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Termpaper, 2007, 19 Pages
Author: Markus Müller
Subject: Forestry / Forestry Economics
Details
Institution/College: Technical University of Munich (Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement)
Tags: Beurteilung, Kiefernwirtschaft, Sicht, Waldbau, Praktikum
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 31 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06652-5
ISBN (Book): 978-3-638-95282-8
File size: 265 KB
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Abstract
1 Einleitung 2 Standörtliche Voraussetzungen 2.1 Verbreitung 2.2 Klima 2.3 Boden 3 Gefährdungen für die Kiefer 3.1 Abiotische Schäden 3.2 Biotische Schäden 4 Verwendungsmöglichkeiten von Kiefernholz 5 Kiefernwirtschaft in Deutschland 5.1 Die historische Kiefernwirtschaft 5.2 Moderne waldbauliche Konzepte 6 Waldumbau und Bestandesdiversifizierung 6.1 Gemischte Bestände aus ökologischer Sicht 6.2 Gemischte Bestände aus ökonomischer Sicht 7 Möglichkeiten zur Wertsteigerung von Kiefernbeständen 7.1 Maßnahmen bei Bestandesbegründung und Bestandespflege 7.2 Die Astung als wertsteigernde Maßnahme 7.3 Der Überhaltbetrieb 8 Gesamtökonomische Beurteilung der Baumart Kiefer 8.1 Nachteilige Aspekte 8.2 Positive Aspekte 9 Zusammenfassung Die Waldkiefer (Pinus sylvestris L.) zählt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsholzarten des eurasischen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten nutzt der Mensch diese Baumart intensiv. In erster Linie findet das dauerhafte Holz im Konstruktions- und Innenausbau Verwendung, aber auch die Nadeln wurden mittels Streurechen genutzt. Teeröfen lieferten Ruß zum Färben sowie Harz als Schmiermittel, solange Erdölprodukte unbekannt waren. Auch hinsichtlich der standörtlichen Ansprüche beweist die Kiefer eine erstaunliche Vielseitigkeit. Angefangen bei Mooren, Flußschottern und Kalkfelsen bis hin zu Sandböden wird jeder Lebensraum besiedelt. Die Besetzung von Nischen ermöglicht es der von Natur aus konkurrenzschwachen Kiefer, sich gegen Buchen und Fichten zu behaupten. Die vielseitige Verwendbarkeit und die Anspruchslosigkeit machten Kiefern damit zur Baumart der Wahl, wenn es galt, durch den Menschen degradierte Flächen wieder aufzuforsten. Heute sind Kiefern, gemessen an der potenziell natürlichen Vegetation in deutschen Wäldern, zum Teil stark überrepräsentiert. Die Beurteilung der heutigen Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht ist die Fragestellung dieser Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
Studienfakultät für Forstwissenschaft und
Ressourcenmanagement
Lehrstuhl für Waldbau
Waldbaupraktikum 2007
Beurteilung der Kiefernwirtschaft
aus ökonomischer Sicht
verfasst von
Markus Müller
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Standörtliche Voraussetzungen 3
2.1 Verbreitung 3
2.2 Klima 4
2.3 Boden 5
3 Gefährdungen für die Kiefer 5
3.1 Abiotische Schäden 5
3.2 Biotische Schäden 6
4 Verwendungsmöglichkeiten von Kiefernholz 7
5 Kiefernwirtschaft in Deutschland 7
5.1 Die historische Kiefernwirtschaft 8
5.2 Moderne waldbauliche Konzepte 8
6 Waldumbau und Bestandesdiversifizierung 9
6.1 Gemischte Bestände aus ökologischer Sicht 9
6.2 Gemischte Bestände aus ökonomischer Sicht 10
7 Möglichkeiten zur Wertsteigerung von Kiefernbeständen 11
7.1 Maßnahmen bei Bestandesbegründung und Bestandespflege 11
7.2 Die Astung als wertsteigernde Maßnahme 12
7.3 Der Überhaltbetrieb 13
8 Gesamtökonomische Beurteilung der Baumart Kiefer 14
8.1 Nachteilige Aspekte 14
8.2 Positive Aspekte 15
9 Zusammenfassung 15
10 Literaturverzeichnis 17
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1 Einleitung
Die Waldkiefer (
Pinus sylvestris L.
