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Die Konzeption und Implementierung einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung mit stufenweiser Fixkostendeckungsrechnung vor dem Hintergrund einer zunehmenden Harmonisierung von in- und externem Rechnungswesen

Subtitle: Dargestellt am Beispiel einer mittelständischen Unternehmensgruppe aus der Kommunikationsbranche

Diploma Thesis, 2008, 148 Pages
Author: Dipl.-Kfm. Matthias Renkel
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2008
Pages: 148
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 59  Entries
Language: German
Archive No.: V89767
ISBN (E-book): 978-3-638-03865-2

File size: 794 KB

Abstract

Mit der XYZ-Unternehmensgruppe als Erkenntnisobjekt, liegt dieser praxisbezogenen Diplomarbeit ein Verbund sechs mittelständischer Unternehmen aus der Kommunikationsbranche zugrunde, in dem der Autor ein Jahr als Werksstudent im Bereich Rechnungswesen und Controlling tätig war. Zur operativen Führung dieser Unternehmen bedarf es eines ganzheitlichen Informationssystems, welches die zur Steuerung erforderlichen Informationen zeitnah bereitstellt. Das Rechnungswesen der XYZ-Unternehmensgruppe in seiner derzeitigen Ausgestaltung vermag diese Aufgabe nicht in einem ausreichenden Maße zu erfüllen. Der wesentliche Grund hierfür liegt darin, dass es fast ausschließlich von den Funktionen der Dokumentation und Rechenschaftslegung, also von den Aufgaben der Finanzbuchhaltung, dominiert wird. Eine an internen Ziel- und Rechengrößen orientierte Steuerung und Kontrolle, wie sie das Instrumentarium der Kosten- und Leistungsrechnung ermöglicht, findet im Erkenntnisobjekt somit derzeit keine Anwendung. Um diese Informationslücke zu schließen, wird in der vorliegenden Arbeit unter Berücksichtigung der Schwachstellen des bestehenden Rechnungswesens ein innovativer Lösungsansatz entwickelt und in die Praxis übertragen. Dieser basiert aufgrund der im Erkenntnisobjekt vorherrschenden fixkostenintensiven Kostenstruktur auf dem Prinzip der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung mit stufenweiser Fixkostendeckungsrechnung. Deren primäres Ziel besteht in einer verursachungsgerechten Verrechnung der Fixkosten auf die Kostenträger, ohne die Verwendung von Schlüsselgrößen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Harmonisierung der beiden großen Teilbereiche des Rechnungswesens soll darüber hinaus gezeigt werden, inwiefern sich dieser Lösungsansatz zur Integration von in- und externer Erfolgsrechnung eignet. Wie bei der Konzeption und Implementierung der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung vorgegangen wurde, welche unternehmensindividuellen Aspekte hierbei von Bedeutung sind und welche Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten das System bietet, wird im Rahmen dieser Arbeit herauskristallisiert.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule Bochum
Fachbereich Wirtschaft

DIPLOMARBEIT

Die Konzeption und Implementierung einer mehrstufigen
Deckungsbeitragsrechnung mit stufenweiser Fixkostendeckungsrechnung,
vor dem Hintergrund einer zunehmenden
Harmonisierung von in- und externem Rechnungswesen,
dargestellt am Beispiel einer mittelständischen Unternehmensgruppe
aus der Kommunikationsbranche

von

Matthias Renkel

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS ... I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS  ... V
SYMBOLVERZEICHNIS  ... VIII
ABBILDUNGSVERZEICHNIS  ... IX
TABELLENVERZEICHNIS  ... X
FORMELVERZEICHNIS  ... XI
ABSTRACT ... XII

1. KAPITEL: EINFÜHRUNG  ... 1

I. Allgemeine Einleitung  ... 1

1. Problemstellung ... 1
2. Zielsetzung ... 2
3. Gang der Untersuchung ... 2

II. XYZ-Unternehmensgruppe  ... 3

1. Grundlegende Charakterisierung  ... 

2. Geschäftsbereiche  ... 4
2.1 Herstellungs- und Verkaufsgeschäft ... 4
2.2 Vermietgeschäft ... 5
2.3 Handelsgeschäft ... 5
2.4 Immobiliengeschäft ... 

