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Examensarbeit, 2007, 115 Seiten
Autor: Carina Harlinghausen
Fach: Französisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Tags: Frühbeginn, Französisch, Praxisbezogene, Vergleich, Frühbeginn, Englisch
Jahr: 2007
Seiten: 115
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 61 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-03876-8
ISBN (Buch): 978-3-638-93705-4
Dateigröße: 4973 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Arbeit stellt die Vorteile des Frühbeginns Französisch in der Grundschule im Vergleich zum Frühbeginn Englisch dar. Die theoretischen Vorteile der beiden Sprachen werden aufgezeigt und im Weiteren werden anhand von 3 Praxisbeispielen die Vorteile des Fremdsprachenfrühbeginns in der Grundschule analysiert. Die Vorteile des fremdsprachlichen Frühbeginns Französisch im Vergleich zum Frühbeginn Englisch werden zunächst am Beispiel Storytelling erörtert. Die Vorteile dieser Methode, sowie praktische Unterrichtsbeispiele anahnd des Kinderbuchesbuches "Le Dîner Fantôme" werden aufgezeigt. Anschließend werden die Vorteile des Französischen anhand von verschiedenen Liedern und Reimen aufgezeigt. Im dritten Praxisteil wird Interkulturelles Lernen im Fremdspracheunterricht Französisch erläutert. Wie in den beiden vorherigen Teilen werden die Vorteile, die Ziele, sowie praktische Unterrichtsbeispiele (in deisem Falle Fest- und Feiertage) dieser Methode definiert.
Textauszug (computergeneriert)
Wissenschaftliche Hausarbeit
zur Ersten Staatsprüfung für das
Lehramt an Grundschulen
Der fremdsprachliche Frühbeginn Französisch -
Praxisbezogene Überlegungen im Vergleich zum Frühbeginn Englisch
Verfasserin:
Carina Harlinghausen
Bearbeitungszeitraum vom 13. August bis 05. November 2007
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung ... 4
2. Frühes Fremdsprachenlernen: Französisch versus Englisch ... 5
2.1 Ist Französisch eine schwere Sprache? ... 5
2.2 Warum ist Englisch die dominierende Eingangssprache an deutschen Grundschulen? ... 7
2.3 Was spricht für den Frühbeginn Französisch in der Grundschule? ... 9
2.4 Welche Möglichkeiten gibt es, das Interesse an der französischen Sprache zu wecken und den Frühbeginn Französisch stärker zu etablieren? ... 12
3. Storytelling als Unterrichtsmethode im frühen Fremdsprachenunterricht ... 16
3.1 Warum ist es wichtig mit Geschichten im frühen Fremdsprachenunterricht zu arbeiten? ... 16
3.2 Welche Geschichten sollten für den frühen Fremdspracheunterricht ausgewählt werden? ... 18
3.3 „Le dîner fantôme“ als Beispiel für den Französischunterricht ... 20
3.3.1 Warum ist das Buch geeignet für den Frühbeginn Französisch? ... 20
3.3.2 Praktische Beispiele wie der Lehrer das Buch in die Klasse einbringen kann ... 22
3.4 Die besonderen Vorteile von Storytelling im frühen Fremdsprachunterricht Französisch ... 27
4. Die Begegnung mit Liedern und Reimen im frühen Fremdsprachenunterricht ... 30
4.1 Warum sind Lieder und Reime für den Frühbeginn einer Fremdsprache wichtig? ... 30
4.2 Beispiele für den Französischunterricht ... 32
4.2.1 Lieder und Reime die Sprachspiele beinhalten ... 32
4.2.2 Lieder und Reime die die Aussprache und die Sprachbewusstheit der Kinder schulen ... 33
4.2.3 Themenbezogene Lieder und Reime die inhaltlich die Kultur Frankreichs widerspiegeln ... 37
4.3 Wie kann der Horizont der Kinder durch Lieder und Reime im frühen Fremdsprachenunterricht Französisch erweitert werden? ... 41
5. Interkulturelles Lernen im frühen Fremdsprachunterricht ... 43
5.1 Warum ist interkulturelles Lernen wichtig? ... 43
5.2 Welche Möglichkeiten gibt es, Kindern kulturelle Bewusstheit zu vermitteln? ... 45
5.3 Beispiele für den Französischunterricht ... 47
5.3.1 Esskultur in Frankreich: A table! ... 47
5.3.2 Fest- und Feiertage in Frankreich: La France en fête! ... 49
5.4 Warum ist es wichtig, gerade die kulturellen Unterschiede zu Frankreich zu kennen? ... 52
6. Reflektion und Fazit ... 54
7. Literaturverzeichnis ... 57
8. Anhang ... 64
1. Einleitung
Das schulische Erlernen einer Fremdsprache beginnt bereits in der Grundschule. Die Wahl der „richtigen“ Sprache ist dabei sehr umstritten.
In dieser Arbeit erörtere ich die Vorteile des Frühbeginns Französisch im Vergleich zum Frühbeginn Englisch anhand ausgewählter Unterrichtsbeispiele. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, warum der Horizont der Kinder erweitert wird und es sich für sie als positiv erweist, wenn sie Französisch als erste Fremdsprache in der Grundschule lernen.
Der erste Teil stellt das Verhältnis des Frühbeginns Französisch im Vergleich zum Frühbeginn Englisch dar. Englisch dominiert als erste Eingangssprache an deutschen Grundschulen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Französisch als die schwierigere Sprache angesehen wird. Auf diese Problematik gehe ich im Folgenden ein. Anschließend stelle ich die momentane Situation des fremdsprachlichen Frühbeginns Englisch und Französisch dar und erläutere die Vorteile des Frühbeginns Französisch.
