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"Weitere Informationen zur Sendung unter www..." - Eine Studie zur Bekanntheit und Akzeptanz der Internetangebote von TV-Sendern

Thesis (M.A.), 2005, 116 Pages
Author: Magister Artium Stephan Knecht
Subject: Communications: Multimedia, Internet, New Technologies

Details

Category: Thesis (M.A.)
Year: 2005
Pages: 116
Grade: 1,1
Bibliography: ~ 37  Entries
Language: German
Archive No.: V90678
ISBN (E-book): 978-3-640-11707-9

File size: 8930 KB

Abstract

So gut wie jede TV-Sendung hält für den Fernsehzuschauer auch ein zugehöriges Online-Angebot im Internet bereit! Das Internet hat sich zu einem wichtigen Informations-, PR-, und Distributionskanal für die Fernsehsender entwickelt. Diese Magisterarbeit untersucht mittels einer empirischen Untersuchung, wie sich die tatsächliche Nutzung der Internetseiten der TV-Sender gestaltet und wie der Fernsehzuschauer diese Angebote wahrnimmt. Auch das Potential für einen weiteren Anstieg der parallelen Nutzung von TV und Internet, wie auch das generelle Interesse des Zuschauers daran, wird in dieser Arbeit erforscht. Die großen Medienkonzerne haben sich dem Internetboom der letzten Jahre nicht entziehen können; sie haben eigenständige Online-Portale geschaffen, um Rezipientenverluste zu kompensieren. Auch die deutschen Fernsehsender haben mittlerweile aufwendige Internetauftritte etabliert. Unzählige Sendungen verweisen innerhalb des TV-Programms auf weitere Informationen auf den entsprechenden Internetseiten der Sender. Es scheint durchaus die Intention der Sender zu sein, den Fernsehzuschauer schon während der Sendung auf das eigene Internetangebot zu locken. Der Internetauftritt hat also eine wichtige strategische Funktion für das Marketing des Senders, zugleich wird die Trennlinie zwischen Online- und TV-Angebot in der Wahrnehmung des Zuschauers geschwächt. Dies macht eine einheitliche und medienübergreifende Corporate Identity möglich und notwendig. Das Image eines TV-Senders wird nicht mehr allein durch sein primäres Medium, das TV-Programm, beeinflusst. Der Medienmix von Internetangebot und Fernsehinhalten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gibt es Sendungen, die besonders erfolgreich zur Recherche auf den Internetseiten des Senders oder der konkreten Sendung auffordern und aus welchen Sparten stammen diese? Wenn das Interesse des Fernsehzuschauers geweckt ist, stellt sich die Frage, wann er tatsächlich diese Online-Inhalte aufruft. Wie ist die technische Ausstattung und räumliche Anordnung der Internetzugangsmöglichkeiten und welchen Einfluss hat sie auf das Verhalten des Zuschauers? Findet bei gegebenen technischen Voraussetzungen tatsächlich eine parallel Nutzung von TV und Internet statt oder geht der Zuschauer zu einem späteren Zeitpunkt auf die entsprechenden Seiten im Internet? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.


Excerpt (computer-generated)


Ruhr-Universität Bochum

Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik

Sektion für Publizistik und Kommunikation

,,Weitere Informationen zur Sendung unter www..."

Eine Studie zur Bekanntheit und Akzeptanz der Internet-Angebote von TV-

Sendern

Schriftliche Hausarbeit zur Erlangung des Grades eines Magister Artium

vorgelegt von:

