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Wechselkursregime und deren Auswirkung zur Erhaltung der internen und externen Stabilität

Scholary Paper (Seminar), 2002, 25 Pages
Author: Thorsten Birke
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Event: Makroökonomie und Wachstumstheorie
Institution/College: LMU Munich (Lehrstuhl für außenwirtschaftliche Beziehungen)
Tags: Wechelkurse, Wechselkursregime, VWL, Makroökonomie
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 25
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V9191
ISBN (E-book): 978-3-638-15961-6

File size: 145 KB


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Department of Economics
Schwerpunktseminar: Makroökonomie
Sommersemester 2002

Alternative Wechselkursregime und deren Wirkung
bei der Erhaltung interner und externer Stabilität

Verfasser:
Thorsten Birke
Fachsemester: 08

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 1

2. Der Wechselkurs ... 2


2.1 Nominaler Wechselkurs und Inflation ... 2
2.2 Realer Wechselkurs und Nettoexporte ... 3

3. Ausgewählte Wechselkursmodelle ... 4


3.1 Theorem der Kaufkraftparität ... 4
3.2 Exkurs: Interne und externe Stabilität als Ziel der Wirtschaftspolitik ... 6
3.3 Mundell-Fleming Modell einer offenen Volkswirtschaft ... 6
    3.3.1 Stabilisierungspolitik im System fixer Wechselkurse ... 8
        3.3.1.1 Funktionsweise einer Wechselkursfixierung ... 8
        3.3.1.2 Geldpolitik ... 8
        3.3.1.3 Fiskalpolitik ... 9
        3.3.1.4 Das Dilemma fixer Paritäten ... 9
        3.3.1.5 Empirische Evidenz ... 10
    3.3.2 Stabilisierungspolitik im System flexibler Wechselkurse ... 12
        3.3.2.1 Geldpolitik ... 12
        3.3.2.2 Fiskalpolitik ... 12
        3.3.2.3 Empirische Evidenz ... 13
        3.3.2.4 Interne und externe Stabilität im Flexkurssytem ... 14

4. Spezifika und Probleme großer Fixkursregime am Beispiel der EWU ... 14


4.1 Entstehungsgeschichte ... 15
4.2 Ausgewählte Problemfelder ... 15
    4.2.1 Konjunktur ... 16
    4.2.2 Asymmetrische Schocks ... 16
    4.2.3 Inflation ... 17

5. Fazit/Ausblick ... 18

6. Bibliographie ... 19

7. Appendix ... 20

 

1. Einleitung

Globalisierung ist das Reizwort unserer Zeit. Die Nationen unserer Erde stehen in immer engerem Kontakt zueinander. Wohl kaum ein Land könnte heute noch den Titel einer wirklich geschlossenen Volkswirtschaft tragen. Jedes Land ist Handelspartner einer anderen Nation, ist Importeur genauso wie Exporteur, Entwicklungs- und Schwellenländer genauso wie die westlichen Industrienationen. 

.No nation was ever ruined by trade., Handel hat noch keine Nation in den Ruin getrieben, bemerkte einst Benjamin Franklin. Aber in der Regel sind es nicht nur die negativen Effekte des Handels, die ausbleiben, sondern vielmehr unzählige positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, die feststellbar sind. Trotz all der möglichen Gefahren, welche die Gegner der Globalisierung ins Feld führen, ist es der internationale Handel, der maßgeblich zum Wohlstand einer Nation beiträgt. Er ist vielfach nicht Opportunität, sondern zwingend nötig, um das dauerhafte Überleben einer Volkswirtschaft zu sichern.

Der internationale Handel ist heute fester Bestandteil des Wirtschaftslebens. Waren- und Kapitalströme umziehen die Welt. Doch die Einbindung einer Nation in den Welthandel ist keine Lappalie. Um unter der jeweils gegebenen makroökonomischen Situation in optimaler Weise vom Handel profitieren zu können, ist das Verständnis um die Wirkungsweisen und vor allem die Auswirkungen auf Entwicklung und Stabilität einer Volkswirtschaft von Faktoren wie dem Wechselkurs und institutioneller Rahmenbedingungen, wie den unterschiedlichen Wechselkurssystemen, unerlässlich. Oder, um den Ausspruch von Benjamin Franklin zu komplettieren: No nation was ever ruined by trade but by the wrong exchange rate arrangement!

Ausgehend von der Erläuterung der beiden Arten von Wechselkursen und ihrer Bestimmungsgrößen sollen daher verschiedene Wechselkursmodelle vorgestellt werden. Ziel ist es dabei, eine Möglichkeit zur Erklärung des langfristigen Verlaufs von Wechselkursen aufzuzeigen. Darüber hinaus sollen zwei theoretische . unter anschließendem Verweis auf die entsprechenden real beobachtbaren - Formen von Wechselkursregimen dargestellt und deren Auswirkung auf die Wirksamkeit stabilitatspolitischer Masnahmen analysiert werden. Zum Abschluss werden am Beispiel der Europäischen Wahrungsunion spezifische Eigenschaften und Problemfelder fixer Wechselkursregime herausgestellt.

2. Der Wechselkurs

Betrachtet man die unterschiedlichen Nationen dieser Welt, wird man wohl kaum eine Volkswirtschaft darunter finden, die nicht in irgendeiner Weise mit dem jeweiligen Ausland in wirtschaftlichem Kontakt steht. So gut wie jede Nation exportiert Waren und Dienstleistungen in die übrige Welt, importiert Guter aus dem Rest der Welt und nutzt die Weltfinanzmarkte zu Investition und Finanzierung (vgl. Mankiw, 2000, S. 219). Jedes Land hat eine Wahrung, in der die Preise für Waren und Dienstleistungen ausgedruckt werden. Der US-Dollar in den USA, der Yen in Japan oder der Euro für die Länder der europäischen Wahrungsregion, um nur die größten zu nennen. Im internationalen Handel kommt den Wechselkursen eine wichtige Rolle zu, denn sie erlauben uns, in verschiedenen Ländern produzierte Guter und Dienstleistungen zu vergleichen (vgl. Krugman/Obstfeld, 1994, S. 333). Im Folgenden sollen dieser Ausdruck für die Wahrungsrelationen zweier Länder und deren Bestimmungsgrößen naher erläutert werden.

2.1 Nominaler Wechselkurs und Inflation

Als nominalen Wechselkurs bezeichnet man den relative[n] Preis zweier nationaler Wahrungen (Heubes, 2001, S. 5). Unterschieden wird dabei in eine Mengen- und eine Preisnotierung. Bei der Preisnotierung des Wechselkurses (e) wird der heimische Wert einer ausländischen Wahrungseinheit angegeben. Also zum Beispiel x Einheiten € pro Einheit US-$, was auch als european terms bezeichnet wird. Die Mengennotierung dagegen ist der reziproke Wert der Preisnotierung, also die Menge der ausländischen Wahrung für eine inländische Wahrungseinheit (vgl. Heubes, 2001, S. 5). Weit aufschlussreicher als die rein zeitpunktbezogene Betrachtung des nominalen Wechselkurses ist seine Veränderung uber die Zeit. Dazu muss auf die unten stehende formale Darstellung des realen Wechselkurses (Gleichung (2)) vorgegriffen werden. Lost man diese Gleichung nach dem nominalen Wechselkurs (e) auf und drückt sie in Wachstumsraten aus, so erhalt man folgendes Verhältnis:

[...]


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