3. Grundlegendes zum Rechnungswesen ... 6

2. KAPITEL: DIE GRUNDLAGEN DES BETRIEBLICHEN RECHNUNGSWESENS  ... 7

I. Einführung und Charakterisierung  ... 7

1. Erkenntnisobjekt ... 7

2. System des betrieblichen Rechnungswesens  ... 9
2.1 Begriff und Funktionen  ... 9
2.2 Aufbau- und Ablauforganisation  ... 10
2.2.1 Externes Rechnungswesen  ... 10
2.2.2 Internes Rechnungswesen  ... 11
2.2.3 Kontensysteme  ... 11
2.3 Abgrenzung der Grundbegriffe  ... 13
2.3.1 Begriffspaare 1 und 2 ... 14
2.3.2 Begriffspaare 3 und 4 ... 15

II. Grundlagen der Finanzbuchhaltung ... 17

1. Begriff und Funktionen  ... 17

2. Gesetzliche Rechnungslegungsvorschriften  ... 18

3. Gewinn- und Verlustrechung ... 19
3.1 Aufgaben  ... 19
3.2 Gestaltungsmöglichkeiten ... 20
3.2.1 Gesamtkostenverfahren ... 21
3.2.2 Umsatzkostenverfahren  ... 

III. Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung ... 25

1. Differenzierung des Kostenbegriffs  ... 25
1.1 Nach Zurechenbarkeit und Beschäftigungsabhängigkeit ... 25
1.2 Nach Herkunft ... 26
1.3 Nach Ausmaß der Kostenverrechnung ... 26

2. Wesen, Grundprinzipien und Aufgaben ... 27

3. Kostenrechnungssysteme ... 30

4. Kurzfristige Erfolgsrechnung  ... 32
4.1 Wesen und Aufgaben  ... 32
4.2 Gesamtkostenverfahren  ... 33
4.3 Umsatzkostenverfahren ... 35

IV. Harmonisierung von in- und externem Rechnungswesen  ... 36

1. Zweck und Gegenstand der Harmonisierung  ... 36
2. Integration von in- und externer Erfolgsrechnung  ... 39

3. KAPITEL: DIE DECKUNGSBEITRAGSRECHNUNG ... 44

I. Rechnungswesen bei XYZ ... 44

1. Anforderungsprofil  ... 44
1.1 Ganzheitlichkeit und Homogenität  ... 44
1.2 Effektivität und Kostentransparenz  ... 45
1.3 Erfolgsanalyse  ... 45
1.4 Zeitliche Dimension  ... 46

2. Darstellung der Ausgangssituation ... 46
2.1 Vorbemerkungen  ... 46
2.2 Jahresbudget ... 47
2.3 Interne Erfolgsrechnung  ... 50

3. Beurteilung und Schlussfolgerung ... 52

II. Teilkostenrechnung ... 56

1. Wesen, Grundprinzipien und Systeme ... 56
2. Mängel der Vollkostenrechnung ... 59
3. Historische Entwicklung und heutige Relevanz ... 

III. Allgemeine Grundlagen ... 62

1. Begriff Deckungsbeitrag  ... 62.

2. Verfahren der Kostenauflösung ... 63
2.1 Buchtechnische Methode  ... 63
2.2 Statistische Methode  ... 63
2.3 Mathematische Methode  ... 64
2.4 Mathematisch-statistische Methode  ... 65

IV. Systeme der Deckungsbeitragsrechnung ... 

1. Direct Costing ... 67
1.1 Grundlegende Merkmale  ... 67
1.2 Kostenartenrechnung  ... 68
1.3 Kostenstellenrechnung  ... 69
1.4 Kostenträgerrechnung  ... 71
1.4.1 Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation)  ... 71
1.4.2 Kostenträgerzeitrechnung (Betriebsergebnisrechnung) ...72
1.5 Beurteilung der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung  ... 74