Knecht, Stephan

Abgabedatum: 20. April 2005


Meinen Eltern


Inhaltsverzeichnis

1

Einleitung 5

2

TV- und Internetnutzung in Deutschland 7

2.1

TV Nutzung 7

2.2

Internetnutzung 8

3

TV versus Internet: Substitution oder Komplementarität? 11

3.1

Internet: Massenmedium oder Individualmedium? 13

3.2

Die Kommunikationsfunktion des Internets 14

3.3

Das Informationsmedium Internet 15

3.4

Die Unterhaltungsfunktion des Internets 16

3.5

Das Internet als Verkaufs- und Handelsplattform 16

4

Das Internetangebot im Medienmix deutscher TV-Sender 18

4.1

Internetauftritte deutscher TV-Sender 20

4.1.1

Öffentlich-rechtliche Sender 23

4.1.1.1

ARD 23

4.1.1.2

ZDF 24

4.1.1.3

WDR 24

4.1.1.4

3sat 25

4.1.1.5

ARTE 26

4.1.2

Privatwirtschaftliche Sender 27

4.1.2.1

RTL 27

4.1.2.2

SAT.1 28

4.1.2.3

Pro Sieben 28

4.1.2.4

VOX 30

4.1.2.5

Kabel 1 31

4.1.2.6

RTL II 32

4.1.2.7

DSF 32

4.1.2.8

Eurosport 34

4.1.2.9

VIVA 34

4.1.2.10

MTV 35

4.1.2.11

n-tv 36

4.1.2.12

N24.de 37

5

Forschungsdesign 39

5.1

Ziel der Arbeit 39

5.2

Ableitung der Forschungsfragen und Hypothesen 39

5.2.1

Übergeordnete Forschungsfragen 41


5.2.2

Hypothesen 42

5.3

Operationalisierung und Fragebogenkonstruktion 43

5.3.1

Auswahl der Methode 43

5.3.2

Grundgesamtheit und Stichprobe 43

5.4

Fragebogenkonstruktion 45

5.4.1

TV Nutzungsverhalten der Testperson 45

5.4.2

Computernutzung und technische Ausstattung 47

5.4.3

Räumliche Anordnung der TV- und Internet-Endgeräte 49

5.4.4

Besuchte Internetseiten der TV-Sender/Sendungen 49

5.4.5

Erwartungshaltung an die Internetseiten und Bewertung 51

5.4.6

Zeitlicher Abstand von Internetverweis und Nutzung des Online-Angebots 51

5.4.7

Zuschauerrückfluss Internet TV-Programm 52

5.4.8

Potential für die zukünftige Nutzung der Sender-Online-Angebote 53

5.4.9

Soziodemografische Angaben 53

6

Quantitative Erhebung 55

6.1

Pretest, Erhebungszeitraum und Rücklauf 55

6.2

Methode der Datenauswertung 55

6.3

Soziodemografische Zusammensetzung des Sample 56

6.3.1

Geschlechterverhältnis, Altersstruktur und Familienstand 56

6.3.2

Beschäftigungsstruktur 58

6.3.3

Bildungsabschluss 59

7

Datenanalyse 61

7.1

Effizienz der TV-Verweise auf Onlineangebote 61

7.1.1

Frequentierung der Internetangebote von TV-Sendern 61

7.1.2

Wahrnehmung der TV-Hinweise auf das Internet 64

7.1.3

Einfluss der Fernsehnutzungsintensität 66

7.1.4

Einfluss der Internetnutzungsintensität 68

7.2

Erinnerung an konkrete TV-Sender Onlineangebote 69

7.2.1

Verteilung der Nennungen auf die TV-Sender 69

7.2.1.1

Konkrete Nennungen nach Sendungsformen 70

7.2.1.2

Konkrete Nennungen nach Geschlecht 72

7.2.1.3

Konkrete Nennungen nach Altersgruppen 72

7.2.1.4

Konkrete Nennungen nach beruflicher Stellung 72

7.3

Zuschauerfluss zwischen TV-Programm und Internet 73

7.3.1

Zeitliche Nähe von Internet-Verweis und Besuch des Online-Angebots 74

7.3.2

Parallele Nutzung des Internethinweises 75

7.3.3

Aufmerksamkeitsverteilung und Zuschauerrückfluss 76

7.4

Einfluss von Rezeptionssituation und technischer Ausstattung 76

7.4.1

Räumlicher Anordnung und Zeitpunkt des Internetbesuchs 77

7.4.2

Internetzugangsart und Internettarif 79


7.4.3

Laptop/Notebook-Besitz 80

7.4.4

Internet als Hauptmedium, TV als ,,Nebenbei-Medium" 81

7.5

Mehrwert durch ergänzendes Online-Angebot 82

7.6

Prognose für die zukünftige Nutzung 84

8

Fazit und Ausblick 87

9

Literaturverzeichnis 93

10 Anhang I

