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Scholarly Research Paper, 2006, 28 Pages
Author: Barbara Ehlers
Subject: Nursing Science
Details
Tags: Betrachtung, Mitarbeiterführung, Aspekten, Konzeptes, Aaron, Antonovsky, Blick, Gesunderhaltung, Arbeitsalltag
Year: 2006
Pages: 28
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04775-3
File size: 185 KB
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Abstract
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit drei auf den ersten Blick voneinander relativ unabhängig erscheinenden Grundbausteinen. Es handelt sich zum ersten um Mitarbeiterführung als ein soziales Geschehen mit wechselseitiger Beeinflussung, zum zweiten um das salutogenetische Konzept des Kohärenzgefühls von Antonovsky als ein Konzept zur Erforschung von Gesundheit und zum dritten um die persönliche Gesunderhaltung im Arbeitsalltag als ein elementares Grundbedürfnis jedes Menschen. Jeder dieser Grundbausteine umfasst für sich allein ein sehr komplexes Gebiet. Diese Gebiete sind bei näherer Betrachtung auf unterschiedlichste Weise miteinander verknüpft und lassen enge Verflechtungen auf den verschiedenen Ebenen des sozialen Miteinanders erkennen. Um diese Verflechtungen zu verdeutlichen, wird im Kapitel 2 als Grundsteinlegung für das Manuskript der Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit dargelegt. Dabei wird Arbeit aber nicht nur als ein grundlegendes soziales Bedürfnis betrachtet, sondern auch unter einem weitaus kritischeren Gesichtspunkt, nämlich auch Quelle schwerwiegender Gesundheitsrisiken zu sein. Gesundheit und Krankheit der Menschen dargelegt im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen der täglichen Arbeit. Rahmenbedingungen, die sich für alle gleichermaßen darstellen und trotzdem vollkommen unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Antonovsky befasst sich in seiner Salutogenese umfassend und tiefgründig mit den Begriffen Gesundheit und Krankheit. Im Kapitel 3 werden die Inhalte des salutogenetischen Konzeptes vorgestellt. Der Ausgangspunkt für die Entstehung seines Konzeptes war für Antonovsky die Fragestellung, warum Menschen auch unter Bedingungen, die andere krank werden lassen, gesund bleiben. Antonovsky benennt bei der Darstellung der Salutogenese Stressoren als wichtigen Einflussfaktor. Stressoren als Risikofaktor? Das Konzept des Kohärenzgefühls baut Antonovsky auf den drei Eckpfeilern Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit auf. Was verbirgt sich dahinter und welche Beziehung besteht zwischen diesen einzelnen Komponenten? Die Arbeit wird versuchen, Vernetzungen zu verdeutlichen und Zusammenhänge deutlich zu machen und gegebenenfalls zu erklären. Welche Stellung haben Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit im Arbeitsalltag? Für Antonovsky besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Stärke des Kohärenzgefühls eines Menschen und seiner persönlichen Fähigkeit, positiv auf seine Gesunderhaltung einzuwirken.
