Die Kooperation in der Metropolregion Hamburg - Stand, Zwischenbilanz, Chancen

Autor: Diplom-Kaufmann Frederic Waterstraat
Fach: Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung

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Details

Institution/Hochschule: Christian-Albrechts-Universität Kiel
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 204 KB
Archivnummer: V90532
ISBN (E-Book): 978-3-638-03019-9

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit wird zunächst den Begriff der Metropolregion definieren, einen historischen Abriss der Kooperation zwischen den beteiligten Ländern liefern, sowie die aktuelle Gremienstruktur und programmatischen Schwerpunkte der trilateralen Zusammenarbeit darstellen. Hierauf aufbauend werden Chancen und Perspektiven der Kooperation in der MRH, insbesondere für das Land Schleswig-Holstein diskutiert.

Textauszug (computergeneriert)

CHRISTIAN - ALBRECHTS - UNIVERSITÄT ZU KIEL

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für internationale und regionale Wirtschaftsbeziehungen

Die Kooperation in der Metropolregion Hamburg:

Stand, Zwischenbilanz, Chancen

Seminararbeit zur Raumpolitik

Sommersemester 2006

,,Regionale Kooperationen und Profilbildung

als Instrumente der Regionalentwicklung"

Frederic Waterstraat

Betriebswirtschaftslehre

9. Fachsemester


II

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Theoretischer

Rahmen 1

2.1 Quantitativ,

räumliche

Beschreibungsdimensionen 2

2.2 Qualitativ,

funktionale

Beschreibungsdimensionen 2

2.3 Agglomerationsvor-

und

­nachteile 3

3

Die Kooperation in der Metropolregion Hamburg (MRH) 3

3.1

Geschichtlicher Abriss der Kooperation in der MRH 3

3.2

Gremien der MRH 4

3.3

Aktueller Stand der Kooperation innerhalb der MRH 6

3.3.1 Internationalisierungsstrategie 7

3.3.2 Erfolgreiche

Projekte 8

3.4

Chancen und Perspektiven für die Kooperation innerhalb der MRH 9

3.5

Chancen und Perspektiven für das Land S.-H. 10

4 Fazit 11

5 Anhang 13

6 Literaturverzeichnis 15


III

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Organisationsstruktur der Metropolregion Hamburg 13

Abkürzungsverzeichnis

Ca.

circa

Bspw.

beispielsweise

Bzgl.

bezüglich

D.h.

das

heißt

FL

Flensburg

Gem.

gemäß

HH

Hamburg

HL

Hansestadt

Lübeck

I.V.m.

in

Verbindung

mit

K.E.R.N. Kiel/Eckernförder/Rendsburg/Neumünster

KI

Kiel

Lt.

laut

Mio.

Million(en)

Mind.

mindestens

MR

Metropolregion

MRH

Metropolregion

Hamburg

NDS

Niedersachsen

NMS

Neumünster

O.g.

oben

genannte

P.a.

per

Anno

REK

Regionales

Entwicklungskonzept

S.-H.

Schleswig-Holstein

Sog.

so

genannt(e/n)

Vgl.

vergleiche


1

1 Einleitung

Unter Leitung des Ersten Bürgermeisters von Hamburg Ole von Beust, des niedersächsischen

Ministerpräsidenten Christian Wulf, sowie der stellvertretenden Ministerpräsidentin Schleswig-

Holsteins Ute Erdsiek-Rave vereinbarten die drei Länder im Dezember 2005 eine länderübergrei-

fende Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg (MRH). Diese beinhaltet ein Verwal-

tungsabkommen mit einer neuen Gremienstruktur, einen Staatsvertrag zur Finanzierung gemein-

samer Projekten, sowie eine Internationalisierungsstrategie mit dem Ziel nachhaltiger Verbesse-

rung internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Am 16. Juni 2006 soll sich ihr oberstes Beschluss-

gremium, der Regionsrat, erstmals zur Beschlussnahme des Operative Programm 2006-2008 kon-

stituieren, der Schwerpunkte und Strategien für einen Zeitraum von 3 Jahren in konkrete Aufga-

ben und Projekte umsetzen soll.1

Die MRH setzt sich zusammen aus sechs schleswig-holsteinischen Kreisen (Dithmarschen, Her-

zogtum Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Stormann), acht niedersächsischen Land-

kreisen (Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Soltau-

Fallingbostel, Stade, Uelzen), sowie dem Stadtstaat der Freien- und Hansestadt Hamburg. Die

MRH umfasst 191 Kommunen auf einer Fläche von ca. 19.776,72 km² mit 4.246.470 Einwoh-

nern, von denen insgesamt rund 1,6 Mio. erwerbstätig und davon 1.348.670 sozialversicherungs-

pflichtig beschäftigt sind. Der Metropolkern Hamburg sowie dessen oftmals als ,,Hamburger

Speckgürtel" bezeichnete Umland erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 127,889 Mrd.

