Beurteilung der Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht close Bitte warten


Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 19
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 31  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 265 KB
Archivnummer: V92810
ISBN (E-Book): 978-3-638-06652-5
ISBN (Buch): 978-3-638-95282-8

Zusammenfassung / Abstract

1 Einleitung 2 Standörtliche Voraussetzungen 2.1 Verbreitung 2.2 Klima 2.3 Boden 3 Gefährdungen für die Kiefer 3.1 Abiotische Schäden 3.2 Biotische Schäden 4 Verwendungsmöglichkeiten von Kiefernholz 5 Kiefernwirtschaft in Deutschland 5.1 Die historische Kiefernwirtschaft 5.2 Moderne waldbauliche Konzepte 6 Waldumbau und Bestandesdiversifizierung 6.1 Gemischte Bestände aus ökologischer Sicht 6.2 Gemischte Bestände aus ökonomischer Sicht 7 Möglichkeiten zur Wertsteigerung von Kiefernbeständen 7.1 Maßnahmen bei Bestandesbegründung und Bestandespflege 7.2 Die Astung als wertsteigernde Maßnahme 7.3 Der Überhaltbetrieb 8 Gesamtökonomische Beurteilung der Baumart Kiefer 8.1 Nachteilige Aspekte 8.2 Positive Aspekte 9 Zusammenfassung Die Waldkiefer (Pinus sylvestris L.) zählt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsholzarten des eurasischen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten nutzt der Mensch diese Baumart intensiv. In erster Linie findet das dauerhafte Holz im Konstruktions- und Innenausbau Verwendung, aber auch die Nadeln wurden mittels Streurechen genutzt. Teeröfen lieferten Ruß zum Färben sowie Harz als Schmiermittel, solange Erdölprodukte unbekannt waren. Auch hinsichtlich der standörtlichen Ansprüche beweist die Kiefer eine erstaunliche Vielseitigkeit. Angefangen bei Mooren, Flußschottern und Kalkfelsen bis hin zu Sandböden wird jeder Lebensraum besiedelt. Die Besetzung von Nischen ermöglicht es der von Natur aus konkurrenzschwachen Kiefer, sich gegen Buchen und Fichten zu behaupten. Die vielseitige Verwendbarkeit und die Anspruchslosigkeit machten Kiefern damit zur Baumart der Wahl, wenn es galt, durch den Menschen degradierte Flächen wieder aufzuforsten. Heute sind Kiefern, gemessen an der potenziell natürlichen Vegetation in deutschen Wäldern, zum Teil stark überrepräsentiert. Die Beurteilung der heutigen Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht ist die Fragestellung dieser Arbeit.

Textauszug (computergeneriert)


Studienfakultät für Forstwissenschaft und

Ressourcenmanagement

Lehrstuhl für Waldbau


Waldbaupraktikum 2007




Beurteilung der Kiefernwirtschaft

aus ökonomischer Sicht



verfasst von

Markus Müller


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

2 Standörtliche Voraussetzungen 3

2.1 Verbreitung 3

2.2 Klima 4

2.3 Boden 5

3 Gefährdungen für die Kiefer 5

3.1 Abiotische Schäden 5

3.2 Biotische Schäden 6

4 Verwendungsmöglichkeiten von Kiefernholz 7

5 Kiefernwirtschaft in Deutschland 7

5.1 Die historische Kiefernwirtschaft 8

5.2 Moderne waldbauliche Konzepte 8

6 Waldumbau und Bestandesdiversifizierung 9

6.1 Gemischte Bestände aus ökologischer Sicht 9

6.2 Gemischte Bestände aus ökonomischer Sicht 10

7 Möglichkeiten zur Wertsteigerung von Kiefernbeständen 11

7.1 Maßnahmen bei Bestandesbegründung und Bestandespflege 11

7.2 Die Astung als wertsteigernde Maßnahme 12

7.3 Der Überhaltbetrieb 13

8 Gesamtökonomische Beurteilung der Baumart Kiefer 14

8.1 Nachteilige Aspekte 14

8.2 Positive Aspekte 15

9 Zusammenfassung 15

10 Literaturverzeichnis 17

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1 Einleitung

Die Waldkiefer (

Pinus sylvestris L.

