Subtitle: Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrischer Informationsverteilung
Termpaper, 2004, 16 Pages
Author: Janina Beck
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Agency-Theorie
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04282-6
File size: 87 KB
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Abstract
Ein wichtiger Faktor der betrieblichen Arbeit ist es, Aufgaben an die richtigen Menschen delegieren zu können. In jedem Unternehmen gibt es Aufgaben die nicht vom Eigentümer persönlich übernommen werden können. Dieses Problem kommt vor allem bei Aktiengesellschaften zum tragen, da die Aktionäre, also die Eigentümer, in der Regel nicht am Tagesgeschäft des Unternehmens teilhaben. Hier werden also Vorstände, oder in anderen Gesellschaftsformen Geschäftsführer eingesetzt, die sich um die Geschäfte und die Produktivität der Unternehmung kümmern. An dieser Stelle entsteht das Problem, dass in dieser Arbeit behandelt wird: Die Eigentümer (z.B. die Aktionäre) sind an der Rentabilität und der Gewinnausschüttung des Unternehmens interessiert. Im Gegensatz dazu gilt das Interesse des Vorstands oder des Geschäftsführers vor allem seinem eigenen Gehalt, was er in der Regel auch erhält, wenn sich das Unternehmen schlechteren Zeiten gegenübersieht. In anderen Fällen kommen großzügige Abfindungen ins Spiel, die in den letzten Jahren an wenig erfolgreiche Manager gezahlt wurden um sie vorvertraglich zu entlassen. Durch den dadurch entstehenden fehlenden Anreiz und den Motivationsverlust ergeben sich Interessenunterschiede zwischen den Parteien. Ein weiteres Problem entsteht durch ungleich verteilte Informationen. Der Geschäftsführer oder Manager hat in den meisten Fällen einen Informationsvorsprung gegenüber dem Eigentümer. Er ist voll in das Tagesgeschäft eingebunden und kennt alle Transaktionen und Vorgänge. Ganz im Gegensatz zum Eigentümer: er ist auf die Informationen, die er von seinen Angestellten erhält, angewiesen und kann sie oft auch schlecht überprüfen. Hier entsteht die Gefahr der asymmetrischen Informationsverteilung. Ziel dieser Arbeit ist es, die Probleme solcher Vertragsbeziehungen aufzudecken, und gleichzeitig anhand der Agency-Thoerie Lösungsansätze zu gewinnen.
Excerpt (computer-generated)
Agency-Theorie
Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrischer
Informationsverteilung
Im Fach:
Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
Verfasser:
Janina Beck
Agency-Theorie Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrische Informationsverteilung
- - 2 - -
(I) GLIEDERUNG
1. EINLEITUNG - 3 -
2. DIE PRINCIPAL-AGENT-BEZIEHUNG - 3 -
2.1 GRUNDZÜGE DER BEZIEHUNG
- 4 -
2.2. CHARAKTERISIERUNG DER VERHALTENSMERKMALE
- 4 -
2.3. UMWELTBEDINGUNGEN
- 5 -
3. FORMEN ASYMMETRISCHER INFORMATIONSVERTEILUNG - 6 -
3.1. HIDDEN CHARACTERISTICS
- 6 -
3.2. HIDDEN INFORMATION
- 6 -
3.3. HIDDEN ACTION
- 7 -
3.4. HIDDEN INTENTION
- 7 -
4. VERTRAGSGESTALTUNG ALS ÖKONOMISCHES PROBLEM - 8 -
4.1. AGENCY-KOSTEN ALS VORTEILHAFTIGKEITSKRITERIUM
- 8 -
4.2. ELEMENTE DER VERTRAGSGESTALTUNG
- 9 -
4.3. DIE VERTRAGLICHE EINBEZIEHUNG VON ,,GOVERNANCE MECHANISMS"
- 10
-
4.3.1. Anreizmechanismus - 10 -
4.3.2. Kontrollmechanismus - 11 -
4.3.3. Informationsmechanismus - 11 -
5. ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN DER AGENCY-THEORIE - 12 -
5.1 SIGNALLING
- 12 -
5.2 SCREENING (SELF SELECTION)
- 13 -
5.3 INTERESSENAUSGLEICH MITTELS GEEIGNETER INSTITUTIONEN
- 13 -
5.4 MONITORING
- 13 -
5.5 INSTITUTIONELLE INTEGRATION
- 14 -
6. SCHLUSSBETRACHTUNG - 14 -
(II) LITERATURVERZEICHNIS
Agency-Theorie Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrische Informationsverteilung
- - 3 - -
1. EINLEITUNG
Ein wichtiger Faktor der betrieblichen Arbeit ist es, Aufgaben an die richtigen Menschen
delegieren zu können. In jedem Unternehmen gibt es Aufgaben die nicht vom
Eigentümer persönlich übernommen werden können. Dieses Problem kommt vor allem
bei Aktiengesellschaften zum tragen, da die Aktionäre, also die Eigentümer, in der
Regel nicht am Tagesgeschäft des Unternehmens teilhaben. Hier werden also
Vorstände, oder in anderen Gesellschaftsformen Geschäftsführer eingesetzt, die sich
um die Geschäfte und die Produktivität der Unternehmung kümmern.
