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Diploma Thesis, 2008, 63 Pages
Author: Vivien Urbach
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Trauma, Kindersoldaten
Year: 2008
Pages: 63
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 46 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-05473-7
ISBN (Book): 978-3-638-94655-1
File size: 340 KB
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Abstract
Bei der Literatur über Kindersoldaten fällt ein sich häufig wiederholendes Muster auf: Die Aufhänger und Schwerpunkte sind unterschiedlich, doch die Inhalte oft ähnlich. Es wird geschildert, wie viele Kindersoldaten es wo gibt, wer sie sind, woher sie kommen, wie sie rekrutiert werden, und wie ihr Leben als Kindersoldat aussieht. Dabei wird zumeist ihre Opferrolle in den Vordergrund gestellt. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Leben nach dem Krieg, was allerdings überhaupt nur dann zur Darstellung kommt, wenn sie Teil eines Reintegrationsprogramms werden. Irgendwo dazwischen steht dann meist, sie seien schwer traumatisiert und einige Symptome werden aufgezählt. Teilweise wird von einer traumatisierten Gesellschaft gesprochen. Bei all diesen Quellen drängt sich mir immer wieder die Frage auf, was es konkret für das Leben, Denken und Fühlen eines Menschen bedeutet, traumatisiert zu sein. Was heißt es speziell für ein Kind und noch spezieller für ein Kind, das im Krieg gekämpft hat? Wie geht es ihm? Wie kann es sein Leben meistern, wie seine Erlebnisse begreifen und verarbeiten? Was geht in seinem Kopf vor, und wie ist sein Umgang mit sich und anderen Menschen von seiner Vergangenheit geprägt? Wie und wie weit und wie lang wirkt es sich aus? Rachel Brett bezeichnet die Unfähigkeit der Menschen, die Auswirkungen des Einsatzes von Kindersoldaten ernst zu nehmen, als ein grundlegendes Problem, welches die Beendigung der Rekrutierung von Kindern hemmt . Hier soll diese Arbeit ansetzen, indem sie die weit reichenden und nachhaltigen Konsequenzen allein durch das ausgelöste Trauma aufzeigt. Es gilt also, das Trauma der ehemaligen Kindersoldaten, von dem ständig die Rede ist, zu beleuchten und mit Inhalt zu füllen und damit dem inflationären Umgang mit dem Wort entgegen zu wirken.
Excerpt (computer-generated)
(GE)WEHRLOS
Das Trauma ehemaliger Kindersoldaten
Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades:
Diplom-Sozialarbeiterin; Diplom-Sozialpädagogin
im Fachbereich Soziale Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und
Kunst
Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
von
Vivien Urbach
Januar 2008
Inhaltsverzeichnis
Seite
Themenfindung
3
Einleitung
4
1.
Kindersoldaten
7
1.1
Definitionen
7
1.1.1
Kind
7
1.1.2
Kindersoldat
8
1.2
Weltweiter
Überblick
9
1.3
Ursachen
11
1.4
Rekrutierung
und
Alltag
14
1.5
Zusammenfassung
18
2.
Diagnose
Trauma
19
2.1
Wiedererleben des traumatischen Ereignisses
20
2.2
Vermeidung traumarelevanter Reize und (emotionaler) Rückzug
21
2.3
Symptome einer Aktivitätssteigerung 22
2.4
Zusammenfassung
24
3.
Das
Trauma
ehemaliger
Kindersoldaten
26
3.1
Alternative
Traumatheorien
27
3.2
Traumatisierende
Lebensbedingungen
29
3.2.1
Mutter-Verlust 29
3.2.2
Drogen 32
3.2.3
Kämpfen
und
Töten
33
3.2.4
Sexueller
Missbrauch
und
Zwangsheirat
35
3.3
(Re)Traumatisierende
Auswirkungen
38
3.3.1
Behinderung
38
3.3.2
Vernachlässigung
39
3.3.3
Scham
und
Schuld
41
3.3.4
Identitätsverlust 42
3.4
Mit
Gewehr
44
3.5
Zusammenfassung
45
4.
Rehabilitation 48
4.1
Traditionelle Reinigungszeremonien
48
4.2
Westliche Therapien
51
4.3
Zusammenfassung
52
5.
Resümee
54
Gedicht
von
Monika
Wilhelm
57
Abkürzungsverzeichnis
58
Quellenverzeichnis
59
Themenfindung
,,Den Wahnsinn kann man nicht aussagen. Kann man ihn stammeln? Wenn das Leben so ist - wenn es
jederzeit so sein kann -, verstehst du, dass ich in diesen Abgrund nicht schauen kann? Und doch hin-
schauen muss - weil es die Wahrheit ist: dass das Leben so ist." (Pfau 1998: 49f.)
