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Hausarbeit, 2007, 29 Seiten
Autor: Christian Bienert
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Tags: Chinesische, Ernährungslehre, Auswirkung, Wirtschaftsbooms, Kultur
Jahr: 2007
Seiten: 29
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-07011-9
Dateigröße: 223 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Chinesische Ernährungslehre hat eine sehr lange Tradition, sie steht deshalb auch im Mittelpunkt dieser Arbeit. Über Jahrtausende hat sie sich entwickelt und verfeinert. In China spiegelt sich das Essen in vielen Bereichen des täglichen Lebens wieder. Ich gehe in der Arbeit bewusst nicht weiter auf TCM ein, da sie so umfangreich ist, dass es einer extra Belegarbeit bedarf, um diese Thematik näher zu erklären. Ich habe mich auf die Entstehung der verschiedenen Küchen konzentriert und wie sich der Wirtschaftsboom auf die Chinesische Kultur und damit auch die Chinesische Küche auswirkt. Die Chinesische Küche ist so einzigartig und vielfältig das es sich lohnt sich mit der Geschichte dieser Kochkunst zu beschäftigen. Seit der Gründung der Volksrepublik China 1949 gab es eine Menge Versuche die Wirtschaft anzukurbeln. Als dies im Jahre 1978 zu ersten Erfolgen führte, folgte eine Reihe von Umstrukturierungen und die Lebensbedingungen in China begannen sich zu ändern.01 Das birgt viele Gefahren in sich, denn alte Traditionen, Lebensweisheiten und die Jahrtausende alte Kultur können dabei verloren gehen und damit auch das Wissen über die richtige Ernährung. 1.2. Zielsetzung Diese Hausarbeit soll klären, wie sich die traditionelle chinesische Ernährungslehre im Laufe der Zeit entwickelt und verändert hat und wie sie zu dieser einzigartigen Kunst wurde. Außerdem wird näher beleuchtet, ob der neuerliche Wirtschaftsboom und der damit verbundene Wandel Chinas auf diese Traditionen Auswirkung hat.
Textauszug (computergeneriert)
Hausarbeit
,,Prüfungsleistung im Fachgebiet Kultur und Ernährung"
,,large dragon tea cake"
Fragestellung:
Wie sich die Chinesische Ernährungslehre über Jahrtausende
entwickelte und stellt der ,,Wirtschaftsboom" eine Gefahr für Chinas
Kultur dar?
HS Fulda Fachbereich Oecotrophologie
Semester:
WS 2006/ 2007
Name:
Christian
Bienert
Abgabedatum:
08.03.2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
Abkürzungsverzeichnis
2
1. Einführung 3
1.1.
Begründung 3
1.2.
Zielsetzung 3
2. Einleitung 4
3. Auswertung der Recherchen und Ergebnisse
5
3. 1. Wie das Kochen zur Kunst wurde 5
3. 2. Die vier kulinarischen Perioden Chinas
7
3.2.1. - ,,Revolution in der Küche" 7
3.2.2. - ,,Die Kochkunst verfeinerte sich" 7
3.2.3. - ,,Zeit der Schlemmer"
8
3.2.4. - ,,Epoche der Tausend Rezepte"
9
3. 3. Begrüßungstraditionen
10
3. 4. Tischsitten
12
3. 5. Die Sinne
15
3. 6. Grundprinzipien Chinesischer Ernährung 17
3. 7. Gesunde Ernährung - YIN & Yang (Energielehre) 18
3. 8. Wandel vom Agrarland zur Industrienation 20
3. 9. Wirtschaftsboom und Migration in China
22
3.10. Folgen des Wirtschaftsbooms auf die Kultur
23
4. Ausblick
25
5. Literaturverzeichnis
26
- 1 -
Abkürzungsverzeichnis
BIP
- Brutto Inlands Produkt
bspw. - beispielsweise
bzw. -
beziehungsweise
ca. -
circa
Dr. -
Doktor
etc
- et cetera (und so weiter)
gg. -
gegenüber
Jh. -
Jahrhundert
mm -
Millimeter
n. Chr. - nach Christi Geburt
Prof. -
Professor
S. -
Seite
TCM - Traditionelle Chinesische Ernährung
v. Chr. - vor Christi Geburt
WTO - World Traffic Organisation
z.B.
- zum Beispiel
% -
Prozent
Eine traditionelle Aussage von Dschuan Dsi - Wie man das Leben hüten soll
... ,, Vor einer gefährlichen Straße, wo unter zehn Wanderern einer ermordet wird, da
warnen Väter, Söhne und Brüder einander, und nur in Begleitung eines zahlreichen
Gefolges lassen sie einander ziehen.
Wo aber den Menschen die größten Gefahren drohen, bei Nacht im Bett und bei Trink-
und Essgelagen, da verstehen sie nicht, einander zu warnen.
Das ist der Fehler."...
- 2 -
1. Einführung
1.1. Begründung
Die Chinesische Ernährungslehre hat eine sehr lange Tradition, sie steht deshalb auch
im Mittelpunkt dieser Arbeit. Über Jahrtausende hat sie sich entwickelt und verfeinert.
In China spiegelt sich das Essen in vielen Bereichen des täglichen Lebens wieder.
Ich gehe in der Arbeit bewusst nicht weiter auf TCM ein, da sie so umfangreich ist,
dass es einer extra Belegarbeit bedarf, um diese Thematik näher zu erklären.
Ich habe mich auf die Entstehung der verschiedenen Küchen konzentriert und wie sich
der Wirtschaftsboom auf die Chinesische Kultur und damit auch die Chinesische Küche
auswirkt. Die Chinesische Küche ist so einzigartig und vielfältig das es sich lohnt sich
mit der Geschichte dieser Kochkunst zu beschäftigen.
Seit der Gründung der Volksrepublik China 1949 gab es eine Menge Versuche die
Wirtschaft anzukurbeln. Als dies im Jahre 1978 zu ersten Erfolgen führte, folgte eine
Reihe von Umstrukturierungen und die Lebensbedingungen in China begannen sich zu
ändern.01 Das birgt viele Gefahren in sich, denn alte Traditionen, Lebensweisheiten
und die Jahrtausende alte Kultur können dabei verloren gehen und damit auch das
Wissen über die richtige Ernährung.
1.2. Zielsetzung
Diese Hausarbeit soll klären, wie sich die traditionelle chinesische Ernährungslehre im
Laufe der Zeit entwickelt und verändert hat und wie sie zu dieser einzigartigen Kunst
wurde. Außerdem wird näher beleuchtet, ob der neuerliche Wirtschaftsboom und der
damit verbundene Wandel Chinas auf diese Traditionen Auswirkung hat.
_____________________________________________________________________
01 - K. Seitz, 2000, S.145 ff
- 3 -
2. Einleitung
China ist dabei zu einem der größten Mächte der Welt aufzusteigen. Seit 2003 gab es
jährlich ein Wirtschaftswachstum, gemessen am BIP, von jeweils 10% gg. dem Vorjahr
und die Prognosen verheißen keinen Abbruch. China will weiter wachsen. Es wird mit
einem Wirtschaftswachstum für 2007 von ebenfalls 10% gerechnet.02 Jedoch sind die
Zahlen, die vom chinesischem Amt für Statistik publiziert werden, zu hinterfragen, denn
je nach Staatsbelieben werden Daten und Statistiken von einen auf den anderen Tag
revidiert und verändert.03
Trotzdem kann man mit Gewissheit sagen, das Chinas Wirtschaft seit 25 Jahren mit
rund 8% pro Jahr wächst.04
Diesen wirtschaftlichen Aufschwung verdankt China vor allem den Regionen an der
Ost- und Südostküste mit ihren 14 Hafenstädten. Dies führt dazu das China einem
starken Migranten Strom unterzogen ist. Binnenmigration im eigenen Land, von West
nach Ost bzw. Südost, aber auch Ausländer aus der ganzen Welt kommen in diese
Wirtschaftsregionen, auf der Suche nach Arbeit und lukrativen Geschäften.
