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Subtitle: Die Verantwortung der Grundschule bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund
Termpaper, 2007, 15 Pages
Author: Katrin Schmidt
Subject: Pedagogy - Intercultural Pedagogy
Details
Tags: Migration, Heterogenität, Bildungsungleichheit
Year: 2007
Pages: 15
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06832-1
ISBN (Book): 978-3-638-95381-8
File size: 214 KB
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Abstract
1. Migration in Deutschland – Status Quo Die Schulgesetzreform in Nordrhein-Westfalen vom 27. Juni 2006 fokussiert die „individuelle Förderung“ und berücksichtigt somit erstmals die in den Schulklassen vorherrschende Heterogenität – bedingt durch Schülerinnen und Schüler (SuS) verschiedener Geburtsjahrgänge, Geschlechter, sozialer Herkunft, Muttersprachen, Religionen, etc.. Die Reform des Schulgesetzes und somit die Anpassung an die tatsächlich vorfindbare Heterogenität in den (Grund-)Schulen, war überfällig. Dies zeigen die Befunde der PISA-Studien, die im „Bezug auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ein immenses Versäumnis deutscher Bildungspolitik und Schulen“ hinweisen. Deutschland ist seit Mitte der 50er Jahre eines der wichtigsten europäischen Zielländer von Migranten. Laut einer Erfassung des Statistischen Bundesamtes nach Erlass des Mikrozensusgesetzes von 2005, „leben in Deutschland circa 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (2005), was einem Bevölkerungsanteil von 19 Prozent entspricht“. Die Anzahl und die Vielfalt von SuS mit Migrationshintergrund wächst angesichts der Zuwanderung von Bürgerkriegsflüchtlingen, der Osterweiterung der Europäischen Union und der höheren Geburtenrate der Migranten.
Excerpt (computer-generated)
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Erziehungswissenschaft
Wintersemester 2007/08
Seminar: Anspruchsvolles Fördern und Heterogenität in der Schule
Migration und sprachlich-kulturelle Heterogenität
Die Verantwortung der Grundschule
bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund
Katrin Schmidt
Lehramt Gym/Ges
Anglistik, Sozialwissenschaften
7. Fachsemester
Schmidt 2
Inhaltsverzeichnis
1.
Migration in Deutschland Status Quo 3
1.1. Migrationshintergrund der Bevölkerung 2005 4
2.
Heterogenität in der Grundschule 4
2.1. Die Bildungssituation von SuS mit Migrationshintergrund die Schulübergangsphasen ... 4
2.2. Anforderungen an Lehrer mit migrationsbedingter Heterogenität umzugehen 6
2.3. Die Rolle des Spracherwerbs von SuS mit Migrationshintergrund 6
3.
Der Umgang mit Heterogenität an ausgewählten Grundschulen 7
3.1. Entwicklung von Indikatoren 7
3.2. Untersuchung drei ausgewählter Grundschulen 8
4.
Abseits der wenigen Leuchttürme Fazit und Ausblick auf die zukünftige Bildungssituation
von SuS mit Migrationshintergrund 11
5.
Literatur- und Quellenverzeichnis 13
6.
Erklärung der Studierenden 15
Schmidt 3
1. Migration in Deutschland Status Quo
Wer sich selbst und andre kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen. (Goethe )
Die Schulgesetzreform in Nordrhein-Westfalen (NRW) vom 27. Juni 2006 fokussiert die
,,individuelle Förderung" (Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW) und berücksichtigt
somit erstmals die in den Schulklassen vorherrschende Heterogenität bedingt durch Schülerinnen
und Schüler (SuS) verschiedener Geburtsjahrgänge, Geschlechter, sozialer Herkunft,
Muttersprachen, Religionen, etc.. Die Reform des Schulgesetzes und somit die Anpassung an die
tatsächlich vorfindbare Heterogenität in den (Grund-)Schulen, war überfällig. Dies zeigen die
Befunde der PISA-Studien, die im ,,Bezug auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund
auf ein immenses Versäumnis deutscher Bildungspolitik und Schulen" (Edelstein et al.) hinweisen.
Deutschland ist seit Mitte der 50er Jahre eines der wichtigsten europäischen Zielländer von
Migranten.
Laut
einer
Erfassung
des
Statistischen
Bundesamtes
nach
Erlass
des
Mikrozensusgesetzes1 von 2005, ,,leben in Deutschland circa 15,3 Millionen Menschen mit
Migrationshintergrund (2005), was einem Bevölkerungsanteil von 19 Prozent entspricht" (Özcan 1.
November 2007). Die Anzahl und die Vielfalt von SuS mit Migrationshintergrund wächst
angesichts der Zuwanderung von Bürgerkriegsflüchtlingen, der Osterweiterung der Europäischen
Union und der höheren Geburtenrate der Migranten (vgl. Edelstein et al.).
Schmidt 4
1.1. Migrationshintergrund der Bevölkerung 2005
Die Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund ist ebenfalls höchst heterogen, wie die
obenstehende Abbildung (Statistisches Bundesamt) veranschaulicht. Ein vergleichbarer Anteil an
SuS mit Migrationshintergrund lässt sich in der Grundschule als ,einzige Gesamtschule` vermuten.
2. Heterogenität in der Grundschule
2.1.
Die Bildungssituation von SuS mit Migrationshintergrund die Schulübergangsphasen
Die PISA-Studien zeigen auf, dass SuS mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem
weniger erfolgreich sind als ihre deutschen Mitschüler. Ein Grund dafür ist, dass sie mit anderen
sprachlichen Voraussetzungen in das Bildungssystem eintreten. Die Mehrheit von ihnen spricht eine
andere Familiensprache als deutsch und verfügt über mehr oder weniger ausgeprägte Formen von
Zweisprachigkeit (vgl. Edelstein, et al.). Diesem Phänomen wird häufig mit der Zurückstellung von
SuS mit Migrationshintergrund bei der Einschulung begegnet. Die Zurückstellung wird in der Regel
mit Defiziten in der deutschen Sprache und der kulturellen Fremdheit der Eltern begründet, obwohl
dies in den meisten Bundesländern laut Schulgesetzgebung kein Zugangshindernis sein darf (vgl.
Edelstein et al.). Mechtild Gomolla beobachtet eine institutionelle Diskriminierung, die eintritt,
1 Mikrozensusgesetz: Gesetz zur Durchführung einer Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt
sowie die Wohnsituation der Haushalte.
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