Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Wer ist musikalisch? - Zur Persönlichkeit von Musikern aus musikpsychologischer ... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Wer ist musikalisch? - Zur Persönlichkeit von Musikern aus musikpsychologischer Sicht

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 22 Pages
Author: Norman Grüneberg
Subject: Musicology

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 22
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 31  Entries
Language: German
Archive No.: V91930
ISBN (E-book): 978-3-638-05272-6
ISBN (Book): 978-3-638-94558-5
File size: 174 KB

Abstract

Vorliegende Arbeit soll die verschiedenen Strömungen und Auffassung von der Musikerpersönlichkeit darstellen. Daran anschließend wird ein Ausblick auf mögliche, daraus folgende Fragestellungen entwickelt, der weder Anspruch auf Vollständigkeit erhebt noch der letzten Wahrheit verpflichtet ist. Hinter den Überlegungen stehen verschiedene Fragestellungen, die in den einzelnen Kapiteln beleuchtet werden sollen: • Haben Musiker mit bestimmten Instrumenten ein bestimmtes Persönlichkeitsprofil? • Welche Faktoren (Erziehung, Lebensgeschichte, Geschlecht usw.) spielen bei der Entwicklung dieser Persönlichkeiten eine Rolle? • Ist das Spielen eines bestimmten Instruments prägend für die Persönlichkeit und auf welche Art und Weise geschieht dies? Um neben der theoretischen Fundierung einen Einblick in angewendete Forschungsfelder zu geben, wird in Kapitel 4 eine empirische Studie von Antony Kemp vorgestellt, die sich anhand vorzustellender Theoriegebäude mit kategorialen Unterschieden (und Gemeinsamkeiten?) bei Musikern beschäftigt. Im Hinblick auf den begrenzten Umfang der Arbeit können einzelne Probleme oftmals nur angerissen werden, wobei der Versuch unternommen worden ist, durch recht umfangreiche Hinweise auf Sekundärliteratur weitere Neugier zu befriedigen.


Excerpt (computer-generated)

OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG

Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften

Institut für Musik

HAUSARBEIT

,,Wer ist musikalisch?"

Zur Persönlichkeit von Musikern aus musikpsychologischer Sicht

Eingereicht von

Norman Grüneberg

Wintersemester 2007/2008

Hauptseminar

: Ausgewählte Aspekte der Musikpsychologie

Magdeburg, den 02.04.2008



1. Vorbemerkungen _________________________________________________________ 3

2. Der Musiker ­ Charakterzüge und Selbstkonzept________________________________ 4

2.1 Zum Begriff ,Persönlichkeit′ _________________________________________________ 4

2.2 Charakterzüge______________________________________________________________ 5

2.3 Selbstkonzept ______________________________________________________________ 6

3. Persönlichkeitsmessung: Theorie und Methodologie_____________________________ 8

3.1 Tests zur Persönlichkeit von Musikern__________________________________________ 8

3.1.1 Hintergrund_____________________________________________________________________ 8

3.1.2 Cattells Faktoren_________________________________________________________________ 9

3.1.3 Eysencks ,,Typen" _______________________________________________________________ 9

3.1.4 Jungs psychologische Typen ______________________________________________________ 10

3.1.5 Die ,,Großen Fünf" (Big Five) _____________________________________________________ 10

3.2 Alternative Sichtweisen bei der Untersuchung von Musikern______________________ 11

4. Kategoriale Unterschiede bei Musikern ­ Kemps Untersuchungen ________________ 12

4.1 Orchestermusiker __________________________________________________________ 13

4.2 Pianisten__________________________________________________________________ 14

4.3 Sänger____________________________________________________________________ 14

4.4 Dirigenten ________________________________________________________________ 15

4.5 Komponisten ______________________________________________________________ 15

4.6 Musiklehrer (Schulmusiker) _________________________________________________ 16

5. Fazit und weitere Fragen __________________________________________________ 16

6. Literatur _______________________________________________________________ 18

ANLAGE 1 _______________________________________________________________ 20

ANLAGE 2 _______________________________________________________________ 21

ANLAGE 3 _______________________________________________________________ 21

2


1. Vorbemerkungen

Die Fragestellung im Titel verdeutlicht ein Problem, dass seit der Entwicklung musikalischer

Aufführungen und diesbezüglicher ästhetischer Anschauungen vielfältig diskutiert worden ist

­ die Nachweisbarkeit musikalischer Präferenzen oder Determinationen sowie deren

,,inneres" Wesen.