Im Laufe meines Studiums der Sozialen Arbeit werde ich mit vielen Themen kon-
frontiert, die mich sehr berühren und beschäftigen. Keines hinterlässt jedoch einen so
tiefen und nachhaltigen Eindruck wie die Kindersoldaten. Ich glaube, nie etwas
Grausameres und Absurderes gehört zu haben, und es fühlt sich wie eine Art Ver-
antwortung an, sich weiter mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ich beginne mit
meinen Recherchen zunächst im Rahmen eines Referats und bin sehr froh, als der
Termin endlich gekommen ist. Was ich erfahren habe, verfolgt mich bereits in den
Schlaf und ich hoffe, mit dem Halten des Referats das Thema loslassen zu können.
Doch daraus wird nichts.
Menschen, die von dieser und anderen Katastrophen betroffen sind, wünschen sich
und viele fordern sogar, dass die Welt von ihrem Schicksal erfährt. Die Kinder fra-
gen immer wieder, warum die Welt ihnen nicht hilft. Nach meiner Ansicht fragen sie
mit vollem Recht, und ich sehe es als meine Pflicht, dem nicht gleichgültig gegen-
über zu stehen und im Rahmen meiner Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten, um
die Rekrutierung von Kindern weltweit zu beenden. Auch wenn es nicht viel ist, so
soll diese Diplomarbeit mein Beitrag sein.
3
Einleitung
Über Kindersoldaten zu schreiben, ist keine leichte Aufgabe. Noch schwerer er-
scheint es mir, über ihr Trauma zu schreiben. Viele schwierige Einzelthemen ranken
sich um Kinder mit Waffen in der Hand, und die meisten lösen eher Bestürzung als
Verstehen aus.
Auch wenn es sich bei Kindersoldaten um ein altes Phänomen handelt, entstehen erst
Anfang der 1970er Jahre Veröffentlichungen zum Thema. Ihr Vorreiter ist Ludwig
Schätz im Jahre 1972 mit seiner Publikation ,,Schüler Soldaten. Die Geschichte der
Luftwaffenhelfer im Zweiten Weltkrieg." Die Zahl der Veröffentlichungen häuft sich
in den neunziger Jahren. Spätestens seit der viel beachteten Studie Graca Machels
von 1996 (aktualisiert im Jahre 2000) ist es nicht mehr möglich, das Thema auf sich
beruhen zu lassen. In den letzten Jahren steigt das Interesse am Leben und Sterben
bewaffneter Kinder in verschiedenen Ländern der Welt. Verschiedenste Hilfsorgani-
sationen engagieren sich bei der Rehabilitation von Kindersoldaten, und es bleibt zu
hoffen, dass die Prävention in den Mittelpunkt des Interesses und Handelns rückt.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Gefühlswelt eines ehemaligen Kinder-
soldaten zu geben. Dass dies ein schwieriges, vielleicht unmögliches Unterfangen ist,
ist mir bewusst. Es liegt mir fern, eine psychologische Abhandlung zu schreiben,
auch wenn der Blick nach innen gehen soll. Mein Anliegen und Bemühen bestehen
darin, Verständnis dafür zu schaffen, wie unmenschlich, nachhaltig und unumkehr-
bar die Folgen der Rekrutierung von Kindern als Soldaten für jeden Einzelnen von
ihnen und seine Umwelt sind. Gelingt es, auch nur einen geringen Teil dessen auszu-
leuchten, wird dadurch vielleicht ein weiterer kleiner Teil dazu beigetragen, eine
größere Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren.
Bei der Literatur über Kindersoldaten fällt ein sich häufig wiederholendes Muster
auf: Die Aufhänger und Schwerpunkte sind unterschiedlich, doch die Inhalte oft ähn-
lich. Es wird geschildert, wie viele Kindersoldaten es wo gibt, wer sie sind, woher sie
kommen, wie sie rekrutiert werden, und wie ihr Leben als Kindersoldat aussieht.
Dabei wird zumeist ihre Opferrolle in den Vordergrund gestellt. Ein weiterer Fokus
liegt auf dem Leben nach dem Krieg, was allerdings überhaupt nur dann zur Darstel-
lung kommt, wenn sie Teil eines Reintegrationsprogramms werden. Irgendwo dazwi-
4
schen steht dann meist, sie seien schwer traumatisiert und einige Symptome werden
aufgezählt. Teilweise wird von einer traumatisierten Gesellschaft gesprochen.
Bei all diesen Quellen drängt sich mir immer wieder die Frage auf, was es konkret
für das Leben, Denken und Fühlen eines Menschen bedeutet, traumatisiert zu sein.
