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Das Modell der Kognitiven Informations-Erfassung und -Lagerung (KIEL) close

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Das Modell der Kognitiven Informations-Erfassung und -Lagerung (KIEL)

Seminararbeit, 2007, 40 Seiten
Autoren: Ralv Wohlgethan, Swantje Hachmann
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 40
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V93183
ISBN (E-Book): 978-3-638-06428-6
ISBN (Buch): 978-3-638-95300-9
Dateigröße: 1474 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage nach dem Aufbau mentaler Strukturen und der Funktionsweise der Mechanismen. Dazu werden zunächst in einem ersten Teil einige schon bestehende Modelle und Theorien zum Thema "Gedächtnis: Aufbau und Funktion" vorgestellt. Im Anschluss daran werden ebenfalls ein paar bereits existierende theoretische Ansätze zum Thema der Informationsverarbeitungsprozesse beleuchtet. Im zweiten Teil wird dann ein eigenes Modell präsentiert und erläutert, das versucht, die Problematik der Speicherung und der Verarbeitung von Informationen zu beheben und die mentalen Strukturen, sowie die kognitiven Mechanismen befriedigend darzustellen.


Textauszug (computergeneriert)

Das Modell der "Kognitiven Informations-

Erfassung

und ­Lagerung" (KIEL)

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Seminar für al gemeine und

vergleichende Sprachwissenschaft

Modularität und Holismus

SS 2005

Swantje Hachmann

Ralv Wohlgethan


Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

Inhalt

Einleitung 4

TEIL 1: THEORETISCHE GRUNDLAGEN 6

I. Das Gedächtnis 7

1. Das Gedächtnis aus psycholinguistischer Sicht 8

a. Das Multi-Speicher-Modell des Gedächtnisses 8

2. Das Gedächtnis aus neurolinguistischer Sicht 10

a. Das Ultrakurzzeitgedächtnis (UZG) 11

b. Das Kurzzeitgedächtnis (KZG) 12

c. Das Langzeitgedächtnis (LZG) 12

II. Informationsverarbeitung 13

1. Einleitung 13

2. Prinzipien der Informationsverarbeitung 13

a. grundsätzlicher Aufbau eines IVS 13

b. Ablauf der Informationsverarbeitung 15

c. Multitasking 17

3. Modell nach Broadbent (1958) 19

4. Change-of-Meaning und Integration-of-Information 21

a. Das Change-of-Meaning-Modell (CMM) 21

b. Das Information-Integration-Model (IIM) 21

TEIL 2: DAS KIEL-MODELL 23

I. Das KIEL-Modell 24

1. Einführung 24

2. Komponenten und Funktionsweise 26

a. Filterung 26

(1) Wahnehmung 26

(2) Filter 27

(3) Input 27

b. Verarbeitung 27

(1) Speicher 27

(2) Prozessor-Komplex 28

(3) Synthesizer 31

3. Beispiel 32

1. Situation 32

2. Filterung 32

3. Verarbeitung 32

II. Schlusswort 35

ANHÄNGE 36

1. Das KIEL-Modell als Grafik 37

2. Alphabetisches Literaturverzeichnis 38

3. zusätzliche Quellen 39

Seite 2


Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

Abbildungen

Abb 1: Das Multispeicher-Modell des Gedächtnisses

9

Abb 2: Lage der Sinneszentren im menschlichen Gehirn

11

Abb 3: Schema der schriftlichen Multiplikation.

16

Abb 4: graphische Umsetzung des Broadbent-Modells (vereinfacht)

20

Abb 5: graphische Umsetzung des Change-of-Meaning-Modells

21

Abb 6: graphische Umsetzung des Information-Integration-Models

22

Abb 7: Das KIEL-Modell

37

Seite 3


Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

Einleitung

Die Kognitive Linguistik ist ein Forschungsansatz, dessen Entwicklung eng

verbunden ist mit der Entstehung und Entwicklung der Kognitiven

Wissenschaft im Al gemeinen. Sie versteht sich selbst als ,,derjenige

Bereich innerhalb der Kognitiven Wissenschaft, der auf die Beschreibung

und Erklärung der mentalen Sprachstrukturen und -prozesse ausgerichtet

ist" (Schwarz 1992: 8), das heißt, sie beschäftigt sich in erster Linie mit

den Prozessen der Aufnahme, Speicherung und Anwendung von

Informationen.

