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Seminararbeit, 2006, 43 Seiten
Autor: Dipl.-Ing Marco Groschke
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Tags: Entwicklung, Siemens
Jahr: 2006
Seiten: 43
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 22 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-06872-7
ISBN (Buch): 978-3-638-95371-9
Dateigröße: 550 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Diese wissenschaftliche Ausarbeitung befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Siemens AG von 1960 bis 2006. Um Aussagen über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung eines Unternehmens zu geben, werden Bilanzanalysen erstellt. Eine bessere Bezeichnung für die Bilanzanalyse ist die Jahresabschlussanalyse, da neben der Bilanz auch die Gewinn- und Verlustrechnung, der Anhang und der Lagebericht untersucht werden . Mit dem Instrumentarium der Jahresabschlussanalyse werden Kennzahlen und Kennzahlensysteme erstellt, die Aufschluss über den Erfolg oder Misserfolg der Siemens AG geben. Wichtige Strukturbrüche in der Entwicklung werden erkannt und analysiert. Die wesentliche Datenbasis für die Untersuchung sind die Geschäftsabschlüsse der Siemens AG sowie die „Bonner Stichprobe“ einschließlich der Dokumentation , einer jahresabschlussbasierten Industriedatenbank deutscher Aktiengesellschaften von 1960-1997 . Um die Kennzahlen vergleichen zu können, bieten sich der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) an. Der theoretische Teil der Arbeit wird mit Fachliteratur erarbeitet und praktisch am Beispiel der Siemens AG umgesetzt.
Textauszug (computergeneriert)
Oberseminararbeit
Controlling
WS 2006/ 2007
am
Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und
Besondere des Rechungswesens und Controlling
Institut für Wirtschaftswissenschaften
Fakultät 3
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Die Entwicklung des Unternehmens
,,Siemens AG"
Eingereicht von:
Marco Groschke,
Ort, Datum: Cottbus, 09.10.06
I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis II
1.
Einleitung 1
1.1.
Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2.
Aufbau der Arbeit 1
2.
Heutige Struktur und historische Entwicklung der Siemens AG 2
3.
Bilanzanalyse 4
3.1. Theoretische
Betrachtungen 4
3.2.
Einleitende Bemerkungen zur Bilanzanalyse der Siemens AG 5
3.3.
Darstellung der Unternehmensentwicklung anhand der Größen Umsatz, Mitarbeiter,
Bilanzgewinn und Börsenkurs 5
3.4. Kennzahlen
der
Vermögensstruktur 11
3.5. Kennzahlen
der
Kapitalstruktur 12
3.6. Kennzahlen
der
Finanzierungsstruktur 14
3.7. Kennzahlen
der
Erfolgslage 15
3.8.
Die Entwicklung der Kostenstrukturen 16
3.9. Darstellung
der
Investitionsentwicklung 19
3.10. DuPont-
Kennzahlensystem 20
4.
Strategische Ausrichtung und Merger & Akquisition- Aktivitäten der
Siemens AG 23
5.
