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Nächstenliebe im Alltag

Unterrichtsentwurf, 2000, 12 Seiten
Autor: Dr. Christoph Lange
Fach: Theologie - Didaktik, Religionspädagogik

Details

Veranstaltung: Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum und Begleitseminar
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Theologiedidaktik)
Tags: Nächstenliebe, Alltag, Studienbegleitendes, Praktikum, Begleitseminar
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 2000
Seiten: 12
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V9280
ISBN (E-Book): 978-3-638-16020-9

Dateigröße: 132 KB


Textauszug (computergeneriert)

Unterrichtsentwurf zum Thema

Nächstenliebe im Alltag

Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum 
und Begleitseminar
WS 1997/98
Christoph Lange
22. August 2000

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 3
1 Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes 3
2 Fachwissenschaftliche Analyse 4
3 Fachdidaktische Analyse 5
4 Methodische Überlegungen 6
4.1 Erste Unterrichtsstunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
4.2 Zweite Unterrichtsstunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
5 Stundenentwürfe 9
5.1 Entwurf für die erste Unterrichtsstunde . . . . . . . . . . . . . . 9
5.2 Entwurf für die zweite Unterrichtsstunde . . . . . . . . . . . . . . 10

 

Vorwort

Die Gliederung der einzelnen Punkte innerhalb dieser Arbeit richtet sich nach dem Vorschlag von Adam und Lachmann1. Bei der Darstellung der beiden Unterrichtsstunden gehe ich von der geplanten Fassung aus. Da die Probleme, die sich während der ersten Stunde ergaben, wichtig sind für das Verständnis der Gestaltung der zweiten Einheit, werde ich in einem eigenen Absatz kurz darauf eingehen.

1 Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes

Die Schule, an der das Praktikum im WS 97/98 gehalten wurde, war das Marie-Therese-Gymnasium, das einzige städtische Gymnasium in Erlangen. Die Schüler setzten sich überwiegend aus Kindern mittelständisch geprägter Elternhäuser der Stadt und des süd-östlichen angrenzenden Landkreises zusammen, wobei die Schule einen Teil ihres Einzuggebietes in den letzten Jahren durch die Gründung eines Gymnasiums in Spardorf verloren hat.

Die Praktikumsklasse, die zunächst aus fünf Jungen und neun Mädchen bestand, war eine siebte Klasse. Im Verlauf des Dezembers stieß ein weiterer Schüler hinzu, der sich wegen schulischer Probleme hatte zurückversetzen lassen. Nach den Zwischenzeugnissen Ende Februar kam noch eine weitere Schülerin in die Klasse, so daß sich die Gruppe für den Religionsunterricht schließlich auf 16 Schüler erweiterte.

Da alle Schüler zu derselben Klasse gehörten, kannten sie sich bereits aus den übrigen Unterrichtsfächern. Für den Religionsunterricht stellten die Schüler jedesmal eine eigene Sitzordnung her. Direkt vor dem Lehrerpult steht zunächst eine lange Reihe, an deren rechter Hälfte (vom Pult aus gesehen) die gesamten Jungen der Klasse saßen. Dahinter befanden sich jeweils links und rechts zwei weitere kurze Bankreihen, an denen nochmals kleinere Mädchengruppen saßen. Bedingt durch diese breite "Frontstellung" ergaben sich gewisse Probleme, die "Schallmauer" , die sich durch die vorderste Gruppe manchmal ergab, zu durchdringen und auch die hinteren Reihen zu erreichen. Die Atmosphäre innerhalb der Klasse kann als sehr gut und äußerst angenehm bezeichnet werden. Kleinere Unruhen, die sich unter anderem durch die Veränderungen in der Sitzordnung nach dem Hinzukommen des neuen Schülers ergaben, ließen sich ohne größere Probleme in den Griff bekommen. Aus diesem Grund wurden Überlegungen in der Praktikumsgruppe, die Sitzordnung zu verändern, letztendlich nicht in die Tat umgesetzt.

Die große Bereitwilligkeit der Schüler zur Mitarbeit erleichterte den Unterricht als Praktikant - sowohl die lebhafteren als auch die eher ruhigen Schüler ließen sich ohne allzu große Anstrengung in die Unterrichtsarbeit integrieren. Interessanterweise war die Existenz von ungetauften Schülern aus dem Unterrichtsverlauf heraus nicht erkennbar, da diese nicht durch augenscheinliches Desinteresse o. a. auffielen. Die teilweise doch sehr unterschiedliche religiöse Sozialisation der einzelnen Schüler hingegen war in den Unterrichtsbeiträgen wiederzufinden, wobei aber allen Schülern ein insgesamt reges Interesse bescheinigt werden kann. Wechselnde Unterrichtsformen stellten für sie kein Problem dar; erstaunlich war das mehrheitlich große Interesse an Bibelarbeit und selbst das Singen von Liedern fand nach eine gewissen Anlaufsphase großen Anklang.

In der Entwicklung der einzelnen Schüler waren, wie für diese Jahrgangsstufe nicht anders zu erwarten, durchaus Unterschiede erkennbar. Während ein Teil, besonders die Mädchen, bereits deutlich pubertierte, war der andere Teil noch deutlich kindhafter in seinem Verhalten und Erscheinen. Der mit der Pubertät beginnende Ablösungsprozeß vom Elternhaus, stand, wenn er überhaupt schon begonnen hatte, noch in den Anfängen. Kritische Anfragen an Stoß und Inhalt des Religionsunterrichts gehen vermutlich noch auf den Hintergrund des jeweiligen Elternhauses zurück.2

Die zwei Unterrichtsstunden wurden Anfang Februar 1998 an zwei direkt aufeinander folgenden Tagen gehalten.3 übergeordnetes Thema de  Praktikumsstunden war der Themenbereich 6 "Nächstenliebe" des gymnasialen Lehrplans, der Verständnis dafür wecken soll, was es heißt, als Christ mit menschlicher Not umzugehen.4 In den zwei hier vorzustellenden Unterrichtsstunden ging es speziell um Nächstenliebe im Alltag. 2 Fachwissenschaftliche Analyse

[...]

1 Adam/Lachmann (Hrsg.): Religionspädagogisches Kompendium, S. 150-157[?]
2 vgl. Fraas: Religiosität des Menschen, S. 252f.[?]
3 zunächst eine 5. Stunde, am nächsten Tag eine 2.
4 KWMBI I So.-Nr. 1/1992, S. 16


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