Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Subtitle: Rezension zu: Mathias Albert - Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext internationaler Vergesellschaftung
Literature Review, 2007, 8 Pages
Author: Güven Asmacik
Subject: Politics - International Politics - General
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main)
Tags: Internationale, Beziehungen, Anarchie, Herrschaft, Internationalen, Beziehungen
Year: 2007
Pages: 8
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04449-3
File size: 91 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Alberts Buch „Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext internationaler Vergesellschaftung“ ist eine „leicht überarbeitete Fassung“ (S.8) der Habilitationsschrift des Autors. Als solche ist sie kaum an ein breiteres Publikum gerichtet: während der Titel der Arbeit dem Leser kaum eine Vorstellung von Inhalt und Anlage des Werkes gestatten dürfte, so wird doch bereits mit dem Untertitel der Einleitung, ‚Von der Theoriebefindlichkeit gegen Ende der Globalisierungshausse’, recht schnell deutlich, dass es einen gesellschaftstheoretisch und politikwissenschaftlich gebildeten Rezipienten voraussetzt. Wie die nicht eben leicht verständliche Einleitung - ein komprimierter Abriss der Arbeit - erkennen lässt, versteht sich das Werk vorrangig nicht als eine materiale Studie zum Themenkreis ‚Globalisierung’, sondern vielmehr als ein Beitrag zu einer Theorie der Globalisierung. Die Begriffe „Weltgesellschaft“ und „internationale Vergesellschaftung“ im Buchtitel zeigen das theoretische Spannungsgefüge an, in dem sich das Werk bewegt, und an dem es sich abarbeitet; es ist „Ein Versuch, analytische Synergieeffekte zwischen systemtheoretischer Gesellschaftstheorie und Theorien der internationalen Beziehungen zu erzielen“ (S.14). Ob dieser Versuch gelingt, oder ob die beschworenen „Synergieeffekte“ nicht nur fadenscheiniges Blendwerk von ineinandergeflickten Theorien darstellen, bleibt über die längste Strecke des Buches unklar. Dass dem Durchführungsschwäche des Autors – im Gegenteil: es ist die Folge der kompositorischen Anlage des Werkes, dass erst sehr spät, nach den quasi materialen Teilen der Arbeit, die Gründe preisgibt, die die komplizierte, weil gebrochene, theoretische Struktur bedingen. Diese wohldurchdachte Komposition erzwingt beim Leser eine fast 400seitige Konzentration, und gereicht dem Buch zur Ehre. Die Arbeit baut sich aus 4, in jeweils 3 bis 4 Unterkapitel gegliederte, Hauptteilen auf: Erster Teil „Weltgesellschaft jenseits von ‚Staat und Gesellschaft’“ (S.21-81), Zweiter Teil: „Vom Ende der Gesellschaften. Die Konstruktion nationalstaatlicher kollektiver Identität, Migration und transnationale Gemeinschaftsbildung“ (S.83-202), Dritter Teil „Vom Beginn der Weltherrschaft. Territorialität und Souveränität, oder: ein Recht der Weltgesellschaft?“ (S.203-306), Vierter Teil „Wohin driftet die Weltgesellschaft? Internationale Beziehungen, Weltgesellschaft und Verweltgesellschaftung“ (S.307-352).
Excerpt (computer-generated)
Schriftliche Hausarbeit:
Rezension zu :
Mathias Albert, Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im
Kontext internationaler Vergesellschaftung
. Weilerswist 2002. Velbrück Wissenschaft.
ISBN 3-934730-49-3
Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
Studiengang Politologie/ Internationale Beziehengen
Proseminar WS 2006/07:
,, Anarchie und Herrschaft in den Internationalen Beziehungen"
Vorgelegt von: Güven Asmacik
1. Semester, WS 06/07
Alberts Buch ,,Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext
internationaler Vergesellschaftung" ist eine ,,leicht überarbeitete Fassung" (S.8) der
Habilitationsschrift des Autors. Als solche ist sie kaum an ein breiteres Publikum gerichtet:
während der Titel der Arbeit dem Leser kaum eine Vorstellung von Inhalt und Anlage des
Werkes gestatten dürfte, so wird doch bereits mit dem Untertitel der Einleitung, ,Von der
Theoriebefindlichkeit gegen Ende der Globalisierungshausse′, recht schnell deutlich, dass es
einen gesellschaftstheoretisch und politikwissenschaftlich gebildeten Rezipienten voraussetzt.
Wie die nicht eben leicht verständliche Einleitung - ein komprimierter Abriss der Arbeit -
erkennen lässt, versteht sich das Werk vorrangig nicht als eine materiale Studie zum
Themenkreis ,Globalisierung′, sondern vielmehr als ein Beitrag zu einer Theorie der
Globalisierung. so ist, liegt jedoch nicht an einem zunächst hybride anmutenden Ansatz der
Arbeit oder einer Die Begriffe ,,Weltgesellschaft" und ,,internationale Vergesellschaftung" im
Buchtitel zeigen das theoretische Spannungsgefüge an, in dem sich das Werk bewegt, und an
dem es sich abarbeitet; es ist ,,Ein Versuch, analytische Synergieeffekte zwischen
systemtheoretischer Gesellschaftstheorie und Theorien der internationalen Beziehungen zu
erzielen" (S.14).