Excerpt (computer-generated)
Fern-Fachhochschule Hamburg
Studiengang Pflegemanagement
Studienzentrum Essen
Studienfach Gesundheitswissenschaft
Betrachtung von Mitarbeiterführung unter den inhaltlichen
Aspekten des salutogenetischen Konzeptes von Aaron Antonovsky
mit Blick auf die persönliche Gesunderhaltung im Arbeitsalltag
von
Barbara Ehlers
Abgabetermin 19.02.06
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Darstellung des Zusammenhanges zwischen Arbeit und Gesundheit 4
2.1. Gesundheitsdefinition (WHO) 5
2.2. Arbeit als grundlegendes soziales Bedürfnis nach Maslow 5
2.3. Arbeit als Quelle schwerwiegender Gesundheitsrisiken 6
2.4. Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung 7
3. Das salutogenetische Konzept von Aaron Antonovsky 8
3.1. Stressoren als Risikofaktor? 9
3.2. Konzept des Kohärenzgefühls 10
3.3. Beziehung zwischen den drei Komponenten 11
3.4. Der Zusammenhang zwischen Kohärenzgefühl und Arbeit 12
4. Darstellung der wichtigsten Aspekte von Mitarbeiterführung 13
4.1. Was ist Führung? 13
4.2. Darstellung von Führungsnotwendigkeit 14
4.3. Einflussfaktoren 15
4.4. Der situative Führungsstil 16
5. Die Beziehung zwischen Mitarbeiterführung und der persönlichen Gesunderhaltung im
Arbeitsalltag 19
5.1. Welche Beziehung besteht zwischen Führung und dem Kohärenzgefühl? 19
5.2. Verknüpfung von Kohärenzgefühl und Führungsstil 20
5.3. Merkmale einer Führungspersönlichkeit 21
5.4. Situative Führung als Garant für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter? 22
6. Dilemmata der Führung 23
7. Zusammenfassung und persönliche Stellungnahme zum Thema 25
Literatur und Quellenverzeichnis 27
2
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit drei auf den ersten Blick voneinander relativ
unabhängig erscheinenden Grundbausteinen. Es handelt sich zum ersten um
Mitarbeiterführung als ein soziales Geschehen mit wechselseitiger Beeinflussung, zum
zweiten um das salutogenetische Konzept des Kohärenzgefühls von Antonovsky als ein
Konzept zur Erforschung von Gesundheit und zum dritten um die persönliche
Gesunderhaltung im Arbeitsalltag als ein elementares Grundbedürfnis jedes Menschen.
Jeder dieser Grundbausteine umfasst für sich allein ein sehr komplexes Gebiet. Diese Gebiete
sind bei näherer Betrachtung auf unterschiedlichste Weise miteinander verknüpft und lassen
enge Verflechtungen auf den verschiedenen Ebenen des sozialen Miteinanders erkennen.
Um diese Verflechtungen zu verdeutlichen, wird im Kapitel 2 als Grundsteinlegung für das
Manuskript der Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit dargelegt. Dabei wird
Arbeit aber nicht nur als ein grundlegendes soziales Bedürfnis betrachtet, sondern auch unter
einem weitaus kritischeren Gesichtspunkt, nämlich auch Quelle schwerwiegender
Gesundheitsrisiken zu sein. Gesundheit und Krankheit der Menschen dargelegt im
Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen der täglichen Arbeit. Rahmenbedingungen, die
sich für alle gleichermaßen darstellen und trotzdem vollkommen unterschiedliche Reaktionen
hervorrufen.
Antonovsky befasst sich in seiner Salutogenese umfassend und tiefgründig mit den Begriffen
Gesundheit und Krankheit. Im Kapitel 3 werden die Inhalte des salutogenetischen Konzeptes
vorgestellt. Der Ausgangspunkt für die Entstehung seines Konzeptes war für Antonovsky die
Fragestellung, warum Menschen auch unter Bedingungen, die andere krank werden lassen,
gesund bleiben. Antonovsky benennt bei der Darstellung der Salutogenese Stressoren als
wichtigen Einflussfaktor. Stressoren als Risikofaktor?
Das Konzept des Kohärenzgefühls baut Antonovsky auf den drei Eckpfeilern Verstehbarkeit,
Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit auf. Was verbirgt sich dahinter und welche Beziehung
besteht zwischen diesen einzelnen Komponenten? Die Arbeit wird versuchen, Vernetzungen
zu verdeutlichen und Zusammenhänge deutlich zu machen und gegebenenfalls zu erklären.
Welche Stellung haben Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit im Arbeitsalltag?
Für Antonovsky besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Stärke des
Kohärenzgefühls eines Menschen und seiner persönlichen Fähigkeit, positiv auf seine
Gesunderhaltung einzuwirken. Kann überhaupt und wenn ja inwieweit kann
Mitarbeiterführung dieses Kohärenzgefühl stärken? Mitarbeiterführung ist ein Phänomen und
spielt im Arbeitsalltag eine eminent wichtige Rolle. Im Kapitel 4 werden einige wichtige
3
Aspekte und Inhalte dieses überaus komplexen Themas dargelegt. Führung legt den
Grundstein für Arbeitszufriedenheit und beeinflusst den Arbeitswillen der Mitarbeiter in
beträchtlichem Maße. Aber was genau versteht man darunter, was ist Führung? In einer Zeit
von Selbstbestimmung und wachsendem Selbstbewusstsein in der Gesellschaft könnte man
davon ausgehen, dass genau der Führungsbegriff immer mehr in den Hintergrund tritt und
durch andere Arbeitsorganisationsformen abgelöst werden könnte. Um zu verstehen, warum
Führung notwendig ist, muss man das Wesen der Führung begreifen und als zutiefst
dynamisches Geschehen betrachten.
