Auswirkungen von Duroc-Kreuzungen auf Qualitätsmerkmale und ökonomische Kennwerte in der Mastschweineerzeugung

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Details
Autor: Mirja Plischke
Fach: Agrarwissenschaften
Institution/Hochschule: Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Soest
Jahr: 2007
Seiten: 90
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 81 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 806 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-05770-7
Anlage 2 wird in Form einer Excel-Tabelle ausgeliefert.
Zusammenfassung / Abstract
Ziel dieser Diplomarbeit war es, die Eignung des Duroc-Schweines als Kreuzungsbestandteil heutiger Mastendprodukte zu untersuchen sowie Vor- und Nachteile zu beleuchten. Hierbei war vor allem der Einsatz des Duroc als Endstufeneber von Interesse. Begonnen wird mit der Betrachtung des aktuellen Duroc-Einsatzes in Deutschland, sowie ausgewählten Ländern, wie beispielsweise Kanada, Dänemark und der Schweiz. Es werden die wichtigsten Qualitätsparameter wie Mastlesitung, Schlachtkörperzusammensetzung und Fleischbeschaffenheit von Duroc, Duroc-Kreuzungen mi heute in Deutschland üblichen Mast-Kreuzungen verglichen. Eine Deckungsbeitragsrechnung zeigt die ökonomischen Auswirkungen für den Schweinemäster.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Südwestfalen Abteilung Soest
Fachbereich Agrarwirtschaft
Lübecker Ring 2, 59494 Soest
Diplomarbeit
zur Erlangung des Titels
Diplom-Ingenieurin
Fachhochschule, Dipl.-Ing. (FH)
Thema:
Auswirkungen von Duroc-Kreuzungen auf Qualitätsmerkmale
und ökonomische Kennwerte in der Mastschweineerzeugung
V
erfasse
rin: Mirja Plischke,
F
achgebiet: Tierzucht
abgegeben am: 13.12.2007
Inhaltsverzeichnis
I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Verzeichnis der Tabel en
III
Verzeichnis der Abbildungen
IV
Verzeichnis der Abkürzungen
VI
1
Einleitung
1
2
Rassebeschreibung: Duroc Schwein
2
3
Die Bedeutung des Durocs in Deutschland
4
3.1
Die aktuel e Diskussion um Duroc-Kreuzungen in Deutschland..
4
3.2
Der Einsatz von Duroc-Schweinen in der deutschen
Schweineproduktion
7
3.3
Diskussion zur Bedeutung des Durocs in Deutschland
10
4
Der Einsatz von Duroc-Schweinen in der Schweineproduktion
anderer Länder 11
4.1
Kanada 11
4.1.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in Kanada 12
4.1.2 Das Kanadische Duroc und seine züchterische Bearbeitung 13
4.2
Dänemark
16
4.2.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in Dänemark 16
4.2.2 Das Dänische Duroc und seine züchterische Bearbeitung 17
4.3
Schweiz 19
4.3.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in der Schweiz 19
4.3.2 Leistungsstand, Zuchtziele und Selektion in der Schweiz 20
4.4
Spanien 22
4.5
Diskussion zum Duroc-Einsatz in der Schweineproduktion
anderer Länder 25
Inhaltsverzeichnis
II
5
Ausgewählte Qualitätsmerkmale von Duroc-Kreuzungen im
Vergleich zu Kreuzungen anderer Rassen 26
5.1
Mastleistung
27
5.2
Schlachtkörperzusammensetzung 28
5.2.1 Muskelfleischanteil 29
5.2.2 Fleisch-Fett-Verhältnis 32
5.3
Fleischbeschaffenheit 33
5.3.1 Intramuskulärer Fettgehalt 34