(Stand: 2002) und weisen eine Bruttowertschöpfung von rund 100 Mrd. p.a. aus, von dem ca.

76 % auf den Dienstleistungssektor entfallen.2

Die vorliegende Arbeit wird zunächst den Begriff der Metropolregion definieren, einen histori-

schen Abriss der Kooperation zwischen den beteiligten Ländern liefern, sowie die aktuelle Gre-

mienstruktur und programmatischen Schwerpunkte der trilateralen Zusammenarbeit darstellen.

Hierauf aufbauend werden Chancen und Perspektiven der Kooperation in der MRH, insbesondere

für das Land Schleswig-Holstein diskutiert.

2 Theoretischer

Rahmen

Der Begriff der Metropolregion ist sowohl eine funktionale als auch eine räumliche Kategorie.

1 Vgl. hierzu ,,Trilaterale Kabinettsauschusssitzung: Abkommen über Internationalisierung der Metropolregion",

abrufbar unter: metropolregion.hamburg.de.

2 Vgl. hierzu Scholtys (2006), S. 54 ff.


2

2.1 Quantitativ, räumliche Beschreibungsdimensionen

Die Kernstadt einer MR muss nach allgemeiner Auffassung eine Bevölkerungszahl von mind.

500.000 aufweisen, die Region als Ganzes rund 1 bis 1,5 Mio. Zwar vermag die Bevölkerungs-

größe für sich genommen eine MR noch nicht zu definieren. Jedoch setzt die Ausbildung von

Metropolfunktionen eine gewisse Mindestbevölkerung voraus.3 MR setzen sich aus einer oder

mehreren nahe beieinander liegenden großen Städten mit ihren eng verflochtenen Umland- oder

suburbanen Zwischenräumen zusammen. Charakteristisch für die Struktur sind die zu beobach-

tenden Pendlerströme.4 Ungeachtet ihrer räumlichen Ausdehnung, stellen diese hoch verdichteten

Agglomerationsräume jedoch keine in sich abgeschlossenen Inseln dar. Vielmehr sind sie natio-

nal, international sowie global nicht nur untereinander, bspw. durch ein System funktionaler Ar-

beitsteilung, sondern auch mit den nicht metropolitanen Räumen verflochten5 und fungieren inso-

fern als Motoren der Regional- und Landesentwicklung.

2.2 Qualitativ, funktionale Beschreibungsdimensionen

Zur Identifikation und Abgrenzung von MR zu anderen großen Städten und Stadtregionen findet

der Ansatz Blotevogels, der drei übergeordnete Funktionsbereiche identifiziert und gleichzeitig

anhand von Merkmalen operationalisierbar macht, allgemeine Anerkennung.6 Diese sich nicht

nur gegenseitig bedingenden, sondern auch verstärkenden Metropolfunktionen7 sollen im Fol-

genden dargestellt werden.8

Entscheidungs- und Kontrollfunktion:

MR stellen politische und ökonomische Machtzentren

dar, in denen Finanz- und Informationsströme kontrolliert, sowie strategische Unternehmensent-

scheidungen getroffen werden, die weit über die Grenzen einer Region oder eines Landes hinaus-

reichen. Merkmale sind die Präsenz von Hauptniederlassungen großer nationaler und transnatio-

naler Unternehmen, unternehmensnahe Dienstleistungsunternehmen des so genannten Advanced

Producer Bereiches, sowie Regierungssitze und supranationale Organisationen (EU, UN).

Innovations- und Wettbewerbsfunktion:

MR generieren und verbreiten Wissen, Einstellungen,

Werte und Produkte und stellen somit Innovationszentren in wirtschaftlich-technischer, sozialer

und kultureller Hinsicht dar. Merkmale sind u.a. eine hohe Dichte an F&E-Einrichtungen, Uni-

versitäten, wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen sowie Kultureinrichtungen. Das viel-

3 Vgl. hierzu Blotevogel (2005), S. 644.

4 Vgl. hierzu Blotevogel (2006), S. 3.

5 Vgl. hierzu Blotevogel (2005), S. 644.

6 Vgl. hierzu Adam/Göddecke-Stellmann/Heidbrink (2005), S. 420

7 Vgl. hierzu Blotevogel (2002), S. 346.

8 Vgl. hierzu Blotevogel (2005), S. 645.


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