Führung ist verschiedenen Einflussfaktoren unterworfen und kann durch die Nutzung
unterschiedlicher Führungsstile umgesetzt werden. Vorgestellt wird dazu im Laufe der Arbeit
lediglich der situative Führungsstil als ein Führungsstil der Zukunft. Das Eingehen auf
weitere Methoden der Führung wäre in diesem Rahmen zu umfangreich.
In Kapitel 5 wird dann versucht, Zusammenhänge zu verdeutlichen zwischen
Mitarbeiterführung und der Gesundheit der Menschen. Was genau hat Führung mit dem
Kohärenzgefühl zutun und können die einzelnen Möglichkeiten situativer Führung den
Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit zugeordnet werden? Die
Führungspersönlichkeit selbst unterliegt der ständigen Auseinandersetzung mit eigenen
Wertvorstellungen, Sichtweisen und ist geprägt durch Normen und Verhaltensmuster. Es
werden hier Merkmale genannt, die eine Führungskraft auszeichnen sollten, um mit einem
gewissen Erfolg Führung bewerkstelligen zu können. Aber ist deshalb Führung ein Garant
für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter?
Kapitel 6 beschäftigt sich mit dem Dilemmata der Führung. Es wird auf bestimmte
Grundwidersprüche eingegangen, unter denen ein Vorgesetzter leben muss und aus denen es
keinen eindeutigen Ausweg gibt. Sie machen jedoch die Komplexität des Themas deutlich
und sollen dem Leser helfen, die im Alltag auf den ersten Blick so einfach lösbar
erscheinenden Konfliktsituationen, die sich beim näheren Hinsehen als schier unüberwindbar
erweisen, besser zu verstehen.
In Kapitel 7 folgt eine Zusammenfassung und eine kurze persönliche Stellungnahme zum
Thema.
2. Darstellung des Zusammenhanges zwischen Arbeit und Gesundheit
Gesundheit ist ein zentraler Begriff im gesellschaftlichen und persönlichen Dasein eines jeden
einzelnen Menschen. Die Gesundheitswissenschaft beschäftigt sich mit dem Begriff der
Gesundheit unter Zuhilfenahme verschiedener Konzepte. Dabei wird deutlich, dass
Gesundheit in Abhängigkeit verschiedener Dimensionen betrachtet werden muss, um
4
Rückschlüsse auf Ressourcen und Risiken der Gesunderhaltung schließen zu können.
Eine dieser Dimensionen ist das Arbeitsklima. "Die zwischenmenschlichen Beziehungen
zwischen den Kollegen, Vorgesetzten und Nachgeordneten prägen das Arbeitsklima, das
allerdings auch durch weitere Faktoren, wie etwa die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die
Entlohnung, die Möglichkeit des Mitgestaltens, die zeitliche Organisation der Arbeit, sowie
selbstverständlich auch den Führungsstil im Unternehmen beeinflusst wird." (Hurrelmann/
Laaser 3.Auflage 2003, S.461)
Aus dieser Betrachtungsweise heraus wird deutlich, dass Arbeit einerseits ein grundlegendes
soziales Bedürfnis ist und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann, sich
andererseits aber auch als Quelle schwerwiegender Gesundheitsrisiken zeigen kann und
genau das Gegenteil bewirkt, nämlich die Erkrankung.
2.1. Gesundheitsdefinition (WHO)
"Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen
Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen."(SB1 S.12)
Es gibt keine allgemein gültige anerkannte wissenschaftliche Definition von Gesundheit. In
der Fachliteratur kann man verschiedene monodisziplinäre und interdisziplinäre Definitionen
finden. Die Definition der WHO zeigt eine sehr umfassende und ganzheitliche Sichtweise,
wird aber trotzdem wegen ihres utopischen Charakters auch immer wieder kritisiert.