2. Stufenweise Fixkostendeckungsrechnung  ... 76
2.1 Notwendigkeit  ... 76
2.2 Zielsetzung und Charakterisierung  ... 76
2.3 Kostenartenrechnung  ... 77
2.4 Kostenstellenrechnung  ... 79
2.5 Kostenträgerrechnung  ... 80
2.5.1 Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation)  ... 80
2.5.2 Kostenträgerzeitrechnung (Betriebsergebnisrechnung) ... 82
2.6 Bezugsobjekte und Bezugsobjekthierarchien  ... 84
2.7 Beurteilung der stufenweisen Fixkostendeckungsrechnung..........84

ZWISCHENFAZIT  ... 87

4. KAPITEL: DIE KONZEPTION UND IMPLEMENTIERUNG BEI XYZ ... 88

I. Konzeption und Implementierung  ... 88

1. Aufbau des Systems  ... 88
1.1 Vorbemerkungen  ... 88
1.2 Organisationsstruktur  ... 91
1.3 Umsatzkostenverfahren ... 94

2. Ablauf des Systems ... 97
2.1 Konten und Kostenstellen ... 97
2.2 Kostenauflösung ... 99
2.3 Kalkulation  ... 101
2.4 Fixkostenschichten  ... 102

II. Evaluation des Systems ... 106

1. Verbesserung der operativen Controllingebene  ... 106
1.1 Kosten- und Leistungstransparenz  ... 106
1.2 Fixkostenverrechnung  ... 107
1.3 Erfolgsanalyse und -steuerung  ... 107

2. Harmonisierung von in- und externer Erfolgsrechnung  ... 108
2.1 Vereinheitlichte Datenbasis  ... 108
2.2 Interne Erfolgsrechnung als Basis der GuV ... 109
2.3 Beurteilung der Harmonisierung  ... 111

5. KAPITEL: FAZIT UND AUSBLICK  ... 112

1. Kritische Würdigung  ... 112
2. Ausblick ... 113

ANHANGVERZEICHNIS ... XIII
ANHANG ... XIV
LITERATURVERZEICHNIS  ... XIX

 

 

 

I. ALLGEMEINE EINLEITUNG

Der erste Abschnitt dieses einführenden Kapitels befasst sich zunächst damit, die dieser Diplomarbeit zugrunde liegende Problemstellung herauszuarbeiten. In einem zweiten Schritt wird dann die zentrale Zielsetzung definiert, die es im Rahmen der vorliegenden Arbeit zu erfüllen gilt. Die hierzu gewählte Vorgehensweise wird im dritten und letzten Gliederungspunkt dargelegt.

1. PROBLEMSTELLUNG

Die voranschreitende Expansion und Internationalisierung der XYZ-Unternehmensgruppe sowie die durch steigenden Wettbewerb notwendige Kostentransparenz, erfordern eine grundlegende Weiterentwicklung des betrieblichen Rechnungswesens. 1

Das bestehende Rechnungswesen bei XYZ kennt sowohl zur gesetzlich normierten Dokumentation und Rechenschaftslegung, als auch zur freiwilligen internen Steuerung und Kontrolle, lediglich die extern orientierte Finanzbuchhaltung. Die von diesem Teilbereich des Rechnungswesens bereitgestellten Informationen sind jedoch, wie sich später zeigen wird, für die Zwecke der internen Unternehmenssteuerung nur bedingt geeignet. Um das Rechnungswesen an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und so die Handlungsfähigkeit der Unternehmensführung auch zukünftig sicherzustellen, muss das existierende Rechnungswesen um ein internes Controllinginstrument ergänzt werden, das zugleich Ergebnisrechnung ist: Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung. 

