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Termpaper, 2006, 19 Pages
Author: Katja Reinhold
Subject: Economics / Business: Trade and Distribution
Details
Institution/College: Erfurt University of Applied Sciences
Tags: Seniorenmarkt, Zielgruppe, Handel, Vertriebs-, Handelsmanagement
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02649-9
ISBN (Book): 978-3-638-92599-0
File size: 402 KB
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Abstract
Das Gleichgewicht zwischen jungen Heranwachsenden und der älteren Generation verändert sich zusehends. Die durchschnittliche Lebenserwartung erhöht sich ständig wodurch der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst. Entsprechende Statistiken und Prognosen über die demographische Entwicklung der Gesamtbevölkerung belegen dies. Während 2003 das Durchschnittsalter in Thüringen bei 43, 2 Jahren lag, soll es 2020 bereits einen Wert von 48, 3 Jahren erreicht haben, Tendenz steigend . Dieser Trend vollzieht sich weltweit, wobei jedoch zu Beachten ist, dass dies besonders in den westlichen Industrieländern oft mit einem Bevölkerungsrückgang einhergeht. Im Jahr 2030 wird voraussichtlich ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands 60 Jahre und älter sein. Bereits heute ist jeder dritte Deutsche über fünfzig. Aufgrund der höheren Lebenserwartung und der Weltkriege ist der Anteil der Frauen dabei höher als der der Männer. Dieser Wandel lässt deutlich werden, dass die Senioren zu einer immer wichtigeren Zielgruppe für die Wirtschaft werden. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Notwendigkeit für Unternehmen, diese Zielgruppe in ihren Eigenschaften und Besonderheiten zu identifizieren und eine intelligente Ausrichtung auf die Wünsche und Bedürfnisse älterer Konsumenten vorzunehmen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Einschätzung des Käuferverhaltens der Zielgruppe Senioren sowie den daraus erwachsenden Möglichkeiten für den Handel. Dabei werden die besonderen Anforderungen der Zielgruppe berücksichtigt und es wird auf Einflussmöglichkeiten seitens des Handels näher eingegangen. Anhand von Beispielen sollen die einzelnen Teilbereiche verdeutlicht werden.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Erfurt
University of Applied Sciences
Hausarbeit
Der Seniorenmarkt Zielgruppe für den Handel
Verfasserin:
Katja Reinhold
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Schwerpunkt Marketing
Vertriebsmanagement
SS 2006
6.Semester
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung
3
2
Abgrenzungskriterien des Seniorenmarktes
3
2.1
Überblick
3
2.2
Alter
4
2.3
Stellung im Familienlebenszyklus
4
2.4
Berufstätigkeit
5
3
Einschätzung der Konsumbedürfnisse des Marktsegments Senioren
...
5
4
Einflusskriterien des Käuferverhaltens durch den Handel
7
4.1
Seniorengerechte Ladengestaltung
7
4.1.1 Vermeidung von Gefahrenquellen
7
4.1.2 Lichtgestaltung
8
4.1.3 Waren- und Angebotspräsentation
9
4.1.4 Übersichtlichkeit und Orientierungsfreundlichkeit
9
4.2
Seniorengerechte Produkt- und Sortimentspolitik
10
5
Schlussbetrachtung
12
Internetquellen
13
Literaturverzeichnis
14
Anhang
15
2
1
Einleitung
Das Gleichgewicht zwischen jungen Heranwachsenden und der älteren Generation verändert
sich zusehends. Die durchschnittliche Lebenserwartung erhöht sich ständig wodurch der
Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst. Entsprechende Statistiken und Prognosen
über die demographische Entwicklung der Gesamtbevölkerung belegen dies
(Siehe Anhang,
Abb.1)
.
Während 2003 das Durchschnittsalter in Thüringen bei 43, 2 Jahren lag, soll es 2020 bereits
einen Wert von 48, 3 Jahren erreicht haben, Tendenz steigend1. Dieser Trend vollzieht sich
weltweit, wobei jedoch zu Beachten ist, dass dies besonders in den westlichen
Industrieländern oft mit einem Bevölkerungsrückgang einhergeht. Im Jahr 2030 wird
voraussichtlich ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands 60 Jahre und älter sein. Bereits
heute ist jeder dritte Deutsche über fünfzig. Aufgrund der höheren Lebenserwartung und der
Weltkriege ist der Anteil der Frauen dabei höher als der der Männer.
