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Subtitle: Empirische Reichweiteforschung im Internet
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 36 Pages
Author: Timo Gramer
Subject: Communications: Multimedia, Internet, New Technologies
Details
Institution/College: University of Leipzig (Journalistik und Kommunikationswissenschaften)
Tags: Internet, Publikumsforschung
Year: 2008
Pages: 36
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 41 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-09787-6
ISBN (Book): 978-3-640-11175-6
File size: 528 KB
Arbeit enthält aktuelle Zahlen, Statistiken und Schaubilder zum Thema in Anhang.
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Abstract
Vor zwei Jahren wählte das Time Magazin die Nutzer des Internets als „Person of the year“ und bekräftigte damit eindeutig den gestiegenen Stellenwert des aktiven Medienrezipienten im 21. Jahrhundert. Vor allem im Internet zeigt sich das enorme Potential crossmedialer Strukturen – der aktive Prosument steht im Fokus von Werbewirtschaft, Medienredaktionen und nicht zuletzt seiner selbst. Das Netz als „Enabeling Technology“ lädt jeden Menschen dazu ein, sich zu jeder erdenklichen Zeit und unter der Umgehung der eigentlichen „Besitzer“ einer Website an eine unbestimmte und breite Öffentlichkeit zu wenden. Im Web 2.0 sind selbst Laien nicht nur Rezipienten, sondern in wachsender Zahl auch Kommunikatoren. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt: Meinungen werden über Blogs bzw. Foren publiziert, ausgetauscht und weiterverbreitet. Bilder, Musik und Videos, zum Teil in Eigenregie erstellt, vervielfältigen sich via „Peer to Peer“. Schnellerer Zugangswege und die daraus resultierenden multimedialen Anwendungen ermöglichen einen weitesgehend autonomen Rezipienten, der sich frei von Programmplanung im Netz bewegen kann. II.II Publikumsforschung und Web 2.0 – wie Hase und Igel Dies macht es für Medienredaktionen wie Werbewirtschaft gerade im Internet immer schwieriger, Rezipienten handhabbar zu machen. Die Dynamik, mit der sich der aktive Nutzer im World Wide Web bewegt, läuft der empirischen Spurenermittlung auf und davon. Klassische Nutzungsmuster wie bei den Massenmedien Radio, Fernsehen und Zeitung werden im Internet Tag für Tag aus den Angeln gehoben. Die Autonomität der User legt die Gestaltungskontrolle in unübersichtlich viele Hände. Konventionelle Institutionen scheinen somit die Kontrolle über den aktiven Nutzer zu verlieren. Eine Studie von Universal McCann über Bloggen im Internet beschrieb dieses Phänomen im vergangenen Jahr gleich in der Überschrift seiner Untersuchung mit den Worten „We are all media owners now“. Diese Entwicklung vom passiven Mediennutzer zum autonomen Entscheider, welcher sich sein personalisiertes Medienportfolio unabhängig von Zeit und Ort zusammenstellt, bedeutet auch für den Journalismus neue Herausforderungen. Auf die aktuell in der Öffentlichkeit immer wieder angeheizte Debatte zwischen klassischen Journalisten auf der einen und „Bürgerjournalisten“ (Bloggern) auf der anderen Seite soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.
Excerpt (computer-generated)
Universität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Empirische Forschung
Sommersemester 2006 2-12 PUBLIKUMSFORSCHUNG
Wer vermisst das Internet?
