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Untersuchung des Paktes / der Wette zwischen Mephisto und Faust

Seminararbeit, 2007, 18 Seiten
Autor: Tobias Bunse
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 18
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V91081
ISBN (E-Book): 978-3-638-04875-0
ISBN (Buch): 978-3-638-94268-3
Dateigröße: 285 KB
Anmerkungen :
Inhaltlich sehr gute Seminararbeit! Stilistisch gut geschrieben, wenige Fehler


Zusammenfassung / Abstract

Die Tragödie „Faust. Der Tragödie erster Teil“, kurz „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe wurde 1808 veröffentlicht und gehört nach wie vor zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur. Grund zur Diskussion bot vor allem der Pakt bzw. die Wette zwischen Mephisto und Faust, die seither von vielen Rezensenten und Kritikern zu den verschiedensten Deutungsmustern geführt hat. So stritten sich die Experten über die Jahre, ob die beiden Protagonisten nun einen Pakt geschlossen haben oder eine Wette und ob Faust die Wette (oder den Pakt?) gewonnen oder doch verloren hat. Das Hauptanliegen der vorliegenden Hausarbeit wird darin bestehen, Probleme und eben jene Ungereimtheiten des gewählten Themenschwerpunktes zu benennen und mit Hilfe einiger ausgewählter Literatur zu deuten. Daraus ergibt sich in der Folge das Thema der Hausarbeit, welche den Titel „Untersuchung des Paktes/der Wette zwischen Mephisto und Faust“ tragen wird. Einleitend zur benannten Thematik wird das Kapitel „Prolog im Himmel“ dienen, welches aufgrund einer weiteren Wette zwischen dem Herrn und Mephisto als maßgebliche Grundlage der besagten zweiten Wette zu werten ist und daher eine ebenso bedeutende Rolle bei der Untersuchung spielen wird. Des Weiteren lässt sich zum „Prolog im Himmel“ ein Vergleich zur Wette im Buch Hiob aus dem alten Testament anstellen, die starke Parallelen zur Wette zwischen dem Herrn und Mephisto im „Faust I“ aufweist. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird der Akt „Studierzimmer II“ zur Untersuchung herangezogen werden. Als die wohl bedeutendste Grundlage im „Faust I“, um die Wette zwischen Faust und Mephisto analysieren zu können, nimmt dieser Akt die bedeutendste Rolle der vorliegenden Hausarbeit ein.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Paderborn

Fakultät für Kulturwissenschaften

Institut für Germanistik

WS 2006/2007

HS: Goethes Faust

Titel der Hausarbeit:

Untersuchung des Paktes /der Wette

zwischen Mephisto und Faust



Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung 3

2. Aktanalyse 4

2.1 Der Akt ,,Prolog im Himmel" in Goethes ,,Faust I" 4

2.1.1 Der Vergleich zur Wette im Buch Hiob 7

2.2 Einleitung zum Akt ,,Das Studierzimmer" in Goethes ,,Faust I" 9

2.2.1 Der Akt ,,Studierzimmer II" in Goethes ,,Faust I" 11

3. Schluss 15

4. Quellenverzeichnis 17

5. Aufsätze 17

6. Literaturverzeichnis 17

2



1. Einleitung



Die Tragödie ,,Faust. Der Tragödie erster Teil", kurz ,,Faust I" von Johann

Wolfgang von Goethe wurde 1808 veröffentlicht und gehört nach wie vor zu den

bedeutendsten Werken der deutschen Literatur.

Grund zur Diskussion bot vor allem der Pakt bzw. die Wette zwischen Mephisto

und Faust, die seither von vielen Rezensenten und Kritikern zu den verschiedensten

Deutungsmustern geführt hat.1 So stritten sich die Experten über die Jahre, ob die

beiden Protagonisten nun einen Pakt geschlossen haben oder eine Wette und ob

Faust die Wette (oder den Pakt?) gewonnen oder doch verloren hat. 2 Das

Hauptanliegen der vorliegenden Hausarbeit wird darin bestehen, Probleme und eben

jene Ungereimtheiten des gewählten Themenschwerpunktes zu benennen und mit

Hilfe einiger ausgewählter Literatur zu deuten. Daraus ergibt sich in der Folge das

Thema der Hausarbeit, welche den Titel ,,Untersuchung des Paktes/der Wette

zwischen Mephisto und Faust" tragen wird.