) zählt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsholzarten des

eurasischen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten nutzt der Mensch diese Baumart intensiv. In

erster Linie findet das dauerhafte Holz im Konstruktions- und Innenausbau Verwendung, aber

auch die Nadeln wurden mittels Streurechen genutzt. Teeröfen lieferten Ruß zum Färben

sowie Harz als Schmiermittel, solange Erdölprodukte unbekannt waren.

Auch hinsichtlich der standörtlichen Ansprüche beweist die Kiefer eine erstaunliche

Vielseitigkeit. Angefangen bei Mooren, Flußschottern und Kalkfelsen bis hin zu Sandböden

wird jeder Lebensraum besiedelt. Die Besetzung von Nischen ermöglicht es der von Natur aus

konkurrenzschwachen Kiefer, sich gegen Buchen und Fichten zu behaupten.

Die vielseitige Verwendbarkeit und die Anspruchslosigkeit machten Kiefern damit zur

Baumart der Wahl, wenn es galt, durch den Menschen degradierte Flächen wieder

aufzuforsten. Heute sind Kiefern, gemessen an der potenziell natürlichen Vegetation in

deutschen Wäldern, zum Teil stark überrepräsentiert. Die Beurteilung der heutigen

Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht ist die Fragestellung dieser Arbeit.

2 Standörtliche Voraussetzungen

Wie bereits eingangs erwähnt, besetzt die Kiefer Nischenlebensräume. Sie hat als

Pionierbaum bereit im Jugendstadium ein hohes Lichtbedürfnis. Die durch Wind bis zu zwei

Kilometer weit verbreiteten Samen können in den ca. alle 5 bis 10 Jahre auftretenden

Mastjahren Dichten bis zu 1000 Samen pro Quadratmeter erreichen (ROLOFF, 2007). Doch

auch Pflanzen an Extremstandorten haben Präferenzen hinsichtlich der Wuchsbedingungen.

Je mehr sich die klimatischen und bodenphysiologischen Bedingungen dem Optimum

annähern, desto höher ist die erzielte Wuchsleistung.

2.1 Verbreitung

Als Baum des Tief- und Hügellandes liegt der Verbreitungsschwerpunkt natürlicher

Kiefernwälder in der boreal- (sub-)kontinentalen Nadelwaldzone Eurasiens. Schwerpunkte

sind Skandinavien, Osteuropa und Russland.

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Bild 1

Geographic distribution of the pines of the world

, USDA Forest Service Misc. Publ. 991, 1966

Wie in Bild 1 zu sehen, erstreckt sich das tatsächliche Verbreitungsgebiet der Waldkiefer

heute vom Polarkreis in Nordnorwegen mit einem Breitengrad von 70°N bis zu 40°N ins

Pontische Gebirge in der Türkei. Im Osten reicht die Grenze weit ins Innere Asiens und endet

ungefähr bei 130° östlicher Länge. Die unregelmäßige Westgrenze verläuft quer durch

Westeuropa und endet bei 0° östlicher Länge in der spanischen Sierra Nevada. Das Areal

erreicht damit eine Ost-West Ausdehnung von rund 14.000 km (VOLOSYANCHUK, 2002).

Obwohl an die Bedingungen des Flach- und Hügellandes angepasst, findet man Kiefern in

den bayerischen Gebirgen etwa bis 1700 m. In den Schweizer Alpen sowie in Spanien werden

sogar Höhenstufen bis 2100 m erreicht. Pinus sylvestris erreicht damit die größte Ausdehnung

des Verbreitungsgebiets von allen Arten der Gattung Pinus.

2.2 Klima

Diese weite Ausdehnung resultiert in einer großen Spannbreite der klimatischen

Bedingungen, die nur grob vereinfacht dargestellt werden soll. Generell herrscht im größten

Teil des Verbreitungsgebietes ein kontinentales Klima vor. Es ist sommerwarm und

winterkalt, mit einem Niederschlagsmaximum in den Wintermonaten. Die Jahresnieder-

schläge reichen von ca. 250 mm im Inneren Zentralasiens bis zu ca. 1500 mm in Staulagen

der Gebirge. Die Jahresmitteltemperaturen liegen in Bereichen zwischen 2°C an der

nördlichen Grenze der Verbreitung bis 18°C in südlichsten Bereich. Dadurch gefördert, wird

die Bildung von Klimarassen, welche den jeweiligen Besonderheiten angepasst sind.

Allgemein kennzeichnen diese Baumart eine hohe Toleranz gegenüber hohen Temperaturen,

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