An dieser Stelle entsteht das Problem, dass in dieser Arbeit behandelt wird: Die
Eigentümer (z.B. die Aktionäre) sind an der Rentabilität und der Gewinnausschüttung
des Unternehmens interessiert. Im Gegensatz dazu gilt das Interesse des Vorstands
oder des Geschäftsführers vor allem seinem eigenen Gehalt, was er in der Regel auch
erhält, wenn sich das Unternehmen schlechteren Zeiten gegenübersieht. In anderen
Fällen kommen großzügige Abfindungen ins Spiel, die in den letzten Jahren an wenig
erfolgreiche Manager gezahlt wurden um sie vorvertraglich zu entlassen. Durch den
dadurch entstehenden fehlenden Anreiz und den Motivationsverlust ergeben sich
Interessenunterschiede zwischen den Parteien.
Ein weiteres Problem entsteht durch der ungleich verteilte Informationen. Der
Geschäftsführer oder Manager hat in den meisten Fällen einen Informationsvorsprung
gegenüber dem Eigentümer. Er ist voll in das Tagesgeschäft eingebunden und kennt
alle Transaktionen und Vorgänge. Ganz im Gegensatz zum Eigentümer: er ist auf die
Informationen, die er von seinen Angestellten erhält, angewiesen und kann sie oft auch
schlecht überprüfen. Hier entsteht die Gefahr der asymmetrischen
Informationsverteilung.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Probleme solcher Vertragsbeziehungen aufzudecken, und
gleichzeitig anhand der Agency-Thoerie Lösungsansätze zu gewinnen.
2. DIE PRINCIPAL-AGENT-BEZIEHUNG
Zum besseren Verständis sollen zunächst die Grundlagen der Beziehung und der
Agency-Theorie aufgezeigt werden.
Agency-Theorie Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrische Informationsverteilung
- - 4 - -
2.1 GRUNDZÜGE DER BEZIEHUNG
,,Im Mittelpunkt der Agency-Theorie steht die Institution des
Vertrages
und seine Rolle in
Austauschbeziehungen zwischen einem Auftraggeber ("Prinzipal") und einem
Auftragnehmer ("Agent")."1 Typische Beispiele für solche Auftragsbeziehungen, auch
Agenturbeziehungen genannt, in einem Unternehmen sind die Beziehungen zwischen
Eigentümer und Geschäftsführer, zwischen Verwaltungsrat und Aktionären oder die
zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In all den genannten Beispielen überträgt ein
Principal Aufgaben und Entscheidungskompetenzen einem Agenten um seine
Interessen zu realisieren. Dies geschieht meist auf der Basis einer Vereinbarung oder
eines Vertrags. Das Hauptproblem dieser Auftragsbeziehungen besteht in der ungleich
verteilten Informationsbasis und den Interessenunterschieden der beiden
Vertragspartner. Bezeichnend ist, dass die Handlungen des Agenten nicht nur sein
eigenes Wohlergehen beeinflussen, sondern auch in das Nutzenniveau des Principals
eingreifen.2 In der Regel besitzt der Agent einen Informationsvorsprung in seinem
Aufgabenbereich. Hier liegt der Vorteil des Principals. Durch die Übertragung von
Aufgaben an den Agenten macht er sich diesen Vorsprung zunutze und kann diesen,
sowie die Arbeitskraft des Agenten für seine Zwecke einsetzen. Allerdings bringt die
Aufgabendelegation für den Auftraggeber auch ein Problem mit sich. Der Principal kann
sich über die Motive, Handlungsmöglichkeiten und das Leistungsverhalten des Agenten
nie ganz sicher sein, und je weniger Informationen er darüber hat, desto größer ist für
ihn das Risiko, dass der Agent seine eigenen Interessen zum Nachteil des Principals
verfolgt. Der Auftraggeber muss somit sicherstellen, dass der Agent eine Leistung
erbringt, die der Vereinbarung oder dem Vertrag bestmöglich entspricht.3
2.2. CHARAKTERISIERUNG DER VERHALTENSMERKMALE
Hierzu müssen zunächst die Akteure genauer beleuchtet werden. Die Beschreibung
dieser erfolgt nach vier Verhaltensannahmen: der individuellen Nutzenmaximierung,
dem Opportunismus, der Risikoneigung der beteiligten Akteure und der beschränkten
Rationalität.4
1 Vgl. Ebers/Gotsch, 1995: Seite 195
2 Vgl. Franck/Dietl/Picot, 1999: Seite 85
3 Vgl. Ebers/Gotsch, 1995, Seite 195
4 Vgl. Dietl/Franck/Picot, 1999: Seite 131
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