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Diploma Thesis, 2005, 100 Pages
Author: Jan Andreas Bollinger
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Entwicklung, Vorgehensweise, Positionierung, Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Beispiel, Neuwied
Year: 2005
Pages: 100
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 64 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06102-5
File size: 686 KB
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Abstract
Wirtschaftsförderung im weiteren Sinne gibt es in Deutschland schon seit der Zeit der Hanse im Mittelalter. Wirklich systematisch wird Wirtschaftsförderung auf lokaler und regionaler Ebene hierzulande jedoch erst seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts betrieben . Die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und damit auch der Wirtschaftsförderung sind in einem Wandel begriffen: Durch Globalisierung und europäische Integration werden Handelsschranken abgebaut, gleichzeitig erstarkt die internationale Konkurrenz. Die Strukturpolitik von EU und Bundesregierung reagiert auf den allgemeinen Strukturwandel und hat unter anderem die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung zur direkten finanziellen Förderung von Betrieben erschwert. Dem steht ein gesunkenes Potential an ansiedlungswilligen Unternehmen gegenüber. Außerdem haben innerhalb vieler Branchen technologische und sonstige Entwicklungen stattgefunden . Dies hat Auswirkungen für das Handeln von Wirtschaft und Wirtschaftsförderung: Der Wettbewerbsdruck auf Unternehmen und Standorte ist gestiegen. Die vorliegende Arbeit soll Handlungsalternativen aufzeigen, durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Standorte in dem immer schärfer werdenden Wettbewerb bestehen können.
Excerpt (computer-generated)
Entwicklung einer Vorgehensweise zur
strategischen Positionierung einer
Wirtschaftsförderungsgesellschaft
am Beispiel der MFG Neuwied
Diplomarbeit
Fachhochschule Koblenz
Fachbereich Betriebswirtschaft
Koblenz, den 04.06.2005
Vorgelegt von:
Jan Andreas Bollinger
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGEN VIIII
1. Einleitung - 1 -
1.1. Einführung in die Thematik - 1 -
1.2. Vorgehensweise und Methodik - 1 -
2. Wirtschaftsförderung - 2 -
2.1. Zum Begriff - 2 -
2.2. Ebenen der Wirtschaftsförderung - 3 -
2.2.1. Die Europäische Ebene - 3 -
2.2.2. Die Bundesebene - 4 -
2.2.3. Die Landesebene: - 5 -
2.2.4. Die Kommunale und Regionale Ebene: - 6 -
2.3. Ziele und Zielgruppen der Wirtschaftsförderung - 7 -
2.4. Standortfaktoren - 8 -
2.4.1. Abhängigkeit der Bedeutung von Standortfaktoren von Branche und Art der
Investition - 9 -
2.4.2. Standortentscheidungen von Unternehmen - 11 -
2.5. Instrumente der Wirtschaftsförderung - 12 -
2.5.1. Instrumente bezogen auf harte Standortfaktoren - 13 -
2.5.2. Instrumente bezogen auf weiche Standortfaktoren - 13 -
2.6. Akteure der Wirtschaftsförderung vor Ort - 14 -
2.7. Hauptprobleme der Wirtschaftsförderung - 16 -
3. Entwicklungen in der Wirtschaftsförderung und Notwendigkeit einer
strategischen Positionierung - 17 -
3.1. Klassische Erklärungen für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten- 17 -
3.1.1. Die Theorie vom absoluten Vorteil - 17 -
3.1.2. Die Theorie vom komparativen Vorteil - 17 -
3.1.3. Wettbewerbsvorteile durch Economies of Scale - 18 -