Dieser Wandel lässt deutlich werden, dass die Senioren zu einer immer wichtigeren
Zielgruppe für die Wirtschaft werden. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Notwendigkeit für
Unternehmen, diese Zielgruppe in ihren Eigenschaften und Besonderheiten zu identifizieren
und eine intelligente Ausrichtung auf die Wünsche und Bedürfnisse älterer Konsumenten
vorzunehmen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Einschätzung des Käuferverhaltens der Zielgruppe
Senioren sowie den daraus erwachsenden Möglichkeiten für den Handel.
Dabei werden die besonderen Anforderungen der Zielgruppe berücksichtigt und es wird auf
Einflussmöglichkeiten seitens des Handels näher eingegangen. Anhand von Beispielen sollen
die einzelnen Teilbereiche verdeutlicht werden.
2
Abgrenzungskriterien des Seniorenmarktes
2.1
Überblick
Auf Grund der allg. Vielschichtigkeit des Altersvorgangs ist der Seniorenmarkt in der
Literatur nicht eindeutig definiert. In dieser Arbeit erfolgt die Abgrenzung dieses Segments
vom Gesamtmarkt daher anhand von Kriterien wie chronologisches und psychologisches
Alter, Stellung im Familienlebenszyklus und Berufstätigkeit. Als Synonyme für die
Zielgruppe Senioren werden im Folgenden Bezeichnungen wie z. B. ,,Generation 55+", die
,,ältere Generation" oder ähnliche verwendet.
1 Vgl.: Bertelsmann Stiftung (2006): Wegweiser Demographischer Wandel
3
2.2
Alter
Anhand des chronologischen Alters wird häufig die Überschreitung des 55sten Lebensjahres
als Kriterium zur Abgrenzung des Seniorenmarktes von anderen Altersgruppen herangezogen.
Die Anwendung des chronologischen Alters als Messgröße ist auf Grund der einfachen
Erfassbarkeit nahe liegend. Vor dem Hintergrund, dass Aktivitäten unwillkürlich
altersbedingten Grenzen unterliegen, scheint diese Einteilung logisch. Befragungen ergaben
jedoch, dass die Grenze, ab der ein Mensch als alt gilt, mit steigendem Alter des Befragten
zunimmt.2 Dies lässt sehr subjektive Einschätzungen zu und ermöglicht nur bedingt das
Treffen von Aussagen über leistungs- und aktivitätsbezogene Veränderungen.
Die "Generation 55+" definiert sich im Gegensatz zu früheren Generationen weniger über ihr
Lebensalter als über ihren Lebensstil. Das psychologische, d. h. gefühlte Alter steht in starker
Abhängigkeit vom biologischen Alter. Dies kann jedoch von Person zu Person stark variieren.
Die Gesundheit stellt dabei einen wichtigen objektiven Einflussfaktor dar, da mit dem
Fortschreiten des chronologischen Alters zwangläufig körperliche Abbauprozesse wie
Sehschwächen, Gehörverlust etc. zunehmen. Es ist somit durchaus möglich, dass sich ein
Mensch hohen chronologischen Alters auf psychologischer und physiologischer Ebene noch
immer jung, agil und dynamisch fühlen kann. Dies verdeutlicht, dass aufbauend auf
objektiven Gegebenheiten, das gefühlte Alter von entscheidender Bedeutung ist.
2.3
Stellung im Familienlebenszyklus
In der Praxis dient der Familienstand häufig als Indikator für bestimmte Verhaltensweisen. So
wird unterstellt, dass sich in gleichen Phasen befindliche Konsumenten gleichgerichtet
verhalten.3 Das Modell des Familienlebenszyklus arbeitet dabei mit der Einteilung in sieben
Lebensphasen
(siehe Anhang, Abb. 2)
.
Eine Zuordnung zum Segment der Senioren würde sich anhand des Modells insbesondere für
Konsumenten in Phase 5, 6 und 7 anbieten. In diesen Lebensabschnitten haben die Kinder das
Haus verlassen und möglicherweise hat sich der Haushalt bereits zu einem Ein-
Familienhaushalt zurückentwickelt. Da das Familienlebenszyklusmodell lediglich eine
Einteilung in Phasen vornimmt, nicht jedoch tiefere Bedeutungen analysiert, ist es lediglich
als Hilfestellung zu betrachten.
2 Vgl.: Federsel-Lieb, C. (1992), S. 16
3 Vgl.: Müller-Hagedorn, L. (1984), S.92, in: Federsel-Lieb, C. (1992), S. 13
4
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