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Seminararbeit, 2008, 22 Seiten
Autor: Antje Haim
Fach: Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Details
Tags: Modell, Bildungswissenschaftler/in, Schwerpunkt, Referententätigkeit
Jahr: 2008
Seiten: 22
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-06111-7
ISBN (Buch): 978-3-640-31570-3
Dateigröße: 174 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Das 4CID Modell von Van Merriënboer (v. Merriënboer, Clark, & de Croock, 2002)wurde für das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten entwickelt. Das Modell ist wissenschaftlich und empirisch erforscht und stellt für Bildungswissenschaftler eine gute Möglichkeit dar, komplexes, auf Kompetenzen basiertes Lernen, im geeigneten Kontext zu vermitteln. Ziel der Anwendung des 4CID-Modells ist die Vermittlung von Kompetenzen. Um den Lernerfolg und die spätere Umsetzbarkeit des Gelernten möglichst zu steigern,werden authentische Lernsituationen bevorzugt, die so oder ähnlich auch in der alltäglichen Anwendung des Gelernten gefunden werden können. Die Kernaussage des 4CID Modells für die Gestaltung von komplexe Lernumgebungen sind vier zueinander in Verbindung stehende Entwurfskomponenten (Lernaufgaben, unterstützenden Informationen, Just-in-time Informationen und Parttask Practice). In der Hausarbeit wird zunächst die Referententätigkeit von Bildungswissenschaftlern betrachtet und eine komplexe Kompetenz unter dem Gesichtspunkt des 4CID Modells in einem Blueprint ausgearbeitet. Anschließend werden lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das Modell dargestellt. Des weiteren folgt eine Einordnung des 4CID Modells in didaktische Szenarien, sowie eine Erläuterung von unterstützenden Medien des Blueprints.
Textauszug (computergeneriert)
4CID Modell: Bildungswissenschaftler/in mit dem
Schwerpunkt der Referententätigkeit
Zum Modul 2B
Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik
angefertigt im BA Bildungswissenschaft
an der FernUniversität in Hagen
von
Antje Haim
Themenstellung am 15.01.2008
Vorgelegt am 26.02.2008
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das 4CID Modell am Beispiel der Referententätigkeit 4
2.1. Hierarchische Analyse der Kompetenz 4
2.2. Aufgabenklassen 6
2.3. Lernaufgaben 8
2.4. Unterstützende Informationen 11
2.5. Just-in-time Informationen 12
2.6. Parttask Practice 12
3. Das 4CID Modell im mediendidaktischen Kontext 13
3.1. Lerntheoretische Überlegungen sowie Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das
4CID Modell 13
3.2. Didaktische Szenarien zur Integration des 4CID Modells: 15
3.3. Unterstützende Medien 16
4. Zusammenfassung und Fazit 18
Literaturverzeichnis: 20
2
1. Einleitung
Das 4CID Modell von Van Merriënboer (v. Merriënboer, Clark, & de Croock, 2002) wurde für
das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten entwickelt. Das Modell ist
wissenschaftlich und empirisch erforscht und stellt für Bildungswissenschaftler eine gute
Möglichkeit dar, komplexes, auf Kompetenzen basiertes Lernen, im geeigneten Kontext zu
vermitteln.
Ziel der Anwendung des 4CID-Modells ist die Vermittlung von Kompetenzen. Um den
Lernerfolg und die spätere Umsetzbarkeit des Gelernten möglichst zu steigern, werden
authentische Lernsituationen bevorzugt, die so oder ähnlich auch in der alltäglichen
Anwendung des Gelernten gefunden werden können. Die Kernaussage des 4CID Modells für
die Gestaltung von komplexe Lernumgebungen sind vier zueinander in Verbindung stehende
Entwurfskomponenten (Abb.1):
- Lernaufgaben (engl. learning tasks),
- unterstützenden Informationen (engl. supportive information),
- Just-in-time Informationen und
- Parttask Practice.
Learning tasks
Parttask practice
Cognitiv
feedback
Supportive information
JIT information
Abb.1:
Vier Entwurfkomponenten des 4CID Modells
In der Hausarbeit wird zunächst die Referententätigkeit von Bildungswissenschaftlern
betrachtet und eine komplexe Kompetenz unter dem Gesichtspunkt des 4CID Modells in
einem Blueprint ausgearbeitet.
Anschließend werden lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens in
Bezug auf das Modell dargestellt. Des weiteren folgt eine Einordnung des 4CID Modells in
didaktische Szenarien, sowie eine Erläuterung von unterstützenden Medien des Blueprints.
