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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 15 Pages
Author: Marlen Frömmel
Subject: German Studies - Didactics
Details
Institution/College: Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Tags: Computerunterstütztes, Rechtschreiblernen, Lehr-, Lernprozesse, Entwicklung, Rechtschreibkompetenzen
Year: 2007
Pages: 15
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02557-7
ISBN (Book): 978-3-640-10885-5
File size: 195 KB
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Abstract
Computerzeitalter – so wird die Zeit, in der wir leben, oft bezeichnet. In vielen Bereichen des Alltags sind die Computer nicht mehr wegzudenken. Ob in der Freizeit oder in der Wirtschaft, jeder nutzt sie. Warum aber sollte ein Einsatz auch im Sprachunterricht erfolgen? Seine Aufgabe ist es, den Kindern Schreib- und Lesekompetenz zu vermitteln und wie man angemessen miteinander kommuniziert. Doch da die Jugend, außer in der Schule, immer weniger auf die Printmedien zurückgreift, muss unter anderem auch der Deutschunterricht dafür Sorge tragen, dass der Umgang mit den neuen Medien kompetent erfolgt. Im Zuge der technischen Entwicklung eröffnen sich dabei nicht nur neue Möglichkeiten der Kommunikation und Informationsbeschaffung via Internet, dessen Nutzung beherrscht werden muss, sondern es werden auch Lernprogramme für die unterschiedlichsten Bereiche für den Computer entwickelt. „Neue“ Medien in den Deutschunterricht einzubeziehen, ist nicht Neues, denn ebenso wurde mit dem Buch oder dem Fernseher verfahren. Fortschritt bedeutet, es dem Menschen möglich zu machen, Wege zu beschreiten, die eine Verbesserung verheißen. Der Computereinsatz ist daher ein heiß diskutiertes Thema in der fachdidaktischen Literatur. Eines der bisherigen Er-gebnisse ist, dass sich die Umsetzung dieser Idee des neuen Lernmediums besonders für den Rechtschreibunterricht eignet. Inwiefern diese Feststellung auf das Üben und Festigen der Rechtschreibung zutrifft, soll innerhalb dieser Arbeit vorgestellt werden. Es wird eine kurze Darstellung der angebotenen Lernprogrammarten gegeben, welche den Ausgangspunkt für Anforderungen an eine „ideale“ Software für den Sprachunterricht bildet.
Excerpt (computer-generated)
Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald
Institut für Deutsche Philologie
Computerunterstütztes Rechtschreiblernen
Seminararbeit für das Hauptseminar
,,Lehr und Lernprozesse zur Entwicklung von Rechtschreibkompetenzen"
im WS 2006/2007
Vorgelegt von
Marlen Frömmel, Lehramtsstudentin für die Fächer
Deutsch, Geschichte und Sport
Inhaltsverzeichnis
_Toc193259036
1
Der Computer im Sprachunterricht 3
2
Lehren und Lernen in einem computerunterstützten Deutschunterricht 3
3
Lern und Edutainmentsoftware für den Sprachunterricht 4
3.1
,,Drill & Practice"-Programme 6
3.2
Komplexe Lernprogramme Edutainmentprogramme 7
4
Fachdidaktische Ansprüche an die Software für den Sprachunterricht 9
5
Konsequenzen für den Einsatz von Lernsoftware im Sprachunterricht 11
6
Fazit 12
7
Literatur 14
2
1 Der Computer im Sprachunterricht
Computerzeitalter so wird die Zeit, in der wir leben, oft bezeichnet. In vielen Bereichen des
Alltags sind die Computer nicht mehr wegzudenken. Ob in der Freizeit oder in der Wirtschaft,
jeder nutzt sie. Warum aber sollte ein Einsatz auch im Sprachunterricht erfolgen?
Seine Aufgabe ist es, den Kindern Schreib- und Lesekompetenz zu vermitteln und wie man
angemessen miteinander kommuniziert. Doch da die Jugend, außer in der Schule, immer we-
niger auf die Printmedien zurückgreift, muss unter anderem auch der Deutschunterricht dafür
Sorge tragen, dass der Umgang mit den neuen Medien kompetent erfolgt. Im Zuge der techni-
schen Entwicklung eröffnen sich dabei nicht nur neue Möglichkeiten der Kommunikation und
Informationsbeschaffung via Internet, dessen Nutzung beherrscht werden muss, sondern es
werden auch Lernprogramme für die unterschiedlichsten Bereiche für den Computer entwi-
ckelt.
