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Termpaper, 2006, 18 Pages
Author: Inga Bones
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Details
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Philosophisches Institut)
Tags: Hume, Erkenntnis, Philosophie, Neuzeit, Erkenntnistheorie, Induktionsproblem, Empirismus
Year: 2006
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04130-0
ISBN (Book): 978-3-638-93875-4
File size: 130 KB
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Abstract
1. Leben und Werk 2. Erkenntnistheorie in der „Untersuchung über den menschlichen Verstand" 3. Die Grenzen menschlicher Erkenntnis – ein Fazit Der schottische Philosoph David Hume, am 26.04.1711 in Edinburgh geboren, gilt neben John Locke und George Berkeley als einer der Hauptvertreter des Empirismus und nahm mit seinen teils revolutionären und für die damalige Zeit gewagten Thesen einen nicht zu leugnenden Einfluss auf die Philosophie der Neuzeit. Im Gegensatz zum Rationalismus, der mit den Namen bedeutender Philosophen wie Descartes, Leibniz oder Spinoza verknüpft ist, propagierten die Vertreter der „empiristischen Antwort“ die Erfahrung, nicht die abstrahierende Vernunft, als Grundlage der menschlichen Erkenntnis und warfen folglich skeptische Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit des Menschen sowie die damit verbundene Frage nach den Grenzen der Erkenntnis auf. Neben der Annahme des Primats der Erkenntnis durch sinnliche Wahrnehmung sind die teilweise psychologisierende Argumentation und die ausgeprägte Sprachkritik kennzeichnend für Hume und den Empirismus im Allgemeinen. Mit dieser Hausarbeit möchte ich dem Leser zunächst einen Überblick über Leben und Werk David Humes verschaffen, bevor ich im Rahmen seiner „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ die Erkenntnistheorie erläutere. Die Einflüsse seiner empiristischen und rationalistischen Vorgänger sollen hierbei nicht unberücksichtigt bleiben und nicht zuletzt möchte ich einige Positionen berühmter Denker wie Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer zu Humes erkenntnistheoretischer Fragestellung darstellen. Selbstverständlich lässt sich im Rahmen dieser Hausarbeit keine erschöpfende Darstellung des Themas bewerkstelligen; das Ziel soll vielmehr sein, das erkenntnistheoretische System David Humes in einer verständlichen Weise zu skizzieren und sowohl die Herkunft, die Vorgänger und die Wirkung dieses großen Philosophen nicht zu vernachlässigen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, wichtige Termini in ihrer spezifischen Verwendung in Humes Schriften, die sozusagen die „Eckpfeiler“ eines komplexen erkenntnistheoretischen Gebäudes bilden, einzuführen und zu erklären, was ich in Kapitel 2.1. tun möchte. Darauf aufbauend wende ich mich in Kapitel 2.2. dem Induktionsproblem, welches von Hume explizit angesprochen wurde, und in Kapitel 2.3. der Untersuchung der notwendigen Verknüpfung zu.
Excerpt (computer-generated)
WS 2005/06
HHU Düsseldorf
Philosophiegeschichte
VL Einführung in die Philosophie der Neuzeit
David Hume und die Frage nach den Grenzen
menschlicher Erkenntnis
Inga Bones
Fachsemester 1
Germanistik / Philosophie BA
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 2
1. Leben und Werk ... 3
1.1. Überblick über das Leben Humes und die Entstehung der „Enquiry“ ... 3
1.2. Grundgedanken des Rationalismus und die „empiristische Antwort“ ... 5
2. Erkenntnistheorie in der „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ ... 7
2.1. Perception, Impression and Idea ... 8
2.2. Das Induktionsproblem und die Tatsachenfrage ... 10
2.3. Über die notwendige Verknüpfung ... 12
3. Die Grenzen menschlicher Erkenntnis – ein Fazit ... 14
Bibliografien ... 16
I. Monografien ... 16
II. Nachschlagewerke ... 16
„Die Schönheit der Dinge liegt in der Seele dessen, der sie betrachtet.“ 1
Einleitung
Der schottische Philosoph David Hume, am 26.04.1711 in Edinburgh geboren, gilt neben John Locke und George Berkeley als einer der Hauptvertreter des Empirismus und nahm mit seinen teils revolutionären und für die damalige Zeit gewagten Thesen einen nicht zu leugnenden Einfluss auf die Philosophie der Neuzeit.