Reichweitenforschung im Internet
von
Timo Gramer
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 3
I. I Audience Control vs. Audience Autonomy 3
I.II Lean forward Massenmedium Internet 4
II Das Internet Stunde Null in der Medienrezeption 4
II.I Das World Wide Web als Enabeling Technology 4
II.II Publikumsforschung und Web 2.0 wie Hase und Igel 5
III Internetnutzung in Deutschland 7
III.I Vom Komplementär zum werbewirksamen Massenmedium 7
III.II ARD/ZDF-Online Forschung 7
III.III Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung 8
III.IV Surfverhalten der Prosumenten hoher Werbestimulus 9
IV Empirische Reichweitenforschung im Internet 11
IV.I Arbeitsgemeinschaft Online (AGOF) 11
IV.I.II Die Messmethode Das Drei-Säulen-Modell 12
IV.II MMXI Switzerland/Public Data 14
IV.III Neue Internetforschung Schweiz (NIS) 15
IV.IV ARD/ZDF- Online Nutzer Typologie 16
V. Zusammenfassung und Ausblick 18
VI. Literatur- und Internetquellen: 24
VII. Daten, Fakten, Schaubilder 28
2
I Einleitung
I. I Audience Control vs. Audience Autonomy
Die Publikumsforschung spaltet sich in zwei unterschiedliche Denkmuster: Auf der einen
Seite steht die
,,Audience Control"
1, welche den Rezipienten als eher passiv auffasst und
(beim Fernsehen) anhand von Einschaltquoten und Tausender-Kontakt-Preis primär aus Sicht
der Werbewirtschaft und der Medien selbst argumentiert. Der
,,Audience Control"
zu Eigen
ist der Begriff des Massenmediums, der im strukturellen Ansatz seine empirische
Entsprechung findet.
Demgegenüber steht die
,,Audience Autonomy"
2
,
die den Rezipienten als aktiven
Prosumenten, einer Mischung aus Produzent und Konsument, versteht. Verkörpert wird diese
Ansicht unter anderem vom kulturwissenschaftlichen Ansatz, der eine extrem heterogene
Zuschauerschaft in intersubjektiv-soziodemographische Gruppen (
Sinus-Milieu-Studien
) teilt.
Publikumsforscher dieser Denkrichtung gehen somit von einer bewussten Mediennutzung
jedes einzelnen Rezipienten aus und interpretieren diese als soziale Handlung (Vgl. Max
Weber3). Wie
Mc Quail
in seinem Text
,,The Future of the Audience Concept"
verdeutlicht,
neigt sich die Einbahnstraße Medien scheinbar ihrem Ende entgegen. Die passive
Medienkonsumption im Sinne einer starren Rezipientenmasse bezeichnet
Mc Quail
als
,,outdated"
und setzt an Stelle des linearen Transmissionsprozesses einer einseitigen
Kommunikation eine dialogisch orientierte Interaktion zwischen Rezipient und Medium.4 Das
System Massenmedium koexistiert neben dieser interaktiven Mediennutzung weiter; die
Anzahl der zu untersuchenden Parameter steigt im Zeitalter neuer Vertriebskanäle und
individueller Angebots-Nutzung ins Unermessliche.
Die Publikumsforschung gerät damit ins Spannungsfeld zwischen Werbewirtschaft,
Medienverlagen und den Special-Interest-Gruppen der Zuschauer. Es gilt mittels empirischer
Daten neue Rezipientensegmente zu eruieren und das dynamische Medienverhalten für
Werbewirtschaft und Medienredaktionen handbar zu machen.
,,New kinds of media do not
have audiences at all in the old sense of spectators"5,
so
Mc Quail
. Die Publikumsforschung
1 Der Begriff ist dem Aufsatz von Mc Quail, ,,The Future of the Audience Concept" aus dem Seminarordner
entliehen.
2 Ebd. Siehe 1
3 Max Weber beschreibt die Soziologie als ,,
Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und
dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will
". Soziales Handeln ist nach Weber
Handeln, welches sich dem Sinn nach auf das Verhalten anderer bezieht und daran in seinem Ablauf orientiert
ist. Versteht man eine selektive Mediennutzung als soziale Handlung , so impliziert dies einen mündigen,
individuellen und bewusst agierenden Rezipienten.
4 Siehe Mc Quail, ,,The Audience in Communication Theory an Research", Seminarordner, Seite 21.
5 Siehe Mc Quail ,,The Future of the Audience Concept", im Seminarordner, Seite 145.
3
scheint vor einem neuen Zeitalter zu stehen, in dem das Verständnis um aktiv handelnde
Rezipienten unerlässlich ist. Doch damit nicht genug:
Mc Quail
unterteilt den Begriff
,,active
audience"
in
,,media consumption"
und
,,use behaviour
"6, womit er einer kumulierten
Publikumsforschung, sowohl im Sinne einer quantitativ-technischen Erhebung als auch einer
verhaltenstypisch-individuellen Analyse den Weg weist.
