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"El sí de las niñas" - Eine Dramenanalyse

Scholary Paper (Seminar), 2005, 16 Pages
Author: Irina Tegethoff
Subject: Romance Languages - Spanish Studies

Details

Event: Komödie der Aufklärung
Institution/College: University of Cologne (Romanisches Seminar)
Tags: Eine, Dramenanalyse, Komödie, Aufklärung
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V92992
ISBN (E-book): 978-3-638-06676-1

File size: 148 KB

Abstract

Die Komödie „El sí de las niñas“, verfasst von Leandro Fernández de Moratín im Jahre 1801, wurde 1806 zum ersten Mal im Teatro de La Cruz in Madrid aufgeführt. Das Stück besteht aus drei Akten und spielt in einem Gasthaus in Alcalá de Henares. Die Einteilung der Akte in Szenen resultiert aus den Auftritten und Abgängen der einzelnen Personen. Der erste Akt teilt sich in neun Szenen auf, der zweite in sechzehn und der dritte in zwölf. Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit „El sí de las niñas“ soll eine Dramenanalyse erstellt werden, in der zunächst die Charaktere vorgestellt und ihre jeweilige Bedeutung für das Stück erläutert werden. Des Weiteren soll das Werk Moratíns auf die Thematik des Stückes und schließlich auf die Normen und Werte der Dramentheorie Luzáns hin untersucht werden. Hierbei ist es besonders interessant zu sehen, in wie fern die Regeln der klassizistischen Dramentheorie von Moratín eingehalten werden und wie sich eventuelle Abweichungen von dieser auf das Stück auswirken.


Excerpt (computer-generated)

Romanisches Seminar der Universität zu Köln

Grundlagenseminar B: Komödie der Aufklärung

Wintersemester 2004/2005

El sí de las niñas

Irina Tegethoff

3. Semester

Spanisch, Biologie LA Gym


Inhalt

1. Einleitung 3

2. Charaktere 3

2.1 Don Diego 4

2.2 Doña Francisca 5

2.3 Don Carlos 5

2.4 Doña Irene 6

3. Thematik des Stückes 7

3.1 Der Aspekt der Erziehung 7

3.2 Der Aspekt der Heirat 8

3.3 Der Aspekt der Liebe 9

4. Das Werk in Bezug auf die Normen und Werte der Dramentheorie von

Luzán 11

5. Schlussbetrachtung 14

6. Literaturverzeichnis 15


1. EINLEITUNG

Die Komödie ,,El sí de las niñas", verfasst von Leandro Fernández de Moratín im

Jahre 1801, wurde 1806 zum ersten Mal im Teatro de La Cruz in Madrid

aufgeführt.

Das Stück besteht aus drei Akten und spielt in einem Gasthaus in Alcalá de

Henares. Die Einteilung der Akte in Szenen resultiert aus den Auftritten und

Abgängen der einzelnen Personen. Der erste Akt teilt sich in neun Szenen auf,

der zweite in sechzehn und der dritte in zwölf.

Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit ,,El sí de las niñas" soll eine

Dramenanalyse erstellt werden, in der zunächst die Charaktere vorgestellt und

ihre jeweilige Bedeutung für das Stück erläutert werden.

Des Weiteren soll das Werk Moratíns auf die Thematik des Stückes und

schließlich auf die Normen und Werte der Dramentheorie Luzáns hin untersucht

werden. Hierbei ist es besonders interessant zu sehen, in wie fern die Regeln der

klassizistischen Dramentheorie von Moratín eingehalten werden und wie sich

eventuelle Abweichungen von dieser auf das Stück auswirken.

2. CHARAKTERE

In der Komödie kommt es zu Auftritten von sieben verschiedenen Figuren, die

sich auf sozialer Ebene in zwei Gruppen aufteilen lassen. Auf der einen Seite

stehen die zur Mittelklasse der Gesellschaft gehörenden Hauptcharaktere Don

Diego, Doña Irene, Doña Francisca und Don Carlos, auf der anderen befinden

sich ihre Bediensteten Simón, Rita und Calamocha. Die Hauptcharaktere

wiederum teilen sich ebenfalls in zwei Gruppen auf. Don Diego führt als Onkel

von Don Carlos zu diesem ein verwandtschaftliches Verhältnis, ebenso wie Doña

Irene als Mutter zu Doña Francisca.

Im ersten Akt findet eine indirekte Charakterisierung der Personen statt, so dass

die Zuschauer in das Stück eingeführt werden und die Thematik des Stückes

verfolgen können. In einem Gespräch zwischen Don Diego und seinem

Bediensteten Simón erhält der Zuschauer wichtige Informationen über die später

3


auftretenden Personen Don Carlos und Doña Francisca, deren Verhältnis

zueinander allerdings noch unklar ist, sowie über Doña Irene.

2.1 DON DIEGO

Don Diego ist 59 Jahre alt und wird von den anderen Charakteren als reich,

beliebt und gebildet beschrieben1. Er ist eine geachtete und angesehene Person,

die die Heirat mit der um viele Jahre jüngere Doña Francisca anstrebt. Gleich zu

Beginn wird jedoch klar, dass Don Diego diese Heirat nur möchte, wenn er sich

sicher ist, dass sie auch von seiner Auserwählten aus freiem Willen geschieht.

Dies deutet darauf hin, dass er nicht nur Liebe sucht, sondern vor allem

Ehrlichkeit und Treue.

No señor, vida nueva. Tendré quien me asista con amor y fidelidad, y viviremos

como unos santos... Y deja que hablen y murmuren y...2

Er versucht beharrlich während des ganzen Stückes Doña Francisca dazu zu

bewegen, ihren freien Willen zu dieser Heirat und ihre Liebe zu ihm zu

bekunden. Getrieben durch den Wunsch nach Wahrheit erkennt er, dass diese

Liebe aussichtslos ist und bezeugt durch den Verzicht auf die Heirat seinen

uneingeschränkten Hang zur Ehrlichkeit.

Sein Verhältnis zu Doña Francisca kann zu keinem Zeitpunkt der Handlung als

ein Liebesverhältnis gesehen werden, da die Liebe Don Diegos nicht erwidert

wird. Vielmehr ist es ein väterliches Verhältnis, das schon allein aufgrund des

großen Altersunterschiedes deutlich wird. Er bietet ihr zu jedem Zeitpunkt

Schutz und Sicherheit, sogar nachdem er erfährt, dass Doña Francisca seinen

Neffen liebt.

Don Diego steht für Großzügigkeit, Güte und Ehrlichkeit, aber auch für Geduld,

die er vor allem im Umgang mit Doña Irene unter Beweis stellt.

1 Vgl. Fernández de Moratín, L.: El sí de las niñas, S.192, Rita, 8. Szene, 1.Akt.

2 Zitat aus: Fernández de Moratín, L.: El sí de las niñas, S. 170, Don Diego, 1. Szene, 1. Akt.

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