Hier findet sich der erste Bezugspunkt zum salutogenetischen Konzept von Antonovsky,
denn Gesundheit hat keinen statischen Charakter, sondern soll als etwas Dynamisches
verstanden werden, das immer neu entsteht im Verhältnis von Risiken und Ressourcen.
2.2. Arbeit als grundlegendes soziales Bedürfnis nach Maslow
Jeder Mitarbeiter hat entsprechend seiner Lebenserfahrung und seiner Lebenseinstellung
Bedürfnisse und daraus resultierende Erwartungen an sich und seine Umwelt. Diese
Bedürfnisse stellen sich auf verschiedenen Bedürfnisebenen dar und stehen in
Wechselbeziehung zueinander.
Die Bedürfnispyramide nach Maslow beinhaltet diese verschiedenen Bedürfnisebenen, die im
Folgenden benannt werden. Es handelt sich um die physiologischen Grundbedürfnisse, die
Sicherheitsbedürfnisse, die sozialen Bedürfnisse, die Ich-Bedürfnisse und die
Selbstverwirklichung.
Arbeit ist inmitten dieser Bedürfnisse Voraussetzung menschlicher Existenz und somit
grundlegendes soziales Bedürfnis. Der Mensch wechselt, je nach Erfüllungsgrad der
5
Bedürfnisse
und
in
Abhängigkeit
seiner
eigenen
Möglichkeiten
und
Verwirklichungsfähigkeiten zwischen den genannten Bedürfnisebenen. Dabei verharren die
Menschen unterschiedlich lang und intensiv in den einzelnen Ebenen, manch einer gelangt
sehr schnell zur Ebene der Selbstverwirklichung, ein anderer erreicht diese Ebene nie und ist
deswegen aber kein unglücklicher Mensch. Auf dem Weg durch die einzelnen Ebenen spielt
in jedem Leben die Ebene der sozialen Bedürfnisse eine wichtige Rolle. Hier geht es um die
Möglichkeiten der Verwirklichung und Entwicklung im Berufs- und Arbeitsalltag.
Arbeit bedeutet den Erhalt finanzieller Mittel und damit ökonomische Sicherheit, sie ist
Grundlage für eigene Identität und Selbstwertgefühl, sie befriedigt das Bedürfnis nach
sozialem Kontakt und trägt zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung bei. Sie gibt den
Menschen die Möglichkeit zur Orientierung im Alltag und zur Strukturierung der täglichen
Aktivitäten. Alle diese Momente haben entscheidenden Einfluss auf das körperliche, geistige
und soziale Wohlbefinden jedes einzelnen Menschen in Abhängigkeit seiner eigenen
Fähigkeiten und Ansprüche.
Aus der Arbeitstätigkeit selbst ergeben sich verschiedene Aspekte, an denen die
Arbeitszufriedenheit gemessen werden kann. Dazu gehören in erster Linie die
Aufgabenvielfalt, die Entfaltungsmöglichkeiten, die Mitbestimmungsmöglichkeiten und der
Entscheidungsspielraum, die Transparenz und das Verständnis der Arbeitsaufgaben sowie das
Betriebsklima. Bei positiver Wahrnehmung und Ausschöpfung der vorhandenen
Möglichkeiten zeigt sich eine Befriedigung in der beruflichen Tätigkeit, die sich dann
wiederum auch in Zufriedenheit und Wohlbefinden in anderen Lebensbereichen
widerspiegeln kann.
Die einzelnen Menschen machen unterschiedlich von all den Möglichkeiten zur
Bedürfnisbefriedigung Gebrauch und befinden sich in verschiedenen Ebenen der
Bedürfnispyramide. Motivatoren und Stressoren haben hier für jeden Einzelnen einen anderen
Stellenwert. Im Arbeitsalltag gibt es die Möglichkeit zur Motivation der Menschen durch
Führungskräfte. Diese ist nicht immer gleichermaßen zu bewerkstelligen und stellt hohe
Anforderungen an die Führungsperson.
2.3. Arbeit als Quelle schwerwiegender Gesundheitsrisiken
Zu diesem Thema liegen in der Literatur eine Vielzahl von Untersuchungen vor. Dabei wird
deutlich, dass Belastungen und Konflikte im Arbeitsbereich wesentliche Ursache für
schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen des einzelnen Menschen sein können
und sind.
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