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Public Health, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsreformen

Scholary Paper (Seminar), 2008, 34 Pages
Authors: Tanja Wasserfaller, Gerhard Rattenegger
Subject: Economics / Business, Miscellaneous

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 34
Grade: 1
Bibliography: ~ 48  Entries
Language: German
Archive No.: V92214
ISBN (E-book): 978-3-638-06061-5
ISBN (Book): 978-3-638-95049-7
File size: 226 KB
Notes :
In dieser Lehrveranstaltung war es für die Teilnehmer verpflichtend andere Arbeiten hinsichtlich formaler (Aufbau und Gliederung, Struktur, Zitierweise, Fehler und Schreibstil) und inhaltlicher Kriterien (Tiefe und Breite des Inhalts, Aktualität, Vollständigkeit, Verständlichkeit und ausreichend Quellen verwendet) zu bewerten. Unsere Arbeit wurde äußerst positiv beurteilt.


Abstract

Die Tatsache, dass sich das staatliche Gesundheitswesen (nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und vielen anderen Teilen der Welt) aufgrund von Engpässen bzw. Problemen verschiedenster Art und Herkunft in einer äußerst prekären Lage befindet, muss an dieser Stelle nicht näher erläutert werden - jeder Einzelne wird ja schließlich nahezu tagtäglich mit diversen „Negativschlagzeilen“ zur Lage des Gesundheitssystems konfrontiert. Bei kritischer Betrachtung wird es unter anderem angesichts der Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahrzehnte wohl auch niemanden geben, der die negativen Auswirkungen dieser „gefährlichen“ demographischen Entwicklung aus rein objektiver Sicht verneinen würde. Man führe sich als plakatives Beispiel die Situation von Österreichischen Krankenhäusern vor Augen. Jeder, der in den letzten Jahren ein Krankenhaus aufsuchen musste, wird festgestellt haben, wie „zugespitzt“ die Lage in vielen Fällen ist. Sei es die Knappheit der finanziellen Ressourcen, die Erschöpfung beziehungsweise Überarbeitung der Angestellten (aufgrund von Einsparungspotentialen), oder die zum Teil sehr langen Wartezeiten für eine Operation, alles Umstände die viele Patienten leider am eigenen Leibe erfahren müssen. Wie man daher sehr schnell erkennt, handelt es sich im Falle des Gesundheitswesens um ein sehr brisantes sowie aktuelles Thema, mit dem sich die vorliegende Arbeit auf den nun folgenden Seiten beschäftigt. Konkret setzen wir uns mit den Bereichen Public Health, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsreformen (kritisch) auseinander. Dem Leser soll dabei ein Einblick/Überblick über die wesentlichen beziehungsweise grundlegenden Theorien und Annahmen gewährt werden. Den inhaltlichen Aufbau betreffend werden die genannten drei Bereiche zu Beginn im Sinne einer Begriffsklärung kurz definiert um ein Grundverständnis zu vermitteln. Mit diesem „Rüstzeug“ ausgestattet, wird der Leser im Folgenden näher mit den einzelnen Themen vertraut gemacht werden, das heißt es wird auf die jeweiligen Ziele und Aufgaben aufmerksam gemacht sowie auf aktuelle Herausforderungen, Probleme und Praxisbeispiele hingewiesen. Letztere sollen zur Veranschaulichung der erarbeiteten Theorie dienen. Des Weiteren werden Gründe für die Notwendigkeit der jeweiligen Disziplinen angeführt und geschichtliche Hintergründe, unterschiedliche Ansätze sowie der Nutzen verschiedener Konzepte präsentiert.


Excerpt (computer-generated)

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Abteilung für Öffentliche Betriebswirtschaftslehre

Lehrveranstaltung:

E-Health

SS 2008

Seminararbeit über Themenschwerpunkt Nr. 1:

Public Health, Gesundheitsökonomie,

Gesundheitsreformen





Gerhard Rattenegger

Studienrichtung: Angewandte Betriebswirtschaft

10. Semester, Abgabedatum: 01.04.2008

und

Tanja Wasserfaller

Studienrichtung: Angewandte Betriebswirtschaft

10. Semester, Abgabedatum: 01.04.2008


II

INHALTSVERZEICHNIS:

1. EINLEITUNG 1

2. PUBLIC HEALTH 2

2.1 Begriffsklärung 2

2.2 Geschichte 4

2.3 Ziele und Aufgaben 5

2.4 Dimensionen 7

2.5 Public Health Programme 9

3. GESUNDHEITSÖKONOMIE 10

3.1 Begriffsklärung und Voraussetzungen 10

3.2 Gründe für Gesundheitsökonomie 12

3.3 Ansätze gesundheitsökonomischer Analysen 16

3.4 Nutzen aus der Gesundheitsökonomie 18

3.4 Praxis 19

4. GESUNDHEITSREFORMEN 21

4.1 Begriffsklärung 21

4.2 Ursachen 22

4.3 Beispiele 23

5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 25

LITERATURVERZEICHNIS 26


III

ABBILDUNGSVERZEICHNIG

Abbildung 1: Dimensionen einer Public Health ­ Perspektive 8

Abbildung 2: Ergebnisorientierung 11

Abbildung 3: Gründe für die Kostenexplosion 13

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: Ökonomische Verfahren in der Finanzwissenschaft 17


1

1. EINLEITUNG

Die Tatsache, dass sich das staatliche Gesundheitswesen (nicht nur in Österreich, sondern in

ganz Europa und vielen anderen Teilen der Welt) aufgrund von Engpässen bzw. Problemen

verschiedenster Art und Herkunft in einer äußerst prekären Lage befindet, muss an dieser

Stelle nicht näher erläutert werden - jeder Einzelne wird ja schließlich nahezu tagtäglich mit

diversen ,,Negativschlagzeilen" zur Lage des Gesundheitssystems konfrontiert. Bei kritischer

Betrachtung wird es unter anderem angesichts der Bevölkerungsentwicklung der letzten

Jahrzehnte wohl auch niemanden geben, der die negativen Auswirkungen dieser

,,gefährlichen" demographischen Entwicklung aus rein objektiver Sicht verneinen würde.

Man führe sich als plakatives Beispiel die Situation von Österreichischen Krankenhäusern vor

Augen. Jeder, der in den letzten Jahren ein Krankenhaus aufsuchen musste, wird festgestellt

haben, wie ,,zugespitzt" die Lage in vielen Fällen ist. Sei es die Knappheit der finanziellen

Ressourcen, die Erschöpfung beziehungsweise Überarbeitung der Angestellten (aufgrund von

Einsparungspotentialen), oder die zum Teil sehr langen Wartezeiten für eine Operation, alles

Umstände die viele Patienten leider am eigenen Leibe erfahren müssen.

Wie man daher sehr schnell erkennt, handelt es sich im Falle des Gesundheitswesens um ein

sehr brisantes sowie aktuelles Thema, mit dem sich die vorliegende Arbeit auf den nun

folgenden Seiten beschäftigt.

Konkret setzen wir uns mit den Bereichen Public Health, Gesundheitsökonomie und

Gesundheitsreformen (kritisch) auseinander. Dem Leser soll dabei ein Einblick/Überblick

über die wesentlichen beziehungsweise grundlegenden Theorien und Annahmen gewährt

werden.

Den inhaltlichen Aufbau betreffend werden die genannten drei Bereiche zu Beginn im Sinne

einer Begriffsklärung kurz definiert um ein Grundverständnis zu vermitteln. Mit diesem

,,Rüstzeug" ausgestattet, wird der Leser im Folgenden näher mit den einzelnen Themen

vertraut gemacht werden, das heißt es wird auf die jeweiligen Ziele und Aufgaben

aufmerksam gemacht sowie auf aktuelle Herausforderungen, Probleme und Praxisbeispiele

hingewiesen. Letztere sollen zur Veranschaulichung der erarbeiteten Theorie dienen.

Des Weiteren werden Gründe für die Notwendigkeit der jeweiligen Disziplinen angeführt und

geschichtliche Hintergründe, unterschiedliche Ansätze sowie der Nutzen verschiedener

Konzepte präsentiert.


2

2. PUBLIC HEALTH

Um auf verschiedene Bereiche der Thematik Public Health näher eingehen zu können ist es

vorab notwendig den Begriff zu Zwecken des Grundverständnisses, beziehungsweise eines

,,Grobüberblicks" wie folgt zu definieren.

