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Subtitle: Unterrichtsvorbereitung für die 2. Klasse
Lesson Plan, 2008, 22 Pages
Author: Stephanie Müller
Subject: Sport - Sport Pedagogy, Didactics
Details
Year: 2008
Pages: 22
Grade: "-"
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-05144-6
File size: 1888 KB
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Abstract
Der vorliegende Unterrichtsentwurf beschreibt eine Möglichkeit das zielgenaue Werfen in einer Grundschulklasse zu trainieren. Stationskarten, Gruppen-Symbolkarten und weiteres Material sind beigefügt. Lernziel: Die Schüler festigen ihre Wurffähigkeiten an vielfältigen Wurfstationen. Dabei trainieren sie das präzise und feste Werfen auf feststehende und bewegliche Zielobjekte und vertiefen ihre bisher erprobten, individuellen Wurferfahrungen (durch-, ab-, hineinwerfen). Erkenntnisse bezüglich der Wurfbewegung (Anbahnung Schlagballwurf) werden demonstriert und verbalisiert.
Excerpt (computer-generated)
Unterrichtsentwurf
Fach Sport
Datum: 17.03.2008
Zeit: 8.55-9.40 Uhr (2.Stunde)
Klasse: 2b (12 Mädchen, 11 Jungen)
Thema der Unterrichtseinheit:
Werfen in vielfältigen Variationen
Kompetenzziel:
Die Schüler sollen durch variierende Übungsmöglichkeiten vielfältige
Formen des Werfens erproben und Bewegungserfahrungen mit unterschiedlichen
Wurfobjekten sammeln.
Thema der Unterrichtsstunde:
Werfen an Stationen
Lernziel:
Die Schüler festigen ihre Wurffähigkeiten an vielfältigen Wurfstationen.
Dabei trainieren sie das präzise und feste Werfen auf feststehende und bewegliche
Zielobjekte und vertiefen ihre bisher erprobten, individuellen Wurferfahrungen
(durch-, ab-, hineinwerfen). Erkenntnisse bezüglich der Wurfbewegung (Anbahnung
Schlagballwurf) werden demonstriert und verbalisiert.
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
1
BEZUG ZU DEN MODULINHALTEN 1
2
VERANKERUNG IM RAHMENPLAN 1
3
EINBETTUNG DER UNTERRICHTSSEQUENZ IN DIE UNTERRICHTSEINHEIT 2
4
STRUKTURANALYSE 2
4.1
WURFGERÄT ,,BALL" 2
4.2
WERFEN AUF FESTSTEHENDE ZIELE 2
4.3
WERFEN AUF BEWEGLICHE ZIELE 3
5
INSTITUTIONELLE BEDINGUNGEN 3
5.1
RÄUMLICHE GEGEBENHEITEN 3
6
LERNVORAUSSETZUNGEN 4
6.1
ZUSAMMENSETZUNG UND SOZIALES KLIMA DER KLASSE 4
6.2
INHALTSPEZIFISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN 5
6.3
METHODEN UND RITUALE 5
7
DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG 6
7.1
DIFFERENZIERUNGSMAßNAHMEN 7
8
METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 7
9
LITERATURVERZEICHNIS 9
10
ANHANG II
10.1
VERLAUFSPLANUNG II
10.2
SPIELERKLÄRUNG ,,SITZ HASE LAUF HASE" IV
10.3
SPIELERKLÄRUNG ,,ABWERFEN / ZOMBIEBALL" IV
10.4
BESCHREIBUNG DER WURFSTATIONEN IV
10.5
PLAKAT STUNDENVERLAUF VI
10.6
SYMBOLAUFKLEBER VII
10.7
STATIONSKARTEN VIII
10.8
HALLENPLAN / AUFBAU XI
Unterrichtsbesuch - Fachmodul Sport
1 Bezug zu den Modulinhalten
In der vorliegenden Stunde wird der Schwerpunkt auf den Standard
,,die LiV konzipieren Aufgaben-
stellung kriteriengerecht und formulieren sie adressatengerecht"
gelegt. Die Schüler1 sollen durch
vielfältige Wurfstationen und der jahreszeitlichen Thematik zum aktiven Handeln motiviert und inten-
siven Werfen animiert werden.
