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Seminararbeit, 2005, 50 Seiten
Autor: Kiryo Abraham
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement
Details
Tags: Ausbaustrategie
Jahr: 2005
Seiten: 50
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-07137-6
ISBN (Buch): 978-3-640-43020-8
Dateigröße: 447 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In den letzten Jahren hat ein Wandel der wirtschaftlichen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen eine Neuorientierung der Unternehmen nach sich gezogen. Die Wahrnehmung von Kundenbedürfnissen, die zweckmäßige Reaktion auf diese Kundenbedürfnisse und das darauf folgende Kundenbindungsmanagement, haben nicht nur in der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch speziell in der Praxis, an Bedeutung zugenommen. Die Neuausrichtung der Unternehmen wurde erheblich durch den global verstärkten Wettbewerbsdruck angetrieben, da die markt- und wettbewerbsbezogenen Veränderungen, sinkende Gewinne, schlechtere Unternehmensergebnisse sowie sinkende Wachstumsraten zur Folge hatten. Was zuerst eine Phase der internen Orientierung und nachfolgend eine Phase der externen Orientierung auslöste. Diese Ausarbeitung befasst sich nicht näher auf die interne, sondern lediglich auf die externe Orientierung. Die externe Orientierung – hin zum Kunden – wird meist mit dem Ausdruck Customer Relationship Management (CRM) in Verbindung gebracht, dass inzwischen für den Großteil der Unternehmen kein Fremdwort mehr ist. Dem CRM wird dabei häufig eine besondere Erfolgsrelevanz bezüglich der Kundenbindung und weiteren Bereichen zugestanden. „Customer Relationship Marketing ersetzt die traditionelle Herangehensweise Herstellen und Verkaufen durch die neue Philosophie Verstehen und Zufriedenstellen.“ Daher wird CRM nicht mehr nur als IT-Thema betrachtet, sondern als Möglichkeit, den Kunden im Unternehmensalltag in den Fokus des Unternehmenserfolges zu rücken und speziell dauerhafte sowie gewinnbringende Kundenbeziehungen zu erhalten. Doch der Einsatz von CRM ist keine leichte Aufgabe, sondern beinhaltet verschiedene Hürden. Diese Hürden, wie etwa der Mangel an Akzeptanz bei Mitarbeitern, müssen überwunden werden, um erfolgreich und kundennah mit CRM arbeiten zu können.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Pforzheim
Hochschule für Gestaltung, Technik
und Wirtschaft
Studiengang:
Master of Science in Information Systems
Business Applications 2
SS 2005
CRM
- Ausbaustrategie -
Kiryo Abraham
MIS
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. CRM-Erfordernisse für Geschäftsprozess- und Unternehmenstypen 3
2.1. Einordnung des CRM 3
2.2. Klassifikation der Geschäftsprozesse nach CRM-Aspekten 6
2.3. Varianten des Ablaufs des CRM für differenzierte Arten von
Geschäftsprozessen 7
2.4. Klassifikation der Unternehmen nach CRM-Aspekten 8
3. Verbesserungspotential durch CRM für differenzierte Prozess- und
Unternehmenstypen 10
3.1. Sachliche (Funktionen fein) und formale Ziele für CRM 10
3.2. Arten von Verbesserungen 14
3.3. Ausmaß möglicher Verbesserungen 14
4. Auswahl von CRM-Software für differenzierte Unternehmenstypen 16
4.1. Klassifikation der Angebote an CRM-Software und Dienstleistungen 16
4.2. Vorgehenskonzept für die Auswahl von CRM-Software und CRM-
Dienstleistungen 25
4.3. Auswahlkriterien für CRM-Software und Dienstleistungen 26
5. Einordnung des CRM in den Prozess des Ausbaus der Business Applications 34
5.1. Anstöße für den Ausbau des Unternehmensanwendungs-systems 34
5.2. Innovationsanstöße für das CRM 35
5.3. Interaktionsbeispiel Mobil Sales beim gleichzeitigen Einsatz von CRM- und
ERP-Systemen 38
6. Resümee 40
Literaturverzeichnis 43
Internetquellenverzeichnis 46
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Entwicklungslinien des Kundenbindungsmanagements 1
