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Termpaper, 2007, 35 Pages
Author: Gerhard Fischer
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Tags: Aktivierung, Einflussvariable, Konsumentenforschung, Marktforschung
Year: 2007
Pages: 35
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 46 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-10212-9
ISBN (Book): 978-3-640-11622-5
File size: 888 KB
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Abstract
Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit einem kleinen Abschnitt der Konsumentenforschung, der aber als Schlüsselfaktor im Marketing an Wichtigkeit kaum zu überbieten ist – die Aktivierung. Um dies näher zu bringen, werde ich einführend etwas auf die Konsumentenforschung und ihre Position im Marketing eingehen. Dann werde ich auf die initiale Rolle der Aufmerksamkeit im Kaufentscheidungsprozess zu sprechen kommen und ihre Abhängigkeit vom dem Schlüsselfaktor Aktivierung erläutern. Dabei werde ich auf die aktivierungsauslösenden Reize zu sprechen kommen und deren Wirkung anhand von Beispielen darlegen. Um die Einflussfaktoren der Aktivierung zu komplettieren wird ebenso eine besondere Form der Aktivierung erklärt – das Involvement. Abschließend werden die Möglichkeiten zur Messung von Aktivierung und Involvement vorgestellt, auf Ihre Tauglichkeit untersucht und eine Bewertung dieser Instrumente im Bezug auf ihre Anwendbarkeit im Marketing vorgenommen.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Frankfurt am Main
University of Applied Science
Fachbereich 3 Wirtschaft und Recht
Seminar Marktforschung
Aktivierung als Einflussvariable
der Konsumentenforschung
Fachhochschule Frankfurt am Main
Wintersemester 2007 / 2008
von
Gerhard Fischer
Frankfurt am Main, Dezember 2007
II Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
Vorwort 1
1
Einführung in die Thematik 2
1.1 Historischer Wandel der Werbung 2
1.2 Konsumentenverhaltensforschung 3
1.3 ,,Die Gedanken sind frei"? 3
2
Aufmerksamkeit 4
2.1 Die Rolle der Aufmerksamkeit im Kaufentscheidungsprozess 4
2.2 Was ist Aufmerksamkeit? 5
2.3 Auslöser von Aufmerksamkeit 5
3
Aktivierung 6
3.1 Biologischer Hintergrund 6
3.2 Aktivierungswirkung 7
3.3 Aktivierende Reize 8
3.3.1 Intensive Reize 9
3.3.2 Affektive Reize 10
3.3.3 Kollative Reize 14
3.4 Messung von Aktivierung 16
3.4.1 Subjektive Methoden 16
3.4.2 Motorische Methoden 16
3.4.3 Physiologisch-Biologische Methoden 17
3.4.4 Elektrodermale Aktivität 17
4
Involvement 20
4.1 High- vs Low-Involvement 20
4.2 Involvement-Determinanten 21
4.3 Messung von Involvement 22
5
Resümee 25
Literaturverzeichnis 27
III Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 - Drei-Speicher-Modell nach Broadbent 4
Abb. 2 - Wirkungsweise des Aktivierungssystems 6
Abb. 3 - Lambda-Kurve 7
Abb. 4 - Beispiel für Farbe 9
Abb. 5 - Beispiel für Größe 9
Abb. 6 - Beispiel für Freude 10
Abb. 7 - Beispiel für Humor 10
Abb. 8 - Beispiel für Furchtappell 10
Abb. 9 - Beispiel für schockierende Werbung 12
Abb. 10 - Beispiel für Kindchenschema 14
Abb. 11 - Beispiel für Busenschema 14
Abb. 12 - Beispiel für kodierte Botschaft 15
Abb. 13 - Beispiel für falsche Rechtschreibung 15
Abb. 14 - Elektrodenpositionen zur EDA-Messung 17
Abb. 15 - stilisierte EDL-Kurve 18
Abb. 16 - Beispiel für Informationstiefe bei High-Involvement 20
Abb. 17 - Beispiel für Low-Involvement 21
Abb. 18 - Beispiel für Reizkomposition 26
IV Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
ARAS
Aufsteigendes Retikuläres Aktivierungssystem
CIP
Consumer Involvement Profile
EDA
Elektrodermale Aktivität
EDL
Elektrodermales Level
EDR Elektrodermale
Reaktion
EEG
Elektroencephalographie
EKG Elektrokardiogramm
EMG Elektromyogramm
FACS
Facial Action Coding System
MRT
Magnetresonanzthomographie
PII
Personal Involvement Inventory
POS Point-Of-Sale
RPII
Revised Personal Involvement Inventory
Vorwort
1
Vorwort
Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit einem kleinen Abschnitt der
Konsumentenforschung, der aber als Schlüsselfaktor im Marketing an
Wichtigkeit kaum zu überbieten ist die Aktivierung.
Um dies näher zu bringen, werde ich einführend etwas auf die Konsumen-
tenforschung und ihre Position im Marketing eingehen. Dann werde ich
auf die initiale Rolle der Aufmerksamkeit im Kaufentscheidungsprozess zu
sprechen kommen und ihre Abhängigkeit vom dem Schlüsselfaktor
Aktivierung erläutern. Dabei werde ich auf die aktivierungsauslösenden
Reize zu sprechen kommen und deren Wirkung anhand von Beispielen
darlegen. Um die Einflussfaktoren der Aktivierung zu komplettieren wird
ebenso eine besondere Form der Aktivierung erklärt das Involvement.