Was heißt es speziell für ein Kind und noch spezieller für ein Kind, das im Krieg
gekämpft hat? Wie geht es ihm? Wie kann es sein Leben meistern, wie seine Erleb-
nisse begreifen und verarbeiten? Was geht in seinem Kopf vor, und wie ist sein Um-
gang mit sich und anderen Menschen von seiner Vergangenheit geprägt? Wie und
wie weit und wie lang wirkt es sich aus? Rachel Brett bezeichnet die Unfähigkeit der
Menschen, die Auswirkungen des Einsatzes von Kindersoldaten ernst zu nehmen, als
ein grundlegendes Problem, welches die Beendigung der Rekrutierung von Kindern
hemmt (vgl. Hax Schoppenhorst 2000: 118). Hier soll diese Arbeit ansetzen, indem
sie die weit reichenden und nachhaltigen Konsequenzen allein durch das ausgelöste
Trauma aufzeigt. Es gilt also, das Trauma der ehemaligen Kindersoldaten, von dem
ständig die Rede ist, zu beleuchten und mit Inhalt zu füllen und damit dem ,,inflatio-
nären Umgang mit dem Wort" (Rauchfuss 2002: 1) entgegen zu wirken.
Dabei kommt auch diese Arbeit nicht aus, ohne dem angesprochenen Muster zu fol-
gen. Das liegt zum einen daran, dass die Umstände und Ursachen des Traumas zu
seinem Verständnis wichtig sind, und zum anderen handelt es sich nicht um eine
empirische Studie. Die Arbeit basiert auf der Auswertung unterschiedlicher, z.T.
biographischer Quellen, entbehrt jedoch jeder persönlichen Erfahrung mit ehemali-
gen Kindersoldaten. Da ich keine Studentin der Psychologie bin und keine psycholo-
gisch-wissenschaftliche Arbeit verfassen will und kann, können die umfangreichen
spezifischen Studien auf dem Gebiet von politisch verursachten Traumatisierungen
nur teilweise Eingang finden.1 Ich werde im Sinne der Sozialen Arbeit vorgehen und
zunächst einen allgemeinen Überblick über das Thema Kindersoldaten geben. Da-
nach befasse ich mich mit dem Trauma, seinen wesentlichen Symptomen und deren
Bedeutung, um meinem Ziel, einen traumatisierten Kindersoldaten zu verstehen, den
Weg zu ebnen. Als Nächstes werde ich diese beiden Schwerpunkte zusammenführen
und so erörtern, dass ein Bild über das Trauma ehemaliger Kindersoldaten entstehen
1 Dennoch sei darauf hingewiesen, dass viele interessante Veröffentlichungen speziell zu diesem
Thema auf folgender Homepage zu finden sind: www.aktivgegenabschiebung.de/traumatext.html
5
kann. Hierbei ist es von großer Bedeutung das Trauma-Konzept kritisch zu betrach-
ten und ein besonderes Augenmerk auf die Ursachen des Traumas ehemaliger Kin-
dersoldaten zu legen, um seinem wahren Charakter möglichst nahe zu kommen. Die
gewonnenen Erkenntnisse erlauben einen Ausblick auf Therapieformen und eine
Einschätzung ihrer Wirksamkeit. Bei alledem ist es unerlässlich, die verschiedenen
Kulturen und Traditionen, ihre Rolle und Wirkung, im Hinterkopf zu behalten.
6
1. Kindersoldaten
2
Dieses Kapitel soll einen Einblick in das Thema Kindersoldaten geben. Grundsätz-
lich nehme ich dabei keine lokale Einschränkung vor, doch bringt die Quellenlage es
mit sich, dass der Schwerpunkt auf den Ländern Schwarzafrikas liegt.
1.1 Definitionen
Zunächst möchte ich einige Klarheiten beseitigen, um sie sogleich wieder herzustel-
len. Das Thema meiner Arbeit und seine einzelnen Aspekte sind sehr komplex und
nicht verallgemeinernd zu behandeln, aber auch nicht definitiv bestimmbar. Ein Fak-
tor von immenser Bedeutung scheint mir die Rolle der Kultur3 und ihrer jeweiligen
Gesellschaft zu sein. Ich kann bspw. nicht davon ausgehen, dass meine Auffassung
und Bewertung der Existenz von Kindersoldaten im Allgemeinen mit der eines Afri-
kaners übereinstimmt. Aus afrikanischer Sicht gilt ein Mensch ab 15 Jahren nicht
mehr als Kind. (vgl. Heckl 1999: 7) Daher ist es wichtig, auf der Grundlage theoreti-
scher Überlegungen folgende Begriffe zu definieren.