Abbildung 2: Einordnung des CRM 3
Abbildung 3: Definition Customer Relationship Management (CRM) 4
Abbildung 4: Struktur von CRM-Systemen 5
Abbildung 5: Geschäftsprozesse (Kernprozesse) im CRM 6
Abbildung 6: Differenzierung über Prozesse 8
Abbildung 7: Arten von Verbesserungen (Zielsetzungen) von CRM 15
Abbildung 8: CRM-Funktionsmerkmale in ERP-Systemen 17
Abbildung 9: Informationen der untersuchenden CRM-Software und Dienstleistung 21
Abbildung 10: Brancheneinsatz der CRM-Software und Dienstleistung 23
Abbildung 11: Softwareauswahl eines CRM-Systems 25
Abbildung 12: Phasen der Softwareauswahl 28
Abbildung 13: Auswahlkriterien / Funktionen der CRM-Software und Dienstleistung32
Abbildung 14: Abgrenzung der Begriffe CRM / eCRM 36
Abbildung 15: Systemüberschneidungen Szenario Kundenauftrag Mobile Sales. ... 38
Abbildung 16: Raster zur Bewertung von CRM-Fähigkeiten 41
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
1. Einleitung
In den letzten Jahren hat ein Wandel der wirtschaftlichen und wettbewerblichen
Rahmenbedingungen eine Neuorientierung der Unternehmen nach sich gezogen.
Die Wahrnehmung von Kundenbedürfnissen, die zweckmäßige Reaktion auf diese
Kundenbedürfnisse und das darauf folgende Kundenbindungsmanagement, haben
nicht nur in der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch speziell in der Praxis,
an Bedeutung zugenommen.
Fokus Beziehung
(Relationship)
Integriertes Kunden-
Relationship Marketing
Relationship Marketing
bindungsmanagement
Investitionsgüter
Dienstleistungen
Kundenbindungs-
Kunden-
management (KB)
loyalität
Verhaltenswissen-
Studien zum
schaftliche Modelle
Zusammenhang
Behavioristische
KZ und KB
Modelle
Zufriedenheits-
Markentreue /
forschung (KZ)
Brand Loyality
1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 1998 2000
Zeit
Fokus Marke
(Brand Loyalty)
Abbildung 1: Entwicklungslinien des Kundenbindungsmanagements
(Quelle: Bruhn, 2003, Seite 6)
Die Neuausrichtung der Unternehmen wurde erheblich durch den global verstärkten
Wettbewerbsdruck angetrieben, da die markt- und wettbewerbsbezogenen
Veränderungen, sinkende Gewinne, schlechtere Unternehmensergebnisse sowie
sinkende Wachstumsraten zur Folge hatten. Was zuerst eine Phase der internen
Orientierung und nachfolgend eine Phase der externen Orientierung auslöste.1
1 Vgl. Bruhn, 2003, Seite 5
- 1 -
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
Diese Ausarbeitung befasst sich nicht näher auf die interne, sondern lediglich auf die
externe Orientierung. Die externe Orientierung hin zum Kunden wird meist mit
dem Ausdruck
Customer Relationship Management (CRM)
in Verbindung
gebracht, dass inzwischen für den Großteil der Unternehmen kein Fremdwort mehr
ist.2 Dem CRM wird dabei häufig eine besondere Erfolgsrelevanz bezüglich der
Kundenbindung und weiteren Bereichen zugestanden.3
,,Customer Relationship Marketing ersetzt die traditionelle Herangehensweise
Herstellen
und
Verkaufen
durch die neue Philosophie
Verstehen
und
Zufriedenstellen
."4 Daher wird CRM nicht mehr nur als IT-Thema betrachtet, sondern
als Möglichkeit, den Kunden im Unternehmensalltag in den Fokus des
Unternehmenserfolges zu rücken und speziell dauerhafte sowie gewinnbringende
Kundenbeziehungen zu erhalten. Doch der Einsatz von CRM ist keine leichte
Aufgabe, sondern beinhaltet verschiedene Hürden. Diese Hürden, wie etwa der
Mangel an Akzeptanz bei Mitarbeitern, müssen überwunden werden, um erfolgreich
und kundennah mit CRM arbeiten zu können.5
Um solche Hürden und Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen, muss man
sich bewusst sein, welchen Unternehmenstyp man repräsentiert bzw. in welcher
Branche man tätig ist. Es muss analysiert werden, welche CRM-Erfordernisse
benötigt werden und welche Verbesserungspotentiale erreicht werden können.