I.II Lean forward Massenmedium Internet
Sinnbildlich für wandelbare Nutzungsmuster und immer neue Vertriebskanäle steht das
Internet. Von seiner gesellschaftlichen Akzeptanz her ist es längst vom Komplementär- zum
Massenmedium avanciert und verkörpert die oben bereits umschriebene
,,lean forward"
Mentalität der Mediennutzung, die sich verstärkt unter die konventionell passiven Muster der
,,lean backward"-
Angebote mischt.7
Im Folgenden werden zunächst die wachsende Bedeutung des Internets in Deutschland und
die damit verbundenen Folgen für Medien wie Werbewirtschaft aufgezeigt. Darauf basierend
stellt der Autor anhand von vier Beispielen der gegenwärtig konkurrierenden Verfahren
grundlegende methodische Zugänge zur empirischen Reichweitenforschung dar und wägt
deren Stärken und Schwächen gegeneinander ab. Abschließend wagt der Autor einen Blick in
die Zukunft und erörtert die Chancen einer optimal kumulierten Reichweiten- und
Rezipientenforschung für das Internet sowie deren Bedeutung für das gesamte
Medienspektrum.
II Das Internet Stunde Null in der Medienrezeption
II.I Das World Wide Web als Enabeling Technology
Vor zwei Jahren wählte das
Time Magazin
die Nutzer des Internets als
,,Person of the year"
und bekräftigte damit eindeutig den gestiegenen Stellenwert des aktiven Medienrezipienten
im 21. Jahrhundert. Vor allem im Internet zeigt sich das enorme Potential crossmedialer
Strukturen der aktive Prosument steht im Fokus von Werbewirtschaft, Medienredaktionen
und nicht zuletzt seiner selbst. Das Netz als
,,Enabeling Technology"
lädt jeden Menschen
dazu ein, sich zu jeder erdenklichen Zeit und unter der Umgehung der eigentlichen ,,Besitzer"
6 Ebd. S.147.
7 Zu dieser Einschätzung kommt auch die ARD/ZDF-Langzeitstudie von Christoph Gscheidle und Martin Fisch
,,Der Einfluss der Computer-Ausstattung auf die Internetnutzung", Media Perspektiven 11/2005, S.580.
4
einer Website an eine unbestimmte und breite Öffentlichkeit zu wenden. Im
Web 2.0
sind
selbst Laien nicht nur Rezipienten, sondern in wachsender Zahl auch Kommunikatoren.8
Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt: Meinungen werden über Blogs bzw. Foren
publiziert, ausgetauscht und weiterverbreitet. Bilder, Musik und Videos, zum Teil in
Eigenregie erstellt, vervielfältigen sich via ,,
Peer to Peer"
. Schnellerer Zugangswege und die
daraus resultierenden multimedialen Anwendungen ermöglichen einen weitesgehend
autonomen Rezipienten, der sich frei von Programmplanung im Netz bewegen kann.
II.II Publikumsforschung und Web 2.0 wie Hase und Igel
Dies macht es für Medienredaktionen wie Werbewirtschaft gerade im Internet immer
schwieriger, Rezipienten handhabbar zu machen. Die Dynamik, mit der sich der aktive Nutzer
im World Wide Web bewegt, läuft der empirischen Spurenermittlung auf und davon.
Klassische Nutzungsmuster wie bei den Massenmedien Radio, Fernsehen und Zeitung werden
im Internet Tag für Tag aus den Angeln gehoben. Die Autonomität der User legt die
Gestaltungskontrolle in unübersichtlich viele Hände. Konventionelle Institutionen scheinen
somit die Kontrolle über den aktiven Nutzer zu verlieren.