II
3.2. Paradigmenwechsel in der Verortung von Wettbewerbsvorteilen - 19 -
3.2.1. Nationale Wettbewerbsvorteile nach Michael E. Porter - 20 -
3.2.2. Cluster - 20 -
3.2.3. Auswirkungen auf den Wettbewerb - 21 -
3.3. Evolution der Wirtschaftsförderung - 23 -
3.3.1. Klassische Wirtschaftsförderung - 23 -
3.3.2. Veränderungen - 23 -
3.3.3. Notwendigkeit einer strategischen Positionierung - 24 -
4. Strategische Positionierung - 25 -
4.1. Der Wettbewerb - 25 -
4.2. Wettbewerbsstrategien - 26 -
4.2.1. Kostenführerschaft - 26 -
4.2.2. Differenzierung - 27 -
4.2.3. Konzentration - 27 -
4.2.4. Stuck in the Middle zwischen den Stühlen: - 28 -
4.3. Wertschöpfungsketten - 28 -
4.4. Portfolio-Analyse/Produktpositionierung - 29 -
4.5. Der Marketing-Mix - 29 -
4.5.1. Produkt - 30 -
4.5.2. Preis - 31 -
4.5.3. Distribution - 31 -
4.5.4. Kommunikation - 31 -
5. Vorgehensweise zur Positionierung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft-
32 -
5.1. Positionierung einer WFG - 32 -
5.1.1. Strategische Positionierung des Standortes - 32 -
5.1.2. Positionierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft - 33 -
5.2. Integrierte Wirtschaftsförderung - 35 -
5.3. Strategische Planung und Erfolgskontrolle - 36 -
5.3.1. Strategische Faktoren - 37 -
5.3.2. Bestandsaufnahme und SWOT-Analyse - 38 -
5.3.3. Ableitung von strategischen und operativen Zielen - 40 -
5.3.4. Rahmenplan für die Wirtschaftsförderung - 40 -
5.3.5. Evaluation und Erfolgskontrolle - 41 -
5.4. Projektarbeit in der Wirtschaftsförderung - 42 -
5.4.1. Initiativphase - 44 -
5.4.2. Startphase - 44 -
5.4.3. Durchführungsphase: - 45 -
5.4.4. Schlussphase: - 45 -
III
5.5. Wissensmanagement - 46 -
5.6. Public Private Partnership - 48 -
6. Exemplarische Vorschläge für die Arbeit der MFG Neuwied - 49 -
6.1. Oberziel 1: Eindeutige Positionierung des Standortes und Aufbau von
Kompetenzfeldern - 51 -
6.1.1. Cluster, Kompetenzfelder und Netzwerke - 51 -
6.1.2. Analyse von möglichen Kompetenzfeldern - 52 -
6.1.3. Umsetzung des Kompetenzfeldansatzes - 53 -
6.1.4. Instrumente zur Einrichtung von Kompetenzfeldern: - 55 -
6.1.5. Projekt 1.2.: Entwicklung einer langfristigen Standortstrategie - 56 -
6.2. Oberziel 2: Erreichung einer optimalen Kundenorientierung bei
besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von KMU und
Existenzgründern: - 56 -
6.2.1. Positionierung der MFG Neuwied als One-Stop-/First-Stop-Agency mit
optimaler Kunden- und Serviceorientierung - 57 -
6.2.2. Besondere Berücksichtigung der Bedürfnisse von KMU und
Existenzgründern - 58 -
6.2.3. Erfassung der Kundenbedürfnisse und Wünsche zur entsprechenden
Gestaltung des Angebotes - 60 -
6.2.4. Gezielte Ansprache der Kunden zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades- 61 -
6.2.5. Kooperation mit der Initiative KoNet - 61 -
6.3. Oberziel 3: Enger Draht zu und gemeinsames Vorgehen mit der Politik- 62
-
6.3.1. Budgetierung der MFG - 62 -
6.3.2. Schaffung eines wirtschaftsfreundlichen Verwaltungsklimas - 63 -
6.4. Oberziel 4: Koordination der WF-Institutionen und Verteilung der
Kompetenzen unter den verschiedenen Akteuren am Standort - 63 -
6.4.1. Klare Verteilung der Kompetenzen - 65 -
6.4.2. Entwicklung gemeinsamer Einrichtungen - 65 -
6.5. Oberziel 5: Überregionale Kooperation - 66 -
6.5.1. Kooperationsmöglichkeiten - 68 -
