Öffentliche Bibliotheken und Digitale Integration close Bitte warten


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Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 88
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 78  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 784 KB
Archivnummer: V92944
ISBN (E-Book): 978-3-638-05251-1
ISBN (Buch): 978-3-638-94967-5

Zusammenfassung / Abstract

Durch die neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikations-technologien, vor allem durch das Internet hat sich ein Wandel der Gesellschaft vollzogen. In der Informationsgesellschaft wird das Internet zu einer Ressource für die gesellschaftliche Teilhabe. Jedoch verläuft die Verbreitung des Internets in der Gesellschaft nicht gleichmäßig. Unter der Digitalen Spaltung wird das Phänomen der Ausgrenzung solcher Gesellschaftsschichten verstanden, welche aufgrund unterschiedlichster Faktoren von den Errungenschaften der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeschlossen bleiben. Ob Bürger in Deutschland das Internet nutzen oder nicht nutzen kann vor allem von soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Bildungsabschluss abhängen. Entscheidend hierbei ist oftmals die Medienkompetenz, die den Einzelnen befähigen sich im WWW für sich interessante und relevante Inhalte zu finden und für das Privat- oder das Berufsleben zu gebrauchen. Meist sind es die bereits Benachteiligten, die von den Errungenschaften des Internets nicht profitieren können. Mit der Digitalen Integration wird versucht Jedem die gleichen Zugangschancen zum Internet zu gewähren. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob Öffentliche Bibliotheken, die den Auftrag haben, allen Bürgern Informationen bereit zu stellen, einen Teil zur Digitalen Integration beitragen können. Es werden die derzeitigen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen von Öffentlichen Bibliotheken in unserer Gesellschaft dargestellt, und ein Blick auf die bestehenden bibliothekarischen Angebote von Großbritannien, Finnland und den USA zur Internetnutzung und der Digitalen Integration geworfen. Mit dem Abwägen der Möglichkeiten und dem Vergleich der drei Länder wurden davon ausgehend Potentiale und Grenzen der Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland zur Digitalen Integration analysiert. Schlagworte: Digitale Spaltung, Digitale Integration, Öffentliche Bibliotheken, Internet

Textauszug (computergeneriert)

Öffentliche Bibliotheken und

Digitale Integration

Diplomarbeit

Informationswirtschaft

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften

Fachhochschule Köln

vorgelegt von

Bernadette Toth


Abstract

Durch die neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikations-

technologien, vor al em durch das Internet hat sich ein Wandel der Gesel schaft

vol zogen. In der Informationsgesel schaft wird das Internet zu einer Ressource

für die gesel schaftliche Teilhabe. Jedoch verläuft die Verbreitung des Internets

in der Gesel schaft nicht gleichmäßig. Unter der Digitalen Spaltung wird das

Phänomen der Ausgrenzung solcher Gesel schaftsschichten verstanden,

welche aufgrund unterschiedlichster Faktoren von den Errungenschaften der

neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeschlossen bleiben.

Ob Bürger in Deutschland das Internet nutzen oder nicht nutzen kann vor al em

von soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder

Bildungsabschluss abhängen. Entscheidend hierbei ist oftmals die

Medienkompetenz, die den Einzelnen befähigen sich im WWW für sich

interessante und relevante Inhalte zu finden und für das Privat- oder das

Berufsleben zu gebrauchen. Meist sind es die bereits Benachteiligten, die von

den Errungenschaften des Internets nicht profitieren können. Mit der Digitalen

Integration wird versucht Jedem die gleichen Zugangschancen zum Internet zu

gewähren.

In dieser Arbeit wurde untersucht, ob Öffentliche Bibliotheken, die den Auftrag

haben, al en Bürgern Informationen bereit zu stel en, einen Teil zur Digitalen

Integration beitragen können. Es werden die derzeitigen Möglichkeiten und

Rahmenbedingungen von Öffentlichen Bibliotheken in unserer Gesel schaft

dargestel t, und ein Blick auf die bestehenden bibliothekarischen Angebote von

Großbritannien, Finnland und den USA zur Internetnutzung und der Digitalen

Integration geworfen. Mit dem Abwägen der Möglichkeiten und dem Vergleich

der drei Länder wurden davon ausgehend Potentiale und Grenzen der

Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland zur Digitalen Integration analysiert.