2 Verankerung im Rahmenplan
,,Der Sportunterricht zielt auf Lernprozesse, die von den Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Kin-
der ausgehen."2
Grundformen der Alltagsmotorik, wie beispielsweise das Laufen und das Werfen
werden in der zu zeigenden Stunde aufgegriffen und vertieft.3 Der Rahmenplan weißt daraufhin, dass
Schüler im Sportunterricht Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse und Einstellungen erwerben sollen,
wie z.B. Erweiterung der sozialen Kompetenz beim Spielen und Üben oder die Entwicklung wesentli-
cher koordinativer Fähigkeiten.4 Inhaltlich umfassen die sechs Handlungsbereiche5 die Aspekte der
Bewegungserziehung. In Bezug auf die geplante Unterrichtsstunde sind hierunter die beiden Hand-
lungsbereiche
Spielen
und
Laufen Springen Werfen
zu nennen.6 Ziel beider Handlungsbereiche
ist es, dass die Schüler sowohl im zweckfreien als auch im gebundenen Spielen Erfahrungen im
Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Spielgeräten sammeln. Ferner erwerben sie
Grund-
techniken im Umgang mit dem Ball (Werfen) und erproben in vielfältigen Spiel- und Übungsformen
ihr Bewegungskönnen im [...] Werfen.7
Unter Einsatz von variierenden Wurfmaterialien in vielfältigen
Spiel- und Bewegungssituationen erweitern die Schüler ihr Bewegungskönnen im Hinblick auf die
gewählten Handlungsbereiche.8 Des Weiteren wird darauf verwiesen, dass Kinder diesen Alters sich
in einer so genannten ,,sensiblen Phase" befinden und besonders gut veranlagt sind, um bestimmte
Bewegungsmuster aufnehmen und nachvollziehen zu können.9 Aus diesem Grund wird in den ersten
beiden Schuljahren auf einen spielerischen Umgang mit den Geräten wert gelegt, um Erfolgserleb-
nisse zu ermöglichen. Somit eröffnet die zu zeigende Sportstunde vielfältige Bewegungs- und Kör-
pererfahrungen mit dem Ball und kann dem Ziel, die Freude an der Bewegung aufrecht zu erhalten,
gerecht werden.10
1 Um die Lesbarkeit zu erleichtern, soll die weibliche Form stets impliziert sein.
2 Rahmenplan Grundschule (1995), S.222
3 vgl. ebd., S.226
4 vgl. ebd., S.222
5 Handlungsbereiche sind: Spielen, Turnen, Rhythmisch Bewegen/Tanzen, Laufen-Springen-Werfen,
Rollen-Gleiten-Fahren, Schwimmen.
6 vgl. ebd., S.225
7 vgl. ebd., S.232
8 vgl. ebd., S.232
9 vgl. ebd., S.232
10 vgl. ebd., S.222; Müller, C.; Petzhold, R; u.a.(2005), S.8ff; siehe Abbildung im Anhang.
1
Unterrichtsbesuch - Fachmodul Sport
3 Einbettung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit
Sequenz
Thematik
Ziel der Stunde
Die ausgewählten Spielformen knüpfen an die Vor- und
Wurfspiele auf feststehende und
1.
Bewegungserfahrungen der Kinder an und ermöglichen
bewegliche Ziele
vielfältige Formen des Werfens auszuprobieren.
Die Schüler festigen ihre Wurffähigkeiten an vielfälti-
gen Wurfstationen. Dabei trainieren sie das präzise
2.
Werfen an Stationen
und feste Werfen auf feststehende und bewegliche
Zielobjekte und vertiefen ihre bisher erprobten indivi-
duellen Wurferfahrungen (durch-, ab-, hineinwerfen).
Durch verschiedenartige Wurfausführung lernen die Schü-
Erlernen der Technik
3.
ler die Grundlagen der Wurftechnik mit dem Schlagball
,,Schlagballwurf"
und üben diese durch vielfältige Übungsformen, indem sie
einen Wurfparcours durchlaufen.
Weiterführung: Spielerisches Er-
Die Schüler festigen die erlernte Wurftechnik in ausge-
4.
proben, Festigen und Üben der
wählten Spielsituationen.
Wurftechnik mit dem Schlagball
4 Strukturanalyse
4.1 Wurfgerät
,,Ball"
Kein Spielgerät ist so attraktiv wie der Ball (Tennisball, Softball). Er ist leicht, liegt angenehm in der
Hand und kann für vielfältige Formen des Werfens genutzt werden. Generell sind Bälle rund, können
rollen, springen, fliegen und haben einen hohen Aufforderungscharakter. Es gibt unterschiedliche
Ballarten, wie harte und weiche, große und kleine Bälle, die größtenteils unterschiedliche Flug- und
Prelleigenschaften besitzen. Diese unterschiedlichen Ballarten fordern von dem Spieler besondere
antizipative Fähigkeiten.11 Der Spieler muss auf jeden Ball, sei es beim Prellen, Werfen und Fangen
adäquat reagieren.