Im nächsten Kapitel wird die Methode des Storytelling im frühen Fremdsprachenunterricht dargelegt. Zunächst erörtere ich, warum es überhaupt wichtig ist, mit Geschichten im Fremdsprachenunterricht in der Grundschule zu arbeiten. Anschließend erkläre ich, welche Geschichten ein Lehrer1 für den Frühbeginn auswählen sollte. Das Buch „Le dîner fantôme“ von Jacques Duquennoy wird im Folgenden exemplarisch für den Französischunterricht vorgestellt. Dabei erkläre ich zunächst, warum dieses Buch für den fremdsprachlichen Frühbeginn Französisch geeignet ist. Im Anschluss werde ich einige Unterrichtsbeispiele beschreiben, mit denen der Lehrer das Buch seiner Klasse vorstellen und damit arbeiten kann. Das wirft die Frage auf, warum Storytelling eine geeignete Methode ist, Kindern die Vorteile der französischen Sprache näher zu bringen. Dieser Punkt wird nachfolgend behandelt.
Kapitel vier handelt von der Begegnung mit Liedern und Reimen im frühen Fremdsprachenunterricht. Auch hier gehe ich zunächst der Frage nach, warum Lieder und Reime für den Frühbeginn einer Fremdsprache von Bedeutung sind. Darauf aufbauend stelle ich einige Beispiele für den Französischunterricht dar. Diese Beispiele beinhalten Lieder und Reime, in denen Sprachspiele enthalten sind, solche, die die Aussprache der Kinder schulen und abschließend Lieder und Reime die sich thematisch mit der Kultur Frankreichs befassen. Das letzte Kapitel zeigt auf, in welcher Weise Lieder und Reime in französischer Sprache den Horizont der Schüler¹ erweitern.
Der darauf folgende Teil befasst sich eigens mit dem Aspekt des interkulturellen Lernens, der in den beiden vorherigen Kapiteln bereits durchgeklungen ist. Zunächst wird erklärt, warum interkulturelles Lernen wichtig und dessen Vermittlung bereits in der Grundschule sinnvoll ist. Daraufhin werden die Möglichkeiten dargelegt, die interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht in der Grundschule ermöglichen. Ergänzend dazu werden zwei thematische Beispiele für den Französischunterricht präsentiert. Das erste befasst sich mit der Esskultur Frankreichs und trägt den Titel „À table!“. Das zweite Unterrichtsbeispiel legt die Unterschiede verschiedener Fest- und Feiertage in Frankreich und Deutschland dar: La France en fête! Die Gründe, die dafür sprechen, Kindern gerade die kulturellen Unterschiede zu Frankreich zu vermitteln, beenden dieses Kapitel.
In der darauf folgenden Reflektion und dem Fazit werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und erhalten eine persönliche Stellungnahme.
2. Frühes Fremdsprachenlernen: Französisch versus Englisch
2.1 Ist Französisch eine schwere Sprache?
Die französische Sprache wird allgemein als die schwerer zu erlernende Schulsprache empfunden (vgl. Freudenstein 1997, 105). Doch woraus resultieren diese Empfindungen? Bereits frühe Untersuchungen ergaben, dass deutsche Schüler die „meisten Schwierigkeiten“ mit Grammatik und Aussprache haben (Düwell 1979, In: De Florio- Hansen 1995, 355). Dieses Ergebnis wurde bis heute nicht revidiert. Untersuchungen aus dem Jahr 1993 ergaben sogar, dass bei 48% der deutschen Schüler Französisch „eindeutig an der Spitze des Schwierigkeitsempfindens“ liegt (De Florio-Hansen 1995, 356). Dieses Schwierigkeitsempfinden muss man allerdings differenzieren: Zum einen gibt es die Schüler, und das ist der Großteil, die Französisch als zweite Fremdsprache erlernen. Eine Pilotstudie aus dem Jahr 1994, bei der 100 Gymnasialschüler befragt wurden, zeigt, dass die Schüler, die Französisch als zweite Fremdsprache erlernt haben, sie als schwere Sprache empfinden. Hauptgrund dafür sei, dass „das Engagement beim Erlernen einer 2. Fremdsprache nachlasse, die Neugier auf das Fremdsprachenerlernen an sich verflogen sei“ (ebd.). Die Attraktivität des Französischen und das Interesse für diese Sprache geht dementsprechend verloren.
Dem gegenüber stehen die Schüler, die Französisch als erste Fremdsprache erlernen. Die Pilotstudie zeigt, dass diese „keinen nennenswerten Unterschied hinsichtlich der Lernbarkeit von Englisch und Französisch“ sehen. Da der Englischunterricht bundesweit öfter vertreten ist und in den meisten Bundesländern bereits ab Klasse 3 eingeführt wird, ist Französisch in den häufigsten aller Fälle die zweite Fremdsprache. Für Kinder, die Französisch in der 7. Klasse erlernen, ist dies „lernpsychologisch sehr ungünstig“, da sie sich zu diesem Zeitpunkt in der Pubertät befinden (Raabe 2003, 535). Aus diesem Grund ist das oben genannte „Engagement“ noch geringer und das Französische wird als „schwer“ abgestempelt.
[....]
1 In der Abhandlung wird aufgrund der einfacheren Lesbarkeit durchgängig die maskuline Form gewählt. Meine Beschreibungen treffen selbstverständlich auch auf Schülerinnen sowie Lehrerinnen zu.
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