) zählt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsholzarten des
eurasischen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten nutzt der Mensch diese Baumart intensiv. In
erster Linie findet das dauerhafte Holz im Konstruktions- und Innenausbau Verwendung, aber
auch die Nadeln wurden mittels Streurechen genutzt. Teeröfen lieferten Ruß zum Färben
sowie Harz als Schmiermittel, solange Erdölprodukte unbekannt waren.
Auch hinsichtlich der standörtlichen Ansprüche beweist die Kiefer eine erstaunliche
Vielseitigkeit. Angefangen bei Mooren, Flußschottern und Kalkfelsen bis hin zu Sandböden
wird jeder Lebensraum besiedelt. Die Besetzung von Nischen ermöglicht es der von Natur aus
konkurrenzschwachen Kiefer, sich gegen Buchen und Fichten zu behaupten.
Die vielseitige Verwendbarkeit und die Anspruchslosigkeit machten Kiefern damit zur
Baumart der Wahl, wenn es galt, durch den Menschen degradierte Flächen wieder
aufzuforsten. Heute sind Kiefern, gemessen an der potenziell natürlichen Vegetation in
deutschen Wäldern, zum Teil stark überrepräsentiert. Die Beurteilung der heutigen
Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht ist die Fragestellung dieser Arbeit.
2 Standörtliche Voraussetzungen
Wie bereits eingangs erwähnt, besetzt die Kiefer Nischenlebensräume. Sie hat als
Pionierbaum bereit im Jugendstadium ein hohes Lichtbedürfnis. Die durch Wind bis zu zwei
Kilometer weit verbreiteten Samen können in den ca. alle 5 bis 10 Jahre auftretenden
Mastjahren Dichten bis zu 1000 Samen pro Quadratmeter erreichen (ROLOFF, 2007). Doch
auch Pflanzen an Extremstandorten haben Präferenzen hinsichtlich der Wuchsbedingungen.
Je mehr sich die klimatischen und bodenphysiologischen Bedingungen dem Optimum
annähern, desto höher ist die erzielte Wuchsleistung.
2.1 Verbreitung
Als Baum des Tief- und Hügellandes liegt der Verbreitungsschwerpunkt natürlicher
Kiefernwälder in der boreal- (sub-)kontinentalen Nadelwaldzone Eurasiens. Schwerpunkte
sind Skandinavien, Osteuropa und Russland.
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Bild 1
Geographic distribution of the pines of the world
, USDA Forest Service Misc. Publ. 991, 1966
Wie in Bild 1 zu sehen, erstreckt sich das tatsächliche Verbreitungsgebiet der Waldkiefer
heute vom Polarkreis in Nordnorwegen mit einem Breitengrad von 70°N bis zu 40°N ins
Pontische Gebirge in der Türkei. Im Osten reicht die Grenze weit ins Innere Asiens und endet
ungefähr bei 130° östlicher Länge. Die unregelmäßige Westgrenze verläuft quer durch
Westeuropa und endet bei 0° östlicher Länge in der spanischen Sierra Nevada. Das Areal
erreicht damit eine Ost-West Ausdehnung von rund 14.000 km (VOLOSYANCHUK, 2002).
Obwohl an die Bedingungen des Flach- und Hügellandes angepasst, findet man Kiefern in
den bayerischen Gebirgen etwa bis 1700 m. In den Schweizer Alpen sowie in Spanien werden
sogar Höhenstufen bis 2100 m erreicht. Pinus sylvestris erreicht damit die größte Ausdehnung
des Verbreitungsgebiets von allen Arten der Gattung Pinus.
2.2 Klima
Diese weite Ausdehnung resultiert in einer großen Spannbreite der klimatischen
Bedingungen, die nur grob vereinfacht dargestellt werden soll. Generell herrscht im größten
Teil des Verbreitungsgebietes ein kontinentales Klima vor. Es ist sommerwarm und
winterkalt, mit einem Niederschlagsmaximum in den Wintermonaten. Die Jahresnieder-
schläge reichen von ca. 250 mm im Inneren Zentralasiens bis zu ca. 1500 mm in Staulagen
der Gebirge. Die Jahresmitteltemperaturen liegen in Bereichen zwischen 2°C an der
nördlichen Grenze der Verbreitung bis 18°C in südlichsten Bereich. Dadurch gefördert, wird
die Bildung von Klimarassen, welche den jeweiligen Besonderheiten angepasst sind.
Allgemein kennzeichnen diese Baumart eine hohe Toleranz gegenüber hohen Temperaturen,
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