,,Neue" Medien in den Deutschunterricht einzubeziehen, ist nicht Neues, denn ebenso wurde
mit dem Buch oder dem Fernseher verfahren. Fortschritt bedeutet, es dem Menschen möglich
zu machen, Wege zu beschreiten, die eine Verbesserung verheißen. Der Computereinsatz ist
daher ein heiß diskutiertes Thema in der fachdidaktischen Literatur. Eines der bisherigen Er-
gebnisse ist, dass sich die Umsetzung dieser Idee des neuen Lernmediums besonders für den
Rechtschreibunterricht eignet.
Inwiefern diese Feststellung auf das Üben und Festigen der Rechtschreibung zutrifft, soll in-
nerhalb dieser Arbeit vorgestellt werden. Es wird eine kurze Darstellung der angebotenen
Lernprogrammarten gegeben, welche den Ausgangspunkt für Anforderungen an eine ,,ideale"
Software für den Sprachunterricht bildet.
2 Lehren und Lernen in einem computerunterstützten Deutschunterricht
Computerunterstützter Unterricht ist der Oberbegriff für Computeranwendungen, die der
Vermittlung, dem Einüben, der Prüfung und Bewertung von Wissen, Kenntnissen und Fähig-
keiten dienen. Die Programme sollen gezielt Lernprozesse auslösen, den Lernerfolg erhöhen
oder schwer darstellbare Sachverhalte veranschaulichen. Erste Versuche im Fach Deutsch,
den Computer einzusetzen, begannen Mitte der 80er Jahre, wobei sich die ,,fachdidaktischen
Überlegungen [...] auf die Beschäftigung mit dem Computer als
Gegenstand
von Problemer-
3
örterungen und Textanalysen sowie als
Werkzeug
im Sprach- und Rechtschreibunterricht"1
bezogen. Kennzeichnend für die Einstellung zu diesem neuen Medium war und ist auch heute
noch: ,,Computer im Unterricht: Teufelszeug oder Wunschmaschine?"2
Doch der PC soll nicht eingesetzt werden, nur weil er da ist oder um ,,up to date" zu sein. Wie
bei jedem Lernmedium dient sein Einsatz einer Effektivitätssteigerung in Bezug auf die
Lehrmethoden wie auch die Lernmethoden. Neu ist dann aber nicht nur das Medium, sondern
auch die didaktisch-methodische Herangehensweise, welche eine sinnvolle und zielgerichtete
Nutzung sichern muss. Daraus resultieren weitere Änderungen, die berücksichtigt werden
müssen: ,,die sich verändernde Lernsituation, [...] unterschiedliche Lernwege und Aneig-
nungsweisen, [...] Möglichkeiten innerer wie äußerer Differenzierung, [...] die Stellung der
Lehrerkraft im Unterrichtsprozess und [...] ihre Voraussetzungen zur Führung dieses Prozes-
ses"3.
Die Verteufelung des Computers darf nicht darauf beruhen, dass man sein bisheriges Unter-
richtsschema umstellen muss, oder besser erweitern sollte, denn die Vermittlung der
sprachlichen Kompetenz wird nie aus den Augen verloren.4 Um dieses Ziel zu erreichen, bie-
tet der Computer den Einsatz von Textverarbeitungs- und Textgestaltungs- sowie Lern- und
Übungsprogrammen, wobei er als Schreibwerkzeug oder Lernmedium genutzt werden kann.
Trotz dieser vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten sind die meisten didaktischen Konzepte
für einen computerunterstützten Deutschunterricht noch nicht zufrieden stellend. ,,Aus diesem
Grund ist es aber gerade Software für den Rechtschreibunterricht, die am problemlosesten
eingesetzt werden kann, weil sich dadurch an der Grundstruktur des Unterrichts nichts We-
sentliches ändert."5
3 Lern und Edutainmentsoftware für den Sprachunterricht
Bereits in den 80er Jahren wollte man im Sprachunterricht aus dem Computer als Lernmedi-
um einen ,,Mehr"-Nutzen ziehen. Doch aufgrund der im Vergleich zu heute geringen techni-
schen Entwicklung kam dies lediglich der Bearbeitung eines Arbeitsblattes am PC gleich.6
Das Schreiben mit dem Füller wurde durch das Bedienen der Tastatur getauscht.
1 Jonas, H.; Rose, K.: Computerunterstützter Deutschunterricht (Beiträge zur Geschichte des Deutschunterrichts,
Bd. 48). Frankfurt am Main [u.a.], 2002. S. 26.
2 Praxis Deutsch, Heft 128/1994, zitiert nach: Jonas/Rose, S. 36.
3 Jonas/Rose, S. 49.
4 Sprachliche Kompetenz bedeutet einen ,,norm- und regelgerechten, der kommunikativen Situation und Aufgabe
angemessenen Umgang mit Texten und sprachlichen Mitteln". Ebd., S. 57.
5 Ebd., S. 58.
6 Vgl. Hage, E.; Schmitt, R.: Deutschunterricht und Computer. Bamberg, 1988. S. 28-34.
4
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