Bereits 1888 stellt Theodor Billroth die eigentlich daraus resultierende Frage:

,,Die Frage: Wer ist musikalisch? muss eigentlich lauten: Woran erkennt man, dass

Jemand musikalisch veranlagt und dass er musikalisch gebildet ist?"1

Im heutigen Sinne muss die Fragestellung dahingehend formuliert werden, welche Merkmale

der Persönlichkeit von Musikern sich aufweisen lassen, welches Selbstbild damit verbunden

ist und welche Unterschiede sich zwischen verschiedenen Musikern feststellen lassen.

Die musikpsychologische Forschung hat aufbauend auf Konzepte und Theorien der

Verhaltens-, Entwicklung- und Differentiellen Psychologie dazu schon erhebliche

Erkenntnisse gewinnen können, die allerdings noch relativ weit entfernt sind von der

Formulierung eines allgemein gültigen Theoriegebäudes.

Vorliegende Arbeit soll die verschiedenen Strömungen und Auffassung von der

Musikerpersönlichkeit darstellen. Daran anschließend wird ein Ausblick auf mögliche, daraus

folgende Fragestellungen entwickelt, der weder Anspruch auf Vollständigkeit erhebt noch der

letzten Wahrheit verpflichtet ist.

Hinter den Überlegungen stehen verschiedene Fragestellungen, die in den einzelnen

Kapiteln beleuchtet werden sollen:

·

Haben Musiker mit bestimmten Instrumenten ein bestimmtes

Persönlichkeitsprofil?

· Welche Faktoren (Erziehung, Lebensgeschichte, Geschlecht usw.) spielen bei der

Entwicklung dieser Persönlichkeiten eine Rolle?

· Ist das Spielen eines bestimmten Instruments prägend für die Persönlichkeit und

auf welche Art und Weise geschieht dies?

Um neben der theoretischen Fundierung einen Einblick in angewendete Forschungsfelder zu

geben, wird in Kapitel 4 eine empirische Studie von Antony Kemp vorgestellt, die sich

1 Hanslick, E. (Hrsg.),

Wer ist musikalisch? Nachgelassene Schrift von Theodor Billroth

, Faksimile-Nachdruck

der 2. Auflage von 1896 (Berlin), Hamburg 1985, S. 228.

3


anhand vorzustellender Theoriegebäude mit kategorialen Unterschieden (und

Gemeinsamkeiten?) bei Musikern beschäftigt.

Im Hinblick auf den begrenzten Umfang der Arbeit können einzelne Probleme oftmals nur

angerissen werden, wobei der Versuch unternommen worden ist, durch recht umfangreiche

Hinweise auf Sekundärliteratur weitere Neugier zu befriedigen.

Sämtliche Nennungen des Begriffs ,Musiker′ beinhalten sowohl die männliche und weibliche

Form.

2. Der Musiker ­ Charakterzüge und Selbstkonzept

2.1 Zum Begriff ,Persönlichkeit′

Im alltäglichen Gebrauch wird der Begriff ,Persönlichkeit′ sehr ambivalent verwendet. Für die

Betrachtung persönlichkeitsbezogener Merkmale im Sinne der (Differentiellen) Psychologie

gilt es einige Grundbedingen zu beachten:

Im Allgemeinen werden Persönlichkeitsmerkmale ,,von außen", d.h. von Beobachtern

eingeschätzt. Grob gesagt, gibt es also eine verbindende Tendenz von Verhalten (im

psychologischen Sinn) und Wahrnehmung. Das dabei Selektionen und Akzentuierungen

stattfinden, kann als Binsenweisheit bezeichnet werden, ist aber von immanenter Bedeutung

bei der Bewertung bzw. Beurteilung von Persönlichkeitsmerkmalen. Aus Sicht der Beurteiler

wird eine Persönlichkeitstheorie zugrunde gelegt, die alle Eigenarten vereinfachender

Kategorisierung von sozialen Kognitionen aufweist2.