10.1 Screenshots der TV-Sender Internetseiten I

10.1.1 Internet-Startseite ARD I

10.1.2 Internet-Startseite ZDF II

10.1.3 Internet-Startseite WDR III

10.1.4 Internet-Startseite 3sat IV

10.1.5 Internet-Startseite ARTE V

10.1.6 Internet-Startseite RTL VI

10.1.7 Internet-Startseite SAT 1 VII

10.1.8 Internet-Startseite Pro Sieben VIII

10.1.9 Internet-Startseite VOX IX

10.1.10 Internet-Startseite Kabel 1 X

10.1.11 Internet-Startseite RTL II XI

10.1.12 Internet-Startseite DSF XII

10.1.13 Internet-Startseite Eurosport XIII

10.1.14 Internet-Startseite VIVA XIV

10.1.15 Internet-Startseite MTV XV

10.1.16 Internet-Startseite n-tv XVI

10.1.17 Internet-Startseite N 24 XVII


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Fragebogen/Frageblock 1 46

Abbildung 2: Fragebogen/Frageblock 2 46

Abbildung 3: Fragebogen/Frage3 47

Abbildung 4: Fragebogen/Frage18 47

Abbildung 5: Fragebogen/Frage 4 47

Abbildung 6: Fragebogen/Frageblock 5 48

Abbildung 7: Fragebogen/Frage 6 48

Abbildung 8: Fragebogen/Frageblock7 48

Abbildung 9: Fragebogen/Frage16 49

Abbildung 10: Fragebogen/Frage 17 49

Abbildung 11: Fragebogen/Frageblock 8 49

Abbildung 12: Fragebogen/Frageblock 9 50

Abbildung 13: Fragebogen/Frage 10 50

Abbildung 14: Fragebogen/Frageblock 11 51

Abbildung 15: Fragebogen/Frageblock 12 51

Abbildung 16: Fragebogen/Frageblock 13 52

Abbildung 17: Fragebogen/Frageblock 14 52

Abbildung 18: Fragebogen/Frageblock 15 53

Abbildung 19: Fragebogen/Frageblock 19 53

Abbildung 20: Fragebogen/Frage 22 53

Abbildung 21: Fragebogen/Frage 23 54

Abbildung 22: Fragebogen/Frage 24 54

Abbildung 23: Fragebogen/Frage 25 54

Abbildung 24: Fragebogen/Frage 26 54

Abbildung 25: Grafik/Altersstruktur Sample Gesamt 56

Abbildung 26: Grafik/ Familienstand Sample Gesamt 57

Abbildung 27: Grafik / Art der Tätigkeit oder Anstellung - Sample Gesamt 58

Abbildung 28: Grafik / Bildungsabschluss Sample Gesamt 58

Abbildung 29: Grafik / Öfter als 10-mal auf TV-Sender Seite 60

Abbildung 30: Grafik/Häufigkeit der TV-Sender Internetseiten-Besuche 62

Abbildung 31: Grafik / TV-Sender Internetseite besucht? (nach Altersgruppe) 62

Abbildung 32: Grafik/TV-Sender Internetseite besucht? (nach beruflicher Stellung) 64

Abbildung 33: Grafik/Subjektive Wahrnehmung und Besuch der TV-Sender Internetseiten 65

Abbildung 34: Grafik / Zusammenhang von TV-Konsum und Besuch der Internetseiten 66

Abbildung 35: Grafik / Internetnutzungsintensität und Besuch der TV-Internetseiten 67

Abbildung 36: Grafik / Nennung konkreter Internetinhalte (nach Sendern) 69

Abbildung 37: Grafik/Erinnerung an konkrete Internetinhalte (nach Genre) 72

Abbildung 38: Grafik/Erinnerung an Internetinhalte (nach beruflicher Stellung) 73

Abbildung 39: Grafik / Nutzungszeitpunkt der Sender-Internetseiten 73

Abbildung 40: Grafik/Internetseiten-Besuch noch während der Sendung 77

Abbildung 41: Grafik / Internetseitenbesuch direkt nach der Sendung 77

Abbildung 42: Grafik / Besuch der Seiten (nach Internetzugangsart) 79

Abbildung 43: Grafik / Laptop vs. Sample Gesamt 80

Abbildung 44: Grafik/Beurteilung der Sender-Internetseiten 82

Abbildung 45: Grafik/Zukünftiges Angebot 83

Abbildung 46: Grafik/Zukünftige Nutzung bei optimaler technischer Ausstattung 84

Abbildung 47: Grafik/Meinung zur Konvergenz 86


5

1 Einleitung

,,Weitere Informationen zur Sendung unter www..." Dieser Hinweis gehört heute

ebenso zum Fernsehkonsum wie die Werbeunterbrechung oder der Programmtrailer!

