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Hauptseminararbeit, 2002, 73 Seiten
Autor: Bernd Decker
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation
Details
Tags: Kooperationen, Forschung&Entwicklung, F&E, Unternehmensführung, Vertrauen
Jahr: 2002
Seiten: 73
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-15902-9
Dateigröße: 528 KB
Theorethisch erarbeitete Merkmale wurden in dieser Arbeit empirisch überprüft.477 KB
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Unternehmenskooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung
von Bernd Decker
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
1 Einleitung 1
2 Einführung in das Thema "Kooperationen" 3
2.1 Entwicklung des Kooperationsbegriffs 3
2.2 Wichtige Erkennungsmerkmale von Kooperationen 4
2.3 Die einzelnen Kooperationsarten 6
3 Forschung und Entwicklung 11
3.1 Definition Forschung und Entwicklung 11
3.2 Phasen der Forschung und Entwicklung 12
3.2.1 Grundlagenforschung 12
3.2.2 Angewandte Forschung 12
3.2.3 Entwicklung 13
4 Forschungs- und Entwicklungskooperationen 14
4.1 Konfigurationsmerkmale von F&E-Kooperationen 14
4.2 Gegenstand von F&E-Kooperationen 15
4.3 Richtung der F&E-Kooperationen 16
4.3.1 Horizontale F&E-Kooperationen 16
4.3.2 Vertikale F&E-Kooperationen 16
4.3.3 Diagonale F&E-Kooperationen 17
4.4 Intensität von F&E-Kooperationen 18
4.4.1 Nicht koordinierte Einzelforschung mit Erfahrungs- und Ergebnisaustausch 18
4.4.2 Koordinierte Einzelforschung mit planmäßigen Erfahrungs- und Ergebnisaustausch 19
4.4.3 Zusammenarbeit von F&E-Abteilungen 20
4.4.4 Gründung eines Joint Ventures 20
4.5 Räumliche Entfernung des F&E-Kooperationspartners 21
4.6 Dauer der F&E-Kooperation 21
4.7 Zutrittsmöglichkeiten zu F&E-Kooperationen 22
5 Bedeutung von Vertrauen in F&E-Kooperationen 23
5.1 Definition 23
5.2 Wissen 24
5.3 Quellen von Vertrauen 25
5.4 Weitere Vertrauensinhalte 26
5.5 Entstehung und Erhaltung von Vertrauen 27
5.6 Vertrauensbewusste Kooperation und Kontrolle 28
5.7 Kritische Würdigung von Vertrauen in F&E-Kooperationen 29
6 Chancen und Risiken von F&E-Kooperationen 32
6.1 Ziele und Vorteile von F&E-Kooperationen 32
6.2 Risiken 36
7 Empirische Untersuchung von F&E-Kooperationen 39
7.1 Ziel und Konzeption der empirischen Untersuchung 39
7.2 Ergebnisse der schriftlichen Befragung 41
7.2.1 Allgemeiner Teil 41
7.2.2 Merkmale der F&E-Kooperation 43
7.2.3 Grundsätzliche Aspekte der Kooperationsentscheidung 47
7.2.4 Nutzung von Informationsquellen bezüglich der Partnerwahl 50
8 Fazit und Ausblick 54
9 Literaturverzeichnis 56
10 Anhang 62
Anlage 1: Fragebogen 62
Anlage 2: Fallbeispiele von Kooperationsformen 66
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Die einzelnen Kooperationsarten 6
Abbildung 2: Morphologischer Kasten zur Bestimmung der F&E- Kooperationsformen 14
Abbildung 3: Kooperationsformen nach ihrer Richtung 18
Abbildung 4: Wissen und Vertrauen 24
Abbildung 5: Unterschiedliche Arten von Vertrauen 25
Abbildung 6: Umsatz der Unternehmen 41
Abbildung 7: Anzahl der Mitarbeiter 41
Abbildung 8: Branchenzugehörigkeit der Unternehmen 42
Abbildung 9: Beurteilung des Gesamterfolgs der Kooperation 43
Abbildung 10: Phase des Forschungs- und Entwicklungsprozesses 44
Abbildung 11: Verflechtung der Kooperation 45
Abbildung 12: Geographische Auslegung der Kooperation 46
Abbildung 13: Leitkriterien für Partnerunternehmen 47
Abbildung 14: Bedeutung der Ziele der F&E-Kooperation 49
Abbildung 15: Bedeutung von Informationsquellen 50
Abbildung 16: Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung 51
Abbildung 17: Bedeutung des Internets zur Informationsbeschaffung 52
1 EINLEITUNG
Fundamentale wirtschaftliche, gesellschaftliche und auch politische Veränderungen haben in den letzten Jahren die Bedingungen, unter denen Unternehmen operieren, stark beeinflusst. Schlagworte wie Globalisierung, verkürzte Produktlebenszyklen, steigender Wettbewerbsdruck fallen bei fast allen Autoren ebenso wie die Konzentration auf Kernkompetenzen und die Beschleunigung der Marktbedingungen.