6.5.2. Standortmarketing Region Mittelrhein - 68 -
6.6. Übergreifende Projekte - 69 -
7. Fazit - 69 -
Literatur- und Quellenverzeichnis - 71 -
Literatur - 71 -
Internetquellen - 78 -
Expertengespräche - 81 -
IV
ANHANGVERZEICHNIS - 83 -
ANHANG 1: Fragebogen für Gespräche mit Wirtschaftsexperten - 84 -
ANHANG 2: Fragebogen für Gespräche mit Wirtschaftsförderern - 87 -
ANHANG 3: Fragebogen für Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern-
90 -
V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNG 1:
EBENEN DER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
3
ABBILDUNG 2:
ZIELE DER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
7
ABBILDUNG 3:
DER DIAMANT VON PORTER
21
ABBILDUNG 4:
FIVE FORCES
25
ABBILDUNG 5:
WETTBEWERBSSTRATEGIEN
26
ABBILDUNG 6:
WERTSCHÖPFUNGSKETTE
29
ABBILDUNG 7:
DER
MARKETING-MIX 30
ABBILDUNG 8:
POSITIONIERUNG EINER WFG
35
ABBILDUNG 9:
DAS SECHSECK DER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG 37
ABBILDUNG 10:
PHASEN IN DER PROJEKTARBEIT
43
ABBILDUNG 11:
PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP
48
VI
TABELLENVERZEICHNIS
TABELLE 1:
STANDORTFAKTOREN
9
TABELLE 2:
STANDORTFAKTOREN UND INVESTITIONSTYPEN
10
TABELLE 3:
ANFORDERUNGEN AN STANDORTE IM LAUFE DES
INDUSTRIELEBENSZYKLUS 11
TABELLE 4:
EIN NEO-SCHUMPETERSCHES MODELL INDUSTRIELLER
ENTWICKLUNG
11
TABELLE 5:
EIN KATALOG RELEVANTER STANDORTFAKTOREN
12
TABELLE 6:
AUSWIRKUNGEN VON CLUSTERN
22
TABELLE 7
: SWOT-ANALYSE DES STANDORTES
39
TABELLE 8:
MÖGLICHE KOOPERATIONSPARTNER
50
TABELLE 9:
PROBLEME VON CLUSTERINITIATIVEN
54
VII
ABKÜRZUNGEN
bzw.
beziehungsweise
ggf.
gegebenenfalls
i.d.R.
in
der
Regel
IHK
Industrie-
und
Handelskammer
HwK
Handwerkskammer
KoNet
Kooperationsnetzwerk für Existenzgründungen aus
Koblenzer Hochschulen
MFG
Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH
PPP
Public
Private
Partnership
WFG
Wirtschaftsförderungsgesellschaft
WiR Nord
Wirtschaftsförderer in Rheinland-Pfalz Nord
z.B.
zum
Beispiel
VIII
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
Wirtschaftsförderung im weiteren Sinne gibt es in Deutschland schon seit der Zeit
der Hanse im Mittelalter. Wirklich systematisch wird Wirtschaftsförderung auf
lokaler und regionaler Ebene hierzulande jedoch erst seit den 90er Jahren des 20.
Jahrhunderts betrieben1. Die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und damit auch
der Wirtschaftsförderung sind in einem Wandel begriffen: Durch Globalisierung und
europäische Integration werden Handelsschranken abgebaut, gleichzeitig erstarkt die
internationale Konkurrenz. Die Strukturpolitik von EU und Bundesregierung
reagiert auf den allgemeinen Strukturwandel und hat unter anderem die
Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung zur direkten finanziellen Förderung von
Betrieben erschwert. Dem steht ein gesunkenes Potential an ansiedlungswilligen
Unternehmen gegenüber. Außerdem haben innerhalb vieler Branchen
technologische und sonstige Entwicklungen stattgefunden2. Dies hat Auswirkungen
für das Handeln von Wirtschaft und Wirtschaftsförderung: Der Wettbewerbsdruck
auf Unternehmen und Standorte ist gestiegen. Die vorliegende Arbeit soll
Handlungsalternativen aufzeigen, durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften
und Standorte in dem immer schärfer werdenden Wettbewerb bestehen können.