2.1 Begriffsklärung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält auf ihrer Homepage fest, dass der Begriff

Public Health durch folgende Ziele beziehungsweise Bereiche charakterisiert werden kann:

,,The goal of public health services is first and foremost to protect and promote the

health of the public, across three essential domains:

-

health protection

-

disease prevention

-

health promotion "1

Das Meyers Lexikon hingegen versteht unter der Bezeichnung Public Health die

,,Wissenschaft von der Gesamtheit der Probleme und Maßnahmen, die die Gesundheit und

Krankheit einer Bevölkerung betreffen, einschließlich aller präventiven, kurativen und

rehabilitativen Leistungen mit theoretischer und anwendungsbezogener Herangehensweise im

Spannungsfeld zwischen fachlichen Erkenntnissen und politischer Realität." 2

Wie anhand der beiden obigen Definitionen bereits ersichtlich wird handelt es sich im Falle

von Public Health daher um eine Disziplin, welche sich nicht nur mit dem gesundheitlichen

Wohl eines einzelnen Individuums, sondern der gesamten Population eines Landes

auseinandersetzt.

Des Weiteren geht aus den bisherigen Begriffsklärungen auch hervor, dass das

,,Einsatzgebiet" von Public Health sich nicht nur auf den akuten Krankheitsfall beschränkt,

sondern auch präventive Maßnahmen hinsichtlich Gesundheit und Krankheit einer

Bevölkerung in seiner Betrachtungsweise berücksichtigt.

Bei näherer Auseinandersetzung mit der Thematik stellt man jedoch fest, dass der Begriff

Public Health wie folgt eine weitere Unterscheidung zulässt:

1 WHO [Public health domains 2008] o.S.

2 Meyers Lexikonverlag [Public Health 2007] o.S.


3

Old Public Health

ist dadurch gekennzeichnet, dass es seinen Schwerpunkt auf die

Verhütung von Krankheiten legt und die Medizin in den Mittelpunkt des Interesses rückt.3

New Public Health

hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass es alle relevanten Bereiche die

mit Gesundheit zu tun haben betrachtet und somit interdisziplinär agiert.

Public Health kann daher folglich nicht als eine allein stehende Disziplin betrachtet werden,

sondern zeigt sich in der Praxis in Form einer interdisziplinären Herangehensweise, bei der

eine Vielzahl von Berufsgruppen wie beispielsweise Ärzte, Naturwissenschafter,

Psychologen, Philosophen, Juristen, Gesundheitsökonomen, sowie Vertreter aus den

Disziplinen

Epidemiologie,

Genetik,

Politikwissenschaften,

Pflegewissenschaften,

Sozialpharmakologie, Informatik, Statistik, Biometrie und noch anderer Bereiche beteiligt

sind.45

Wie bereits in der zweiten Begriffsklärung erwähnt kann es zu einem Spannungsfeld

zwischen der politischen Realität auf der einen Seite und den fachlichen Erkenntnissen auf

der anderen Seite kommen.

Auf diese Problematik weist auch Gerhard Polak hin indem er festhält, dass der Bereich

Public Health in letzter Zeit zwar zunehmend an Interesse und Bedeutung gewonnen hat,

jedoch nach wie vor viele Missverständnisse und fehlendes Wissen auf diesem Gebiet

vorhanden sind.6 Dieses fehlende Wissen beziehungsweise diese Missverständnisse wiederum

können unter anderem zu einer ablehnenden Haltung seitens der im Gesundheitswesen tätigen

Personen und politischen Entscheidungsträgern führen.

Obige Aussage von Gerhard Polak erlaubt daher die Annahme, dass die gegenwärtige

Situation des Gesundheitswesens (mit all seinen Akteuren) sowohl in Österreich als auch in

Europa beziehungsweise dem Rest der Welt nicht frei von Komplikationen, Problemen, und

Ähnlichem ist, doch um die Gegenwart besser verstehen zu können (ohne voreilige Schlüsse

zu ziehen) ist es häufig sinnvoll sich zuerst mit der Vergangenheit zu befassen bzw. von

3 Vgl. hierzu und im Folgenden Schmidt [Präventive Sucht- 2000] S.339-368 zitiert nach Ahrens

[Technologiebewertung 2002] S.160 und Noack [Public Health 1999] o.S. zitiert nach Ahrens

[Technologiebewertung 2002] S.160.

4 Vgl. Polak [Vorwort 1999] S. XI.

5 Vgl. Schwartz [Zugang zu Gesundheit 2003] S. 5.

6 Vgl. hierzu und im Folgenden Polak [Vorwort 1999] S. XIIf.



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