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Kommunikation und Farbe

Scholary Paper (Seminar), 2005, 19 Pages
Author: Corinne Leuenberger
Subject: Communications: Interpersonal Communication

Details

Institution/College: University of Fribourg
Tags: Kommunikation, Farbe
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 19
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V93062
ISBN (E-book): 978-3-638-07141-3

File size: 330 KB

Abstract

Farben sind in unserem Leben so allgegenwärtig, dass sie häufig gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Oft realisieren wir erst auffällige oder ungewohnte Farben. Als Sinnesempfindung lösen Farben Gefühle aus und Menschen reagieren, wenn auch zum Teil unbewusst, auf bestimmte Farben. So friert man trotz gleicher Raumtemperatur häufiger in blau gestrichenen Räumen, als in solchen die in Rottönen gehalten sind. Obwohl alles irgendwie farbig ist, sind Farben schwer fassbar, aus was sie bestehen, wie sie wirken, warum wir sie wahrnehmen und welche Konsistenz sie haben, wird anhand der Physik, der Physiologie, der Chemie oder der Psychologie erklärt. Jeder Mensch hat ein individuelles Farbempfinden, andere Lieblingsfarben und doch haben einige Farben für alle Menschen eine ähnliche Bedeutung. Begriffe wie z.B. Liebe sind spontan rot, andere wie Ehrgeiz haben keine feste Farbe, jeder färbt sie nach seinem eigenen Erleben und Empfinden ein. Bedeutungen werden durch Kultur, Tradition und Konventionen geprägt. Farben werden zu Symbolen, mit denen kommuniziert wird und die innerhalb einer Gesellschaft zu festen Zeichen werden, welche Aussenstehende zuerst lernen müssen, um sie verstehen zu können. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Farbtest durchgeführt. Das Ziel war es, den Gegensatz zwischen kulturell erlernten und individuell zugeschriebenen Bedeutungen aufzuzeigen. Dazu haben wurden feste und variable Begriffe bestimmt und Personen verschiedener Altersgruppen und Geschlechts dazu befragt. Die am häufigsten genannten Farben werden am Schluss kurz vorgestellt.


Excerpt (computer-generated)

Universität Fribourg, Schweiz

Seminararbeit

,,Kommunikation und Farbe."

Im Rahmen des Seminars

,Aspekte der interpersonalen Kommunikation′.

Corinne Leuenberger

SoSe 2005


Kommunikation und Farbe:


1.Farben? 1

1.1Einleitung 1

1.2.Farben und Physik: 1

1.3.Schematische Darstellung der Entstehung von Farbreizen: 2

1.4.Betrachtungsweisen der Farben: 2

1.5.Zeichenlehre und natürliche Farben 3

2. Farbe: Wahrnehmung im Alltag 4

2.1.Natur Tradition und Konvention 4

2.2.Kontext und Psychologie 5

3.Kommunikation durch Farbe 5

3.1.Zeichenlehre und Kommunikation 5

3.2.Farben, Kreativität und die Problematik der Werbung 6

4.Farbentest 8

4.1.Farbwirkungen nach Eva Heller 8

4.2.Idee und Konzept der Untersuchung 8

4.3.Methodik und Durchführung 10

4.4.Auswertung 10

5.Interpretation 13

Literaturverzeichnis: 15


1. Farben?

1.1 Einleitung

Farben sind in unserem Leben so allgegenwärtig, dass sie häufig gar nicht bewusst

wahrgenommen werden. Oft realisieren wir erst auffällige oder ungewohnte Farben. Als

Sinnesempfindung lösen Farben Gefühle aus und Menschen reagieren, wenn auch zum Teil

unbewusst, auf bestimmte Farben. So friert man trotz gleicher Raumtemperatur häufiger in

blau gestrichenen Räumen, als in solchen die in Rottönen gehalten sind. Obwohl alles

irgendwie farbig ist, sind Farben schwer fassbar, aus was sie bestehen, wie sie wirken, warum

wir sie wahrnehmen und welche Konsistenz sie haben, wird anhand der Physik, der

Physiologie, der Chemie oder der Psychologie erklärt. Jeder Mensch hat ein individuelles

Farbempfinden, andere Lieblingsfarben und doch haben einige Farben für alle Menschen eine

ähnliche Bedeutung. Begriffe wie z.B. Liebe sind spontan rot, andere wie Ehrgeiz haben

keine feste Farbe, jeder färbt sie nach seinem eigenen Erleben und Empfinden ein.