Einleitend zur benannten Thematik wird das Kapitel ,,Prolog im Himmel" dienen,

welches aufgrund einer weiteren Wette zwischen dem Herrn und Mephisto als

maßgebliche Grundlage der besagten zweiten Wette zu werten ist und daher eine

ebenso bedeutende Rolle bei der Untersuchung spielen wird.

Des Weiteren lässt sich zum ,,Prolog im Himmel" ein Vergleich zur Wette im Buch

Hiob aus dem alten Testament anstellen, die starke Parallelen zur Wette zwischen

dem Herrn und Mephisto im ,,Faust I" aufweist.

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird der Akt ,,Studierzimmer II" zur Untersuchung

herangezogen werden. Als die wohl bedeutendste Grundlage im ,,Faust I", um die

Wette zwischen Faust und Mephisto analysieren zu können, nimmt dieser Akt die

bedeutendste Rolle der vorliegenden Hausarbeit ein.

1 Vgl. EIBL, Karl: Zur Wette im Faust (20.02.2004). In: Goethezeitportal.

URL: http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/goethe/faust_eibl.pdf, S.1.

2 BRANDES, Peter: Goethes Faust, München 2003. S. 199.

3


2. Aktanalyse

2.1 Der Akt ,,Prolog im Himmel" in Goethes ,,Faust I"

Der Akt ,,Prolog im Himmel" ist der Vorläufer der nachfolgenden Geschehnisse,

die im weiteren Verlauf um den Protagonisten Heinrich Faust gestrickt werden. Die

Unterredung zwischen Gott, der im Text durchgehend als ,,Der Herr" auftritt und

Mephisto bilden die überirdische Umrahmung der Tragödie, von der letztendlich

alle folgenden Ereignisse ausgehen.

Zu Beginn des Aktes preisen die drei Erzengel Raphael, Gabriel und Michael die

Schöpfung des Herrn.

,,

Und alle deine hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag"3


Doch Mephisto, der, wie auch der Herr, zugegen ist, gibt auf der Stelle seine

Meinung kund, indem er den Engeln eine relativ lange Rede entgegnet, die den

Lobhuldigungen der Drei überaus konträr gegenüber steht. Dass dem Menschen ein

ständiges innerliches Streben dazu veranlasst, nach Zufriedenheit und

Vollkommenheit zu suchen, scheint er nicht erkennen zu können, er weiß von

,,Sonn′ und Welten...nichts zu sagen"4, spricht dem Herrn deren Ordnung aber

zumindest nicht ab. Sein Hauptanliegen ist das menschliche Geschlecht, welches

seiner Meinung nach einen Fehlschlag der Schöpfung darstellt.5 So will er erkennen

können, dass ,,sich die Menschen plagen"6. Das Grundübel macht Mephisto in der

Vernunft des Menschen aus, die ihn eigentlich vom Tier unterscheidet.7 Doch auf

eben diese Lebewesen beschränkt sich der Teufel, wenn er die Menschheit mit den

Tieren gleichsetzt. Genauer gesagt vergleicht er den Menschen mit einer Zikade.

3 GOETHE, Johann Wolfgang: Faust. Der Tragödie erster Teil, Stuttgart 2000. S. 10, Z. 269f.

4 Ebd., S. 10, Z. 279.

5 EIBL, Karl: Zur Wette im Faust, S. 2.

6 GOETHE, Johann Wolfgang: Faust. Der Tragödie erster Teil, S. 10, Z. 280.

7 Ebd., S. 10, Z. 285f.

4



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