1.1.1 Kind
Grob gesagt beschreibt der Begriff ,Kind′ ein geistiges und körperliches Entwick-
lungsstadium, das hierzulande offiziell mit dem 18. Geburtstag als abgeschlossen
gilt, (wobei die geistige Entwicklung davon ausgenommen ist). (vgl. Kegelreiter
2003: 11) In verschiedenen Kulturen existieren andere Auffassungen über den
Kindheitsbegriff. Auch wenn der Trend zur Abgrenzung mit 18 Jahren geht, so gel-
ten z.B. in islamischen Staaten Jungen zwischen dem 13. und 16. Lebensjahr als voll-
jährig, und in Afghanistan spricht man von erwachsenen Männern mit dem Eintreten
ihres Bartwuchses. (vgl. Schumacher 2005: 6) Im Gegensatz dazu macht in den In-
dustrienationen eine abgeschlossene Ausbildung einen Menschen zum Erwachsenen.
,,Die meisten Menschen wechseln heutzutage zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr
in den Status eines vollgültig Erwachsenen über. Dabei hängt der genaue Zeitpunkt
vor allem von der Länge der Ausbildung ab." (Helms 2007: 21)
2 Ich verwende den Begriff ,Kindersoldaten′ (wenn nicht anders angegeben) gleichermaßen für Mäd-
chen und Jungen und wertfrei. Lokal wird er zumeist vermieden, weil er als Schimpfwort gilt. (vgl.
Druba 2000: 5) Verwendete Synonyme sind z.B. ,Schülersoldaten′, ,Kleine Bienen′,boy guards′,
u.v.a..
3 im Sinne von Gesetzen, Normen und tradierten Regeln, Glaubensvorstellungen und Moralverständ-
nis, Sitten und Gebräuchen, usw., so wie deren Weitergabe von Generation zu Generation
7
In vielen, vorwiegend afrikanischen Ländern existieren keine Geburtenregister4,
womit die Frage nach der Volljährigkeit hinfällig und die Notwendigkeit alternativer
Beurteilung von Erwachsensein offensichtlich wird. Einfluss nimmt auch die Tatsa-
che, dass über 50 Prozent der Bevölkerung in Schwarzafrika jünger als 18 Jahre alt
ist (vgl. Steudtner 1999: 2) und allgemein für Entwicklungsländer gilt, dass sogar 40
bis 50 Prozent unter 16 Jahren alt sind (vgl.: Hax-Schoppenhorst 2000: 50). Somit
gewinnt der frühere Eintritt in das Erwachsenenalter eine rein praktische Dimension.
Jenseits dieser unterschiedlichen Herangehensweisen meint das Ende der Kindheit
übergreifend das Erreichen der Selbständigkeit, Übernehmen von Verantwortung und
damit den Eintritt in das Erwachsenensein.
Bezüglich des Kindheitsbegriffes bediene ich mich der Definition der Konvention
über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen (UN-KRK) vom 20. Januar
1989, deren Artikel 1 besagt: ,,Im Sinne dieses Übereinkommens ist ein Kind jeder
Mensch, der das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat."
1.1.2 Kindersoldat
Auch wenn es folglich logisch erscheint, dass ein Kindersoldat jeder kämpfende
Mensch unter 18 Jahren in einem bewaffneten Konflikt ist, ist die Gesetzeslage dif-
fus. Die Rekrutierung von Kindersoldaten wird zwar vom Internationalen Strafge-
richtshof in Den Haag als Kriegsverbrechen verfolgt, gilt aber nur dann als solches,
wenn unter 15-Jährige rekrutiert werden. Um also zu klären, wann ein Kindersoldat
als solcher anzusehen ist, soll die Rechtslage kurz erläutert werden.
In den Genfer Konventionen (auch ,Kriegsrecht′), so wie in der KRK, wird festge-
legt, dass Kinder unter 15 Jahren nicht an Kriegshandlungen teilnehmen dürfen.
Hierbei handelt es sich, um mit Rachel Brett zu sprechen um ein ,,Versagen der
Rechtssprechung" (in Hax-Schoppenhorst 2000: 118). Zwar hebt das Zusatzproto-
koll der KRK aus dem Jahre 2002 das freiwillige Beitrittsalter von 15 auf 16 Jahre
und das Mindestalter für die Einberufung und direkte Kampfbeteiligung von 15 auf
4 Unicef geht aktuell davon aus, dass in den Entwicklungsländern jährlich etwa 55 Prozent der Gebur-
ten nicht registriert werden. Das entspräche einer Anzahl von um die 48 Millionen. (vgl. Unicef 2006:
3)
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