Tagesschau, Sportschau, Boulevard-Magazin, Kult-Serie oder Kochsendung... so

gut wie jede TV-Sendung hält für den Fernsehzuschauer auch ein zugehöriges

Online-Angebot im Internet bereit. Ist auch die Verschmelzung von Internet und

Fernsehen zu einem Gerät, wie sie in den 1990er Jahren von Media-Anbietern

propagiert und von Medienwissenschaftlern kritisch untersucht wurde, bis heute nicht

eingetreten, so hat sich das Internet doch zu einem wichtigen Informations-, PR-, und

Distributionskanal für die Fernsehsender entwickelt.

Der enorme Anstieg der Internetnutzung in den letzten Jahren und die in jüngster

Zeit stattfindende Erschließung des Internets durch Personenkreise, welche dem

Medium eigentlich eher zurückhaltend bis skeptisch gegenüber stehen, beweisen

den endgültigen Wandel des Internets vom ,,Experten-Medium" hin zu einem

,,Alltagsmedium", wie es TV, Radio und Printmedien darstellen1. Die großen

Medienkonzerne haben sich dem Internetboom nicht entziehen können; sie haben

eigenständige Online-Portale geschaffen, um Leser-, Hörer- und Zuschauerverluste

zu kompensieren. Auch die deutschen Fernsehsender haben mittlerweile mehr oder

weniger aufwendige Internetauftritte etabliert. Unzählige Sendungen verweisen

innerhalb des TV-Programms auf weitere Informationen auf den entsprechenden

Internetseiten der Sender. Es scheint durchaus die Intention der Sender zu sein, den

Fernsehzuschauer schon während der Sendung auf das eigene Internetangebot zu

locken oder Ihn relativ zeitnah zum Besuch seiner Internetseiten zu motivieren.

Dabei ist es für die Fernsehsender auch immer ein zweischneidiges Schwert, die

Internetseiten zu bewerben. Zum einen droht durch die Abwanderung der TV-

Zuschauer auf die Internetseiten ein Bruch im mühsam konzipierten Audience-Flow

des TV-Programms, zum anderen hat der Internetauftritt einen potentiell positiven

Einfluss auf die Bindung des Zuschauers an die eigene Marke »Sender X«. Der

Internetauftritt hat also auch eine wichtige strategische Funktion für das Marketing

des Senders, zugleich wird die Trennlinie zwischen Online- und TV-Angebot in der

Wahrnehmung des Zuschauers geschwächt. Dies macht eine einheitliche und

medienübergreifende Corporate Identity möglich und notwendig. Das Image eines

TV-Senders wird nicht mehr allein durch sein primäres Medium, das TV-Programm,

1 vgl. ARD/ZDF-Onlinestudie 2003. Media Perspektiven 8/2003: S.338-358


6

beeinflusst. Der Medienmix von Internetangebot und Fernsehinhalten gewinnt

zunehmend an Bedeutung.

Interessant bei dieser Entwicklung ist die Frage, wie der Fernsehzuschauer dieses

zusätzliche Online-Angebot der TV-Sender annimmt! Gibt es Sendungen, die

besonders erfolgreich zur Recherche auf den Internetseiten des Senders oder der

konkreten Sendung auffordern und aus welchen Sparten stammen diese? Wenn das

Interesse des Fernsehzuschauers geweckt ist, stellt sich die Frage, wann er

tatsächlich diese Online-Inhalte aufruft. Wie ist die technische Ausstattung und

räumliche Anordnung der Internet-zugangsmöglichkeiten und welchen Einfluss hat

sie auf das Verhalten des Zuschauers? Findet bei gegebenen technischen

Voraussetzungen tatsächlich eine parallele Nutzung von TV und Internet statt oder

geht der Zuschauer zu einem späteren Zeitpunkt auf die entsprechenden Seiten im

Internet? Da die Ausstattung der Haushalte mit schnellen, mobilen, drahtlosen

Internetzugängen (Laptop, Notebook mit Internetanschluss über Funkstrecke) in den

nächsten Jahren vermutlich weiter stark ansteigen wird, ist es zudem spannend, das

vorhandene Potential für einen Anstieg der parallelen Nutzung der beiden Medien,

also das generelle Interesse des Zuschauers an der parallelen TV- und

Internetnutzung, zu ergründen.

