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Grundlagen der Produktökobilanz nach DIN EN ISO 14040 ff. close

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Grundlagen der Produktökobilanz nach DIN EN ISO 14040 ff.

Subtitle: mit dem Fallbeispiel: Schweizer Banknote

Essay, 2008, 16 Pages
Author: Lars Matschenz
Subject: Environmental Sciences

Details

Event: Betriebliche Umweltökonomie
Institution/College: University of Applied Sciences Berlin
Tags: Grundlagen, Produktökobilanz, Betriebliche, Umweltökonomie
Category: Essay
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V90876
ISBN (E-book): 978-3-638-05022-7
ISBN (Book): 978-3-638-94932-3
File size: 203 KB

Abstract

Der Begriff der Produktökobilanz wurde erst in den 90er Jahren geprägt, im angelsächsischen Sprachraum hat sich der Begriff des „Life-Cycle-Assessment“ (LCA) durchgesetzt. Erstmals wurden in den 60er Jahren Ökobilanzen in den USA erstellt. Die Ökobilanz ist keine Bilanz im Sinne des Rechnungswesens, sondern ein Vergleich von stofflichen Einsatzfaktoren (Input) und ihren Umwelteinwirkungen (Output). Die Produktökobilanzierung ist ein Instrument des Umweltmanagements und beschreibt ein ökologisches Produktprofil. Umwelteinflüsse werden über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts erfasst und analysiert (von der Wiege bis zur Bahre). Insbesondere die Stoffkreisläufe spielen eine große Rolle. Diese reichen von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Produktion und letztlich bis zur Beseitigung. Ökobilanzen bieten eine medienübergreifende Sichtweise, so können Problemverschiebungen zwischen einzelnen Umweltmedien (wie Luft, Boden, Wasser) aufgedeckt und erkannt werden. Im betrieblichen Kontext bieten sie die Möglichkeit einer Bestandsaufnahme der vom Produkt ausgehenden Umweltbeeinflussung und der Identifikation von ökologischen Schwachstellen. Somit liefern sie die Grundlage für Optimierung bei der Gestaltung von Produktionsprozessen, Auswahl und Einsparung von Materialien und Rohstoffen sowie der Vermeidung bzw. Verringerung von Abfällen und Emissionen. Insbesondere die Energiegewinnung und Einsparung von Energie wird mit immer steigenden Energiepreisen an Bedeutung zunehmen. Die Produktökobilanz der schweizer Banknote wird als Fallbeispiel behandelt.


Excerpt (computer-generated)

Betriebliche Umweltökonomie I

Wintersemester 2007/2008

Hausarbeit zum Thema:

Grundlagen der Produktökobilanz nach DIN EN ISO 14040 ff.

mit einem Fallbeispiel

Lars Matschenz

1


Inhaltverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Normenreihe DIN EN ISO 14040 ff. 2

2.1.

Grundkonzept der Normenreihe 2

2.2.

Festlegung des Ziels und des Untersuchungsrahmens 3

2.3.

Sachbilanz 4

2.4.

Wirkungsabschätzung 6

2.5.

Auswertung 7

2.6.

Kritische Prüfung 7

3. Fallbeispiel ­ Die Schweizer Banknote 8

3.1.

Ziel und Untersuchungsrahmen 8

3.2.

Sachbilanz und Wirkungsabschätzung 9

3.3.

Auswertung 10

4. Literaturverzeichnis 13

2


1. Einleitung

Der Begriff der Produktökobilanz wurde erst in den 90er Jahren geprägt, im

angelsächsischen Sprachraum hat sich der Begriff des ,,Life-Cycle-Assessment"

(LCA) durchgesetzt.1 Erstmals wurden in den 60er Jahren Ökobilanzen in den USA

erstellt.2 Die Ökobilanz ist keine Bilanz im Sinne des Rechnungswesens, sondern ein

Vergleich von stofflichen Einsatzfaktoren (Input) und ihren Umwelteinwirkungen

(Output).3

Die Produktökobilanzierung ist ein Instrument des Umweltmanagements und

beschreibt ein ökologisches Produktprofil. Umwelteinflüsse werden über den

gesamten Lebenszyklus eines Produkts erfasst und analysiert (von der Wiege bis zur

Bahre). Insbesondere die Stoffkreisläufe spielen eine große Rolle. Diese reichen von

der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Produktion und letztlich bis zur

Beseitigung. Ökobilanzen bieten eine medienübergreifende Sichtweise, so können

Problemverschiebungen zwischen einzelnen Umweltmedien (wie Luft, Boden,

Wasser) aufgedeckt und erkannt werden.4

Im betrieblichen Kontext bieten sie die Möglichkeit einer Bestandsaufnahme

der vom Produkt ausgehenden Umweltbeeinflussung und der Identifikation von

ökologischen Schwachstellen. Somit liefern sie die Grundlage für Optimierung bei

der Gestaltung von Produktionsprozessen, Auswahl und Einsparung von Materialien

und Rohstoffen sowie der Vermeidung bzw. Verringerung von Abfällen und

Emissionen.5 Insbesondere die Energiegewinnung und Einsparung von Energie wird

mit immer steigenden Energiepreisen an Bedeutung zunehmen.

Jedoch ist nicht nur eine ökologische Betrachtungsweise möglich, die durch

eine ökologische Sensibilisierung der Verbraucher zunimmt, sondern auch eine

ökonomische. So kann durch Optimierung ein Beitrag zur Kostensenkung geleistet

werden. Dies ist beispielsweise durch Einsparungen im Materialverbrauch, durch

Verringerung bzw. Vermeidung von Abfall und im Einkauf von Energie möglich. Des

1 Vgl. Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, 1997, S. 59

2 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 15

3 Vgl. Krcmar/Dold, 1996, S. 4

4 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 7

5 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 7


Weiteren ist eine Vertrauensbildung bei ökologisch orientierten Verbrauchern

möglich und somit können neue Markt- und Absatzchancen entstehen.6

Produktökobilanzen werden unternehmensintern zur Schwachstellenanalyse

genutzt, aber auch zum Vergleich zweier oder mehrerer Produkte. Dies kann sowohl

für bereits bestehende und eingeführte Produkte (retrospektive Betrachtung), als

auch für den Vergleich eines bestehenden Produktes mit einem zukünftigen und/oder

noch in der Entwicklung befindlichen Produktes (prospektive Betrachtung) erfolgen.7

Eine Produktökobilanz muss jedoch nicht nur auf ein Produkt bezogen sein,

sondern kann sich auch auf eine Dienstleistung beziehen.8

2. Normenreihe DIN EN ISO 14040 ff.

2.1.

Grundkonzept der Normenreihe

Die internationale Norm DIN EN ISO 14040 wurde im Sommer 1997

veröffentlicht. Sie beinhaltet allgemeine Grundsätze und gibt keine detaillierten

Beschreibungen wider. Detaillierte Beschreibungen enthalten die weiterführenden

Normen ISO 14041 (Zieldefinition und Sachbilanz), ISO 14042

(Wirkungsabschätzung) und ISO 14043 (Auswertung). Die ISO 14040 erlaubt die

Beschränkung auf eine Sachökobilanz, bei der der Schritt der Wirkungsabschätzung

(ISO 14042) unbearbeitet belassen werden kann.9

Abb. 1: Grundkonzept der DIN EN ISO 14040 ff. (eigene Darstellung)

6 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 8 f.

7 Vgl. Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, 1997, S. 69

8 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 18

9 Vgl. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, 1998, S. 15

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