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Internationale Verrechnungspreise in multinationalen Unternehmen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 23 Pages
Author: Thomas Rauchfuß
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 21  Entries
Language: German
Archive No.: V92355
ISBN (E-book): 978-3-638-05763-9

File size: 106 KB


Excerpt (computer-generated)

Konstanz, im Mai 2008


Universität Konstanz

Sommersemester 2008

Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungslegung

Seminar: ,,Unternehmensplanspiel iDECOR"

Internationale Verrechnungspreise

in multinationalen

Unternehmen

Ausgearbeitet

von:

Thomas

Rauchfuß

Fachsemester: 10


INHALT ________________________

FEHLER! TEXTMARKE NICHT DEFINIERT.

1. EINLEITUNG _____________________________________________________ 4

2. BEGRIFFSABGRENZUNG __________________________________________ 5

3. FUNKTIONEN VON VERRECHNUNGSPREISEN ________________________ 6

3.1. Abrechnungs- und Planungsfunktion------------------------------------------------------------- 6

3.2. Koordinations- und Lenkungsfunktion----------------------------------------------------------- 6

3.3. Erfolgszuweisungsfunktion------------------------------------------------------------------------ 7

4. ARTEN VON VERRECHNUNGSPREISEN______________________________ 8

4.1. Marktorientierte Verrechnungspreise ------------------------------------------------------------ 8

4.2. Kostenorientierte Verrechnungspreise ----------------------------------------------------------- 8

4.3. Verrechnungspreise als Verhandlungsergebnis ------------------------------------------------ 10

5. DER ARM´S LENGTH GRUNDSATZ UND SEINE VERANKERUNG IM

DEUTSCHEN STEUERRECHT________________________________________ 11

5.1. Der Arm´s Length-Grundsatz -------------------------------------------------------------------- 11

5.2. Der Arm´s Length-Grundsatz im deutschen Steuerrecht ------------------------------------- 12

6. OECD ­ PRICING METHODEN _____________________________________ 13

6.1. Die Standardmethoden ---------------------------------------------------------------------------- 13

6.1.1. Die Preisvergleichsmethode ----------------------------------------------------------------- 13

6.1.2. Die Wiederverkaufspreismethode ---------------------------------------------------------- 14

6.1.3. Die Kostenaufschlagsmethode -------------------------------------------------------------- 14

6.2. Die gewinnorientierten Methoden --------------------------------------------------------------- 16

6.2.1. Die Gewinnaufteilungsmethode ------------------------------------------------------------ 16

6.2.2. Die Nettomargenmethode-------------------------------------------------------------------- 17

7. EINBLICKE IN GESETZLICHE NEUREGELUNGEN IN BEZUG AUF

DOKUMENTATIONSPFLICHTEN UND SANKTIONSVORSCHRIFTEN ________ 18

7.1. Erhöhte Mitwirkungspflicht bei Vorgängen mit Auslandsbezug ---------------------------- 18

7.2. Neue Schätzungsbefugnis für die Finanzverwaltung (im Folgenden FinVerw) ----------- 18

7.3. Weitere Sanktionen bei Nichtbeachtung der Dokumentationspflicht ----------------------- 19

2


8. SCHLUSSBETRACHTUNG_________________________________________ 20

LITERATURVERZEICHNIS ___________________________________________ 21

3


1. Einleitung

,,Unter multinationalen Unternehmen versteht man zwei oder mehrere Unternehmungen, die

unter gemeinsamer Kontrolle stehen, über gemeinsame Ressourcen verfügen und gemeinsame

Ziele verfolgen."1 Zudem müssen die einzelnen Unternehmungseinheiten in mehr als einem

Land sitzen. Die Bedeutung von multinationalen Unternehmen (im Folgenden MNU) für den

internationalen Handel ist beträchtlich. Waren- und Dienstleistungsexporte von den Ländern

der EU in die USA, die über MNU erfolgen, erreichen etwa einen Anteil von 50 % der ge-

samten Exporte. Auch in umgekehrter Richtung kann von einem Anteil der Leistungsimporte

in die EU, die von MNU erbracht werden, von über 50 % ausgegangen werden.2

Die Bildung von MNU hat verschiedene Ursachen. Unternehmen können sich makroökono-

mische Standortvorteile anderer Länder, wie etwa die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, ge-

ringe Kosten von Zwischenprodukten oder die Größe des Absatzmarktes, aneignen, indem sie

zum Beispiel Tochterunternehmen in diesen Ländern errichten.