Ob dieser Versuch gelingt, oder ob die beschworenen ,,Synergieeffekte" nicht nur
fadenscheiniges Blendwerk von ineinandergeflickten Theorien darstellen, bleibt über die
längste Strecke des Buches unklar. Dass dem Durchführungsschwäche des Autors im
Gegenteil: es ist die Folge der kompositorischen Anlage des Werkes, dass erst sehr spät, nach
den quasi materialen Teilen der Arbeit, die Gründe preisgibt, die die komplizierte, weil
gebrochene, theoretische Struktur bedingen. Diese wohldurchdachte Komposition erzwingt
beim Leser eine fast 400seitige Konzentration, und gereicht dem Buch zur Ehre.
Die Arbeit baut sich aus 4, in jeweils 3 bis 4 Unterkapitel gegliederte, Hauptteilen auf:
Erster Teil ,,Weltgesellschaft jenseits von ,Staat und Gesellschaft′" (S.21-81), Zweiter Teil:
,,Vom Ende der Gesellschaften. Die Konstruktion nationalstaatlicher kollektiver Identität,
Migration und transnationale Gemeinschaftsbildung" (S.83-202), Dritter Teil ,,Vom Beginn
der Weltherrschaft. Territorialität und Souveränität, oder: ein Recht der Weltgesellschaft?"
(S.203-306), Vierter Teil ,,Wohin driftet die Weltgesellschaft? Internationale Beziehungen,
Weltgesellschaft und Verweltgesellschaftung" (S.307-352). Die Teile 1 + 4 bilden dabei die
von dem Autor als zentral erachteten Theorienexposition, kritik und -synthese, wobei sie
2
ihre Kritik nicht abstrakt vortragen, sondern in einer den stärker material geprägten Teilen der
Arbeit (Teil 2 + 3), vom Autor auch ,,Themen" genannt, aufruhenden Weise.
Die Arbeit nimmt ihren Ausgang bei einer Kritik des Traditionellen, in der Disziplin
,Internationale Beziehungen′ (IB) weitgehend (in deren Theorienhintergrund) beibehaltenen
Verständnis von Gesellschaft ,,als einer normativ integrierter Totalität" und der Verknüpfung
dieses Verständnisses mit einer ,,weitgehende(n) Gleichsetzung von Gesellschaft mit ihrer
national bzw. territorialstaatlichen Form" (S.23f.). Dieser Gesellschaftsbegriff sei, so
Albert, unangemessen der Reflexion der IB in der Zeit globalen Wandels. Von welchem
Begriff aus könnten die IB aber sodann operieren? S.29ff. skizzieren ein Bild heute
konkurrierender Theorien der IB: den Waltzschen Neorealismus, die englische Schule, das
"Drei-Schichten-Modell" Buzans. Albert ist der Ansicht, dass in diesen Theorien, so
verschieden ihre Ansätze auch sind, ,,letztendlich hochgradig staatenzentrierte Ansätze"
vorliegen (S.31), sie also dem genannten einzelstaatlichen Gesellschaftsbegriff anhängen.
Anders verhält es sich zwar mit Manns ,,Auflösung von Gesellschaft in ein Sammelsurium
aus (...) Machtnetzwerken" (S.33); jedoch bleibe mit dieser Auflösung unklar, wie diese eine
Theorie einer (Welt)gesellschaft begründen könnte. Keine der in den IB entwickelten
Theorien verfüge also über die Möglichkeit, den Begriff einer ,,Weltgesellschaft" zu
konstruieren.
Nun entstammt der Begriff der ,,Weltgesellschaft" auch gar nicht den IB, sondern der
Luhmannschen Systemtheorie. Es fragt sich daher, ob an dieser Stelle nicht von den IB ein
Begriff eingeklagt wird, der von ihnen in keinem Modus verwendet wird. Albert macht sich
diesen Begriff und mit ihm konsequent wesentliche Positionen der Systemtheorie zueigen, -
inwieweit, lässt der Erste Teil noch offen. Luhmanns Kritik der klassischen
Gesellschaftstheorie bestand bekanntlich in deren moralischem Modell, vom Modell ,,einer
möglichen normativen Integration der Weltgesellschaft" (S.62). Nicht Moral, sondern
Kommunikation ist nach Luhmann sozialmächtig und konstituiere die (von der Systemtheorie
zumeist als existent genommenen) Weltgesellschaft.
Nun fragt es sich natürlich, warum der Autor, auf der Suche nach einem
Weltgesellschaftsbegriff, sich nicht schlicht den entwickelten der Systemtheorie zueigen
macht. Tatsächlich folgen nun auch längere Skizzierungen systemtheoretischer Positionen,
und man sucht etwas ratlos nach den Gründen dafür, warum mehrfach ein
,,systemtheoretischer Purismus" (S.41) zurückgewiesen wird, und was denn am Albertschen
3
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: