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Emissionszertifikatehandel

Essay, 2008, 15 Seiten
Autor: Lars Matschenz
Fach: Umweltwissenschaften

Details

Veranstaltung: Betriebliche Umweltökonomie
Institution/Hochschule: Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Tags: Emissionszertifikatehandel, Betriebliche, Umweltökonomie
Kategorie: Essay
Jahr: 2008
Seiten: 15
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V90875
ISBN (E-Book): 978-3-638-05021-0
ISBN (Buch): 978-3-638-94931-6
Dateigröße: 78 KB

Zusammenfassung / Abstract

In der Europäischen Union begann mit dem 1. Januar 2005 der Emissionshandel. Dieser beinhaltet jedoch nicht den Handel mit Emissionen, sondern vielmehr den Handel von Berechtigungen zur Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre. Diese Berechtigungen werden in Form von Zertifikaten von staatlicher Seite kontingentiert. Die Gesamtemission eines Landes ist durch die Zertifikate begrenzt. Die Kontingentierung soll eine Verknappung der Emissionsberechtigungen beinhalten und einen Markt entstehen lassen, auf dem klassische Marktmechanismen zur Preisbildung entstehen. Die Zuteilung der Zertifikate erfolgt zunächst auf emissionsstarke Unternehmen wie Energieversorger, Stahlhütten und Papier- und Zementfabriken. Der Handel mit Emissionsberechtigungen auf dem europäischen Binnenmarkt unterliegt den Maßgaben des Kyoto-Protokolls. Die Europäische Union hat sich verpflichtet, im Vergleich zum Jahr 1990 8% der Kohlendioxid-Emissionen ab dem Jahr 2008 bis zum Ende des Jahres 2012 zu reduzieren. Dieses, auf europäischer Ebene, vereinbarte Ziel gliedert sich in die nationalen Beiträge der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten auf. Diese unterliegen keiner Gleichverteilung. So trägt Deutschland mit einem Reduktionsziel von 21%, im Gegensatz zu beispielsweise Frankreich mit 0%, zum europäischen Gesamtziel bei. Die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Ziele sollen zu einer globalen Reduzierung der Emission von treibhausfördernden Kohlendioxid führen. Nicht der Ort der Emission, sondern die Menge der Emission ist entscheidend, daher kann das Problem der anthropogenen Klimaveränderung nur in einer globalen Zusammenarbeit gelöst werden. Somit ist eine Grundlage zum weltweiten Klimaschutz geschaffen worden. Das Kyoto-Protokoll sieht jedoch nur eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen vor. Andere Treibhausgase wurden vorerst nicht erfasst.


Textauszug (computergeneriert)

Betriebliche Umweltökonomie II

Wintersemester 2007/2008

Hausarbeit zum Thema:

Emissionszertifikatehandel

Lars Matschenz

1


Inhaltverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Grundlegende Ursache der Klimaveränderung 1

3. Grundlagen der Umweltökonomie 2

4. Entwicklung der internationalen Klimaschutzpolitik 3

5. Emissionshandel 6

5.1. Entwicklung des europäischen Emissionshandels 6

5.2. Teilnehmerkreis 7

5.3. Systematik des EU-Emissionshandelssystem 7

5.4. Nationale Allokationspläne 7

5.5. Zuteilung der Zertifikate 8

5.6. Banking, Borrowing und Buying 9

5.7. Sanktionen 10

6. Fazit und Ausblick 11

7. Literaturverzeichnis 12

2


1. Einleitung

In der Europäischen Union begann mit dem 1. Januar 2005 der Emissionshandel.

Dieser beinhaltet jedoch nicht den Handel mit Emissionen, sondern vielmehr den

Handel von Berechtigungen zur Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre. Diese

Berechtigungen werden in Form von Zertifikaten von staatlicher Seite kontingentiert.

Die Gesamtemission eines Landes ist durch die Zertifikate begrenzt. Die

Kontingentierung soll eine Verknappung der Emissionsberechtigungen beinhalten

und einen Markt entstehen lassen, auf dem klassische Marktmechanismen zur

Preisbildung entstehen. Die Zuteilung der Zertifikate erfolgt zunächst auf

emissionsstarke Unternehmen wie Energieversorger, Stahlhütten und Papier- und

Zementfabriken.