Neben diesen betriebswirtschaftlichen Vorteilen gibt es noch weitere Gründe für die Errich-

tung von MNU. Bekanntester Grund dafür dürfte die Möglichkeit sein, das internationale

Steuergefälle für eigene Zwecke zu nutzen und zu einer internationalen Steuerarbitrage mit

dem Ziel ansetzen, die globalen Gewinne vor allem dort auszuweisen, wo sie einer geringeren

steuerlichen Belastung unterliegen.3 Die daraus resultierende, fortlaufend wachsende Interna-

tionalisierung und Globalisierung der Wirtschaft hat dazu geführt, dass das Thema der ,,Inter-

nationalen Verrechnungspreise" weiter in den Vordergrund rückt.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex der Verrechnungspreise

hat für die BWL eine sehr lange Tradition. Bereits Eugen Schmalenbach habilitierte sich 1903

mit diesem Thema. Er diskutierte das Problem, den zutreffenden Preis für Lieferungen und

Leistungen zwischen verschiedenen Bereichen innerhalb eines Unternehmens zu gestalten.4

Diese grundlegende Analyse wurde Schritt für Schritt erweitert, insbesondere bezüglich der

Steuergesetzgebung. Die steuerrechtliche Diskussion zur sachgerechten Gestaltung von Ver-

rechnungspreisen ist noch relativ jung. Es lässt sich aber bereits eine Zunahme der zu diesem

Problembereich veröffentlichten Berichte und Artikel beobachten.5

1 Wellisch, Dietmar, 2003, S. 333

2 Vgl. ebenda, S. 333

3 Vgl. ebenda, S. 333 ff

4 Vgl. Coenenberg, 1992, S. 423

5 Vgl. Stocker, 2006, S. 5

4


Die nachfolgende Seminararbeit analysiert und diskutiert wesentliche Ansätze der Verrech-

nungspreisproblematik. Darüber hinaus gibt sie noch einen Überblick über gesetzliche Neure-

gelungen im Bereich internationaler Verrechnungspreise.

Nach diesem Einleitungskapitel folgt in Kapitel 2 der Versuch einer Begriffsabgrenzung. In

Kapitel 3 werden die verschiedenen Funktionen von Verrechnungspreisen beleuchtet. Ver-

rechnungspreise erfüllen als Hauptfunktion die Koordination des Managements und die Er-

folgszuweisung der einzelnen Einheiten eines Unternehmens.

Kapitel 4 stellt verschiedenen Möglichkeiten dar, wie die zwischen verschiedenen Bereichen

des Unternehmens ausgetauschten Lieferungen und Leistungen bewertet werden können. Man

unterscheidet hier zwischen marktorientierten Verrechnungspreisen, kostenorientierten Ver-

rechnungspreisen sowie zwischen Verrechnungspreisen die auf Verhandlungen basieren.

Kapitel 5 gibt die wesentliche Bedeutung des Arm´s Length-Grundsatzes wieder und reifiziert

dessen Bedeutung im deutschen Steuerrecht.

Kapitel 6 befasst sich ausführlich mit den von der OECD anerkannten Pricing-Methoden. Zu-

dem werden jeweils Vor- und Nachteile dargestellt.

Das letzte Kapitel des Hauptteiles gibt einen Überblick über gesetzliche Neuregelungen im

Bereich internationaler Verrechnungspreise der letzten Jahre. Gerade aufgrund der Dokumen-

tationspflicht müssen die Unternehmen Aufzeichnungen bezüglich ihrer Geschäftsbeziehun-

gen erstellen.

Abschließend folgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte

2. Begriffsabgrenzung

Verrechnungspreise gelten in der betriebswirtschaftlichen Literatur als nicht genau definiert.

Daraus resultierend existiert eine große Anzahl von Definitionen und Erklärungsversuchen.6

Schmalenbach schrieb bereits 1908 über den Verrechnungspreis, dass er ein ,,eigenartiger

Preis" sei, der überall dort entsteht, ,,wo man im industriellen Rechnungswesen den Gesamt-

betrieb aufteilt in Unterbetriebe derart, dass die Leistungen derselben untereinander im ein-

zelnen gemessen und verrechnet werden."7 Nach Klein handelt es sich ,,um die in Geldeinhei-

ten ausgedrückte Gegenleistung für konzerninterne Lieferungen und Leistungen".8 Ewert und

Wagenhofer definieren Verrechnungspreise als ,,Wertansätze für innerbetrieblich erstellte

Leistungen (Produkte, Zwischenprodukte, Dienstleistungen), die von anderen, rechnerisch

6 Vgl. Coenenberg, 1992,S. 423

7 Schmalenbach, 1908/1909, S. 167 ff.

8 Klein, 1988 S. 2

5



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