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Termpaper, 2007, 14 Pages
Author: Maria Brüggert
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Tags: Mord, Totschlag, Unfall, Darstellung, Bedeutung, Idas, Alfred, Döblins, Berlin, Alexanderplatz, Vergleich, Roman, Fassbinders, Verfilmung
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02534-8
File size: 81 KB
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Abstract
1 Einleitung Was haben Medien mit Gewalt zu tun und umgekehrt Gewalt mit Medien? Es gibt keinen Zweifel: Gewalt ist ein äußerst explosives Thema, auch in der Literatur. Gewalt ist in sämtlichen Dichtungsarten zu finden, in der Epik, in der Dramatik, in der Lyrik und in historischen Romanen. Die verschiedensten Ausdrucksformen sind emotional wirkungsvolle Mittel, um unter anderem einen Roman spannend oder einen Film nicht langweilig zu gestalten. Alfred Döblin verzichtet in seinem Werk Berlin Alexanderplatz auch nicht auf Gewaltdarstellungen. Der Held des Romans, Franz Biberkopf, ist nach seinem Gefängnisaufenthalt den verwirrenden Eindrücken der Großstadt ausgesetzt. Er versucht ein Mitglied der Gesellschaft zu sein, aus der er vier Jahre ausgeschlossen war. Jedoch wird nicht das Einzelschicksal im Vordergrund dieser Arbeit stehen, sondern die Tat, die Biberkopf ins Gefängnis gebracht hat: Idas Tod. Wie wird ihr Todesfall veranschaulicht und bewertet? Welche Bedeutung hat ihr Tod für Franz Biberkopf? War es Totschlag, Mord oder ein Unfall? Um diese Fragen zu beantworten, werden ausgesuchte Textstellen analysiert. Dabei stellt nicht nur der Erzähler seine Perspektive dar, sondern auch Franz Biberkopf selbst bewertet seine eigene Handlung. Wie rechtfertigt Franz sich und sein Vergehen? Zu Beginn der Arbeit werde ich den Begriff Mord erläutern, um Franz Handlung beurteilen zu können. Zum einen steht die Romandarstellung im Mittelpunkt dieser Arbeit, zum anderen wird Fassbinders Fernsehproduktion hinzugezogen. Inwiefern können Bilder die Aussagekraft von Worten ablösen? Gibt es Unterschiede in der Intention oder haben Leser und Zuschauer unterschiedliche Eindrücke von Idas Tod? 2 Was ist Mord? Mord ist ein Vergehen. Diese Art gegen das Gesetz zu verstoßen, gab es bereits in der Vergangenheit, gibt es in der Gegenwart und wird in der Zukunft noch weiter in Erscheinung treten. Um zu klären, was genau Mord bedeutet, muss man diesen Begriff von verschiedenen Seiten betrachten. Das Kapitalverbrechen Mord wird im § 211 des Strafgesetzbuches folgendermaßen definiert: Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet. [1] [1] Strafgesetzbuch mit Erläuterungen. 24., neubearbeitete Auflage. München: Verlag C.H. Beck 2001. S. 782.
Excerpt (computer-generated)
1
Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Institut für Germanistik
AK: Literatur im Medienwechsel. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
WS 2006/2007
Mord? Totschlag? Unfall?
Darstellung und Bedeutung Idas Tod in Alfred Döblins
"Berlin Alexanderplatz"
- Ein Vergleich zwischen Schrift und Bild -
Maria Brüggert
Lehramt Gymnasium Anglistik/Germanistik
2
Inhalt
1 Einleitung 3
2
Was ist Mord? 3
3 Idas
Tod 5
3.1
Darstellung von Idas Tod im Roman - drei Perspektiven 5
3.1.1 Die
Romandarstellung:
Mord? Totschlag? Unfall? 8
3.2
Darstellung von Idas Tod in Fassbinders Fernsehverfilmung 9
3.2.1
Die Filmdarstellung: Mord? Totschlag? Unfall? 11
4
Fazit Ein Vergleich zwischen Schrift und Bild 12
5 Literaturverzeichnis 13
3
1 Einleitung
Was haben Medien mit Gewalt zu tun und umgekehrt Gewalt mit Medien? Es gibt keinen
Zweifel: Gewalt ist ein äußerst explosives Thema, auch in der Literatur. Gewalt ist in
sämtlichen Dichtungsarten zu finden, in der Epik, in der Dramatik, in der Lyrik und in
historischen Romanen. Die verschiedensten Ausdrucksformen sind emotional wirkungsvolle
Mittel, um unter anderem einen Roman spannend oder einen Film nicht langweilig zu
gestalten. Alfred Döblin verzichtet in seinem Werk
Berlin Alexanderplatz
auch nicht auf
Gewaltdarstellungen. Der Held des Romans, Franz Biberkopf, ist nach seinem
Gefängnisaufenthalt den verwirrenden Eindrücken der Großstadt ausgesetzt. Er versucht ein
Mitglied der Gesellschaft zu sein, aus der er vier Jahre ausgeschlossen war. Jedoch wird nicht
das Einzelschicksal im Vordergrund dieser Arbeit stehen, sondern die Tat, die Biberkopf ins
Gefängnis gebracht hat: Idas Tod. Wie wird ihr Todesfall veranschaulicht und bewertet?
Welche Bedeutung hat ihr Tod für Franz Biberkopf? War es Totschlag, Mord oder ein Unfall?
Um diese Fragen zu beantworten, werden ausgesuchte Textstellen analysiert. Dabei stellt
nicht nur der Erzähler seine Perspektive dar, sondern auch Franz Biberkopf selbst bewertet
seine eigene Handlung. Wie rechtfertigt Franz sich und sein Vergehen?
Zu Beginn der Arbeit werde ich den Begriff Mord erläutern, um Franz Handlung beurteilen
zu können. Zum einen steht die Romandarstellung im Mittelpunkt dieser Arbeit, zum anderen
wird Fassbinders Fernsehproduktion hinzugezogen. Inwiefern können Bilder die Aussagekraft
von Worten ablösen? Gibt es Unterschiede in der Intention oder haben Leser und Zuschauer
unterschiedliche Eindrücke von Idas Tod?
2 Was ist Mord?
Mord ist ein Vergehen. Diese Art gegen das Gesetz zu verstoßen, gab es bereits in der
Vergangenheit, gibt es in der Gegenwart und wird in der Zukunft noch weiter in Erscheinung
treten. Um zu klären, was genau Mord bedeutet, muss man diesen Begriff von verschiedenen
Seiten betrachten.
Das Kapitalverbrechen Mord wird im § 211 des Strafgesetzbuches folgendermaßen definiert:
Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus Habgier
oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit
gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu
verdecken, einen Menschen tötet.1
1 Strafgesetzbuch mit Erläuterungen. 24., neubearbeitete Auflage. München: Verlag C.H. Beck 2001. S. 782.
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