Die Autorin bezieht keine genderspezifische Position und wählt die männliche Form für die
handelnden Personen. Der angehende Referent nimmt im Verlauf der Hausarbeit die Rolle
des Lernenden, der Experte die Rolle des Lehrenden ein.
3
2. Das 4CID Modell am Beispiel der Referententätigkeit
Referententätigkeiten in der Bildungswissenschaft können sehr vielfältig und komplex sein.
Ein Referent betreut allgemein bestimmt Sach- und Aufgabengebiete, z.B. in einem
Ministerium, im Bereich der Bildung im Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(http://www.bmbf.de/pub/orgplan.pdf;20.01.2008). Fachreferenten im BMBF sorgen ,,
durch
wissenschaftliche Beratung und die Organisation von Strategieprozessen mit Vertretern
verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen
[,dafür dass]
Politik mit Unterstützung von
Wissenschaft und Gesellschaft weiter
" geht (http://www.bmbf.de/de/6490.php; 20.01.2008).
Ein weiterer Tätigkeitsbereich in Zusammenarbeit des BMBF ist der ,,Bundesweite
ArbeitsKreis der EU-Referenten an Hochschulen in Deutschland", kurz BAK. Aufgaben der
Referenten sind z.B. Informationsveranstaltungen mit dem EU-Büro des BMBF durchführen,
Mitarbeit im ,,Universities International Team of Experts" (UNITE), sowie thematische
Vorbereitungen
der
Bundestagung
der
EU-Referenten
(http://www.ruhr-uni-
bochum.de/bak/Aufgaben-Ziele.htm;21.01.2008). Referenten können auch in anderen
Bildungsbereichen tätig sein, die für sich wiederum komplexe gebietsbezogene, also
Fachkompetenzen erfordern.
In der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sind das z.B. Beratungsfunktion, Kommunikation
mit anderen Berufsgruppen, Innovation und Weiterentwicklung der Bildungsinitiative
(http://www.fize.de/andere_termine.226.htm;21.01.2008). Der Referent ist der Experte in
seinem Aufgabengebiet, der die Entscheidungsträger (z.B. Minister, Staatsekretär) berät und
deren Entscheidungsfindung vorbereitet und begleitet. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit
liegt dabei in der Erarbeitung von Konzepten, mit deren Hilfe das Erreichen von strategischen
Zielen sichergestellt werden soll. Die Konzepte enthalten, basierend auf der Diskrepanz
zwischen aktuellem Sachstand (Ist-Situation) und dem vorgegebenen Ziel (Soll-Situation),
Vorgehensweisen und Richtlinien. Die Konzepte bilden somit ein Bindeglied zwischen dem
Soll- und dem Ist-Zustand und sind die Grundlage für die Umsetzung in konkrete
Handlungen. Diese komplexe Kompetenz ,,
ein Konzept erstellen
" zeichnet u.a. einem
Fachreferenten aus, der damit in seinem Fach als Experte die Bildungsarbeit voranbringt und
zukunftsorientiert gestaltet.
2.1. Hierarchische Analyse der Kompetenz
Die Kompetenz ,,ein Konzept erstellen" im Rahmen der Referententätigkeit wird zunächst
analysiert und in komplexe Fertigkeiten unterteilt (Abb.2).
4
ein Konzept erstelen
Problemstelung
Zeitplan
Material
Ergebnisse
Konzept
Konzept
auswerten
erstelen
sammeln
auswerten
verfassen
mitprüfen
lassen
vorhan-
Text-
Kern-
Rahmen-
Meilen-
kritischen
Recherche Ergebnisse
Umfang
denes
Verwertbarkeit
Konzept
kontrole
Ergebnisse
aussagen bedingungen
steine
Pfad
durch-
excerp-
ermiteln
Material
ermiteln
schreiben
durch-
einarbeiten
ermiteln analysieren
festlegen ermiteln
führen
tieren
sichten
führen
Problem-
Organisations-
Recherche
Korrektur-
Material
stelung
bezogene
Instru-
Inhalte
Inhalte
Gliederung
mitel
gem.GO
aus-
analy-
Anforderungen
ment
verstehen
verstehen
erstelen
anwenden
verteilen
arbeiten
sieren
analysieren
bedienen
Geschäfts-
Analyse-
Text-
Format-
ordnung
schema
bausteine vorlagen
kennen
anwenden
verwenden verwenden
Abb.2:
Hierarchie zu ,,ein Konzept erstellen"
5
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