Im Gegensatz zum Rationalismus, der mit den Namen bedeutender Philosophen wie Descartes, Leibniz oder Spinoza verknüpft ist, propagierten die Vertreter der „empiristischen Antwort“ die Erfahrung, nicht die abstrahierende Vernunft, als Grundlage der menschlichen Erkenntnis und warfen folglich skeptische Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit des Menschen sowie die damit verbundene Frage nach den Grenzen der Erkenntnis auf. Neben der Annahme des Primats der Erkenntnis durch sinnliche Wahrnehmung sind die teilweise psychologisierende Argumentation und die ausgeprägte Sprachkritik kennzeichnend für Hume und den Empirismus im Allgemeinen.
Mit dieser Hausarbeit möchte ich dem Leser zunächst einen Überblick über Leben und Werk David Humes verschaffen, bevor ich im Rahmen seiner „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ die Erkenntnistheorie erläutere. Die Einflüsse seiner empiristischen und rationalistischen Vorgänger sollen hierbei nicht unberücksichtigt bleiben und nicht zuletzt möchte ich einige Positionen berühmter Denker wie Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer zu Humes erkenntnistheoretischer Fragestellung darstellen.
Selbstverständlich lässt sich im Rahmen dieser Hausarbeit keine erschöpfende Darstellung des Themas bewerkstelligen; das Ziel soll vielmehr sein, das erkenntnistheoretische System David Humes in einer verständlichen Weise zu skizzieren und sowohl die Herkunft, die Vorgänger und die Wirkung dieses großen Philosophen nicht zu vernachlässigen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, wichtige Termini in ihrer spezifischen Verwendung in Humes Schriften, die sozusagen die „Eckpfeiler“ eines komplexen erkenntnistheoretischen Gebäudes bilden, einzuführen und zu erklären, was ich in Kapitel 2.1. tun möchte. Darauf aufbauend wende ich mich in Kapitel 2.2. dem Induktionsproblem, welches von Hume explizit angesprochen wurde, und in Kapitel 2.3. der Untersuchung der notwendigen Verknüpfung zu.
„Sei ein Philosoph; aber inmitten all deiner Philosophie bleibe Mensch!“2
1. Leben und Werk
1.1. Überblick über das Leben Humes und die Entstehung der „Enquiry“
David Hume wurde nach unserer heutigen Zeitrechnung am 7. Mai 1711 im schottischen Edinburgh als Sohn des Rechtsanwalts Joseph Home und dessen Ehefrau Katherine geboren. Seinen Namen änderte er im Alter von dreiundzwanzig Jahren von „Home“ zu „Hume“, da er mittlerweile in England lebte und somit die Schreibweise der dort üblichen Aussprachenorm anpasste.
Die Geschichte der Humes lässt sich bis „weit in die Frühgeschichte Schottlands zurückverfolgen“3; im schottischen Ninewells kann man noch heute Reste des Humeschen Stammschlosses besichtigen, in welchem sowohl David Hume als auch sein Vater ihre – vermutlich ruhige und angenehme – Kindheit, umgeben von einer weiten und recht idyllisch anmutenden Landschaft, verbrachten.
Hume, der „in jungen Jahren […] sehr religiös“4 war, schrieb sich Anfang 1723 an der Universität in Edinburgh ein; "1725/26 kehrte er nach Ninewells zurück, bereichert mit Wissen und dem Geschenk des Zweifels."5
[...]
1 David Hume
2 Hume et al. 2005, S. 7
3 Streminger 2003, S. 16
4 Streminger 2003, S. 12
5 Streminger 2003, S. 16
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