Die Metropolen wachsen und wachsen, dabei verändern sich die Städte in ihrem
Aussehen und ihrem Stil. In Shanghai beispielsweise bedeutet Modernisierung gleich
Hochhausbau, dabei mussten unzählige zwei- bis dreistöckige Häuser weichen. Das
Bild der Städte und damit Chinas wandelt sich.
China blickt auf eine Jahrtausend alte Geschichte zurück, die gepflastert ist von vielen
Kriegen und Hungersnöten, trotzdem schafften die es die Chinesen, eine einzigartige
Küche zu entwickeln, die noch heute in der ganzen Welt bekannt ist.05
_______________________________________________________________________________________________
02 - http://www.stats.gov.cn/english/newsandcomingevents/t20070301_402388091.htm
03 - http://www.zeit.de/2004/01/China_Aufmacher?page=all
04 - http://www.klett.ch/klett/export/download/Geobuch_Chinesen_Bewegung.pdf, Seite 39
05 - O. Weggel, 1994, S.156 ff
- 4 -
3.
Auswertung der Recherchen und gewonnene Erkenntnisse
3.1.
Wie das Kochen zur Kunst wurde
China blickt auf eine über Viertausend Jahre alte Geschichte zurück. Seit der Chou-
Dynastie (ca.1025 -256 v. Chr.) gibt es sicherere Aufzeichnungen und Überlieferungen,
die selbst noch weiter zurückreichende Mythen dokumentieren.06
Schon um das Jahr 2800 v. Chr. soll ein Mann namens Shen Nong (Shen Nung) gelebt
haben. Er brachte die Jäger zur Ruhe, indem er aus einem einfachen Holzstecken, den
ersten Pflug formte. Das primitive Werkzeug erlaubte es nun ein Wasserbüffel oder ein
Rind für ihn arbeiten zulassen.07
Des Weiteren soll er die Heilkräuter entdeckt haben. ( Hahn, 1982, S.10)
Seit den frühesten Zeiten der chinesischen Geschichte haben sich Philosophen und
Kaiser mit der Ernährung, mit den Speisen und Getränken beschäftigt.
Mehrere tausend Jahre hindurch dachten chinesische Gelehrte immer wieder über
Essen und Trinken nach, sprachen darüber und schrieben ihre gewonnenen
Erkenntnisse auf. Speise und Trank gehören in China zu den traditionellen Themen der
Literatur und die größten und angesehendsten Gelehrten haben stets Rezepte,
Abhandlungen über Ernährung geschrieben und Enzyklopädien über die kulinarischen
Künste zusammengetragen.08
Gleichwertig mit der Philosophie, Theaterkunst, Tischmalerei, Gartenarchitektur, Musik
und Politik gehört die Kochkunst zur chinesischen Kultur.09
Man kann seit der Chou Dynastie im klassischen Zeitalter Chinas vom kochen als einer
Kunst sprechen. ,,Zu dieser Zeit wurde hauptsächlich Hirse, Weizen und Gerste
angebaut". (L. Zihua und U. Franz, 1992, S. 27)
Zwischen dieser Ära und dem großen Zeitalter der griechischen Philosophie in der
Antike besteht eine kennzeichnende Ähnlichkeit, denn beide Epochen sind
charakterisiert durch soziale Unruhen und geistige Gärung.
In Folge dieser blühenden Philosophie wurden zwei vorherrschende Denksysteme
geprägt, zum einen die Lehre des Konfuzius (551 - 479 v. Chr.) und zum anderen die
Lehre des Laotse (ca.6 Jh. v. Chr.).10
______________________________________________________________________
06 - Prof. Dr. P. J. Opitz, 1981, S.40.
07 - L. Zihua und U. Franz, 1992, S.26 ff
08 - M. Hahn, 1982, S.7 ff
09 - L. Zihua und U. Franz, 1992, S.12
10 - M. Hahn, 1982, S.8.
- 5 -
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