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Der bayerische DaZ-Lehrplan - Auszüge einer Curriculumentwicklung

Seminararbeit, 2006, 12 Seiten
Autor: Veronika Bernau
Fach: Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache

Details

Veranstaltung: Grammatik in Lehrwerken für Deutsch als Zweitsprache
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München
Tags: DaZ-Lehrplan, Auszüge, Curriculumentwicklung, Grammatik, Lehrwerken, Deutsch, Zweitsprache
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 2+
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V90518
ISBN (E-Book): 978-3-638-04544-5

Dateigröße: 82 KB


Textauszug (computergeneriert)

Ludwig-Maximilians-Universität München

Institut für Deutsche Philologie

Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache

Proseminar: Grammatik in Lehrwerken für Deutsch als Zweisprache (2f)

SoSe 2006

Thema der Arbeit:

Der bayerische DaZ- Lehrplan- Auszüge
einer Curriculumentwicklung

Verfasserin: Veronika Bernau

Fachsemester: 6

Lehramt Sonderschule

(Deutsch, Musik, Religion)

1




Inhaltsverzeichnis


1.

Lehrplan-Entwicklung 3

2. Richtlinien des DaZ-Unterrichts 4

2.1

Konfrontierend unterrichten 4

2.2

Am Lebensumfeld orientiert lehren 5

2.3

An Themen orientiert unterrichten und lernen 6

2.4

Förderung des eigenständigen Lernens 7

2.5

Anschaulich lehren 8

2.6

Binnendifferenzierung 9

3.

Resümee: Ziele der ,,Grundlagen und Leitgedanken" im DaZ-Lehrplan von 2001 10

4.

Literaturverzeichnis 11

2


1. Lehrplan-Entwicklung

,,Die [...] Vielschichtigkeit von Migrationprozessen, das Nebeneinander von traditionellen und

neuen Zielgruppen sowie fächerübergreifende Tendenzen in Theorie und Praxis der

Erwachsenen- und Weiterbildung haben zu einem mehrschichtigen Prozess curricularer

Veränderung geführt:" 1

Diese besteht zum einen aus der generellen Tendenz, Zweitsprache von Fremdsprache und

damit auch Zweitsprachenunterricht (später Deutsch als Zweitsprachen-Unterricht genannt)

Deutsch von Fremdsprachenunterricht Deutsch zu differenzieren. Mit dieser Entscheidung

betont man, dass sich die Familienmitglieder von Aussiedlern in Deutschland anders Deutsch

aneignen als die Ausländer außerhalb Deutschlands. Sie tun dies genauer gesagt mit einem

anderen Ziel, mit anderer Eigeninitiative, in einer anderen Lernumgebung und mit anderen

Lern- bzw. Erwerbsergebnissen; dadurch bedingt, ob die Sprache im Unterricht gelernt oder

ungesteuert errungen wurde. Trotzdem wird im Jahr 1995 weiterhin die Unterrichtspraxis

gebräuchlich, die diesen Unterschied zu wenig bei der Zusammenstellung von Themen,

Übungsformen und Sozialformen sowie insbesondere das planmäßige Einbeziehen des

Umfelds außerhalb des Klassenzimmers beachtete.

Zum anderen wird in den 90er Jahren ein auf die Migranten bezogener Trend notiert, welcher

die Differenz zwischen Fremd- und Zweitsprachenunterricht förderte. Es werden Schulungen,

Unterrichtsmaterialien und Lehraus- bzw. Fortbildungskonzepte unter anderem für

Emigranten, Asylberechtigte und Asylbewerber und für primäre und sekundäre Analphabeten

entworfen.

Des weiteren wird an den Entwürfen der Differenzierung, die in erster Linie das Einstudieren

in sehr verschiedenartig zusammengesetzten Kursgruppen effektiver ausarbeiten sollten, bis

hin zur Individualisierung des Zweitsprachenunterrichts Deutsch gearbeitet. Diese Konzepte

beziehen sich auf die bisher genannten Unterrichtsmaterialien, welche für besondere

Zielgruppen angefertigt worden sind, und fügten sich in ein mehrdimensionales Verfahren

von Unterrichtsplanung und Methodik ein.

Zuletzt kommen curriculare Überlegungen hinzu, welche die Offenheit und die Flexibilität

hervorheben, mit den Lehrern den wechselhaften Ansprüchen von verschiedenen Teilnehmern

und Zielgruppen begegnen zu können.2

1 Kilian, V.: Deutsch als Zweitsprache. Curriculumentwicklung, Übungsmaterial, Lehrerfortbildung. Berlin

u.a.1995, S.19/20

2 Vgl. ebd., S.20

3



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