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Bedingungen für Generalisierte Reziprozität - Kultur des Teilens (von Wissen)

Hauptseminararbeit, 2002, 20 Seiten
Autor: Christian Dehmel
Fach: Ethnologie / Volkskunde

Details

Veranstaltung: Ethnologie und Wissensmanagement
Institution/Hochschule: Universität Trier (Fachbereich IV)
Tags: wissensmanagement, reziprozität, kula handel
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 20
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V8926
ISBN (E-Book): 978-3-638-15762-9

Dateigröße: 176 KB


Textauszug (computergeneriert)

Bedingungen für Generalisierte Reziprozität
- Kultur des Teilens (von Wissen)

von Christian Dehmel

Gliederung

1. Einleitung 1

2. Vertrauen 1

2.1 Ur-Vertrauen 1
2.2 Interpersonelles Vertrauen 2
2.3 Vertrauen in geschlossenen Gruppen 3

3. Tauschbeziehungen 4

3.1 Grundsätzliche Formen des Warentausches 4

3.2 Das Kontinuum der Reziprozität 5
3.2.1 Generalisierte Reziprozität 6
3.2.2 Ausgeglichene Reziprozität 6
3.2.3 Negative Reziprozität 7

4. Individuelles Tauschverhalten im Markt 8

4.1 Unpersönliche versus persönliche Tauschgeschäfte 8
4.2 Güter und Geschäftsdurchführung 9

5. Implikation für den Wissensaustausch 10

6. Wissensaustausch in Unternehmen 11

6.1 Offenheit und Vertrauen 12
6.2 Anreizsysteme und Kooperation 13

7. Der Kula Handel 14

8. Zusammenfassung 16

Literaturverzeichnis 17

 


1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Ergebnissen aus der ethnologischen Forschung zum Thema Tauschbeziehungen und welche Schlussfolgerungen man aus ihnen für das Wissensmanagement ableiten kann. Das Erkenntnisinteresse liegt in der Frage, welche Voraussetzungen den Wissensaustausch begünstigen. Eine Frage die sich anschließt, ist die, welche Vor- und Nachteile verschiedene Formen von Tauschbeziehung in Bezug auf den Austausch von Wissen haben und wie Wissensaustausch optimaler Weise stattfinden kann oder sollte.
Die Untersuchung beginnt mit der Erörterung der Bedeutung von Vertrauen für jede Form von sozialer Handlung. Verschiedene Merkmale unterschiedlicher Tauschformen und Tauschbeziehungen werden dargestellt. Diese werden durch die Erläuterung einiger Besonderheiten des individuellen Tauschverhaltens im Markt ergänzt. Anschließend werden daraus mehrere Implikationen für den Wissensaustausch abgeleitet. Diese Ergebnisse sollen in den folgenden Abschnitten durch Beispiele aus Unternehmen verdeutlicht werden. Am abschließenden Beispiel des Kula Handels soll noch einmal die wechselseitige Bedeutung zwischen sozialen und ökonomischen Interessen bei Tauschbeziehungen veranschaulicht werden.

2. Vertrauen

Vertrauen ist die Grundlage für alle sozialen Aktivitäten. Ohne Vertrauen in uns selber und andere wären wir nicht fähig zu handeln. Wie sich Vertrauen entwickelt, beim Säugling und im späteren Kontakt mit anderen Personen wird im folgenden Abschnitt erläutert. Anschließend wird das Vertrauensverhältnis in geschlossenen Gruppen verdeutlicht.

2.1 Ur-Vertrauen

Die Fähigkeit zu vertrauen lernt der Mensch zu erst im Verhältnis zur Mutter. Durch den Schutz bzw. die Nähe der Bezugsperson ist der Säugling in der Lage sich mehr und mehr alleine mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Das so genannte "Bindungsverhalten" des Säuglings setzt ein, wenn Unwohlsein auftritt oder eine Situation unvertraut ist. Der Säugling sucht dann die Nähe seiner Bezugsperson. Mit der Zeit wird das Kind immer bindungssicherer, das Bindungsverhalten wird nicht mehr so oft aktiviert und somit der Erkundungsradius ständig vergrößert. Auf der einen Seite wäre der Säugling ohne das Vertrauen zur Bezugsperson nicht Handlungsfähig (Oerter, Montada 1995: 239 ff.). Auf der anderen Seite lernt das Kind auch Vermutungen über die Konsequenzen eigenen Handels anzustellen, mit der Zeit baut sich ein Vertrauen auf auch dann sicher zu sein, wenn die Bezugsperson nicht in der Nähe ist.
Dieses Antizipieren von Reaktionen auf zukünftiges Verhalten spielt auch beim interpersonellen Vertrauen eine wichtige Rolle.

2.2 Interpersonelles Vertrauen

[...]


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