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Scholary Paper (Seminar), 2007, 16 Pages
Author: Britta Düvelmeyer
Subject: History - Early and Ancient History
Details
Tags: Tyrannis, Peisistratos, archaische Zeit, Griechenland, Antike
Year: 2007
Pages: 16
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02863-9
ISBN (Book): 978-3-638-92680-5
File size: 161 KB
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Abstract
Gegenstand dieser Hausarbeit ist das Leben des Tyrannen Peisistratos, im Besonderen seine Zeit als Tyrann von Athen. In diesem Thema werde ich genauer auf die Frage eingehen, warum Peisistratos es insgesamt drei Mal schafft, die Alleinherrschaft über die Polis Athen zu erreichen und warum er ausgerechnet bei seinem dritten Versuch seine Tyrannis so weit festigen kann, dass er bis zu seinem Lebensende Alleinherrscher über Athen ist und warum er sich dieser Herrschaft nicht schon vorher bemächtigen kann. Im Folgenden werde ich zuerst auf die allgemeine Karriere Peisistratos eingehen und dann die Zeit seiner dritten Tyrannis genauer untersuchen.
Excerpt (computer-generated)
Die griechische Tyrannis -
Die Tyrannis in archaischer Zeit:
Peisistratos (561/60; 545/540 528/527)
von
Britta Düvelmeyer
Inhaltsverzeichnis
1. Gegenstand 3
2. Überblick über die Karriere des Peisistratos bis zum Ende der zweiten
Tyrannis 3
3. Die dritte Tyrannis des Peisistratos 6
3.1 Der Weg zur dritten Tyrannis 6
3.2 Machterhaltung 8
3.2.1 Maßnahmen 8
3.2.2 Folgen für die Bevölkerung 10
4. Vergleich der drei Herrschaften 12
5. Fazit 14
6. Quellen 15
7. Literatur 15
2
1. Gegenstand
Gegenstand dieser Hausarbeit ist das Leben des Tyrannen Peisistratos, im
Besonderen seine Zeit als Tyrann von Athen. In diesem Thema werde ich
genauer auf die Frage eingehen, warum Peisistratos es insgesamt drei Mal
schafft, die Alleinherrschaft über die Polis Athen zu erreichen und warum er
ausgerechnet bei seinem dritten Versuch seine Tyrannis so weit festigen kann,
dass er bis zu seinem Lebensende Alleinherrscher über Athen ist und warum er
sich dieser Herrschaft nicht schon vorher bemächtigen kann. Im Folgenden
werde ich zuerst auf die allgemeine Karriere Peisistratos eingehen und dann die
Zeit seiner dritten Tyrannis genauer untersuchen.
2. Überblick über die Karriere des Peisistratos bis
zum Ende der zweiten Tyrannis
Peisistratos wird wahrscheinlich um 600 v. Chr.1 geboren. Er stammte aus
einem Adelsgeschlecht in Brauron, das sich angeblich auf den
peloponnesischen Helden Neleus zurückführen lässt.2 Sein Vater ist
Hippokrates, seine Mutter ist vermutlich mit der Mutter Solons verwandt3.
Zwischen beiden besteht eine enge Freundschaft, woraus später
möglicherweise auch das Liebesverhältnis zwischen Solon und Peisistratos
entsteht.4 Allerdings ist im Bezug auf die Beziehung der beiden Realität und
Fiktion kaum auseinander zu halten.5 Über Peisistratos Kindheit und Jugend ist
nichts bekannt.