Fazit 25
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Geschäftsbereiche der Siemens AG 2
Abbildung 2: Geschichte der Siemens AG 3
Abbildung 3: Phasen der Bilanzanalyse 4
Abbildung 4: Entwicklung der Umsatzerlöse 6
Abbildung 5: Entwicklung der Umsatzerlöse des Produzierenden Gewerbes in Deutschland. 7
Abbildung 6: Entwicklung der Mitarbeiterzahlen 7
Abbildung 7: Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung 8
Abbildung 8: Entwicklung des Bilanzgewinns 9
Abbildung 9: Entwicklung des Börsenkurses 10
Abbildung 10: Vergleich Entwicklung Dax und Siemens AG 10
Abbildung 11: Entwicklung der Anlagen- und Umlaufintensität 11
Abbildung 12: Entwicklung des Verschuldungsgrades 13
Abbildung 13: Entwicklung der Eigen-und Fremdkapitalquote 13
Abbildung 14: Entwicklung des Deckungsgrades A und B 14
Abbildung 15: Entwicklung der Personal- und Materialintensität sowie der
Abschreibungsaufwandsquote 15
Abbildung 16: Entwicklung der Rentabilität 16
Abbildung 17: Entwicklung der Material- und Personalkosten 17
Abbildung 18: Entwicklung der F&E-, Verwaltungs-und Vertriebskosten 17
Abbildung 19: Entwicklung der Forschungs- und Entwicklungskostenquote 18
Abbildung 20: Patentanmeldungen der Siemens AG 19
Abbildung 21: Entwicklung der Investitionen 20
Abbildung 22: Firmenzukäufe 1996-2006 24
Abkürzungsverzeichnis
F&U Forschung-
und
Entwicklung
o. V. ohne Verfasser
VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik
ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Diese wissenschaftliche Ausarbeitung befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der
Siemens AG von 1960 bis 2006. Um Aussagen über die wirtschaftliche Lage und
Entwicklung eines Unternehmens zu geben, werden Bilanzanalysen1 erstellt. Eine bessere
Bezeichnung für die Bilanzanalyse ist die Jahresabschlussanalyse, da neben der Bilanz auch
die Gewinn- und Verlustrechnung, der Anhang und der Lagebericht untersucht werden2. Mit
dem Instrumentarium der Jahresabschlussanalyse werden Kennzahlen und
Kennzahlensysteme erstellt, die Aufschluss über den Erfolg oder Misserfolg der Siemens AG
geben. Wichtige Strukturbrüche in der Entwicklung werden erkannt und analysiert.
Die wesentliche Datenbasis für die Untersuchung sind die Geschäftsabschlüsse der Siemens
AG sowie die ,,Bonner Stichprobe" einschließlich der Dokumentation3, einer
jahresabschlussbasierten Industriedatenbank deutscher Aktiengesellschaften von 1960-19974.
Um die Kennzahlen vergleichen zu können, bieten sich der Zentralverband Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und
Informationstechnik (VDE) an. Der theoretische Teil der Arbeit wird mit Fachliteratur5
erarbeitet und praktisch am Beispiel der Siemens AG umgesetzt.
1.2. Aufbau der Arbeit
Im zweiten Kapitel der Oberseminararbeit gibt der Verfasser einen Einblick in das
Unternehmen Siemens AG. Es werden die Tätigkeitsbereiche und die Historie beschrieben.
Der dritte Teil befasst sich mit der Bilanzanalyse. Es wird dargestellt, weshalb Kennzahlen
und Kennzahlensysteme gewählt worden sind. Die Ergebnisse werden grafisch und schriftlich
aufbereitet. Der theoretische und praktische Teil wird nicht separiert. Nach einer theoretischen
Beschreibung der Bilanzanalyse und einleitenden Bemerkungen im Punkt eins und zwei wird
im dritten Punkt des dritten Kapitels die Entwicklung der Größen Umsatz, Mitarbeiter,
Jahresüberschuss und des Börsenkurses dargestellt. Die Unterpunkte vier bis sechs befassen
sich mit den Kennzahlen der Vermögens-, der Kapital-, Finanzierungs- sowie mit Kennzahlen
der Erfolgsstruktur. In den Unterpunkten sieben bis neun werden die Erfolgslage, die
Kostenstrukturen und die Investitionsentwicklung mit Diagrammen erläutert. Im zehnten
1 Vgl. Peemöller, 2003, 1
2 Vgl. Langenbeck, 2002, 13
3 Vgl. Albach, 1999
4 Soweit nicht anders angegeben beziehen sich die Diagramme auf die Bonner Datenbank und den
Einzelabschlüssen der Siemens AG
5 Vgl. Literaturverzeichnis
2
Abschnitt wird für die Siemens AG ein DuPont- Kennzahlensystem erstellt. Ein weiteres
wichtiges Thema stellt die strategische Ausrichtung und die Merger- und
Akquisitionsaktivitäten der Siemens AG dar, welches ein separater Gliederungspunkt ist. Im
Fazit werden die erlangten Erkenntnisse kritisch bewertet.