Bei der Konzeption einer unternehmensindividuellen Lösung ist insbesondere darauf Wert zu legen, dass die Deckungsbeitragsrechnung über eine einheitliche, für alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe adäquate Struktur verfügt. Dieser Aspekt ist vor allem für die Vergleichbarkeit der Gesellschaften miteinander, sowie zur Anwendung eines einheitlichen Bewertungsmaßstabes essentiell. In Anbetracht der fixkostenintensiven Kostenstruktur innerhalb der XYZ-Gruppe stellt sich darüber hinaus die Frage, wie in der internen Ergebnisrechnung eine zweckmäßige und verursachungsgerechte Zuordnung der Fixkosten auf die Kostenträger gestaltet werden kann.

2. ZIELSETZUNG 

Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit besteht in erster Linie in der Entwicklung eines praxisrelevanten Lösungsansatzes analog der zuvor formulierten Problemstellung, sowie in dessen praktischer Umsetzung im Zuge einer Implementierung bei XYZ. Hierbei ist es nicht die Intention der vorliegenden Arbeit, die von der Literatur bereitgestellte idealtypische Theorie unkritisch in die Praxis zu übernehmen. Vielmehr entspricht es der Zielsetzung, unter Einbeziehung von theoretischen Grundlagen des Rechnungswesens im Allgemeinen und der Deckungsbeitragsrechnung im Speziellen, eine auf die unternehmensindividuellen Bedürfnisse der XYZ-Gruppe zugeschnittene Erfolgsrechnung als internes Controllinginstrument zu entwickeln und dessen Nutzen aufzuzeigen.

3. GANG DER UNTERSUCHUNG 

Im Folgenden wird zunächst in Abschnitt II dieses Kapitels die XYZ-Gruppe in allgemeiner Form charakterisiert und ihre Geschäftsbereiche vorgestellt. Darauf aufbauend werden in Kapitel 2 die allgemeinen theoretischen Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens herausgearbeitet, die zu einer Beurteilung des bestehenden Rechnungswesens bei XYZ erforderlich und für ein besseres Verständnis der nachfolgenden Kapitel hilfreich sind. In Kapitel 3 erfolgt eine Beschreibung und kritische Auseinandersetzung mit dem bestehenden Rechnungswesen der XYZ-Gruppe, in dessen Zusammenhang sich die Schwächen der bisherigen „internen Erfolgsrechnung“ offenbaren. Mit der Deckungsbeitragsrechnung wird darauf aufbauend eine adäquate Alternative aufgezeigt, deren Kerngedanken und idealtypischen Ausgestaltungsformen ausführlich diskutiert werden.

In Kapitel 4 wird die vom Autor entwickelte und im Erkenntnisobjekt implementierte mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung in allen Einzelheiten vorgestellt und die mit diesem System verbundenen Vorteile herauskristallisiert. Das Kapitel 5 rundet schließlich mit einem Fazit die Arbeit ab, indem die globalen Erkenntnisse der Arbeit aufgezeigt und ausblickend mögliche Verbesserungen und Entwicklungsmöglichkeiten der implementierten Deckungsbeitragsrechnung angeregt werden.

II. XYZ-UNTERNEHMENSGRUPPE 

Gegenstand dieses Abschnitts ist zunächst die grundlegende Charakterisierung der XYZ-Gruppe und deren Geschäftsbereiche, in denen sich die einzelnen Gesellschaften bewegen. Abgerundet wird dieses Kapitel in Gliederungspunkt 3 mit einigen kurzen Vorbemerkungen zum bestehenden Rechnungswesen bei XYZ.

1. GRUNDLEGENDE CHARAKTERISIERUNG 

Die XYZ-Gruppe ist ein Zusammenschluss von sechs rechtlich eigenständigen Unternehmen mit Niederlassungen in Europa, den USA, China, Singapur und Australien. Unter dem Dach einer globalen Geschäftsführung sind derzeit die sechs folgenden Gesellschaften Bestandteil der Gruppe:

[....]


1 Im Folgenden wird die XYZ-Unternehmensgruppe vereinfachend entweder XYZ-Gruppe oder XYZ genannt.

 


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