Peisistratos tritt erstmals im Krieg gegen Megara in Erscheinung, in dem er das
Amt des Polemarchos innehat. Während dieses Krieges, der wahrscheinlich um
560 v.Chr. statt findet6, erobert er den Hafen Nisia und vollbringt noch andere
Heldentaten, von denen aber weiter nichts bekannt ist.7 Nicht gesichert ist
zudem Peisistratos Teilnahme am Salamis Feldzug; während Plutarch
berichtet, dass er zusammen mit Solon die Megarer besiegt8, bezeichnet
1 Helmut Berve, Die Tyrannis bei den Griechen, Bd. 1, München 1967, S. 47.
2 Berve, Tyrannis, S. 47.
3 Plut.Solon 1.
4 Während sich Plutarch hierbei einigermaßen sicher ist (Plut.Solon 1), tut Aristoteles diese
Verhältnis als ,,Unsinn" ab (Arist.Ath.Pol. 17,2).
5 Loretana de Libero, Die archaische Tyrannis, Stuttgart 1996. S.51.
6 Ebd., S.52.
7 Hdt. I, 59.
8 Plut.Solon 8.
3
Aristoteles diese Behauptung klar als ,,offensichtlichen Unsinn"9. Durch die
militärischen Erfolge erlangt Peisistratos großen Ruhm, mit dem eine Stärkung
seiner Stellung in seiner Heimat einhergeht.
Um seinen nun folgenden Kampf um die Alleinherrschaft zu verstehen, muss
noch erwähnt werden, dass es zur Zeit der versuchten Machtübernahmen
Peisistratos drei konkurrierende aristokratische Gruppen, sozusagen Parteien,
in Athen gibt. Führer der Partei der Pediaker ist Lykurgos. Diese Partei besteht
im Wesentlichen aus reichen Großgrundbesitzern, die in der Ebene wohnen
und deren Ziel eine Oligarchie ist.10 Die zweite Partei wird von Megakles
geführt. Sie wird allgemein als die Partei der Neureichen und der Handel- und
Gewerbetriebenden angesehen.11 Es sind meist Küstenbewohner, die ihr
angehören; die Gesinnung geht eher in die gemäßigte Richtung. Peisistratos
ist der Führer der dritten Partei. Dieser Partei gehören vor allem Kleinbauern
und Hirten an; zudem auch alle anderen, die sozial in etwa die gleiche Stellung
inne haben. Somit ist seine Partei die volksfreundlichste und wohl auch die
demokratischste.12
Peisistratos will sich nun aber aus diesem System lösen und Alleinherrscher
über Athen werden und versucht dies bei seinem ersten Versuch mit einem
Trick: Nachdem er in seiner Heimat Gebirgsbauern und andere Unzufriedene
um sich geschart und sich damit die Mehrheit in der Volksversammlung
gesichert hat, die seine Anhängerschaft nun bildet,13 verwundet er sich
wahrscheinlich selbst, fährt auf den Markt und bittet das Volk, ihm eine
Schutzwache beiseite zu stellen. Die Wunde soll die Verfolgung seiner Gegner
beweisen. Herodot berichtet, dass er sich diese allerdings selbst zugefügt hat.14
Die von ihm verlangte Schutzwache wird ihm durch eine Volksversammlung
gewährt; Aristion, der wahrscheinlich ein befreundeter Adliger Peisistratos ist,
stellt den Antrag und setzt zugleich die Zahl der Leibwächter, die aus
Keulenträgern bestehen soll, auf 50 fest15. Allerdings wirbt Peisistratos noch
9 Arist.Ath.Pol. 17,2.
10 Arist.Ath.Pol. 13.
11 Ernst Kluwe, Bemerkungen zu den Diskussionen über die drei ,,Parteien" in Attika zur Zeit der
Machtergreifung des Peisistratos, in: Klio, Bd.54 (1972), S.103.
12 Arist.Ath.Pol. 13.
13 Berve, Tyrannis, S.47.
14 Hdt. I, 59; Aristoteles berichtet ebenfalls davon(Arist.Ath.Pol. 14), wahrscheinlich hat er es
von Herodot übernommen.
15 Aristoteles nennt nur den Antragsteller Aristion (Arist.Ath.Pol. 14), während Plutarch auch die
Anzahl der Keulenträger erwähnt (Plut.Solon 30).
4
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