Eine Studie von
Universal McCann
über Bloggen im Internet beschrieb dieses Phänomen im
vergangenen Jahr gleich in der Überschrift seiner Untersuchung mit den Worten
,,We are all
media owners now"9.
Diese Entwicklung vom passiven Mediennutzer zum autonomen
Entscheider, welcher sich sein personalisiertes Medienportfolio unabhängig von Zeit und Ort
zusammenstellt, bedeutet auch für den Journalismus neue Herausforderungen. Auf die aktuell
in der Öffentlichkeit immer wieder angeheizte Debatte zwischen klassischen Journalisten auf
der einen und
,,Bürgerjournalisten"
(Bloggern) auf der anderen Seite soll an dieser Stelle
nicht weiter eingegangen werden.
Festzuhalten bleibt aber die Tatsache, dass der anhaltende Trend zum interaktiven
Medienrezipienten eben nicht mehr als solcher zu verstehen ist, sondern verstärkt auf eine
Zäsur allgemeiner Nutzungsmuster zusteuert, welche neben den Medien auch die
Werbewirtschaft zu neuen Wegen zwingt. Ohne eine dynamische und auf dieses
Nutzungsverhalten angelegte Publikumsforschung im Internet scheint dieses ungemein
lukrative Werbeumfeld undurchdringbar zu sein. Es gilt für den Journalismus wie für die
8 Vgl. hierzu auch Maria Gerhards und Walter Klinger: ,,Mediennutzung in der Zukunft Traditionelle
Nutzungsmuster und Zielgruppen in der Zukunft", Media Perspektiven 02/2006, S. 80. Die beiden Autoren
sprechen auch von ,,niedrigen Kommunikations - Hürden, die von quasi jedem Internetnutzer zu nehmen sind".
9 Siehe Don Alphonso: ,,Ein Dutzend Gründe warum Blogs den Journalismus im Internet aufmischen
werden...", Berlin 2004, S.29.
5
Werbewirtschaft eine Art Wettkampf einzugehen, der sich nicht mehr an den gängigen
Mustern von Angebot und Nachfrage orientieren kann.
Für die Publikumsforschung erscheint die empirische Segmentierung des Marktes Internet
zuweilen wie ein Wettlauf gegen die Zeit, der fatal an das Märchen von Hase und Igel
erinnert: Waren Programmgestalter wie Werbetreibende auf dem Medienmarkt zuweilen
daran gewöhnt, dem passiven Rezipienten via eindimensionalem Vertriebsweg10 (Print,
Radio, Fernsehen) ein vorab bestimmtes Angebot vor die Nase zu setzen, beherrschen im
Internet vor allem dynamische Medienrezeption und die Autonomie des Users den hart
umkämpften Marktplatz.
Immer da, wo die Werbewirtschaft eine neue Zielgruppe evaluiert oder die Medienhäuser ein
neues Produkt generiert haben, haben die Rezipienten bereits ein neues Segment, eine neue
Marktnische, in Eigenregie erstellt. Das Tempo, welches der Konsument im Internet vorlegt
kann die empirische Zuschauerforschung eigentlich gar nicht mitgehen es gilt gewisse
Trends ausfindig und den ständig wachsenden heterogenen Markt so gut wie möglich
handhabbar zu machen.
Zumal sich der Rezipient gar nicht mehr als solcher versteht, sondern als Blogger,
Videojournalist oder Hobbyfotograf selbst zum Medienproduzenten wird. Gibt der Markt ein
bestimmtes Angebot nicht her, kreiert es sich der User eben selbst und wird somit quasi zum
Konkurrenten für die Medienhäuser und zu einer neuen Chance für die Werbewirtschaft. Die
Entwicklung vom Rezipienten zum Prosumenten im Internet ist gerade auch im Hinblick auf
die Publikumsforschung als Zeitenwende, als eine Art Stunde Null, zu verstehen. Chancen
und Risiken gilt es daher sorgsam abzuwägen beziehungsweise neue empirische Werkzeuge
zu finden, mit denen man das Internet, den Markt der Zukunft, zu durchdringen erhofft.