Abschließend werden die Möglichkeiten zur Messung von Aktivierung und
Involvement vorgestellt, auf Ihre Tauglichkeit untersucht und eine
Bewertung dieser Instrumente im Bezug auf ihre Anwendbarkeit im Marke-
ting vorgenommen.
Im Folgenden wird ausschließlich zugunsten der besseren Lesbarkeit des
Textes jeweils nur die männliche Form verwendet.
1 Einführung in die Thematik
2
1
Einführung in die Thematik
Bevor ich mich dem eigentlichen Kern der Arbeit zuwende, möchte ich in
diesem Kapitel ein paar Worte zu der Entwicklung der Werbung verlieren,
um dann den Bezug zur Konsumentenforschung und dem eigentlichen
Thema dieser Arbeit herzustellen. Keine Sorge, ich werde dabei nicht allzu
sehr in die Tiefe zu gehen.
1.1 Historischer Wandel der Werbung
Bereits in der Antike wussten die Menschen um die Wichtigkeit absatzför-
dernder Mittel. 4000 Jahre vor Christus beschränkten sich die Botschaften
der ägyptischen Ausrufer und der sumerischen Steintafeln noch auf reine
Gattungskennzeichnungen und gegebenenfalls Informationen über die
Herkunft der Produkte bzw. dem Ort der Erfüllung (vgl. Bolton 2005).
Erst durch ein vervielfältigbares Medium wie das bedruckte Papier, konnte
die Werbung an Bedeutung gewinnen. In den Anfängen der Industrialisie-
rung, Mitte des 19. Jahrhunderts, blieb es aber weitestgehend dabei, den
potentiellen Kunden in Anzeigeblättern über die Existenz der Produkte zu
informieren. Damals konkurrierte vor allem die Kundschaft darum, ihr Geld
in die
Mangel
-Ware investieren zu dürfen.
Als die Kreditwirtschaft den Ottonormalverbraucher für sich entdeckte und
die Kluft zwischen Arm und Reich also denen die es sich leisten
konnten, und derer die bislang immer verzichten mussten schrumpfen
ließ, wurde allen schnell klar, dass nicht allein der günstigste Preis,
sondern auch die gewinnträchtige Qualitätsware massentauglich ist. Das
waren wunderbare Aussichten für die Unternehmen, die jetzt im Konkur-
renzkampf neben der Reduktion von Produktionskosten eine zweite Waffe
in der Hand hielten die Marke. Allerdings mussten dafür die Vorteile des
teueren Markenprodukts nicht nur beim Gebrauch spürbar, sondern schon
im Voraus wirksam kommuniziert werden.
Das gewachsene Konsumpotential lockte natürlich immer mehr Glücksrit-
ter an, die sich nun in beliebigen Preis- und Qualitätssegmenten gegenü-
berstehen. In der heutigen Überflussgesellschaft sieht sich der Kunde mit
unzähligen Alternativen konfrontiert, die seinen Bedarf und vor allem sein
Budget bei weitem übersteigen. Doch er ist es mittlerweile gewohnt über
seine Verhältnisse zu leben. Die Qual der Wahl verleiht ihm die
1 Einführung in die Thematik
3
unbewusste Macht über Leben und Tod der Anbieter zu bestimmen.
Diesem Damokles-Schwert musste die Kommunikationspolitik des Marke-
tings Rechnung tragen Kundenorientierung lautet die Devise (vgl.
Trommsdorff 2004, S.22). Und zwar nicht nur bei den faktischen Produkt-
eigenschaften, sondern auch bei den angedichteten Soft-Skills, die dem
gesichtslosen Zweck erst einen Charakter geben.
1.2 Konsumentenverhaltensforschung
Der Schlüssel zur Kundenorientierung ist es, den Menschen als Konsu-
menten zu verstehen (vgl. Trommsdorff 2004, S.17). Da der Mensch ein
sehr komplexes Wesen ist, musste sich die Konsumentenforschung von
Beginn an stark interdisziplinär ausrichten (vgl. Sherry 1991) und wendet
jetzt die Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Wissenschaften an
vor allem aus der Psychologie, der Soziologie, der Sozialpsychologie, der
Verhaltensforschung bzw. Verhaltensbiologie und den physiologischen
Verhaltenswissenschaften (vgl. Kroeber-Riel/Weinberg 2003, S.8 ff).
Die Konsumentenverhaltensforschung befasst sich dabei mit den Fragen:
a) Wie verhält sich der Konsument?
b) Warum verhält er sich so?
c) Wie kann man sein Verhalten beeinflussen?
Sie versucht anwendbare Hypothesen und Konstrukte zu entwickeln,
diese empirisch zu belegen und entsprechende Handlungsempfehlungen
zu geben (vgl. Kroeber-Riel/Weinberg 2003, S.15 f).
1.3 ,,Die Gedanken sind frei"?
Es liegt wohl nahe, dass sich jeder mit dem Inhalt dieses deutschen Volks-
liedes identifizieren möchte, spricht es doch die Voraussetzung von
Individualität an.
Die Neurowissenschaft hat jedoch festgestellt: ,,bewusste Entscheidungen
werden eindeutig unbewusst vorbereitet" (Roth 2001, S.206). Es ist
demnach fraglich, inwieweit unsere Kaufentscheidungen tatsächlich
rational und frei sind. Ein Faktor den wir nur sehr eingeschränkt bewusst
lenken können, ist die Aufmerksamkeit. Wodurch Aufmerksamkeit erregt
wird und welche Rolle dabei die Aktivierung spielt, erläutere ich in den
folgenden Kapiteln.
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