Der Handel mit Emissionsberechtigungen auf dem europäischen Binnenmarkt

unterliegt den Maßgaben des Kyoto-Protokolls. Die Europäische Union hat sich

verpflichtet, im Vergleich zum Jahr 1990 8% der Kohlendioxid-Emissionen ab dem

Jahr 2008 bis zum Ende des Jahres 2012 zu reduzieren. Dieses, auf europäischer

Ebene, vereinbarte Ziel gliedert sich in die nationalen Beiträge der einzelnen EU-

Mitgliedsstaaten auf. Diese unterliegen keiner Gleichverteilung. So trägt Deutschland

mit einem Reduktionsziel von 21%, im Gegensatz zu beispielsweise Frankreich mit

0%, zum europäischen Gesamtziel bei.

Die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Ziele sollen zu einer globalen Reduzierung der

Emission von treibhausfördernden Kohlendioxid führen. Nicht der Ort der Emission,

sondern die Menge der Emission ist entscheidend, daher kann das Problem der

anthropogenen Klimaveränderung nur in einer globalen Zusammenarbeit gelöst

werden. Somit ist eine Grundlage zum weltweiten Klimaschutz geschaffen worden.

Das Kyoto-Protokoll sieht jedoch nur eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen

vor. Andere Treibhausgase wurden vorerst nicht erfasst.

2. Grundlegende Ursache der Klimaveränderung

Als Ursache der Klimaveränderung wird der Treibhauseffekt gesehen. Die

Verursacher der treibhausfördernden Emissionen sind in den Industrieländern zu

finden. Im Jahr 2001 hatten die USA einen Anteil von 25% an der weltweiten CO2-

Emission.1

1 Vgl. Hohmut, 2006, S. 11

1


Grundsätzlich muss zwischen dem

natürlichen

und dem

anthropogenen

Treibhauseffekt unterschieden werden. Der natürliche Treibhauseffekt sorgt für ein

lebensnotwendiges Klima mit einer mittleren Temperatur von +15° C auf der Erde.

Jedoch wird der natürliche Treibhauseffekt durch die Einbringung von

Treibhausgasen verstärkt und führt zu einer unnatürlichen Klima- bzw.

Erderwärmung und wird als anthropogener Treibhauseffekt bezeichnet. Die

Förderung des anthropogenen Treibhauseffekts wird im Allgemeinen den Gasen

Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6)

perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), teilhalogenisierten bzw. wasserstoffhaltigen

Fluorkohlenwasserstoffen (HFC) und Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW)

zugeschrieben. Diese werden vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

in die Erdatmosphäre eingebracht.

Kurzwellige Sonnenstrahlen treffen auf die Erdoberfläche. Die von der Erdoberfläche

reflektierten langwelligen Wärmestrahlen werden durch die in der Atmosphäre

befindlichen Treibhausgase absorbiert und bewirken eine Erwärmung der

Atmosphäre.

3. Grundlagen der Umweltökonomie

Eine Besonderheit des Emissionshandels sind die monetären Auswirkungen auf die

Nutzung der Luft. Diese ist im eigentlichen Sinne ein öffentliches Gut und kann von

jedermann genutzt werden. Es gibt keinen Eigentümer und daher ist die Nutzung

kostenlos. Es besteht keine Konsumrivalität, da das Gut Luft im ausreichenden Maße

vorhanden ist und sich auch nicht durch die Nutzung verknappt. Jedoch kann Luft als

atypisches öffentliches Gut angesehen werden: Die Nutzung der Luft zum

Schadstoffabtransport führt zu einer Verschlechterung der Qualität durch

Verunreinigung. Diese Verunreinigung steht jedoch im Gegensatz zum menschlichen

Bedürfnis nach sauberer Luft. Zudem dieses Bedürfnis nicht nur ästhetischen,

sondern auch gesundheitlichen Gründen unterworfen ist. In diesem Sinne lässt sich

von einer Konsumrivalität durch die Nutzung der Luft als Atemluft und Medium zum

Schadstoffabtransport sprechen. Trotz der Konsumrivalität und der Verknappung ist

die Nutzung der Luft keinem Preis unterworfen. Zudem entstehen negative externe

Effekte durch Luftverschmutzung, die durch einzelne verursacht, aber von der

Gemeinschaft finanziell getragen werden. Somit entsteht kein Anreiz für

Unternehmen, ihre Umweltverschmutzung zu verhindern und durch innovative

2



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