10 Eindimensional meint hier vor allem die fehlende Rückkopplung zwischen Medienproduzent und
Medienrezipient bzw. die spärlich zu nennende Interaktion zwischen beiden Gruppen. Der Einfluss des
Konsumenten auf die ihm angebotene Produktwelt scheint gering, der Markt wird eindeutig von den
Institutionen determiniert und findet zumeist nur Feedback in Fernsehquoten, Leserbriefen, Anrufen etc.
6
III Internetnutzung in Deutschland
III.I Vom Komplementär zum werbewirksamen Massenmedium
Die
Universal Mc Cann-Studie
kam ferner zu dem Ergebnis, dass Blogger beileibe kein
Massenpublikum ansprechen wollen und ihre potentiellen Zielgruppen kaum oder gar nicht
kennen.11
Der zweite Teil der Aussage trifft auch auf viele Medienanbieter und Werbewirtschaftler zu,
die sich im World Wide Web tummeln. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass diese
Parteien sehr wohl ein Massenpublikum, respektive eine breite Zielgruppe ansprechen wollen,
in dem sie es sich auf empirischem Wege zugänglich machen.
Das Internet bietet hervorragende Werbemöglichkeiten - das Paradebeispiel der
Suchmaschine
und ihrer äußerst rentablen Vermarktungsstrategie verspricht das
große Geld. Die parallele Verwendung von Text, Bild, Ton, Animationen und Film
verschmelzt die Funktionen der konventionellen Medien.12 Dank der Hypertextstruktur
springen die Nutzer binnen Sekunden von Angebot zu Angebot, von Medium zu Medium
innerhalb des kumulativen Internets. Die Vermarktungsstrategien sowie die Vertriebskanäle
sind dabei äußerst divers.
III.II ARD/ZDF-Online Forschung
Das Internet hat sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre vom Komplementärmedium zum
Massenmedium mit großer Reichweite und Kontaktintensität entwickelt. Dies belegen die
Zahlen der
ARD/ZDF-Online Forschung,
die jährlich die Internetnutzung in der
Bundesrepublik empirisch aufarbeitet. Demnach surften 1997 nur 6,5 Prozent der der Bürger
in Deutschland im Internet ein weitesgehend elitärer Kreis.13 Knapp zehn Jahre später, im
zweiten Quartal 2007 bezeichnen sich immerhin schon 62,7 Prozent der Erwachsenen (im
Jahr 2006 waren es 59,5 Prozent)14 hierzulande als zumindest gelegentliche Onlinenutzer.15
Das sind hochgerechnet 39,5 Millionen Menschen (38,6), welche das Internet nutzen. Fing es
11 Siehe Don Alphonso: ,,Ein Dutzend Gründe, warum Blogs den Journalismus im Internet aufmischen
werden...", S. 42.
12 Zu dieser Meinung gelangt unter vielen anderen auch Roland Karle im Journalist: ,,Es wächst und wächst... -
Innerhalb weniger Jahre hat sich das Internet zu einem Massenmedium entwickelt.", Rommelskirchen,
01.05.2007. In diesem Artikel vertritt der Autor die These, dass sich im Internet alle anderen Medien zu einem
komplexen Medienangebot potenzieren und durch das Internet umfangreich konsumiert werden.
13 Zu dieser empirisch belegten Zahl kommen Christoph Gscheidle und Martin Fisch in ihrer Langzeit-
Beobachtung der Internetnutzung in Deutschland von 1997 bis heute. Erschienen in Media Perspektiven. Die
aktuelle ARD/ZDF-Online Forschung 2008, Media Perspektiven 08/2007 von Birgit van Eimeren und Beate
Frees kommt zu derselben Einschätzung.
14 Die Zahl in Klammern bezieht sich im Folgenden immer auf die Erhebung vom Vorjahr).
15 Siehe. Birgit van Eimeren/Beate Frees: ,,Internetnutzung zwischen Pragmatismus und YouTube-Euphorie",
Media Perspektiven, 08/2007, S. 365.
7
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