Die Wettbewerbsfähigkeit und somit der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens ist immer stärker durch hohe Flexibilität des Gesamtunternehmens und kurze Durchlaufzeiten in den Entwicklungsphasen geprägt.
Als Folge der zunehmenden internationalen Konkurrenz kommt es zu einer Verkürzung der Produktlebenszyklen. Neue Produkte müssen in immer kürzer werdenden Zeitabständen entwickelt und auf dem Markt positioniert werden. Ein ständig wachsender Anteil des Umsatzes wird dadurch mit sogenannten "jungen Produkten" erzielt. Daher sind im Laufe der Jahre die Anforderungen an die Abteilungen für Forschung und Entwicklung (F&E) in den Unternehmen stark angestiegen. Oftmals sind einzelne Unternehmungen durch erhöhten Kapitalbedarf, aber auch durch die Existenz von Mitarbeiterkapazitäten mit dem notwendigen Know-how für F&E überfordert. Die fortschreitende Entwicklung geht dahin, dass sich die Unternehmen auf die Dinge konzentrieren, die sie besonders gut können; also auf ihre Kernkompetenzen.
Diese Konzentration auf die Kernkompetenzen, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Zeitersparnis und die Nutzung von Synergieeffekten lassen immer mehr Unternehmen kooperieren. Die zunehmende Bedeutung von Kooperationen wird auch durch Publikationen und Studien betreffend dieser Thematik unterstrichen, die oftmals zu dem Ergebnis kommen, dass die Häufigkeit von Kooperationen in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Jedoch hängt der Erfolg einer Kooperation von sehr vielen Faktoren ab. Neben der Existenz von Know-how, Finanzkapital und ähnlicher Unternehmenskultur usw., muss auch ein hohes Maß an Vertrauenspotential vorhanden sein, um eine Kooperation erfolgreich zu gestalten. Speziell bei Kooperationen im Bereich F&E spielt das Vertrauen eine sehr wichtige Rolle. Innerhalb einer solchen Kooperation wird nämlich nur schwer durch vertragliche Konstrukte gesichertes Wissen ausgetauscht. Daher wird das Thema Vertrauen einen wichtigen Teil in unserer Hausarbeit einnehmen.
Das Ziel dieser vorliegenden Hausarbeit ist es, die Merkmale von F&E- Kooperationen zu nennen und sowohl die Chancen als auch die Risiken einer solchen Zusammenarbeit herauszuarbeiten. Unsere aus der Literatur gewonnen Erkenntnisse werden dann durch eine Fragebogenaktion empirisch überprüft.
In Kapitel 2 wird zuerst der Begriff der Kooperation definiert, um dann die wichtigsten Erkennungsmerkmale von Kooperationen zu erörtern. Außerdem werden in diesem Kapitel die verschiedenen Kooperationsarten vorgestellt. Anschließend steht in Kapitel 3 der F&E Begriff im Vordergrund und es werden die einzelnen Phasen von F&E genannt. In Kapitel 4 wird dann mit Hilfe eines morphologischen Kastens die einzelnen Konfigurationsmerkmale von F&E-Kooperationen erläutert, um sich dann in Kapitel 5 der Vertrauensproblematik zu widmen. Durch ein hohes Maß an Vertrauen können Konflikte innerhalb einer Kooperation reduziert werden. Diese Konflikte, aber auch die Chancen von F&E-Kooperationen werden in dem darauffolgenden Kapitel 6 genauer illustriert. Es gibt auf der einen Seite mehrere Gründe und Vorteile, warum Unternehmen kooperieren. Jedoch existieren aber auf der anderen Seite auch Konfliktpotentiale und Nachteile, die sich negativ auf den Erfolg einer Kooperation auswirken können.