Weiterhin ist der Nutzen verschiedener Softwarearten aufzuweisen und zu
differenzieren. Daher wird generell empfohlen, eine genaue und sorgfältige CRM-
Auswahl (Software und Service) durchzuführen, um Fehlentscheidungen zu
verhindern.
Diese Ausarbeitung stellt eine Art Leitfaden - wie die CRM-Auswahl aussehen kann
dar und auf welche Punkte geachtet werden sollte sowie welche Unterschiede die
auf dem Markt vorhandenen CRM-Lösungen aufzeigen. Die Entwürfe und Konzepte
in diesem Werk sollen als Orientierungshilfe verstanden werden - ein Allheilmittel
darf in ihnen nicht gesehen werden.
2 Vgl. Acquisa, 2004, Seite 7
3 Vgl. Bruhn, 2003, Seite 373
4 Kotler, 2001, Seite 6
5 Vgl. Acquisa, 2004, Seite 7
- 2 -
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
2. CRM-Erfordernisse für Geschäftsprozess- und
Unternehmenstypen
2.1. Einordnung des CRM
CRM ist eine Managementphilosophie zur kompletten Ausrichtung der
Unternehmensorganisation auf vorhandene und potentielle Kundenbeziehungen.
,,CRM optimiert und integriert alle Abläufe im Unternehmen in Richtung Kunde mit
dem Ziel, eine Balance zwischen Kunden- und Kostenorientierung zu erreichen."6
Diese vom CRM-Expertenrat7 entwickelte CRM-Definition bringt den CRM-Gedanken
knapp und verständlich zur Geltung.
CRM ist eine wichtige Komponente im Unternehmen und stellt unter anderem die
Schnittstelle vom Unternehmen zum Kunden dar. Im nachfolgenden Bild wird die
Einordnung von CRM aufgezeigt.
Supplier Relationship
Supply Chain
Customer Relationship
Management (SRM)
Management (SCM)
Management (CRM)
SRM
SCM
CRM
Supplier /
Customer /
Lieferant
Kunde
ERP
Enterprise Resource Planning (ERP)
Abbildung 2: Einordnung des CRM
(Quelle: In Anlehnung an Logis, 2005)
6 Acquisa, 2004, Seite 8
7 Die CRM-Experten im deutschsprachigen Raum sind eine kleine Gruppe von unabhängigen
Experten. Diese Gruppe besteht aus einem ausgewogenen Mix von Fachleuten, die sich täglich mit
dem Thema CRM in ihrem Unternehmen auseinandersetzen sowie Professoren, die sich der
Forschung und Weiterentwicklung von Kundenbeziehungen in der Theorie widmen. Alle haben ein
gemeinsames Ziel: Sie wollen das Thema CRM vorantreiben und auf Stolperfallen aufmerksam
machen.
- 3 -
CRM-Ausbaustrategie
Kiryo Abraham MIS
Im Rahmen des CRM wird der Ausbau des wirtschaftlichen Unternehmenserfolgs
angestrebt, indem die Bedürfnisse der Kunden möglichst optimal befriedigt werden.
Für die wirksame Umsetzung dieser Bedürfnisbefriedigung setzt CRM oft ein
gründliches Change Management voraus und besteht generell aus den
Komponenten Strategie, Organisation, Technik und Mensch.8
Strategie
Menschen
CRM
Organisation
Technik
Abbildung 3: Definition Customer Relationship Management (CRM)
(Quelle: Schwetz, Marktspiegel CRM 2003, Seite 7)
Im Gegensatz zum allgemeinen CRM-Begriff wird unter einem CRM-System eher die
technische Komponente verstanden. CRM-Systeme enthalten die Integration
verschiedener Anwendungen bzw. Werkzeuge, die im Rahmen des analytischen,
operativen und kommunikativen CRM eingesetzt werden.9 Die Komponenten einer
CRM-Lösung werden in der nachfolgenden Darstellung visualisiert.
8 Vgl. Schwetz, Marktspiegel CRM 2003, Seite 7
9 Vgl. Meyer, 2002, Seite 12f
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