Schlagworte:

Digitale Spaltung, Digitale Integration, Öffentliche Bibliotheken, Internet

I


Inhaltsverzeichnis

Abstract

I

Inhaltsverzeichnis

II

Abbildungsverzeichnis

V

Abkürzungsverzeichnis

VI

Einleitung

1

1. Das Internet in der Informationsgesellschaft

3

1.1 Bedeutung des Internets in der Informationsgesel schaft

5

1.2 Das Hybridmedium Internet

6

1.3 Informationsgewinnung und Kommunikation via Internet

7

2. Digitale Spaltung

9

2.1 Die Internetverbreitung in Deutschland 2007

11

2.1.1 Geschlecht

14

2.1.2 Alter

15

2.1.3 Bildungsstand

16

2.1.4 Einkommen

17

2.2 Entstehungsfaktoren der Digitalen Spaltung

18

2.2.1 Internet Engagement Model nach Norris

18

2.2.2 Zugangsregenbogen nach Kubicek

20

2.2.3 Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation

23

2.3 Gründe der Nichtnutzung

25

2.4 Auswirkungen der digitalen Spaltung

29

II


2.4.1 Wissenskluft

29

2.4.2 Soziale Kluft

30

2.5 Digitale Integration im Diskurs

31

3. Digitale Integration in Öffentlichen Bibliotheken im nationalen Kontext

35

3.1 Öffentliche Bibliotheken als fester Bestandteil unserer Kultur

35

3.2 Auftrag von Öffentlichen Bibliotheken

36

3.3 Öffentliche Bibliotheken in der Krise

38

3.4 Einzug des Internets in die Bibliotheken

38

3.4.1 Benutzerdienste

40

3.4.2 Online-Kataloge

40

3.4.3 Virtuel e Bibliothek

41

3.4.4 Portale

42

3.5 Potentiale von Öffentlichen Bibliotheken bei der Digitalen Integration

43

3.5.1 Lernort Öffentliche Bibliothek

44

3.5.2 Vermittlung von Medien- bzw. Informationskompetenz

45

3.5.3 Infrastrukturel e Ressourcen von Öffentlichen Bibliotheken

49

3.5.4 E-Government

50

3.6 Grenzen von Öffentlichen Bibliotheken bei der Digitalen Integration

52

3.6.1 Geringschätzung von Öffentlichen Bibliotheken duch die Politik

53

3.6.2 Bibliothekspersonal

53

3.6.3 Besucher der Öffentlichen Bibliotheken

54

3.7 Politische Konzepte zur Digitalen Integration unter Einbeziehung von

Öffentlichen Bibliotheken

55

4. Digitale Integration in Öffentlichen Bibliotheken im internationalen

Vergleich

57

III


4.1 Großbritannien

57

4.2 Finnland

60

4.3 USA

62

5. Digitale Integration in Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland ­

Handlungsoptionen

66

5.1 Fachliche Unterstützung bei der Internetrecherche

67

5.2 Marketing

68

5.3 Einheitliche Konzepte zur Digitalen Integration

68

5.4 Öffentliche Bibliotheken als Bildungseinrichtung

70

6. Fazit

71

Literaturverzeichnis

74

IV


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung der Internet-Nutzer von 1997- 2007 in Deutschland. 12

Abbildung 2: Internetnutzung nach Geschlecht 14

Abbildung 3: Internetnutzung nach Alter 15

Abbildung 4: Internetnutzung nach Bildungsabschluss 16

Abbildung 5: Internetnutzung nach Einkommen 17

Abbildung 6: The Internet Engagement Model von Pippa Norris 19

Abbildung 7: Zugangsregenbogen 21

Abbildung 8: Gründe für die Nichtanschaffung eines Internetzugangs 25

Abbildung 9: Einstel ung von Offlinern gegenüber dem Internet 27

Abbildung 10: Offliner: ,,Das Internet wäre für mich interessant, gäbe es diese

Veränderungen." 28

Abbildung 11: Deutsche Internet Bibliothek 43

Abbildung 12: Medienkompetenz nach Baacke 47

V


Abkürzungsverzeichnis

ALA

American Library Association

ARPA

Advanced Research Projects Agency

ARPANET

Advanced Research Projects Agency Net

BID

Bibliothek & Information Deutschland e.V.