5.3.2 Tropfsaftverlust, pH-Wert und Leitfähigkeit 37
5.4
Diskussion zu ausgewählten Qualitätsmerkmalen von Duroc-
Kreuzungen 42
6
Eigene Ergebnisse 43
6.1
Material und Methoden 43
6.2
Ergebnisse 46
6.2.1 Mastleistung
46
6.2.2 Schlachtkörperzusammensetzung 47
6.2.3 Fleischbeschaffenheit 49
6.2.4 Ökonomische Kennzahlen 51
6.3
Diskussion der eigenen Ergebnisse 56
7
Abschließende Diskussion 61
8
Ausblick 64
9
Zusammenfassung 65
Literaturverzeichnis 67
Anlagen 74
Verzeichnis der Tabellen III
Verzeichnis der Tabellen
Seite
Tab. 1: Anzahl der im "Schweizer Herdebuch" eingetragenen
Rassen 19
Tab. 2: Leistungsstand geprüfter Duroc-Herdbuchtiere 2006 21
Tab. 3: Vaterlinien, MHS-Status der Vaterlinie und Anzahl
der Prüftiere 44
Tab. 4: Mastleistungsvergleich der verschiedenen Nachkommengrup-
pen 47
Tab. 5: Schlachtkörpervergleich der verschiedenen Nachkommen-
gruppen 48
Tab. 6: Vergleich der Auto-FOM Ergebnisse der verschiedenen Nach-
kommengruppen 49
Tab. 7: Vergleich der Fleischbeschaffenheit der verschiedenen Nach-
kommengruppen 50
Tab. 8: Kennwerte des Produktionsverfahrens 52
Tab. 9: Verwendete Preise 52
Tab. 10: Deckungsbeitragsrechnung 53
Verzeichnis der Abbildungen IV
Verzeichnis der Abbildungen
Seite
Abb. 1: Duroc-Eber in verschiedenen Farben 3
Abb. 2: Verteilung und Entwicklung einiger im deutschen Herdbuch
eingetragenen Rassen von 2002 bis 2005 8
Abb. 3: Entwicklung der Schlachtreife kanadischer Schweine von
1980 bis 2006 14
Abb. 4: Entwicklung des Muskelfleischanteils kanadischer Schweine 14
Abb. 5: Intramuskulärer Fettgehalt verschiedener amerikanischer
Schweinerassen 15
Abb. 6: Entwicklung des intramuskulären Fettgehaltes kanadischer
Durocs von 1992 bis 2002 16
Abb. 7: Veränderung des Magerfleischanteils beim Dänischen Duroc
von 1998 bis 2005 18
Abb. 8: Entwicklung der Tageszunahmen beim Dänischen Duroc von
1998 bis 2005 18
Abb. 9: Anteil in der Schweiz verkaufter Sperma-Portionen nach
Rassen im Jahr 2006 (%) 20
Abb. 10: Intramuskuläre Fettgehalte von Kreuzungsnachkommen ver-
schiedener Duroc-Vaterlinien 24
Abb. 11: Rückenspeckdicke und Magerfleischanteil von Kreuzungs-
nachkommen verschiedener Duroc-Vaterlinien 24
Abb. 12: Tropfsaftverlust und IMF bei unterschiedlichem MHS-Status 34
Abb. 13: Vergleich von Schlachterlös, variablen Kosten und Deckungs-
beitrag je Mastschwein 55
Abb. 14: Vergleich von Schlachterlös, variablen Kosten und Deckungs-
beitrag je Mastplatz und Jahr 56
Abb. 15: Vergleich der Mastleistung von Duroc- und Piétrain-
Kreuzungen 57
Abb. 16: Muskelfleischanteil von Duroc- und Piétrain-Kreuzungen 58
Verzeichnis der Abbildungen V
Abb. 17: Fleischbeschaffenheit bei Duroc- und Piétrain-Kreuzungen 59
Abb. 18: Indexpunkte je Teilstück der verschiedenen Vaterlinien 60
Verzeichnis der Abkürzungen VI
Verzeichnis der Abkürzungen
BHZP
Bundeshybridzuchtprogramm
DE
Deutsches Edelschwein
DL
Deutsche Landrasse
Du
Duroc
ES
Schweizer Edelschwein
ESV
Schweizer Edelschwein Vaterlinie
FFV
Fleisch-Fett-Verhältnis
Ha
Hampshire
IMF
Intramuskulärer Fettgehalt
LF
Elektrische Leitfähigkeit
MHS
Maligne-Hyperthermie-Syndrom
NN
reinerbig stressstabil
NP
mischerbig stressstabil
p.m.
