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4 Essays zu Themen der Klinischen Neuropsychologie

Essay, 2008, 19 Pages
Author: Katrin Bauer
Subject: Psychology - Clinic and Health Psychology, Abnormal Psychology

Details

Event: Klinisché Neuropsychologie
Institution/College: University of Applied Sciences Magdeburg
Tags: Essays, Themen, Klinischen, Neuropsychologie, Klinisché, Neuropsychologie
Category: Essay
Year: 2008
Pages: 19
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 14  Entries
Language: German
Archive No.: V91048
ISBN (E-book): 978-3-638-04563-6
ISBN (Book): 978-3-640-27025-5
File size: 78 KB

Abstract

Themen der Essays: Vergangenheit- Gegenwart-Zukunft: Zentralle Entwicklungen der neurologischen Rehabilitation bzw. Neuropsychologie. Entwicklung als kontinuierlichen Fortschritt oder gibt auch Stillstand oder Rückschritt? Was wird die Zukunft bringen? Die Hirnschädigung in ihrer subjektiven Bedeutungsgebung – Diskussion der Relevanz dieser Dimension, vor allem hinsichtlich Therapie/Rehabilitation: Wie kann diese Dimension ausreichend Berücksichtigung finden? Aufgabe der Neuropsychologie in einer teilhabeorientierten neuropsychologischen Rehabilitation – Fokus auf ausgewählte Aspekte und Beschreibung konkreter Umsetzungsmöglichkeiten. Was ist für die Arbeit mit Angehörigen Hirngeschädigter besonders wichtig?


Excerpt (computer-generated)

Essays

von Katrin Bauer

Seminar: "Klinische Neuropsychologie"

WS 07/08

1


Index

Vergangenheit- Gegenwart-Zukunft: Welche Entwicklungen in der neurologischen Rehabilitation

bzw. Neuropsychologie sind Ihrer Meinung nach zentral? Sehen Sie die Entwicklung als

kontinuierlichen Fortschritt oder gibt es Ihrer Ansicht nach auch Stillstand oder Rückschritt?

Was wird die Zukunft bringen? 3

Die Hirnschädigung in ihrer subjektiven Bedeutungsgebung ­ Diskutieren Sie die Relevanz

dieser Dimension, vor allem hinsichtlich Therapie/Rehabilitation: Wie kann diese Dimension

ausreichend Berücksichtigung finden? 7

Aufgabe der Neuropsychologie in einer teilhabeorientierten neuropsychologischen

Rehabilitation ­ Fokussieren Sie auf ausgewählte Aspekte und beschreiben Sie konkrete

Umsetzungsmöglichkeiten. 11

Was ist für die Arbeit mit Angehörigen Hirngeschädigter besonders wichtig? 15

2


Vergangenheit- Gegenwart-Zukunft: Welche Entwicklungen in der

neurologischen Rehabilitation bzw. Neuropsychologie sind Ihrer

Meinung nach zentral? Sehen Sie die Entwicklung als

kontinuierlichen Fortschritt oder gibt es Ihrer Ansicht nach auch

Stillstand oder Rückschritt? Was wird die Zukunft bringen?









3


Lies mich!

Neue Erkenntnisse im Bereich der Neuropsychologie und der neurologischen Rehabilitation

werden von Medien und Verbrauchern gerne aufgegriffen und oft euphorisch bewertet. Den

Hintergrund für das große Interesse und die leicht überschäumenden Hoffnungen bilden die

Zunahme der Demenzerkrankungen, der Schlaganfälle und auch psychischer Probleme wie

Depressionen und Angststörungen.

Zu einer gelasseneren Einschätzung der Nachrichten aus der Forschung gelangt, wer sich die

Entwicklung der Neuropsychologie und der neurologischen Rehabilitation in Erinnerung ruft.

Unter dem Rad der Geschichte

Der Mensch hat wohl schon immer versucht, den Geheimnissen der Psyche und des Gehirns

auf die Spur zu kommen. In der Antike entwickelten Philosophen und Ärzte wie Hippokrates,

Platon, Aristoteles, Celsus und Galenos Konzepte zur Entstehung und Behandlung psychischer

und neurologischer Erkrankungen (Arenz, 2003). Die Auseinandersetzung mit diesen

Erkenntnissen wurde im Mittelalter durch den Dogmatismus der christlichen Kirche

unterbrochen (Frommelt & Katzenmeier, 1999). In Europa geriet das bereits erworbene Wissen

in Vergessenheit. Die aus der Antike überlieferte klassische Medizin überlebte im islamischen

Einflussbereich und wurde dort weiterentwickelt (Frommelt & Katzenmeier, 1999, Arenz, 2003).

Bedeutende psychiatrische Einrichtungen insbesondere in Spanien entstanden (Arenz, 2003).

Mit der aufkommenden Aufklärung wuchsen im 18. Jahrhundert die Erkenntnisse vor allem in

Anatomie und es gab großes Interesse an der Erforschung der Funktionsweise von Lebewesen,

explizit des Menschen (Frommelt & Katzenmeier, 1999). Viele der Theorien kamen dem, was

wir heute wissen, sehr nahe und brachten die Forschung voran, andere wie z.B. die

"Schädellehre" von F.J. Gall werden aus heutiger Sicht eher belächelt (edd.) .

Die französische Revolution brachte erste sozialmedizinische Modelle hervor und somit die

erstmals festgeschriebene Verpflichtung eines Staates, für die Rehabilitation von Kranken und

Verletzten aufzukommen (Frommelt & Katzenmeier, 1999). Dies kann als die Geburtsstunde

des heutigen Gesundheitssystems verstanden werden.

Psychiatrie und Medizin machten im 19. Jahrhundert entscheidende Fortschritte. In der

Hirnforschung trug Carl Wernickes Erkenntnis, dass bestimmte Funktionen an bestimmte

anatomische Hirnzentren gebunden sind, einen entscheidenden Beitrag (Frommelt &

Katzenmeier, 1999). Psychophysikalische Tests (z.B. nach Wundt) gewannen an Bedeutung

und sicherten den Platz der Psychologie an der Seite der Medizin (ebd.).

Durch die vielen Hirnverletzen im Ersten Weltkrieg gab es nun einerseits ein großer Bedarf an

Ínterventionen (v.a. im neurochirurgischen und rehabilitativen Bereich) und andererseits

lieferten die Kopfschussverletzungen von Soldaten reichlich Anschauungs- und

Forschungsmaterial. Die eigentliche neuropsychologische Rehabilitation hat ihre Anfänge in

den Hirnverletztenschulen mit dem Ziel "Lücken und Abschwächungen auszugleichen und die

ganze Persönlichkeit annähernd auf die Höhe zu führen, auf der sie vor der Verwundung stand"

(Frommelt & Katzenmeier, 1999, S. 11). Dazu wurde eine eigenständige Arbeitsmethodik

angesiedelt im heilpädagogischen und psychologischen Bereich eingesetzt (ebd.). Es wurde

bald sehr deutlich, dass weder pädagogische Ansätze noch neuroanatomische

4



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