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Scholary Paper (Seminar), 2007, 15 Pages
Author: Désirée Wallerich
Subject: Pedagogy - General
Details
Tags: Abgrenzung, Beratung, Erziehung
Year: 2007
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-05126-2
File size: 145 KB
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Abstract
Heutzutage gewinnt die pädagogische Beratung immer mehr an Bedeutung und wird zu einer der Hauptaufgaben der Pädagogen. Sie wird in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens angeboten und offenbar auch nachgefragt. Da gibt es zum Beispiel Jugendberatungsstellen, Familien- und Eheberatungsstellen sowie Sucht- oder Schuldnerberatungen. Auch die Erziehung wird heutzutage zu einem immer wichtigeren Thema in der Gesellschaft. Aufgrund der dynamischen Gesellschaft und dem raschen Wandel der modernen Lebensverhältnisse gibt es keine festgelegten und allgemeingültigen Erziehungsmethoden mehr (Weber 1974, S. 86). Erziehung wird somit von Zeit zu Zeit zu einer immer größeren Herausforderung. Außerdem ist sie nicht mehr auf einen bestimmten Teil des Lebens beschränkt, sondern Erziehung findet in den verschiedensten Bereichen statt. Die Schule zum Beispiel hat nicht mehr nur den Auftrag der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, sondern sie ist auch dazu verpflichtet, die Schülerinnen und Schüler zu erziehen. Ich möchte im Verlauf dieser Arbeit herausfinden, ob eine Abgrenzung der Beratung versus Erziehung überhaupt noch möglich ist. Wenn nicht „… dann steht die Beratung in der Gefahr ihr eigenes Gesicht zu verlieren und entweder in Therapie oder in Erziehung aufzugehen“ (Dietrich 1991, S.10). Aus diesem Grund werde ich im Verlauf dieser Arbeit versuchen die komplexen Zusammenhänge der Thematik „Beratung und Erziehung“ näher zu erläutern. Die folgende Arbeit gliedert sich in mehrere Bereiche. Zu Beginn werde ich den Begriff der Beratung im Allgemeinen sowie die Grundlagen der klientenzentrierten Beratung näher erläutern. Im zweiten Kapitel wird in einem kurzen Exkurs der Erziehungsbegriff dargestellt. Ausgehend von den vorausgehenden Kapiteln folgt darauf die Gegenüberstellung von Erziehung und Beratung, indem ich deren wesentlichen Unterschied sowie Gemeinsamkeiten herausarbeiten werde. Das Fazit am Ende soll diese Arbeit abrunden und schließlich werden im Literaturverzeichnis alle Literaturangaben dargestellt.
Excerpt (computer-generated)
Universität Augsburg
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Pädagogik
Seminar: Grundformen pädagogischen Handelns
Wintersemester 2006/2007
Abgrenzung von Beratung und Erziehung
Wallerich Désirée
BA Erziehungswissenschaft
1
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Intention der Arbeit 3
2. Die Beratung als Grundform pädagogischen Handelns 3
2.1. Beratung allgemein 3
2.2. Grundsätze der Beratung 4
2.3. Rolle des Beraters 5
2.4. Schaubild des Beratungsprozesses 6
3. Exkurs: Erziehungsbegriff 7
3.1. präskriptiver Erziehungsbegriff nach Erich Weber 7
3.2. deskriptive Begriffsdefinition nach Wolfgang Brezinka 8
3.3. Modellvorstellungen über den Erziehungsprozess 8
4. Gegenüberstellung von Beratung und Erziehung 9
4.1. Unterschiedlichkeiten 9
4.2. Gemeinsamkeiten 11
4.3. Schlussfolgerungen 11
5. Fazit 12
Literaturverzeichnis 14
2
1. Intention der Arbeit
Heutzutage gewinnt die pädagogische Beratung immer mehr an Bedeutung und wird zu einer
der Hauptaufgaben der Pädagogen. Sie wird in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens
angeboten und offenbar auch nachgefragt. Da gibt es zum Beispiel Jugendberatungsstellen,
Familien- und Eheberatungsstellen sowie Sucht- oder Schuldnerberatungen.
Auch die Erziehung wird heutzutage zu einem immer wichtigeren Thema in der Gesellschaft.
Aufgrund der dynamischen Gesellschaft und dem raschen Wandel der modernen
Lebensverhältnisse gibt es keine festgelegten und allgemeingültigen Erziehungsmethoden
mehr (Weber 1974, S. 86). Erziehung wird somit von Zeit zu Zeit zu einer immer größeren
Herausforderung. Außerdem ist sie nicht mehr auf einen bestimmten Teil des Lebens
beschränkt, sondern Erziehung findet in den verschiedensten Bereichen statt. Die Schule zum
Beispiel hat nicht mehr nur den Auftrag der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und
Fertigkeiten, sondern sie ist auch dazu verpflichtet, die Schülerinnen und Schüler zu erziehen.