1.2. Vorgehensweise und Methodik
Bei der Erstellung dieser Arbeit sind als sekundäre Quellen einschlägige
Fachliteratur und Fallstudien herangezogen worden. Außerdem sind persönliche
Tiefeninterviews mit Experten aus Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Forschung
geführt worden, um einen höheren Praxisbezug herzustellen. Im Folgenden soll
zunächst erörtert werden, was unter dem Begriff Wirtschaftsförderung zu verstehen
ist und wie sie in Erscheinung tritt. Es wird dargelegt, welche Theorien der
Wirtschaftsförderung zu Grunde liegen, wie sich dieser theoretische Hintergrund
und die Rahmenbedingungen der Wirtschaft im Laufe der Zeit verändert haben, und
welche Auswirkungen dies auf die Praxis der Wirtschaftsförderung hatte.
1 Reschl & Rogg, Kommunale Wirtschaftsförderung Standortdialog und Standortentwicklung,
2003, S. 12
2 Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 64
Anschließend wird beschrieben, wie das Konzept der strategischen Positionierung
aussieht und welche Bedeutung es für die Wirtschaftsförderung hat. Als Ziel dieser
Arbeit soll eine Erfolg versprechende Vorgehensweise zur strategischen
Positionierung der Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH (im
Folgenden kurz: MFG) und des Standortes Neuwied entwickelt werden.
2. Wirtschaftsförderung
Zunächst wird ein Überblick darüber gegeben, was unter Wirtschaftsförderung zu
verstehen ist, welche Ziele sie anstrebt, welche Faktoren für die Erreichung dieser
Ziele entscheidend sind und wie diese Faktoren beeinflusst werden können.
2.1. Zum Begriff
Insgesamt handelt es sich bei der Dienstleistung Wirtschaftsförderung um alle
Maßnahmen auf kommunaler bzw. regionaler Ebene mit dem zentralen Ziel, die
Wirtschaft im Hoheitsgebiet zu stärken und dadurch die Lebensbedingungen der
örtlichen Bevölkerung zu verbessern3: Hinter dem Begriff Wirtschaftsförderung
verbirgt sich die Aufgabe, einen Standort im harten Wettbewerb zu platzieren und zu
verkaufen4. Die Literatur unterscheidet hier zwischen Wirtschaftspolitik im engeren
Sinne und Wirtschaftsförderung5.
Wirtschaftspolitik:
Unter Wirtschaftspolitik im engeren Sinne wird die
Wirtschaftsordnungspolitik verstanden, die ein rechtlich normiertes
Regelsystem für alle wirtschaftlichen Aktivitäten schafft. Im Rahmen der
Wirtschaftspolitik werden also die Handlungsgrundlagen festgelegt.
Wirtschaftsförderung:
Demgegenüber fällt die Wirtschaftsförderung in den
Bereich der Wirtschaftsprozesspolitik, die alle Aktivitäten zur Beeinflussung
wirtschaftlicher Prozesse innerhalb des ordnungspolitischen Rahmens
beinhaltet. Wirtschaftsförderung ist also stärker instrumentell orientiert und
versucht die festgelegten politischen Grundsätze zu realisieren.
3 Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 22
4 Vgl. Iglhaut, Wirtschaftsförderung als Marketingaufgabe, 1994, S. 61
5 Vgl. Reschl & Rogg, Kommunale Wirtschaftsförderung Standortdialog und Standortentwicklung,
2003, S. 9
- 2 -
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