4.2 Werfen auf feststehende Ziele
Der zentrale Lerngegenstand dieser Stunde stellt das präzise Werfen auf feststehende und bewegli-
che Ziele dar. Im Gegensatz zur Ganzkörperbewegung ,,Weitwerfen" wird die Kraftübertragung auf
den Wurfgegenstand nicht hauptsächlich über Rumpf und Beine gesteuert, sondern die Beschleuni-
gung des Wurfmaterials erfolgt fast ausschließlich aus dem Oberkörper - der Schulter und dem Elle-
bogengelenk. Dabei wird der Wurfarm angewinkelt und ,,peitschenartig" nach vorne geführt.
Das Zielwerfen läuft in drei Phasen ab. Dabei ist die Hand-Auge-Koordination von entscheidender
Bedeutung. Das Ziel wird in der ersten Phase über den fast gestreckten Arm mit den Augen fixiert.
Dabei sollten Blick, Arm mit Wurfmaterial und Ziel eine Linie bilden. Ist das Ziel fixiert, folgt die Aus-
holphase. Dabei wird der Arm angewinkelt unten geführt. Das Ziel bleibt während des gesamten Be-
wegungablauf fixiert. In der Schwungphase oder Beschleunigungsphase wird das Wurfmaterial in
Richtung Ziel beschleunigt. Diese Beschleunigung erfolgt mit dem Unterarm durch eine schnelle
11 vgl. Kröger, C. & Roth, K. (1999), S. 16ff.
2
Unterrichtsbesuch - Fachmodul Sport
Streckung des Wurfarms. Die Schüler erhalten in der Stunde keine direkte Bewegungsbeschreibung.
Sie sollen selbstständig herausfinden, wie sie am ehesten die Ziele treffen können und darüber re-
flektieren.
4.3 Werfen auf bewegliche Ziele
Beim Werfen des Balles in Spielsituationen sind vom Spieler verschiedene motorische Fähigkeiten
gefragt, die weitestgehend parallel ausgeführt werden müssen. Diese motorischen Fähigkeiten bilden
bei den Schülern die Voraussetzungen schnell und gut zu lernen, zielgerichtet und präzise zu kon-
trollieren, vielfältig und situationsangemessen zu variieren.12 Diese allgemeinen Fähigkeiten werden
als koordinative Fähigkeiten bezeichnet und sind von den Schülern speziell im Abschlussspiel ,,Ab-
werfen" gefordert. Sie unterteilen sich in folgende Grundfertigkeiten13:
Reaktionsfähigkeit:
Ein Spieler muss in vielen Situationen schnell und entschieden handeln, um
günstige Spielsituationen auszunutzen.
Gleichgewichtsfähigkeit:
In vielen Spielsituationen, jedoch auch beim Werfen und Fangen spielt
die Gleichgewichtsfähigkeit eine entscheidende Rolle für das Spielgeschehen.
Räumliche Orientierungsfähigkeit:
Die Schüler müssen lernen, sich während des Abschlussspiels
im Raum orientieren zu können und dementsprechend ihre Bewegungen auszuüben. Daneben müs-
sen sie auf Mit- und Gegenspieler achten, um einerseits feststellen zu können wohin der Ball gespielt
wird und andererseits eine Kollision mit einem Mitspieler zu verhindern.
Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit:
Die Schüler müssen ihre Kraft situationsadäquat ein-
setzen und so den Ball in der gewünschten Weise zum Ziel zu bringen.
5 Institutionelle
Bedingungen
Der Sportunterricht wird in den ersten beiden Jahrgängen in Zeiteinheiten von je zwei Einzelstunden
und einer Bewegungsstunde erteilt, die sich über die Schulwoche verteilen. Somit wird eine Bewe-
gungserziehung an mehreren Tagen ermöglicht.14 Die zu zeigende 45 minütige Sportstunde bezieht
sich auf die zweite Stunde des Unterrichtsvormittags. Durch die effiziente Zusammenarbeit unter den
Sportlehrern können Stationsbetriebe an der Schule regelmäßig durchgeführt werden und bleiben an
Vormittagen bestehen. Die Kollegen bauen in den letzten Stunden des Schultags die Stationen ab.
5.1 Räumliche Gegebenheiten
Die Sporthalle ist direkt mit dem Schulgebäude verbunden. Die unmittelbare Nähe der Turnhalle er-
möglicht einen schnellen Wechsel aus dem Klassenraum in die Halle und umgekehrt. Dadurch wird
die reine Bewegungszeit optimiert. Die Größe der Halle beträgt ungefähr 10m x 20m und bietet ge-
nügend Platz, um beispielsweise einen Stationenbetrieb aufbauen zu können.
12 vgl. Kröger, C. & Roth, K. (1999), S. 11.
13 vgl. Müller, B. (1995), S. 23 f.
14 Siehe Rahmenplan Grundschule, S.224
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