Ich möchte im Verlauf dieser Arbeit herausfinden, ob eine Abgrenzung der Beratung versus
Erziehung überhaupt noch möglich ist. Wenn nicht ,,... dann steht die Beratung in der Gefahr
ihr eigenes Gesicht zu verlieren und entweder in Therapie oder in Erziehung aufzugehen"
(Dietrich 1991, S.10). Aus diesem Grund werde ich im Verlauf dieser Arbeit versuchen die
komplexen Zusammenhänge der Thematik ,,Beratung und Erziehung" näher zu erläutern.
Die folgende Arbeit gliedert sich in mehrere Bereiche. Zu Beginn werde ich den Begriff der
Beratung im Allgemeinen sowie die Grundlagen der klientenzentrierten Beratung näher
erläutern. Im zweiten Kapitel wird in einem kurzen Exkurs der Erziehungsbegriff dargestellt.
Ausgehend von den vorausgehenden Kapiteln folgt darauf die Gegenüberstellung von
Erziehung und Beratung, indem ich deren wesentlichen Unterschied sowie Gemeinsamkeiten
herausarbeiten werde. Das Fazit am Ende soll diese Arbeit abrunden und schließlich werden
im Literaturverzeichnis alle Literaturangaben dargestellt.
2. Die Beratung als Grundform pädagogischen Handelns
2.1. Beratung allgemein
Beratung findet täglich als zwischenmenschliche Interaktion in Familien, Schulen und an
Orten, die nicht speziell als Beratungsstelle gelten, statt. Sie begegnet einem beim
Alltagsgespräch mit Freunden, beim Einkauf im Modegeschäft oder beim Autokauf.
Allerdings werde ich in meiner Hausarbeit genauer auf die pädagogische Beratung eingehen.
3
Sie wird als Lernhilfe mit dem Ziel, die Handlungs- und Entscheidungskompetenz des
Ratsuchenden zu erhöhen, definiert. Die Beratung wird letztendlich dazu gebraucht die
Selbsthilfe zu fördern, um die Handlungskompetenz des zu Beratenden zu verbessern
(Hamann 1994, S.30).
,,Das Grundmuster einer Beratungssituation besteht darin, dass jemand, der ein Problem hat
und damit nicht zurande kommt, bereit und willens ist, sich von einem anderen bezüglich
dieses Problems in einem Gespräch helfen zu lassen; dabei kann dieser ,jemand′ auch eine
Gruppe sein
"
(Hornstein 1977, S. 37). Daran wird deutlich, dass am Beratungsprozess drei
wesentliche Komponenten von großer Bedeutung sind. Das wäre zum einen der Ratsuchende,
der nicht mehr in der Lage ist das Problem selbstständig zu lösen und freiwillig eine
Beratungsstelle aufsucht. Ihm fehlt es an Orientierung und eventuelle Lösungsmöglichkeiten
sind ihm nicht bekannt. Ein weiteres Element ist der Berater, auf den ich im weiteren Verlauf
noch etwas genauer eingehen werde. Er dient oftmals als Informations- und
Unterstützungshilfe zur Entscheidung. Seine Aufgabe besteht darin die ,,Lernprozesse in
Gang zu setzen" (Hamann 1994, S.30) und die Selbsthilfe des Ratsuchenden maßgeblich zu
fördern.
Im Zentrum der Beratung steht letztendlich das Beratungsproblem, das vom Ratsuchenden
selbst festgelegt wird. Dies muss bereits am Anfang geklärt und im Laufe der Beratung durch
die kritische Auseinandersetzung mit sich selbst behoben werden.
Ursachen für die Beratung sind vor allem lebenspraktische, soziale, seelische, körperliche und
wirtschaftliche Schwierigkeiten (Belardi 1996, S. 32). Besonders in der heutigen Gesellschaft
gibt es aufgrund der veränderten Lebensverhältnisse und des Wertewandels einen wachsenden
Orientierungsbedarf.
2.2. Grundsätze der Beratung
Bei der pädagogischen Beratung gibt es bestimmte Grundsätze die eingehalten werden
müssen, damit die Beratung erfolgreich abläuft. Eines dieser Kriterien ist, dass die
Entscheidungsfreiheit des Ratsuchenden unbedingt gewährleistet sein muss. Der Berater muss
ihm einen gewissen Freiraum lassen sich zu entscheiden, ob er den Rat annimmt oder nicht.
Denn wenn er die Entscheidung nicht hundert Prozent vertritt, wird er auch weniger bereit
sein, diese zu verteidigen und gegebenenfalls umzusetzen. Dabei wird allerdings
vorausgesetzt, dass der zu Beratende über eine gewisse Entscheidungskompetenz verfügt. Das
Lernziel muss vom Ratsuchenden selbst festgesetzt werden und der Berater sollte ihn dabei
lediglich unterstützen. Es ist zu beachten, dass dem zu Beratenden auf gar keinen Fall
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