BMBF

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BMI

Bundesministerium des Innern

BMWI

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

HBZ

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein

Westfalen

ID2010

Informationsgesel schaft Deutschland 2010

IFLA

International Federation of Library Associations

IKT

Informations- und Kommunikationstechnologien

LFM

Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen

LIC

Library and Information Commission

NTIA

National Telecommunications and Information

Administration

OPAC

Online Public Access Catalogs

TCP/IP

Transmission Control Protocol/Internet Protocol

WWW

World Wide Web

VI


Einleitung

Durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien hat sich

unsere Gesel schaft in vielen Lebensbereichen verändert. Nach dem

industriel en Zeitalter, das den Wandel von einer überwiegend agrarisch

strukturierten Gesel schaft zur industriel en Gesel schaft gebracht hat, leben wir

nun im sogenannten Informationszeitalter.1 Dieses ist gekennzeichnet durch

den erleichterten Zugang zu Informationen und den vielseitigen Möglichkeiten

der Kommunikation über das Internet. Das Internet sol mit seinen

einhergehenden Potentialen und den Herausforderungen, die an die

Gesel schaft gestel t werden beschrieben werden.

Die Digitale Spaltung, ein Begriff unter dem die Wissenschaft das Phänomen

der Ausgrenzung von Menschen versteht, welche aufgrund unterschiedlicher

Faktoren von den Errungenschaften der neuen Informations- und

Kommunikationstechnologien ausgeschlossen bleiben, sol als Herausforderung

des Informationszeitalters untersucht werden. Wie stark das Internet in

Deutschland verbreitet ist und ob die Faktoren Geschlecht, Alter, Bildungsstand

und Einkommen hierbei eine Rol e spielen, sol analysiert werden. Die

Untersuchung stützt sich hauptsächlich auf die ARD/ZDF-Onlinestudie und den

(N)onliner-Atlas.

Öffentliche Bibliotheken haben den Anspruch, al en Bürgern Informationen

bereit zu stel en. Die Frage, welche Rol e Öffentliche Bibliotheken bei der

Überwindung der ,,Digitalen Spaltung", der so genannten ,,Digitalen Integration"

spielen können, steht im Zentrum dieser Ausarbeitung. Der Gedanke der

Digitalen Integration ist, die Menschen bei der Teilhabe an gesel schaftlichen

Prozessen, die durch die Entwicklungen mittlerweile auch im Internet Platz

finden, mit einzubeziehen und nicht zu benachteiligen oder auszuschließen. In

dieser Arbeit werden nur die hauptamtlich geführten Öffentlichen Bibliotheken in

Deutschland in Betracht gezogen, die von Kommunen getragen und unter die

Leitung ausgebildeter Bibliothekare gestel t sind.

1 Vgl. Castells, Manuel, 2005, S. 9-15.

1


In dieser Literaturarbeit sol im ersten Kapitel zunächst die Rol e des Internets in

der Informationsgesel schaft dargestel t werden. Die Ausprägungen der

Informationsgesel schaft sowie die Auswirkungen selbiger auf Politik und

Ökonomie sol en in einem ersten Schritt umrissen werden, um darauf

aufbauend die spezifische Bedeutung des Internets aufzuzeigen.

Mit dem Medium Internet und der zunehmenden Bedeutung der raschen

Informationsgewinnung in al en Lebensbereichen, geht die Problematik der

Digitalen Spaltung einher. Im zweiten Abschnitt stehen demnach Verbreitung

des Internets in Deutschland, Entstehungsfaktoren sowie Auswirkungen der

Digitalen Spaltung im Fokus der Untersuchung.

Im dritten Kapitel wird die Stel ung von Öffentlichen Bibliotheken in unserer

Gesel schaft umrissen, um davon ausgehend ihre mögliche Funktion bei der

Digitalen Integration zu prüfen. Die Bemühungen der Öffentlichen Bibliotheken

zur Digitalen Integration in Großbritannien, Finnland und den USA werden als

Vergleichskomponenten hinzugezogen. In Bezugnahme auf bestehender

Angebote von Öffentlichen Bibliotheken zur Internetnutzung, den Vergleich mit

den drei Ländern Großbritannien, Finnland und USA und den Potentialen sowie

den Grenzen Öffentlicher Bibliotheken zu einem Beitrag zur Digitalen

Integration sol abschließend im Schlussteil eine Beantwortung der zentralen

Fragestel ung, ob oder welche Rol e Öffentliche Bibliotheken bei der

Überwindung der Digitalen Spaltung spielen können, versucht werden.

In dieser Arbeit wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und einer einfacherern

Lesbarkeit durchgehend die männliche Form benutzt. Die Autorin wil

ausdrücklich verstanden wissen, dass damit grundsätzlich beide Geschlechter

gemeint und angesprochen sind.

2


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