Für die Betrachtung von Künstlerpersönlichkeiten ist ferner der ,,Haloeffekt"3, den Edward

Lee Thorndike bereits in den 1920er Jahren prägte, von einiger Bedeutung. Er tritt dann auf,

wenn einzelne Eigenschaften den Gesamteindruck einer Person derart beeinflussen, dass er

die weitere Wahrnehmung determiniert. Dieser Sonderfall ,,[...] entspringt dem Wunsch einer

konsistenten, für alle auf eine Person bezogenen Aspekte gleich bleibenden Einschätzung

2 Vgl. Bruner, J., Taguiri, R.,

Person Perception

. In: Lindzey, G., Aronson E. (Hrsg.), The Handbook of social

psychology, Bd. 2, New York 1998, S. 634-654.

3 Thorndike, E.L.,

A constant error on psychological rating

. In: Journal of Applied Psychology 4 (1920), S. 25-

29.

4


[...]"4. Denn obgleich Persönlichkeitspsychologie eine Individualitätsforschung bedeutet, zielt

sie darauf ab, allgemeine Aussagen über Charakterzüge zu bestimmen.

Gleichzeitig beinhaltet sie neben der Suche nach Unterschieden zwischen Personen auch

den Wunsch, situationsübergreifende und konstante Eigenschaften festzustellen.

2.2 Charakterzüge

Die Hauptlinie der Forschung gilt nicht einer Prognose, sondern der Frage, ob sich

bestimmte Charakterzüge in unterschiedlichen Musikerberufen positiver auswirken als

andere.

Sehr allgemeine Aussagen lassen sich anhand von Studien5 der frühen 1990er Jahre

machen:

Demnach sind Musiker im Allgemeinen ausgezeichnet durch ein hohes Bildungsniveau und

eine gehobene soziale Herkunft. Dies ist in dem Sinne gedeutet worden, dass Musizieren

weiter ein ,,Privileg höherer Gesellschaftsschichten"6 sei. Definitiv ließ sich aus den Studien

eine Korrelation des Musizierens innerhalb gebildeter Schichten und dem Bildungsniveau der

Musiker herstellen.

Eine direkte Prognose scheint nach den Forschungen von Kemp nicht möglich, da die

spätere Ausrichtung bei jungen Musikern nicht eindeutig festzustellen ist. Allerdings wies

Hans Günter Bastian auf den bei jungen Blechbläsern häufig vorkommenden ,,sozial"7

ausgerichteten Typus hin.

Anhand verschiedener Testverfahren8 sind Zusammenhänge zwischen Musikerberuf und

Persönlichkeitsmerkmalen erkannt worden, die sich auf die fünf wichtigsten

Charaktereigenschaften beziehen lassen. Dabei stellt sich allerdings die Frage, was diese

Ergebnisse eigentlich aussagen? Möglicherweise besteht deshalb die Lösung der Frage

nach dem oben genannten Zusammenhang nicht in der Darbietung ,,fertiger" Modelle ­ die

auch nur Modelle mit allen verallgemeinernden Nachteilen sein können ­ sondern in der

4 de la Motte-Haber, H.,

Die Musikerpersönlichkeit

. In: de la motte-Haber, H., Rötter, G. (Hrsg.),

Musikpsychologie, Laaber 2005, S. 515.

5 Vor allem: Vogl, M.,

Instrumentenpräferenz

und Persönlichkeitsentwicklung. Eine musik- und
entwicklungspsychologische Forschungsarbeit zum Phänomen der Instrumentenpräferenz bei Musikern und
Musikerinnen

, Frankfurt/M. u.a. 1993.

6 Ebd., S. 87.

7 Bastian, H.G.,

Jugend am Instrument. Eine Repräsentativstudie

, Mainz 1991, S. 238.

8 Siehe dazu Kapitel 3.1.

Tests zur Persönlichkeit von Musikern

.

5



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/91930/wer-ist-musikalisch-zur-persoenlichkeit-von-musikern-aus-musikpsychologischer
please wait Please wait