Wie sich also die tatsächliche Nutzung der Internetseiten dieser TV-Sender gestaltet

und wie der Fernsehzuschauer diese Angebote wahrnimmt, soll in einer empirischen

Studie im Rahmen der vorliegenden Magisterarbeit untersucht werden.


7

2 TV- und Internetnutzung in Deutschland

Der Umgang mit den Medien unterliegt einem ständigen Wandel. So unterscheidet

sich heute zum Beispiel der Umgang mit dem Fernseher bei vielen Menschen

deutlich vom Umgang mit diesem vor fünf oder gar zehn Jahren. Zum einen ist dabei

das Programmangebot selbst der Auslöser für Veränderungen in den

Nutzungsweisen, zum anderen ist aber auch die ständige Veränderung des zur

Verfügung stehenden Medien-Sets von großer Bedeutung für die geänderten

Mediennutzungsweisen.2 Das Internet ist im heutigen Medienbouquet schon lange

nicht mehr nur ein Medium für Computerfreaks und Technikbegeisterte, vielmehr hat

es sich als Alltagsmedium für eine breite Bevölkerungsschicht etabliert. In

Deutschland streitet sich mittlerweile ein ausdifferenziertes TV- und Online-

Medienangebot um die Gunst der Rezipienten und Nutzer. Im folgenden Kapitel wird

ein kurzgefasstes, aktuelles Bild der Nutzung elektronischer, audiovisueller Medien,

in Deutschland gezeichnet, welches den aktuellen Stand der Online- und

Fernsehforschung widerspiegelt.

2.1 TV Nutzung

Der Fernseher ist in bundesdeutschen Haushalten weiterhin die Informations- und

Unterhaltungsquelle Nummer eins. An einem gewöhnlichen Werktag des Jahres

2003 saßen im Schnitt 75 Prozent der Erwachsenen vor dem TV-Gerät.3 96 Prozent

der Bevölkerung sahen mehrmals in der Woche Fernsehen, damit ließ es den

Hörfunk (mit 88 Prozent) in der Rezipientengunst knapp hinter sich. Der Tele- oder

Videotext erreichte 32 Prozent der Bevölkerung mehrmals in der Woche.4 Die

tägliche Nutzungsdauer des Fernsehens hat sich von 193 Minuten im Jahr 2001

kontinuierlich auf 202 Minuten im Jahr 2004 erhöht (Mo-So, Personen ab 14 Jahren,

BRD gesamt). Wobei die Verweildauer (die Zeit, welche der Zuschauer am Tag mit

dem Fernseher verbringt) bei 238 Minuten liegt.5 Die Ausstattung der Haushalte mit

Fernsehgeräten kann in der BRD als nahezu 100-prozentig bezeichnet werden,

wobei mittlerweile über 40 Prozent der Haushalte über Zweit- und Dritt-TV-Geräte

verfügen.6 Die Digitalisierung der Programmverbreitung führt zu einer weiteren

2 Vgl. Maria Gerhards, Walter Klingler: Mediennutzung in der Zukunft ­ Konstanz und Wandel. In: Media

Perspektiven 10/2004, S. 472.

3 Vgl. Wolfgang Darschin, Heinz Gerhard: Tendenzen im Zuschauerverhalten. In: Media Perspektiven 4/2004, S.

142.

4 Vgl. Sacha Blödorn, Maria Gerhards: Informationsverhalten der Deutschen. In: Media Perspektiven 1/2004, S. 2.

5 Vgl. Walter Klingler, Dieter K. Müller: ma 2004 Radio II: Hörfunk behauptet Stärke. In: Media Perspektiven

9/2004, S. 412.

6 Vgl. Maria Gerhards, Walter Klingler: Mediennutzung in der Zukunft ­ Konstanz und Wandel. In: Media

Perspektiven 10/2004, S. 473.



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