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Seminararbeit, 2008, 20 Seiten
Autor: Florian May
Fach: Amerikanistik - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Tags: Problematik, Terminus, Gerundium, Englisch, Syntax
Jahr: 2008
Seiten: 20
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-10022-4
ISBN (Buch): 978-3-640-11345-3
Dateigröße: 144 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In dieser Arbeit soll das Gerundium in der heutigen englischen Sprache analysiert werden. Dabei werden verschiedene Darstellungsweisen in Schulbüchern, Grammatiken, und anderer linguistischer Sekundärliteratur überprüft und auf konträre Punkte hin untersucht. Um die Wurzeln des Gerundiums im Englischen zu ergründen, ist es wichtig zuerst die hierbei relevanten Aspekte der Sprache diachronisch zu betrachten. Dazu werden drei, durch ihr Erscheinungsjahr zeitlich stark getrennte Werke untersucht, um die Wurzeln des Gerundiums zu analysieren. Bereits bei der etymologischen Untersuchung gab es Diskussionen unter Linguisten, ob das moderne Gerund von einer Urform in der Angel-Sächsischen Sprache abstammt oder nicht, da es zu jener Zeit ein eindeutiges Gerundium in der Sprache gab. Rusteberg stellt dieses Problem wie folgt dar: „The Anglo - Saxon Gerund is really an inflected Infinitive, preceded in the dative case by the preposition ´to´“ (1874: 1). (...) Wie Rusteberg zu den oben tabellarisch erfassten Fällen weiter ausführt, wird jedoch nur die vorliegende Dativform im Altenglischen als Gerundium bezeichnet. Diese weist aber keinerlei Möglichkeiten auf mit dem modernen englischen gerund übersetzt zu werden. Die andere These, dass eine Urverwandtschaft des ursprünglichen und des heutigen Terminus aufgrund der anderen Fälle, wie dem Akkusativ zum Beispiel, möglich ist, wird somit von ihm widerlegt, da kein Fall neben dem Dativ als Gerundium benutzt wurde. Obwohl einige Linguisten von einer Veränderungen von writan über writen und writin zur Endform writing ausgehen und darauf die Ursprünge des modernen Gerundiums im Englischen zurückführen, ist dies unwahrscheinlich da zur Zeit der Veränderung von „-an“ zu „-en“ das moderne Gerund schon in der Form des Verbalsubstantivs auf „-ung“ nachweislich in der Angel-Sächsischen Sprache vorzufinden war (vgl. 1874: 1-5).
Textauszug (computergeneriert)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Wintersemester 2007/ ... 8
PS Syntax
Die Problematik des Terminus Gerundium
im modernen Englisch
Florian May
Amerikanistik, Iberoromanistik. 5. Semester
3.3.2008
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
1.1 Der Ursprung des Gerundiums im Englischen ... 3
1.2. Was ist ein Gerund? – eine Umfrage ... 5
2. Probleme des Begriffs ... 6
2.1 Form oder Funktion? – eine Darstellung in Schulbüchern ... 6
2.2 Darstellung in linguistischer Literatur ... 8
2.2.1 Differenzierung Gerund-Present Participle ... 8
2.2.2 Probleme in der Unterscheidung ... 10
2.2.3 Gerund-Verbal Noun ... 12
3. Alternative Analysen des traditionellen Gerundiums ... 14
3.1 A Comprehensive Grammar of the English Language ... 14
3.2 Huddleston ... 15
4. Fazit ... 17
5. Literaturverzeichni ... 19
1. Einleitung
In dieser Arbeit soll das Gerundium in der heutigen englischen Sprache analysiert werden. Dabei werden verschiedene Darstellungsweisen in Schulbüchern, Grammatiken, und anderer linguistischer Sekundärliteratur überprüft und auf konträre Punkte hin untersucht.
1.1 Der Ursprung des Gerundiums im Englischen
Um die Wurzeln des Gerundiums im Englischen zu ergründen, ist es wichtig zuerst die hierbei relevanten Aspekte der Sprache diachronisch zu betrachten. Dazu werden drei, durch ihr Erscheinungsjahr zeitlich stark getrennte Werke untersucht, um die Wurzeln des Gerundiums zu analysieren. Bereits bei der etymologischen Untersuchung gab es Diskussionen unter Linguisten, ob das moderne Gerund von einer Urform in der Angel- Sächsischen Sprache abstammt oder nicht, da es zu jener Zeit ein eindeutiges Gerundium in der Sprache gab. Rusteberg stellt dieses Problem wie folgt dar:
„The Anglo - Saxon Gerund is really an inflected Infinitive, preceded in the dative case by the preposition ´to´“ (1874: 1).
Nominativ writan
Genitiv -
Dativ to writanne
Akkusativ writan
Wie Rusteberg zu den oben tabellarisch erfassten Fällen weiter ausführt, wird jedoch nur die vorliegende Dativform im Altenglischen als Gerundium bezeichnet. Diese weist aber keinerlei Möglichkeiten auf mit dem modernen englischen gerund übersetzt zu werden. Die andere These, dass eine Urverwandtschaft des ursprünglichen und des heutigen Terminus aufgrund der anderen Fälle, wie dem Akkusativ zum Beispiel, möglich ist, wird somit von ihm widerlegt, da kein Fall neben dem Dativ als Gerundium benutzt wurde.
Obwohl einige Linguisten von einer Veränderungen von writan über writen und writin zur Endform writing ausgehen und darauf die Ursprünge des modernen Gerundiums im Englischen zurückführen, ist dies unwahrscheinlich da zur Zeit der Veränderung von „-an“ zu „-en“ das moderne Gerund schon in der Form des Verbalsubstantivs auf „-ung“ nachweislich in der Angel-Sächsischen Sprache vorzufinden war (vgl. 1874: 1-5).
Eine Urverwandtschaft zum Gerundium des Angel-Sächsischen ist also laut Rusteberg auszuschließen. Hierbei ist anzumerken, das er im hier verwendeten Kapitel nicht angibt, ob der Terminus gerund sich auf die funktionale Ebene beschränken sollte, da es, wie später in dieser Arbeit beschrieben, keine eigene Form im modernen Englischen besitzt. Seine Meinung, dass keine Urverwandtschaft zum Angel- Sächsischen Gerundium bestünde, wird von anderen Linguisten geteilt. Folglich dürfte es in einer späteren Epoche der Englischen Sprache entstanden sein.
Auf der Suche nach den Ursprüngen des Gerundiums bietet sich eine andere Erklärung durch die Veränderungen des Verbalsubstantivs auf „-ung“ an, welche im Übergangszeitraum vom Altenglischen zum Mittelenglischen stattfand.
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