in hohem Maße entspricht, gilt dieser Definition zufolge als ausbildungsangemessen. Vertikale Adäquanz lässt sich nach Burkhardt et al. (2000) noch weiter differenzieren in Positionsadäquanz, womit der mit einer Position verbundene Status, die mit ihr einhergehende Bezahlung, das gesellschaftliche Ansehen sowie die Autonomiespielräume in der Tätigkeit gemeint sind, und Niveauadäquanz, bei der es um das Anspruchsniveau einer Tätigkeit in Bezug auf allgemeine kognitive Anforderungen und Problemlösekapazitäten geht. Auch wenn Inhalts- und Statuskongruenz untrennbar verbunden sind (Büchel 1998), steht im Fokus der aktuellen, wissenschaftlichen Diskussion um unterwertige Erwerbstätigkeit sowie auch dieser Arbeit die vertikale Dimension der Ausbildungsadäquanz.

[...]


1 Im Folgenden wird der Lesbarkeit halber die männliche Form auch als Synonym für die weibliche Form verwendet.


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