Die

Grundannahme,

dass

die

menschliche

Sprachfähigkeit

neurobiologisch in den strukturel en und funktionalen Gesetzmäßigkeiten

des menschlichen Gehirns verankert ist, erklärt den interdisziplinären

Rahmen, in dem die Kognitive Linguistik forscht. Wie auch in der

Kognitiven Wissenschaft werden in der Kognitiven Linguistik Erkenntnisse

aus der Psychologie, Computerwissenschaft, Linguistik, Philosophie und

Neurologie genutzt, um das Phänomen Sprache und Kognition umfassend

zu erforschen.

Die zentralen Fragen der Kognitiven Linguistik sind:

1.

Worin besteht unsere Sprachkenntnis?

2.

Wie wird diese Kenntnis erworben?

3.

Wie wird diese Kenntnis benutzt?

4.

Welche neuronalen Strukturen und Mechanismen liegen der

Repräsentation, dem Erwerb und dem Gebrauch von

Sprache zugrunde? (Schwarz 1992: 40)

Die folgenden Arbeit, die sich in zwei Teile aufgliedern lässt, wird sich

hauptsächlich mit der Frage nach dem Aufbau mentaler Strukturen und

der Funktionsweise der Mechanismen beschäftigen. Dazu werden

zunächst in einem ersten Teil einige schon bestehende Model e und

Theorien zum Thema Gedächtnis: Aufbau und Funktion vorgestel t

werden. Im Anschluss daran werden ebenfal s ein paar bereits

existierende

theoretische

Ansätze

zum

Thema

der

Informationsverarbeitungsprozesse beleuchtet werden. Im zweiten Teil

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Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

sol ein eigenes Model präsentiert und erläutert werden, das versucht, die

Problematik der Speicherung und der Verarbeitung von Informationen zu

beheben und die mentalen Strukturen, sowie die kognitiven Mechanismen

befriedigend darzustel en.

Seite 5


Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

Teil 1: Theoretische Grundlagen

Seite 6


Hachmann/Wohlgethan: Das

KIEL-

Modell

I. Das Gedächtnis

Auf der Suche nach einer Erklärung für den Aufbau und die

Funktionsweise der menschlichen Kognition stel t sich immer wieder die

Frage nach dem Gedächtnis. Was genau ist das Gedächtnis, wo sitzt es

und inwieweit leistet es seinen Beitrag innerhalb der (vermuteten)

Kognitionsprozesse?

Man kann sich dem Gedächtnis nähern, indem man sich zunächst mit

dem Begriff

Wissen

auseinandersetzt.

Wissen wird definiert als ,,die Menge al er Informationen, die ein Mensch

intern gespeichert hat." (Schwarz 1992: 78) Wissen ist aber nicht nur eine

statische Ansammlung von Erfahrungsinhalten, sondern auch die

Fähigkeit, auf diesen Inhalten zu operieren, eine Art kognitive Kompetenz

also.

Die al gemeine kognitive Kompetenz des Menschen umfasst somit

strukturel es und prozedurales Wissen.

Das Gedächtnis wird vielfach als eine Art kognitiver Aufbewahrungsort für

menschliches Wissen aufgefasst und in diesem Sinne als bloßer Speicher

verstanden. Das Gedächtnis ist aber kein einzelnes Speicherorgan,

sondern besteht aus verschiedenen Subsystemen. (Schwarz 1992: 76) Es

ist eher ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von kognitiven

Funktionen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist es auch schwierig, das

Gedächtnis als solches zu lokalisieren. Zwar konnten bestimmten

kognitiven Prozessen einzelne Hirnregionen zugeordnet werden (Broca-

Zentrum; Wernicke-Zentrum), man kann jedoch nicht das Gedächtnis als

einen festen Ort mit hoher kognitiver Aktivität lokalisieren.

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