post mortem
Pi
Pietrain
PP
reinerbig stressanfäl ig
SL
Schweizer Landrasse
Y
Yorkshire
Kapitel 1 1
1
Einleitung
Die heutigen Mastschweine unterscheiden sich grundlegend von denen vor
50 Jahren. Durch das sich ändernde Konsumentenverhalten kam es zu einer
Umzüchtung der Schweine, da mehr mageres Fleisch und weniger Fett
nachgefragt wurde. Dies hatte jedoch nicht nur Vorteile, sondern brachte
auch Probleme mit sich. Die Schweine wurden anfäl iger für Stress, was oft-
mals Mängel in der Fleischbeschaffenheit zur Folge hat (LENGERKEN und
WICKE 2006). In Zeiten von Convenience-Produkten und Selbstbedienungs-
Kühltheken wird seit ein paar Jahren ein ganz neuer Focus auf die Qualität
von Schweinefleisch gelegt. Die Begriffe intramuskulärer Fettgehalt (IMF)
und Tropfsaftverluste (,,drip loss") sind daher immer wieder Bestandteil von
Diskussionen. Im gleichen Atemzug wird oft die Schweinerasse Duroc ge-
nannt, die vor al em für eine ausgezeichnete Fleischbeschaffenheit bekannt
ist und einige andere gute Eigenschaften besitzen sol . In anderen Ländern,
wie zum Beispiel Dänemark, das zunehmend mit seinen Mastendprodukten
auf den deutschen Schweinemarkt drängt, ist der Einsatz von Duroc-
Endstufenebern bereits seit vielen Jahren obligatorisch. Hierzulande werden
meistens sehr fleischbetonte Piétrain-Eber eingesetzt, die durch ihre beson-
ders ausgeprägte Fleischigkeit einen hohen Schlachterlös bringen.
Ziel dieser Arbeit ist es, das Duroc-Schwein und seinen Einsatz in Deutsch-
land und anderen Ländern näher zu beleuchten. Weiterhin sol en verschie-
dene Qualitätsparameter wie Mastleistung, Schlachtkörperzusammenset-
zung und Fleischbeschaffenheit der Duroc und Duroc-Kreuzungen im Ver-
gleich zu anderen Rassen untersucht und mit eigenen Ergebnissen vergli-
chen werden. Von großem Interesse ist auch, wie sich der Einsatz von Du-
roc-Kreuzungen ökonomisch für den Schweinemäster auswirkt. Hierauf wird
mit Hilfe einer Deckungsbeitragsrechnung, in der Duroc- und Piétrain-
Kreuzungen verglichen werden, eingegangen.
Kapitel 2 2
2
Rassebeschreibung: Duroc-Schwein
Das Duroc ist eine der ältesten amerikanischen Reinzuchtrassen und im
nordöstlichen Gebiet der USA beheimatet. Der Ursprung dieser Rasse ist
al erdings nicht lückenlos bekannt. Als Vorfahren werden zum einen im Jahre
1849 von Guinea nach Iowa/USA importierte Schweine genannt. Zum ande-
ren sol en Schweine spanischer Herkunft, die durch spanische Eroberer zu
Beginn des 19. Jahrhunderts nach Amerika gebracht wurden sowie rote spa-
nische Schweine, die 1837 nach Kentucky kamen, beteiligt gewesen sein
(SAMBRAUS 2001). Aus diesen verschiedenen roten Schweinen entstanden
zunächst drei rote Schläge: Jersey Red, Red Durocs von New York und die
Red Berkshires von Connecticut, die später zu den Duroc-Jerseys zusam-
mengefasst wurden. Vermutungen zur Folge könnte auch die englische
Tamworth-Rasse beteiligt gewesen sein (SAMBRAUS 2001). Ein Rassestan-
dard ist seit 1885 nachweisbar (SAMBRAUS 2001, LENGERKEN und WICKE
2006).
Äußerlich erkennt man das Duroc-Schwein an seiner einfarbigen roten Far-
be, kleinen Schlappohren und einer leicht eingedel ten Nasenlinie. Die rote
Farbe vari ert zwischen Hel rot und dunklem Rotbraun (vgl. Abb. 1), gelegent-
lich kommen kleine schwarze Flecken vor (SAMBRAUS 2001). Schweine die-
ser Rasse sind großrahmig mit gewölbtem Rücken. Ausgewachsene Duroc-
Eber weisen eine Schulterhöhe von etwa 90 cm auf und wiegen ca. 350 kg.
Duroc-Sauen messen im Durchschnitt 82 cm Schulterhöhe und wiegen ca.
300 kg (SAMBRAUS 2001). Bei der Beschreibung des Exterieurs klaffen die
Meinungen leicht auseinander, so findet man das Duroc auch als Schwein
mit mittlerem Rahmen und stark eingedel tem Nasenprofil beschrieben
(BIEDERMANN 1999).
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