Bedeutungen werden durch Kultur, Tradition und Konventionen geprägt. Farben werden zu

Symbolen, mit denen kommuniziert wird und die innerhalb einer Gesellschaft zu festen

Zeichen werden, welche Aussenstehende zuerst lernen müssen, um sie verstehen zu können.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Farbtest durchgeführt. Das Ziel war es, den Gegensatz

zwischen kulturell erlernten und individuell zugeschriebenen Bedeutungen aufzuzeigen. Dazu

haben wurden feste und variable Begriffe bestimmt und Personen verschiedener

Altersgruppen und Geschlechts dazu befragt. Die am häufigsten genannten Farben werden am

Schluss kurz vorgestellt.

1.2. Farben und Physik:

Isaac Newton entdeckte 1672 das Spektrum des Lichts. Mit einem Glasprisma teilte er

weisses Licht und erkannte dessen farbige Bestandteile. Er erklärte Farben als eine messbare

physikalische Grösse, welche durch Energiestrahlen entstehen, die auf einen beliebigen

Gegenstand fallen (vgl. Küppers 1976, 13). Die Materie verschluckt einen Teil der

auftreffenden Lichtstrahlen und reflektiert den Rest. Das reflektierte Restlicht erzeugt im

menschlichen Auge den Farbreiz. Je nach molekularer Beschaffenheit der Oberfläche werden

bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbiert und andere nicht. Die Farbe eines

Gegenstandes hängt also von der Struktur seiner Oberfläche ab. So kommt es, dass eine grüne

Tomate, deren Hautzellen durch die Sonne verändert werden, rot wird, wenn sie reift.

1


1.3. Schematische Darstellung der Entstehung von Farbreizen:


Elektromagnetische Restlicht/

Farbreiz

Code

Energie

Reflexion/Transmission Leitung

Emission

Material

Umwandlung

Absorption

Farbempfindung

________________________________________________________ ______ _____

I

II

III

Legende:

I: Wird physikalisch erklärt.

II: Wird physiologisch erklärt.

III: Wird psychologisch erklärt.

Abbildung nach Küppers (Quelle: Küppers, 1985, 10)

Farbe ist also keine Materie sondern eine Empfindung der Sinne. Das Farbensehen ist ein

komplexer Vorgang, der durch die drei Bereiche Physik, Physiologie und Psychologie erklärt

wird. Am Beispiel der Tomate: Ihr rot wird zuerst durch die Wellenlänge des einfallenden

und des reflektierten Lichts bestimmt (Physik). Die Wellen werden durch lichtempfindliche

Nervenzellen visuell aufgenommen (Physiologie) und schliesslich durch den Verstand

sinnvoll erkannt und gedeutet. (Psychologie). Daneben wirken noch eine Reihe weiterer

Faktoren wie z.B. Kultur, Erfahrung, Tradition und die Persönlichkeit auf unsere

Farbempfindung ein (vgl. Knuf 1989, 19).

1.4. Betrachtungsweisen der Farben:

Wir erleben diese Welt farbig. Die Farben sind allgegenwärtig und durchdringen alles, was

visuell aufgenommen wird. Es gibt farbiges Licht, farbiges Papier, flüssige Farben,

transparente Farben, Farben können sich weich oder hart anfühlen, heiss oder kalt. Die

Aufzählung könnte schier unendlich weitergehen, schlicht alles was wir sehen, auch wenn wir

es nicht primär farbig erleben, zeichnet sich doch durch eine bestimmte Koloration aus. Es

2



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