Um unsere in den vorangegangenen Kapiteln erarbeiteten theoretischen Grundlagen empirisch zu überprüfen, wurde eine Umfrage durchgeführt. Dazu wurde ausgewählten Unternehmen per E-mail einen Fragebogen zugesandt, welcher im Anhang dieser Arbeit zu finden ist. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden in Kapitel 7 präsentiert.
Zum Abschluss dieser Hausarbeit werden die gewonnenen Erkenntnisse kurz zusammengefasst, um letztendlich einen Ausblick auf die Zukunft von F&E- Kooperationen zu nehmen.
2 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA "KOOPERATIONEN"
2.1 Entwicklung des Kooperationsbegriffs
Im Gegensatz zur umgangssprachlichen Interpretation des Kooperationsbegriffs als eine Form der Zusammenarbeit zwischen Personen, Gruppen und Institutionen, wird in unserer Arbeit eine differenziertere Analyse des doch recht "verwaschenen" Begriffs anhand bestimmter Merkmale vorgenommen, um einen Konsens zu erreichen.
Unsere Hausarbeit wird sich auf die ökonomische Perspektive beschränken, andere Sichtweisen werden außer acht gelassen. Diese wirtschaftlichen Kooperationen kann man in inner-, zwischen- und überbetriebliche Kooperation unterteilen. Wir werden uns im folgenden hauptsächlich mit zwischenbetrieblichen Kooperationen befassen.
Durch eine kurze Vorstellung unserer Literaturanalyse wollen wir verschiedene betriebswirtschaftliche Definitionen vorstellen und prägnante Merkmale von zwischenbetrieblichen Kooperationen herausarbeiten:
Bidlingmaier definiert den Begriff folgendermaßen:
"Zwischenbetriebliche Kooperation liegt immer dann vor, wenn zwei oder mehrere Unternehmen aufgrund freiwilliger vertraglicher Abmachungen gewisse Aufgaben gemeinschaftlich erfüllen, in der Erwartung, hierdurch einen -gegenüber dem jeweils individuellen Vorgehen- höheren Grad der Zielerfüllung zu erreichen."
Für Benisch steht die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund:
"...........Kooperation bedeutet die Zusammenlegung einzelner Unternehmensfunktionen zu dem Zweck, die Leistung der beteiligten Unternehmen zu steigern und dadurch deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern."
Düttmann betont in seiner Definition die freiwillige Zusammenarbeit von Unternehmen:
"Die wirtschaftliche Kooperation ist die bewusste, zwischenbetriebliche und freiwillige Zusammenarbeit selbständiger Unternehmen mit der Absicht, ohne Aufgabe der grundsätzlichen unternehmerischen Entscheidungsfreiheit in bestimmten betrieblichen Teilbereichen gemeinsame wirtschaftliche Ziele zu realisieren."
Wöhe definiert Kooperationen wie folgt:
"...als eine Verbindung von bisher rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen zu größeren Wirtschaftseinheiten, ohne dass dadurch die rechtliche Selbständigkeit und die Autonomie der einzelnen Unternehmen im Bereich wirtschaftlicher Entscheidungen aufgehoben werden muss."
Einen weiteren interessanten Aspekt der essentiellen Notwendigkeit von Kooperationen für ganz bestimmte Ziele liefert die Definition von Picot/Reichenwald/Wigand:
"Die Kooperation ist eine Form der freiwilligen zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit von mindestens zwei Unternehmen unter Wahrung wirtschaftlicher und rechtlicher Selbständigkeit. Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung findet eine zweckorientierte Zusammenarbeit statt, die eine gemeinsame Erreichung eines oder mehrerer übergeordneter und nur gemeinsam erreichbarer Ziele anstrebt."
2.2 Wichtige Erkennungsmerkmale von Kooperationen
[...]
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