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Die Notwendigkeit von Übersignaturen und ihre technische Umsetzung

Termpaper, 2008, 14 Pages
Author: Robert Wasowski
Subject: Organisation and Administration

Details

Event: Innovationstechnische Innovationen
Institution/College: University of Kassel
Tags: Notwendigkeit, Umsetzung, Innovationstechnische, Innovationen
Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 14
Grade: 100 Punkte
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: Danish
Archive No.: V91463
ISBN (E-book): 978-3-638-07014-0

File size: 178 KB

Abstract

Das Konstrukt "Übersignaturen" sieht lediglich das deutsche bzw. österreichische Signaturrecht vor. Im Jahr 2007 bzw. Frühjahr 2008 bestand zum ersten Mal überhaupt, die Notwendigkeit Übersignaturen zu erzeugen. Elektronische Signaturen werden in vielen Bereichen eingesetzt, um geschäftskritische Informationen zu sichern. Elektronische Signaturen beruhen auf kryptografische Verfahren, deren Kern die Verschlüsselung ist . Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass nach heutigem Kenntnisstand selbst kryptografische Verfahren im Laufe der Zeit ihre Sicherheitseignung verlieren können . Ein sehr anschauliches Beispiel lieferte Prof. Dr. Hackl (Direktor an der PTB Braunschweig) anlässlich einer Fachkonferenz in 2005 : Stellen Sie sich vor, Sie würden jedes Dokument mit einem Siegel anbringen, um damit die Unverfälschtheit zu dokumentieren. Nach einigen Jahren meldet sich der Hersteller des Siegellackes und teilt mit, dass der Lack infolge seiner chemischen Zusammensetzung bröckeln kann und dadurch die Siegel brechen könnten. Sie würden jetzt vor der Aufgabe stehen, mit einem neuen Siegellack die Siegel zu erneuern. Da Sie mittlerweile eine Vielzahl an Dokumenten archiviert haben, könnten Sie nicht rechtzeitig alle Dokumente neu versiegeln. Zur Lösung dieses Problems könnten Sie sämtliche versiegelte Dokumente in einen großen Postsack packen und diesen zuschnüren. Der Knoten selbst wird wiederum versiegelt, allerdings mit dem neusten Siegellack. Was für den Siegellack die chemische Konsistenz ist, ist im übertragenen Sinn für elektronische Signaturen die Sicherheitseignung der kryptografischen Verfahren. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Signaturen vor dem Verlust ihrer Sicherheitseignung, ausreichend zu schützen sind. Zumindest auf europäischer Ebene ist Deutschland neben Österreich das einzige Land, das diese Problematik überhaupt aufgreift und normiert .


Excerpt (computer-generated)

Die Notwendigkeit von Übersignaturen

und ihre technische Umsetzung

Hausarbeit im Wahlpflichtkurs

Informationstechnische Innovationen

vorgelegt von

Robert Wasowski, MPA 21

Abgabetermin:

21.02.2008

Dokument:

v91463.doc

Autor:

Robert Wasowski

Datum:

03.06.2008

Seite:

1


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 3

Abgrenzung 4

Rechtliche Voraussetzungen / Geeignete Algorithmen 4

ArchiSig / Evidence Record Syntax 5

Technische Umsetzung 6

Probleme aus der Praxis 10

Dokument:

v91463.doc

Autor:

Robert Wasowski

Datum:

03.06.2008

Seite:

2


Einleitung

Elektronische Signaturen werden in vielen Bereichen eingesetzt, um

geschäftskritische Informationen zu sichern. Elektronische Signaturen beruhen auf

kryptografische Verfahren, deren Kern die Verschlüsselung ist1.

Es ist al erdings zu berücksichtigen, dass nach heutigem Kenntnisstand selbst

kryptografische Verfahren im Laufe der Zeit ihre Sicherheitseignung verlieren

können2.

Ein sehr anschauliches Beispiel lieferte Prof. Dr. Hackl (Direktor an der PTB

Braunschweig) anlässlich einer Fachkonferenz in 20053: Stel en Sie sich vor, Sie

würden jedes Dokument mit einem Siegel anbringen, um damit die Unverfälschtheit

zu dokumentieren. Nach einigen Jahren meldet sich der Herstel er des Siegel ackes

und teilt mit, dass der Lack infolge seiner chemischen Zusammensetzung bröckeln

kann und dadurch die Siegel brechen könnten. Sie würden jetzt vor der Aufgabe

stehen, mit einem neuen Siegel ack die Siegel zu erneuern. Da Sie mittlerweile eine

Vielzahl an Dokumenten archiviert haben, könnten Sie nicht rechtzeitig al e

Dokumente neu versiegeln. Zur Lösung dieses Problems könnten Sie sämtliche

versiegelte Dokumente in einen großen Postsack packen und diesen zuschnüren..

Der Knoten selbst wird wiederum versiegelt, al erdings mit dem neusten Siegel ack.

Was für den Siegel ack die chemische Konsistenz ist, ist im übertragenen Sinn für

elektronische Signaturen die Sicherheitseignung der kryptografischen Verfahren.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass Signaturen vor dem Verlust ihrer

Sicherheitseignung, ausreichend zu schützen sind. Zumindest auf europäischer

Ebene ist Deutschland neben Österreich das einzige Land, das diese Problematik

überhaupt aufgreift und normiert4.

1 [4]: S.27

2 [3]: S.87

3 http://www.informatik.hs-mannheim.de/FachkonferenzBMWA/ aufgerufen am 13.02.08

4 [5]: S.61

Dokument:

v91463.doc

Autor:

Robert Wasowski

Datum:

03.06.2008

Seite:

3



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