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Aspekte kindlichen Spracherwerbs

Essay, 2007, 13 Pages
Author: Vera Pohlmann
Subject: Speech Science / Linguistics

Details

Category: Essay
Year: 2007
Pages: 13
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V92064
ISBN (E-book): 978-3-638-05774-5

File size: 272 KB

Abstract

Jeder Mensch ist von Natur aus mit Anlagen zum Spracherwerb aller Sprachen dieser Welt ausgestattet. Dies bedeutet aber keineswegs, dass der Spracherwerb für die Kleinen ein Kinderspiel wäre. Tatsächlich ist der Spracherwerb für ein Kind ein langer Entwicklungsprozess über verschiedene Phasen, die durch Versuch und Irrtum gekennzeichnet sind.


Excerpt (computer-generated)

Aspekte

kindlichen Spracherwerbs

Vera Pohlmann


Gliederung:

1. Einleitung

2. Die Wurzeln der Sprachentwicklung

3. Phasen des kindlichen Spracherwerbs

3.1 Schrei/- Krächzphase

3.2 Lall-/ Babbelphase

3.3 Ein-Wortsätze

3.3.1 Motivierte sprachliche Zeichen

3.3.2 Reihenfolge des Wortschatzerwerbs

3.3.3 Wie lernt das Kind erste Wörter?

3.3.4 Stufen der Entwicklung des begrifflichen Denkens

3.4 Zwei-Wortsätze

3.5 Drei- und Mehrwortsätze

4. Einfluss von genetischen Anlagen und sprachlichem Umfeld

5. Schluss

6. Literatur

2


1. Einleitung

Jeder Mensch ist von Natur aus mit Anlagen zum Spracherwerb aller Sprachen dieser

Welt ausgestattet. Bei den menschlichen Sprachen erfolgt die Informationsvermittlung

mittels Schallereignisse. Jede Sprache besitzt ein Repertoire an

Phonemen.

Das sind

nach

Gross

die kleinsten Einheiten des Sprachsystems mit

bedeutungsunterscheidender Funktion

. Tauschen wir z.B. bei dem Wort

Rand

das

/r/ gegen ein /b/, entsteht ein neues Wort, nämlich

Band.

Rand

und

Band

bilden ein

Minimalpaar.

Phoneme sind unterteilt in Vokale und Konsonanten. Die konkrete

Realisierung beim Sprechen heißt

Phon.

Je nach lautlicher Umgebung wird dieses

anders ausgesprochen. Von den ca. 40 Phonemen des Deutschen ließe sich eine

unvorstellbare Menge von Kombinationen bilden.

Tatsächlich bilden wir daraus aber nur wenige

bedeutungstragende Einheiten

,

Morpheme

genannt. Wir unterscheiden,

freie Morpheme

, wie

rot,

die selbstständig

auftreten können und

gebundene Morpheme

, wie

­er

, die nur in Verbindung mit

einem freien Morphem auftreten können. Mittels Kombination von Morphemen können

wir neue Wörter bilden. Aus dem Verb

essen

kann z.B. durch das

Wortbildungsmorphem

­bar

das Adjektiv

essbar

entstehen. In diesem Zusammenhang

kommt es vor, dass Kinder Wörter zwar systemgerecht, aber nicht normgerecht bilden,

wie z.B. bei dem Satz

Mir ist schwitzig.

Das Wort

schwitzig

wurde von dem Kind

analog zum Adjektiv

durstig

gebildet, indem es an das freie lexikalische Morphem

schwitz

das gebundene grammatische Morphem

­ig

angehängt hat. Darüber hinaus

haben Morpheme die Eigenschaft die Beziehung zwischen Ausdruckseite (Lautfolge)

und Inhaltsseite (Bedeutung) herzustellen.

Die aus Morphemen zusammengesetzten Wörter werden in der Kommunikation zu

Sätzen

zusammengesetzt. Laut Dittmann ist die

Syntax

das Herz der menschlichen

Sprache. Die Syntax (

Satzlehre

) beschäftigt sich mit den Satzgliedern und Sätzen

sowie ihrer Struktur und ihren Bildungsregeln. Da eine mögliche Aussage auf viele

verschiedene Weisen realisiert werden kann, muss ein Kind die syntaktischen Regeln

lernen, um seine Sprache beherrschen zu können.

Eine Verbindung zwischen der gesprochenen Sprache und dem Denken stellt die

Pragmatik

her. Bei der

Lehre vom sprachlichen Handeln

geht es i. e. L. um das

3



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