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Scholary Paper (Seminar), 2001, 14 Pages
Author: M.B.A. + Eng. Sonja Wagner
Subject: Geography / Earth Science - Didactics of Geography
Details
Institution/College: LMU Munich (Institut für Geographie)
Tags: Außerschulisches, Lernen, Erdkundeunterricht, Unterrichtsmethoden, Erdkundeunterricht
Year: 2001
Pages: 14
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06380-7
File size: 99 KB
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Abstract
Es gibt viele Arten von Unterricht, die den Schülern – im Gegensatz zum Frontalunterricht – Handlungsspielraum ermöglichen und somit eigenständiges Arbeiten und Lernen fördern. Neben Projektunterricht, Lernzirkel etc. ist eine Form besonders hervorzuheben: der außerschulische Unterricht. Der außerschulische Unterricht im Fach Erdkunde wird als originale Begegnung im Gelände verstanden. „Gelände“ meint dabei „nicht nur die offene, naturnahe Landschaft, sondern auch den bebauten, städtischen oder dörflichen Raum. Der außerschulische Unterricht findet in Form von mehrstündigen Lehrgängen, ein- bis mehrtägigen Exkursionen und Schullandheimaufenthalten statt“ (Haubrich, 1997, S.208). Der Begriff „außerschulisches Lernen“ kann oft mit „Unterrichtsgang“, „Klassenfahrt“, „Besichtigung“ und „Exkursion“ gleichgesetzt werden (Staatsministerium für Schulpädagogik und Bildungsforschung München, 1995, S.17). Dabei sind folgende Klassifikationskriterien zu beachten. Rechtlich unterscheidet man beim außerschulischen Lernen zwischen Unterrichtsgängen, Wanderungen und Fahrten. Unterrichtsgänge beanspruchen nur 1 bis 2 Stunden Zeit und finden in Schulnähe statt. Als Wanderungen bezeichnet man alle Exkursionen, die maximal einen Tag dauern. Sie führen meist in die weitere Umgebung der Schule und eine geographische Thematik wird anhand von ausgewählten Punkten behandelt. Als Fahrten gelten Lehr- und Studienfahrten, deren Länge einen Tag überschreitet (Staatsministerium für Schulpädagogik und Bildungsforschung München, 1995, S.17). Schönbach (1990, S.28) unterscheidet darüber hinaus noch zwischen Betriebserkundung, Feldarbeit und Übersichtsexkursion. Eine Betriebserkundung ist eine „räumlich, inhaltlich und organisatorisch eng festgelegte Exkursion, die im Einvernehmen mit der besuchten Einrichtung durchgeführt wird“ (Schönbach, 1990, S.28). Feldarbeit meint eine weitgehend selbständige Erkundung geographischer Sachverhalte durch die Schüler, wohingegen die Teilnehmer einer Übersichtsexkursion weitgehend passiv-rezeptiv sind. Übersichtsexkursionen haftet der Ruf einer touristischen Führung an und deshalb sind sie in Verruf geraten (Daum, 1982, S.71 & Haubrich, 1997, S.208). Als Grund dafür lässt sich die dominante und führende Rolle des Lehrers nennen und die mangelnde Aktivität der Schüler.
Excerpt (computer-generated)
Universität München, Institut für Geographie
Didaktik der Geographie
WS 2000/2001
PS Unterrichtsmethoden und -medien im Erdkundeunterricht
Außerschulisches Lernen im Erdkundeunterricht
Datum: 5.12.2001
von
Sonja Wagner
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung: Was ist außerschulisches Lernen? 3
1.1
Außerschulisches Lernen allgemein 3
1.2
Klassifikation 3
2
Warum ist außerschulisches Lernen wichtig? 5
2.1
Realitätsorientierung, Lernen mit allen Sinnen 5
2.2
Entdeckendes Lernen, Learning by doing 5
2.3
Schülerorientierter Unterricht, Mitverantwortung des Schülers 5
2.4
Fächerübergreifendes Lernen 6
3
Wie plant und führt man außerschulisches Lernen durch? 7
3.1
Vorgehensweise 7
3.2
Arbeitsformen des außerschulischen Lernens 8
3.3
Zeitpunkt des außerschulischen Lernens 9
4
Welche außerschulischen Lernorte gibt es? 9
4.1
Museum 9
4.2
Behörden 10
4.3
Landwirtschaft / Landwirtschaftlicher Betrieb 10
4.4
Industriebetrieb 11
4.5
Freies Gelände/Nationalpark 11
5
Schluss 12
6
Literaturverzeichnis 13
2
1 Einleitung: Was ist außerschulisches Lernen?
1.1 Außerschulisches Lernen allgemein
Es gibt viele Arten von Unterricht, die den Schülern im Gegensatz zum Frontalunterricht
Handlungsspielraum ermöglichen und somit eigenständiges Arbeiten und Lernen fördern.
Neben Projektunterricht, Lernzirkel etc. ist eine Form besonders hervorzuheben: der
außerschulische Unterricht.
Der außerschulische Unterricht im Fach Erdkunde wird als originale Begegnung im Gelände
verstanden. ,,Gelände" meint dabei ,,nicht nur die offene, naturnahe Landschaft, sondern auch
den bebauten, städtischen oder dörflichen Raum. Der außerschulische Unterricht findet in
Form von mehrstündigen Lehrgängen, ein- bis mehrtägigen Exkursionen und
Schullandheimaufenthalten statt" (Haubrich, 1997, S.208).
Der Begriff ,,außerschulisches Lernen" kann oft mit ,,Unterrichtsgang", ,,Klassenfahrt",
,,Besichtigung" und ,,Exkursion" gleichgesetzt werden (Staatsministerium für Schulpädagogik
und Bildungsforschung München, 1995, S.17). Dabei sind folgende Klassifikationskriterien
zu beachten.
1.2 Klassifikation
Rechtlich unterscheidet man beim außerschulischen Lernen zwischen Unterrichtsgängen,
Wanderungen und Fahrten.
Unterrichtsgänge beanspruchen nur 1 bis 2 Stunden Zeit und finden in Schulnähe statt. Als
Wanderungen bezeichnet man alle Exkursionen, die maximal einen Tag dauern. Sie führen
meist in die weitere Umgebung der Schule und eine geographische Thematik wird anhand
von ausgewählten Punkten behandelt.
Als Fahrten gelten Lehr- und Studienfahrten, deren Länge einen Tag überschreitet
(Staatsministerium für Schulpädagogik und Bildungsforschung München, 1995, S.17).
Schönbach (1990, S.28) unterscheidet darüber hinaus noch zwischen Betriebserkundung,
Feldarbeit und Übersichtsexkursion. Eine Betriebserkundung ist eine ,,räumlich, inhaltlich
und organisatorisch eng festgelegte Exkursion, die im Einvernehmen mit der besuchten
Einrichtung durchgeführt wird" (Schönbach, 1990, S.28). Feldarbeit meint eine weitgehend
selbständige Erkundung geographischer Sachverhalte durch die Schüler, wohingegen die
Teilnehmer einer Übersichtsexkursion weitgehend passiv-rezeptiv sind.
Übersichtsexkursionen haftet der Ruf einer touristischen Führung an und deshalb sind sie in
Verruf geraten (Daum, 1982, S.71 & Haubrich, 1997, S.208). Als Grund dafür lässt sich die
dominante und führende Rolle des Lehrers nennen und die mangelnde Aktivität der Schüler.
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