2. Heutige Struktur und historische Entwicklung der Siemens AG
,,Die Siemens Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des Siemens- Konzerns."6. Das
Unternehmen ist in der Elektrotechnik und Elektronik tätig. Im Jahr 2005 erwirtschaftete der
Konzern einen Umsatz von 75 Mrd. , die Siemens AG erreichte 30 Mrd. Euro. Die
Abwicklung des Geschäftes in Deutschland und der Export aus Deutschland werden über die
Siemens AG abgewickelt. Der Rest wird von verbundenen Unternehmen getätigt. Damit
gehört Siemens zu den größten Unternehmen in diesem Bereich7. Die Siemens AG gliedert
sich in acht operative Bereiche8, die in der folgenden Grafik dargestellt sind.
Abbildung 1: Geschäftsbereiche der Siemens AG
(Quelle: Eigene Darstellung, in Anlehnung an www.siemens.de [5])
Dieses vielfältige Konstrukt wird von der Münchner Zentrale gesteuert. Die Siemens AG ist
heute in 190 Ländern der Erde vertreten.
6 www.siemens.de, Jahresabschluss Siemens AG 2005, 4 [1]
7 Hierbei sei darauf hingewiesen, dass im Folgenden nur noch die Siemens AG nicht der Siemens Konzern
betrachtet wird.
8 Wesentliche Produkte dieser operativen Bereiche werden ebenfalls dargestellt.
3
Einen kurzen Anriss der Geschichte stellt der folgende Zeitstrahl dar.
Abbildung 2: Geschichte der Siemens AG
(Quelle: Eigene Darstellung, in Anlehnung an www.siemens.de [2])
Angefangen hat die Geschichte der Siemens AG mit der Erfindung des Zeigertelegrafen von
Werner von Siemens 1847, die die Basis für die Gründung der Telegraphen-Bauanstalt von
Siemens & Halske am 12. Oktober 1856 in Berlin war
.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist
die Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips durch Werner von Siemens, die der Beginn
der wirtschaftlichen Erzeugung von elektrischer Energie ist. Im Jahr 1870 wird die Firma
Siemens- Halske in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach dem zweiten Weltkrieg sind
etwa 80% der Unternehmenssubstanz zerstört. Im Jahr 1966 wird die Siemens AG gegründet.
Weitere wichtige Etappen der Siemensgeschichte stellen die Gründung der Siemens-
Elektrogeräte AG, der Osram GmbH (mit 3 weiteren Gesellschaftern) und der Kraftwerke-
sowie Transformatorunion dar. Auch die Herstellung von Zügen ist wesentlicher Bestandteil
in der Siemensgeschichte, die technisch ihren Höhepunkt mit der Konstruktion des Transrapid
hat9. Das Kapitel der Chipfertigung, welches 1981 mit der Fertigung von Speicherchips
begonnen hatte, ist heute in die Unternehmen Epcos und Infinion ausgegliedert, an denen die
Siemens AG heute keine Anteile mehr hält10.
9 Siemens liefert die Steuer- und Leittechnik des Transrapids.
10 www.siemens.de, [3]
4
3. Bilanzanalyse
3.1. Theoretische Betrachtungen
Unter Bilanzanalyse werden alle Tätigkeiten verstanden, die darauf gerichtet sind, anhand von
Informationen unterschiedlicher Herkunft, besonders aus dem Jahresabschluss und dem
Lagebericht, Aufschluss über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens zu erhalten11.
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, umfasst die Bilanzanalyse eine Untersuchung des
gesamten Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) und des
Lageberichtes.
Die Bilanzanalyse lässt sich in mehrere Phasen unterteilen.
Abbildung 3: Phasen der Bilanzanalyse
(Quelle: Peemöller, 2003, 207)
Die Informationsbeschaffung geschieht primär mit Hilfe der Bonner Industriedatenbank
sowie den aktuellen Geschäftsberichten der Siemens AG. Außerdem müssen für die
Bewertung Daten für den Vergleich herangezogen werden. Hierfür bieten sich Daten aus der
Bilanzanalyse- Literatur, Daten der Deutschen Bundesbank, Branchendaten des
Zentralverbandes der Elektrotechnischen Industrie sowie geeignete Zeitschriftartikel an.
11 Vgl. Leffson, 1984, 3
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